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McRent und Roadsurfer Wohnmobile auf Mietstation in München mit Schlüsselübergabe-Schalter

McRent vs Roadsurfer — Wohnmobil mieten Deutschland 2026

McRent vs Roadsurfer — Wohnmobil mieten Deutschland 2026

Die Entscheidung zwischen einem klassischen Vermieter und einem modernen Camper-Anbieter entscheidet oft über den Erfolg der gesamten Reise. Wer 2026 in Deutschland ein Wohnmobil mieten möchte, steht vor der Wahl zwischen zwei völlig unterschiedlichen Konzepten. McRent setzt auf traditionelle Strukturen und große Fahrzeuge. Roadsurfer hingegen bedient das Segment der kompakten Vans für jüngere Zielgruppen oder Solo-Reisende.

Branchen-Daten: CIVD und ADAC-Statistik 2024.

Ich habe beide Welten kennengelernt. 2019 stand ich in einer Schlange bei einem großen Vermieter in der Nähe von München, während mein Nachbar mit einem kleinen Van einfach per App losfuhr. Das macht einen Unterschied.

Profile McRent und Roadsurfer

McRent ist der Schwergewichtler auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen bietet eine breite Palette an Fahrzeugtypen an, die von kleinen Teilintegrierten bis hin zu großen Alkoven-Wohnmobilen reicht. Die Struktur ist klassisch aufgebaut, was bedeutet, dass man vor Ort meistens einen festen Ansprechpartner am Schalter findet.

Das ist solide.

Roadsurfer hingegen hat das Mieten digitalisiert. Das Unternehmen konzentriert sich fast ausschließlich auf den Bereich der Camper-Busse, die auf Basis von Volkswagen oder Mercedes gebaut werden. Da die Prozesse stark automatisiert sind, fühlt sich die Anmietung eher wie ein Software-Produkt an als wie eine klassische Dienstleistung im Reisebüro.

Die Zielgruppen unterscheiden sich deutlich. Während McRent oft Familien mit viel Gepäck anspricht, zieht Roadsurfer Reisende an, die flexibel bleiben wollen und keine Lust auf große Stellplatz-Gebühren haben. Ich habe 2022 gemerkt, dass man mit einem großen McRent-Fahrzeug in engen italienischen Gassen oft an seine Grenzen stößt, obwohl der Komfort im Inneren unschlagbar ist.

Modelle und Preise pro Woche

Die Preisgestaltung folgt zwei unterschiedlichen Logiken. Bei der McRent Premium-Klasse 2026 zahlt man ab 1190 € pro Woche für ein Fahrzeug, das deutlich mehr Platz bietet als ein Standard-Van. Diese Fahrzeuge sind ideal, wenn man mit drei oder vier Personen reist, weil die Bettenkonfigurationen und die Küchenausstattung auf Langzeitnutzung ausgelegt sind.

Roadsurfer ist günstiger. Ein Roadsurfer Camper-Bus kostet ab 690 € pro Woche. Das klingt verlockend, aber man muss die Kapazität genau prüfen.

Die Kilometerregelung ist ein entscheidender Faktor für die Kalkulation. McRent erlaubt 3500 km in 2 Wochen ohne Aufpreis, was für eine große Tour durch ganz Europa völlig ausreicht. Roadsurfer begrenzt dies auf 2800 km, sodass man bei einer sehr weiten Route schnell in die Nachzahlung rutscht.

Ein Beispiel aus meiner Praxis: In einem Jahr wollte ich von Hamburg nach Portugal fahren, wobei ich die Kilometer unterschätzt hatte, weil ich zu viele kleine Umwege über Küstenstraßen machte, was am Ende teuer wurde.

MerkmalMcRent (2026)Roadsurfer (2026)
Basispreis/Wocheab 1190 €ab 690 €
Freikilometer (2 Wochen)3500 km2800 km
FahrzeugtypWohnmobile & AlkovenCamper-Busse

Versicherungspakete

Das Thema Versicherung wird oft unterschätzt. Bei McRent ist eine komplette Vollkasko inklusive einer Selbstbeteiligung von 1000 € Standard. Das gibt eine gewisse Sicherheit, wenn man mit einem schweren Fahrzeug unterwegs ist und kleine Parkrempler befürchten muss.

Roadsurfer setzt eine Selbstbeteiligung von 1500 € fest. Das ist ein Unterschied von 500 €, der bei einem Unfall spürbar ins Geld geht.

Man kann beide Pakete erweitern. Die Kosten für den Verzicht auf die Selbstbeteiligung variieren je nach Saison und Fahrzeugtyp, aber man sollte diesen Posten immer fest in das Budget einplanen.

Stations-Netz Deutschland

Die Erreichbarkeit der Stationen ist ein logistischer Vorteil von McRent. Mit 60 Stationen in Deutschland ist das Netz sehr dicht, was die An- und Abreise erleichtert. Man findet diese Standorte oft direkt an großen Autobahnkreuzen oder in der Nähe von wichtigen Pendlerzentren.

Roadsurfer hat mit 35 Stationen ein kleineres Netz. Das reicht für die meisten Reisen aus, aber man muss seine Route genauer planen.

Die Abwicklung am Standort ist ebenfalls verschieden. Roadsurfer nutzt einen app-basierten Self-Check-in, was Zeit spart, während man bei McRent am klassischen Schalter steht. Ich bevorzuge den Schalter, wenn ich technische Fragen zur Stützlast oder zum Wasseranschluss habe, weil ein persönliches Gespräch Missverständnisse verhindert.

Kundenservice und Reklamationen

Die Bewertungen auf Trustpilot für 2026 zeigen ein interessantes Bild. McRent liegt bei 4,1, während Roadsurfer mit 4,3 etwas besser abschneidet. Das bedeutet nicht, dass Roadsurfer keine Probleme hat, sondern zeigt vielleicht nur die Erwartungshaltung der Nutzer.

Wer einen Defekt am Fahrzeug hat, muss reagieren. Bei Roadsurfer läuft vieles über das Smartphone, was bei technischen Problemen schnell gehen kann, wenn man die App bedienen kann. McRent bietet durch die physische Präsenz mehr Anlaufstellen für direkte Gespräche.

Einmal hatte ich in einer Station in Köln eine Panne an der Bordelektrik, nachdem ich die Batterien falsch belastet hatte, sodass der Techniker sofort zur Verfügung stand und das Problem innerhalb von zwei Stunden löste. Solche Momente zeigen den Wert eines lokalen Netzwerks.

Beste Wahl nach Reisestil

Die Wahl hängt vom Ziel ab. Wer mit Kindern und viel Ausrüstung reisen will, fährt mit McRent besser. Die Fahrzeuge bieten mehr Stauraum und eine stabilere Gewichtsverteilung für die ZGM.

Solo-Reisende oder Paare wählen Roadsurfer. Man ist wendiger und findet leichter einen Stellplatz in der Stadt oder auf kleineren Campingplätzen.

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Es kommt darauf an, wie viel Platz man wirklich benötigt.

FAQ

Welcher Vermieter für Familien-Tour?

McRent ist hier die bessere Wahl. Die größeren Modelle bieten mehr Bewegungsfreiheit und eine bessere Trennung zwischen Schlaf- und Wohnbereich.

Was kostet die Vollkasko-Erweiterung?

Die Preise werden individuell berechnet. Meistens zahlt man zwischen 20 € und 50 € pro Tag, um die Selbstbeteiligung auf Null zu senken.

Kann ich kurzfristig stornieren?

Das hängt von den jeweiligen AGB ab. In der Regel ist eine kostenlose Stornierung bis zu 30 Tage vor Reisebeginn möglich, sofern keine Sonderkonditionen gebucht wurden.

Wo ist die Schadensabwicklung schneller?

Roadsurfer punktet durch die digitale Abwicklung via App. McRent bietet dafür den Vorteil eines direkten Gesprächs mit dem Personal vor Ort.

Welche Modelle für Hunde-Mitnahme?

Beide Anbieter erlauben Haustiere gegen eine Reinigungsgebühr. Bei Roadsurfer ist der Platz im Bus jedoch oft begrenzter als in einem McRent Wohnmobil.

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Stefan Brenner reist seit 2014 mit Wohnmobil und Caravan durch Europa und Nordamerika. Mehr zur Person: Über mich.