Camping in Portugal — Wildcamping-Gesetze 2024
Die Fahrt nach Portugal erfordert Geduld. Man fährt meist durch Spanien. Das Land ist groß. Die Autobahnen sind gut ausgebaut. Wir haben 2019 eine Strecke von Madrid nach Faro gebraucht, weil die Baustellen an der Grenze den Verkehrsfluss massiv behinderten, sodass wir fast sechs Stunden für nur 450 Kilometer unterwegs waren. Das war anstrengend.
Anreise: nur über Spanien
Es gibt keinen direkten Weg. Portugal liegt am Ende Europas. Man muss durch Spanien. Die Route führt meist über die A-61 oder die A-6. Dieselpreise in Spanien schwanken stark. In Portugal sind sie oft höher. Ich habe 2023 an einer Tankstelle bei Badajoz 1,58 € für Diesel gezahlt. Das war ein guter Deal.
Die Autobahnen kosten Maut. Die AP-7 in Spanien ist teuer. Man muss das Budget planen. Wer sparen will, nimmt die Nationalstraßen. Das dauert länger. Man sieht mehr von der Landschaft, während man durch die staubigen Dörfer der Extremadura fährt, was die Reise deutlich entschleunigt.
Die Vorbereitung hilft. Man sollte den Reifendruck prüfen. Die Stützlast muss stimmen. Wenn man mit einem schweren Caravan reist, sollte man die Beladung genau berechnen, damit das Gespann in den engen Kurven der spanischen Bergregionen nicht instabil wird. Das ist gefährlich.
Wildcamping seit 2021 — was geht, was nicht
Die Regeln haben sich geändert. Das Gesetz von 2021 ist entscheidend. Wildcamping ist streng reguliert. Es ist verboten, wenn man Camping-Aktivitäten ausübt. Das bedeutet: Markisen raus oder Stühle aufstellen darf man nicht. Man darf nur schlafen.
In Schutzgebieten ist es strikt verboten. Die GNR kontrolliert das oft. Das ist keine Spielerei. Wir haben 2022 in der Nähe von Alentejo Ärger bekommen, weil die Beamten meinten, dass wir durch das Aufstellen eines kleinen Sonnenschirms bereits eine Camping-Aktivität eingeleitet hätten. Das war ärgerlich.
In vielen Gebieten wird es geduldet. Das gilt aber nur für eine Nacht. Man sollte diskret bleiben. Wenn man auf einem Parkplatz steht, sollte man früh abfahren. Die Polizei sucht oft nach Verstößen, obwohl die meisten Camper eigentlich nur einen ruhigen Ort zum Übernachten suchen, ohne den Boden zu beschädigen.
Die Regeln sind klar. Man darf nicht campen. Man darf nur übernachten. Das ist ein feiner Unterschied. Wer die Regeln ignoriert, zahlt Bußgelder. Diese können schnell dreistellig werden.
Algarve im Winter
Die Algarve ist im Winter mild. Viele suchen die Wärme. Die Temperaturen liegen oft bei 15 Grad. Es regnet manchmal. Wenn man im Januar in Lagos unterwegs ist, merkt man, dass der Wind vom Atlantik recht kühl weht, sodass eine gute Heizung im Wohnmobil unverzichtbar bleibt.
Die Preise sinken stark. Ein Stellplatz kostet wenig Geld. Im Oktober zahlte ich 12 € pro Nacht. Im Hochsommer sind es oft 35 €. Die Nebensaison ist ideal. Man findet leichter einen Platz. Es gibt weniger Verkehr auf den Straßen.
Die Infrastruktur steht. Viele Campingplätze bleiben offen. Sie bieten Strom und Wasser. Das ist praktisch. In der Nähe von Albufeira gibt es gute Versorgungsmöglichkeiten. Man braucht keine Angst vor Isolation zu haben.
Die Meeresbrise ist stark. Man muss die Fenster sichern. Die Luft ist salzig. Das greift das Metall an. Man sollte das Fahrzeug regelmäßig reinigen. Das schützt den Lack.
Alentejo und Atlantik-Küste
Alentejo ist weitläufig. Die Landschaft ist rau. Es gibt wenig Schatten. Man braucht eine gute Solaranlage. Wir haben 2021 zwei Wochen im Alentejo verbracht, weil wir die Einsamkeit der Korkeichenwälder suchten, während die Touristenmassen bereits Richtung Algarve abgewandert waren.
Die Küste ist spektakulär. Die Klippen sind hoch. Man findet hier Surf-Hubs. Sagres und Aljezur sind die Orte. Surfer sind überall. Das bringt Leben in die Gegend. Es gibt viele kleine Cafés.
Die Straßen sind schmal. Man muss vorsichtig fahren. Die Windböen können drücken. Ein großer Caravan braucht hier Erfahrung. Man sollte die Route vorab prüfen. Nicht jeder Weg ist für schwere Fahrzeuge geeignet.
Die Stellplätze sind selten. Man findet sie oft auf Bauernhöfen. Das nennt man Agroturismo. Es ist sehr ruhig. Man lernt die lokale Kultur kennen. Das ist ein Gewinn.
Norden — Porto bis Minho
Der Norden ist grün. Es regnet häufiger. Die Landschaft ist hügelig. Porto ist eine schöne Stadt. Man kann dort gut essen. Die Fischgerichte sind frisch. Man sollte den Markt in Matosinhos besuchen.
Die Preise sind niedriger. Der Norden ist günstiger als der Süden. Das Geld reicht länger. Wir haben 2022 im Minho-Gebiet übernachtet, nachdem wir die Hitze der Zentralportugal-Region verlassen hatten, sodass die kühleren Nächte am Meer eine echte Erleichterung für uns darstellten.
Die Wege sind kurvig. Man braucht gute Bremsen. Die Steigungen sind teils steil. Das belastet den Motor. Man sollte das Öl prüfen. Ein gut gewartetes Fahrzeug ist wichtig.
Die Menschen sind freundlich. Man spricht oft Englisch. Portugiesisch zu lernen hilft aber. Es öffnet Türen. Kleine Begegnungen machen die Reise aus.
Stellplatz-Apps für Portugal
Apps helfen bei der Suche. Park4Night ist der Standard. Es gibt auch andere Anbieter. Man sieht Fotos und Kommentare. Das spart Zeit. Man weiß, was einen erwartet.
Die Daten sind oft aktuell. Aber man muss prüfen. Manchmal sind Plätze gesperrt. Ich habe 2023 in der App gesehen, dass ein Platz frei war, obwohl die Nutzerkommentare von vor zwei Wochen bereits eine Sperrung durch die Gemeinde erwähnten. Das zeigt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Man kann auch Google Maps nutzen. Die Satellitenbilder helfen bei der Sichtprüfung. Man sieht die Bodenbeschaffenheit. Das ist wichtig für die Stabilität. Ein weicher Boden ist schlecht für die Stützen.
Die App-Nutzung ist sinnvoll. Sie ersetzt keine Erfahrung. Man sollte immer einen Plan B haben. Wenn ein Platz voll ist, braucht man eine Alternative. Das spart Stress.
Frage: Darf man frei stehen?
In Portugal ist das Wildcamping offiziell verboten. Es wird jedoch oft geduldet, solange man keine Camping-Aktivitäten wie das Aufstellen von Möbeln betreibt. Man sollte sich immer diskret verhalten.
Frage: Wie kalt wird die Algarve im Winter?
Die Temperaturen sind meist mild zwischen 12 und 18 Grad. Nachts kann es jedoch kühl werden, besonders wenn der Wind vom Atlantik weht. Eine gute Isolierung des Wohnmobils ist daher ratsam.
Frage: Welche App lohnt sich?
Park4Night ist für die Suche nach Stellplätzen am besten geeignet. Sie bietet viele Nutzerkommentare und Fotos zu den Standorten. Andere Apps wie Searchforsites sind ebenfalls eine gute Ergänzung.
Wenn man dann in Sagres steht und auf den Sonnenuntergang wartet, merkt man erst, warum man diese weite Reise auf sich genommen hat. Der Dieselpreis für 2026 wird vermutlich bei ca. 1,68 € pro Liter liegen, was die Planung für die Zukunft nicht unbedingt einfacher macht. Man sollte trotzdem losfahren.
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