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Frankia A-Klasse und Concorde Charisma Liner auf Premium-Stellplatz an der Mosel

Frankia vs Concorde — Liner-Wohnmobile Premium 2026

Frankia vs Concorde — Liner-Wohnmobile Premium 2026

Marken-Geschichte Frankia und Concorde

Frankia hat eine lange Tradition. Die Marke stammt aus der Region um das Allgäu und hat sich über Jahrzehnte als Pionier für integrierte Wohnmobile etabliert. Während viele Hersteller auf einfache Aufbauweisen setzten, entwickelte Frankia früh die charakteristische, aerodynamische Form der Liner. Das war damals ein Risiko.

Concorde hingegen kommt aus Aschaffenburg. Die Manufaktur dort arbeitet seit der Gründung mit einem sehr klaren Fokus auf die Luxusklasse. Sie bauen keine kleinen Fahrzeuge für den Wochenendtrip. Concorde konzentriert sich fast ausschließlich auf die obere Gewichtsklasse.

Das ist ein Unterschied. Frankia hat in der Vergangenheit oft versucht, verschiedene Marktsegmente zu bedienen, während Concorde seine Nische im High-End-Bereich sehr konsequent verteidigt hat. Ich erinnere mich an eine Messe in Essen im Jahr 2014, als ich zum ersten Mal die massive Bauweise eines Concorde-Liner sah und sofort verstand, warum die Kunden bereit sind, für diese Stabilität deutlich mehr Geld auszugeben.

Die Wurzeln beider Marken sind tief in der deutschen Handwerkskunst verankert. Das merkt man an jeder Schraube.

Modelle Pace, Platin vs Carver, Charisma

Die Modellreihen unterscheiden sich massiv. Frankia bietet mit dem Pace eine solide Basis für Einsteiger in die Liner-Welt an. Wer es luxuriöser braucht, greift zum Platin. Der Frankia Pace A 740 GD kostet ab 248.000 € (Stand Januar 2025). Das ist ein hoher Einstiegspreis.

Concorde teilt die Welt ähnlich auf. Die Charisma-Serie bildet das Rückgrat der Produktion in Aschaffenburg. Der Concorde Charisma 920L startet bei etwa 285.000 €. Er bietet mehr Platz als die kleineren Einsteigermodelle.

Das Design ist unterschiedlich. Frankia nutzt oft eine etwas rundere Linienführung, während Concorde sehr geradlinig und fast schon streng wirkt. Das wirkt auf manche Nutzer weniger verspielt.

Man muss die Grundrisse prüfen. Ein Platin bietet mehr Komfort bei der Heizung, weil die Isolationswerte in dieser Serie höher liegen als beim Standard-Pace.

Fahrgestelle Iveco vs Mercedes

Hier entscheidet die Technik. Viele Liner basieren auf dem Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI. Das Fahrverhalten ist sehr ruhig. Es fühlt sich fast wie ein PKW an, obwohl das Gewicht enorm ist.

Dann gibt es den Iveco Daily. Der Iveco ist ein Arbeitstier. Er ist robuster gebaut als der Sprinter, weil die Achskonstruktion für schwerere Lasten ausgelegt wurde. Viele Liner-Besitzer bevorzugen den Iveco, wenn sie das zulässige Gesamtgewicht voll ausschöpfen wollen.

Das Gewicht ist entscheidend. Ein Liner wiegt selten unter 4 Tonnen. Da viele Modelle über 5 t liegen, ist ein C1-Führerschein absolute Pflicht. Wer nur die Klasse B hat, scheitert hier sofort.

Ich habe selbst einmal versucht, mit einem schweren Aufbau auf einem leichten Fahrgestell zu fahren. Das war eine Fehlentscheidung, weil das Fahrzeug in Kurven viel zu stark schwankte und ich ständig gegensteuern musste, sodass die Fahrt eher anstrengend als erholsam war.

Mercedes bietet mehr Prestige. Iveco bietet mehr Nutzlast.

Innenausstattung und Möbeldetails

Die Details machen den Unterschied. Beide Hersteller nutzen hochwertige Materialien für die Möbel. Man findet oft Echtholzfurniere oder sehr robuste Oberflächen, die nicht sofort verkratzen.

Die Technik muss stimmen. Fast alle Premium-Modelle sind mit einer Atago-Tankanlage ausgestattet. Das sorgt für eine konstante Wasserversorgung auf langen Reisen. Auch die Truma Combi 6 ist der Standard bei der Heizung und Warmwasserbereitung.

Die Möbel sind fest verbaut. Man kann sie nicht einfach umstellen. Die Schränke sind so konstruiert, dass sie auch bei hoher Fahrt durch Schlaglöcher nicht klappern. Das ist ein Qualitätsmerkmal.

Die Lichtkonzepte sind modern. Es gibt indirekte LED-Beleuchtung, die den Raum abends gemütlich macht. In einem Concorde-Charisma wirkt das Licht oft etwas kühler und funktionaler als im Frankia.

Die Ergonomie am Platz ist wichtig. Die Sitzposition im Fahrerhaus muss stimmen, damit man auch nach fünf Stunden Fahrt nicht Rückenschmerzen hat. Das ist bei den Liner-Modellen meist sehr gut gelöst.

Preise 220-450 k€ und Steuer

Die Kosten sind hoch. Ein Liner ist eine Investition. Die Preise bewegen sich zwischen 220.000 € und 450.000 €. Das ist eine andere Liga als bei Teilintegrierten.

Die Versicherung kostet Geld. Für eine Premium-Vollkasko müssen Sie mit 2.400 € bis 3.200 € pro Jahr rechnen. Das hängt stark vom Fahrer und der jährlichen Kilometerleistung ab.

Der Wertverlust ist moderat. Nach fünf Jahren liegt der Wertverlust bei beiden Marken bei etwa 25 %. Das ist für diese Preisklasse ein sehr guter Wert, weil die Nachfrage nach gebrauchten Luxus-Linern stabil bleibt.

Die Steuer richtet sich nach dem CO2-Ausstoß. Da die Motoren groß sind, ist der jährliche Betrag spürbar höher als beim Kleinwagen. Man sollte das in die monatlichen Fixkosten einplanen.

Man kauft hier ein Zuhause. Es ist kein einfaches Fahrzeug mehr.

Reale Liner-Besitzer berichten

Ein Besitzer aus Bayern erzählte mir neulich von seinem Concorde. Er fährt seit 2019 fast nur noch mit dem Charisma durch Europa. Er betont, dass die Stabilität bei Wind auf der Autobahn unschlagbar ist.

Ein anderer Nutzer eines Frankia Platin berichtet von der Geräumigkeit. Er nutzt das Fahrzeug für zwei Personen, wobei er die zusätzliche Stabilität des Fahrwerks schätzt. Er hat einmal eine Woche lang im Regen in den Pyrenäen gestanden, während das Interieur dank der Isolierung absolut trocken und warm blieb.

Die Erfahrungen sind meist positiv. Die Leute lieben die Unabhängigkeit. Wer einmal in einem Liner geschlafen hat, möchte meist nicht mehr zurück in ein kleineres Fahrzeug.

Man muss die Wartung ernst nehmen. Ein großer Service kostet schnell mehrere tausend Euro. Das gehört zum Betrieb eines solchen Fahrzeugs einfach dazu.

FAQ

Welcher Liner für Paar ab 5 t?

Für Paare, die viel Gewicht mitführen, ist der Concorde Charisma oft die erste Wahl. Die solide Bauweise auf dem Iveco-Fahrgestell bietet hier die nötige Sicherheit. Man sollte jedoch vorher die genaue Stützlast berechnen.

Was kostet die Wartung pro Jahr?

Rechnen Sie mit etwa 1.500 € bis 2.500 € für regelmäßige Inspektionen und Verschleißteile. Das hängt stark von der Fahrleistung ab. Ein Liner benötigt aufgrund der Komplexität häufigere Checks als ein Standard-Wohnmobil.

Welche Marke hat stärkeres Werkstatt-Netz?

Mercedes-Benz hat ein deutlich größeres Netz an Servicepartnern für das Fahrgestell. Bei der Aufbautechnik müssen Sie jedoch oft spezialisierte Werkstätten für Frankia oder Concorde aufsuchen. Das ist bei Premium-Marken völlig normal.

Welcher Wiederverkaufswert besser?

Beide Marken halten ihren Wert sehr gut. Der Wertverlust von etwa 25 % nach fünf Jahren ist ein starkes Argument für beide Hersteller. Concorde hat oft einen leichten Vorteil bei Liebhabern der klassischen Form.

Lohnt sich Iveco vs Mercedes?

Das kommt auf Ihre Fahrweise an. Wenn Sie maximale Zuladung brauchen, ist der Iveco Daily technisch überlegen. Wenn Sie eher Wert auf Komfort und ein sanftes Fahrgefühl legen, ist der Mercedes-Sprinter die bessere Wahl.

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Stefan Brenner reist seit 2014 mit Wohnmobil und Caravan durch Europa und Nordamerika. Mehr zur Person: Über mich.