Camping in Spanien — Costa Brava bis Andalusien
Spanien bietet enorme Vielfalt. Die Temperaturen variieren stark. Wer im Sommer nach Andalusien fährt, erlebt oft Hitze über 40 Grad. Das ist anstrengend. Ich habe 2019 im Juli versucht, in der Nähe von Sevilla zu stehen, während die Sonne unerbittlich auf das Dach meines Wohnmobils drückte und die Luft so flirrte, dass man kaum noch atmen konnte.
Beste Reisezeit nach Region
Die Planung entscheidet über den Komfort. Im Norden und an der Costa Brava ist der Frühling ideal. Die Temperaturen liegen dann meist zwischen 18 und 24 Grad. Das Wetter ist stabil. Viele Camper meiden die Hochsaison im August, weil die touristische Dichte an den Küsten massiv ansteigt und die Preise für Campingplätze sprunghaft nach oben gehen.
In Andalusien ist das Timing kritisch. Im Frühjahr blüht die Natur. Die Temperaturen sind mild. Wer im Hochsommer kommt, braucht eine Klimaanlage oder muss die Mittagsstunden komplett im Schatten verbringen. Ich habe gelernt, dass man die Hitze unterschätzt, wenn man nur auf die Wetter-App schaut, obwohl die tatsächliche Luftfeuchtigkeit am Abend oft viel belastender wirkt als gedacht.
Der Süden bietet Wintervorteil. Die Costa Blanca ist ein Magnet für Wintercamper. Hier bleibt es oft trocken. Die Sonne scheint häufiger als in Deutschland.
Costa Brava — Anfänger-Strecke
Die Costa Brava ist perfekt für den Einstieg. Die Infrastruktur ist exzellent. Die Straßen sind meist gut ausgebaut. Man findet hier sehr viele Campingplätze, die direkt am Meer liegen. Das macht die Orientierung einfach.
Die Landschaft ist felsig. Es gibt viele kleine Buchten. Man braucht ein wendiges Fahrzeug. Ein großer Liner hat es hier schwer, weil die Küstenstraßen oft eng und kurvenreich verlaufen, sodass man ständig auf Gegenverkehr oder parkende Autos achten muss.
Ich empfehle den Bereich um Begur. Dort gibt es gute Stellplätze. Die Preise liegen im Juni bei etwa 35 € pro Nacht für ein Stellplatzangebot mit Stromanschluss. Das ist fair.
Die Wege sind kurz. Man erreicht alles schnell.
Costa Blanca — Wintercamping
Die Costa Blanca ist der Ort für die kalte Jahreszeit. Die Wintersaison läuft von November bis März. In dieser Zeit ist das Meer noch relativ mild. Viele deutsche Camper ziehen es vor, genau diesen Zeitraum zu nutzen.
Die Preise sinken deutlich. Ein Stellplatz kostet im Januar oft nur 20 € oder 25 €. Das spart Geld. Die Infrastruktur bleibt bestehen, obwohl viele saisonale Geschäfte in den kleinen Orten geschlossen haben und man auf größere Supermärkte angewiesen ist.
In Altea oder Denia findet man gute Plätze. Die Atmosphäre ist entspannt. Es gibt wenig Stau. Ich war 2021 im Februar in der Nähe von Alicante und habe die Ruhe genossen, während die Einheimischen in den Cafés saßen und die Sonne genossen haben.
Die Sonne ist warm. Der Wind weht selten.
Andalusien — Sierra, Strand, Städte
Andalusien ist extrem vielfältig. Es gibt Berge und Meer. Die Sierra Nevada bietet Wandermöglichkeiten. Die Küste bietet Surfen. Man muss sich entscheiden.
Die Costa de la Luz ist berühmt für den Wind. In Tarifa findet man eine ganz besondere Stimmung. Camping Tarifa ist ein bekannter Surf-Hub mit Stellplätzen, die speziell auf die Bedürfnisse von Sportlern ausgerichtet sind. Das ist praktisch.
Die Städte wie Sevilla oder Granada sind beeindruckend. Man sollte sie mit dem Bus besuchen. Parken mit einem Wohnmobil ist in den Stadtzentren fast unmöglich. Ich habe einmal versucht, mit meinem Camper direkt in die Nähe der Alhambra zu fahren, was aufgrund der engen Gassen und der strengen Zufahrtsregeln ein logistischer Albtraum war.
In der Provinz Cádiz gibt es viele Áreas. Diese kosten meist zwischen 5 € und 12 € pro Nacht. Das ist günstig. Die Ausstattung ist oft einfach.
Áreas de Servicio — Stellplätze auf spanisch
Spanien nutzt das System der Áreas de Servicio. Das sind offizielle Stellplätze. Sie sind oft günstiger als Campingplätze. Man findet sie häufig an Autobahnen oder in Ortschaften.
Die Ausstattung variiert stark. Manche bieten nur eine Fläche. Andere haben Wasser und Strom. Die Anmeldung erfolgt meist unkompländig. Man fährt vor und zahlt.
Ein wichtiger Begriff ist die “Estación de Servicio”. Diese sind oft groß. Sie bieten auch Tankstellen an. Das ist nützlich. Wenn man eine Área sucht, sollte man auf die Schilder achten. Viele Plätze sind für LKW optimiert, weshalb man als Camper manchmal etwas abseits stehen muss, damit der Schwerlastverkehr nicht direkt am Stellplatz vorbeirauscht.
Die Sauberkeit ist unterschiedlich. In den Áreas ist sie meist okay.
Wildcamping — was wirklich erlaubt ist
Wildcamping ist in Spanien verboten. Die Behörden sind streng. Das gilt besonders an der Küstenlinie. Man darf nicht einfach irgendwo stehen.
Die Bußgelder sind hoch. In Andalusien drohen Strafen von 100 € bis 6.000 €. Das ist kein Scherz. Die Guardia Civil kontrolliert regelmäßig, besonders in Nationalparks oder an beliebten Stränden.
Man kann aber “Parken” betreiben. Das bedeutet, man steht auf einem Parkplatz und nutzt die Zeit zum Ausruhen. Man darf keine Campingstühle aufstellen oder Markisen ausfahren. Sobald man das tut, gilt es als Camping. Ich habe das einmal in der Nähe von Cádiz falsch verstanden, weil ich dachte, dass ein kurzes Mittagsschläfchen mit Klappstuhl erlaubt sei, was dann eine Diskussion mit einem Polizisten zur Folge hatte.
Bleiben Sie auf offiziellen Plätzen. Das spart Ärger.
Hund in Spanien
Hunde sind in Spanien willkommen. Die meisten Campingplätze erlauben sie. Man sollte aber vorher fragen. Die Regeln variieren.
Ein Maulkorb ist oft Pflicht. Das gilt besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln oder engen Städten. Die Leinenpflicht ist strikt. In den Parks wird kontrolliert.
Die Hitze ist für Hunde gefährlich. Man muss viel Wasser bereitstellen. Die Wege im Sommer sind heiß. Ich habe 2022 in der Nähe von Málaga gemerkt, dass die Bodenhitze für meinen Hund viel intensiver war, als ich es aus Deutschland gewohnt war, sodass wir die Wanderungen nur in den frühen Morgenstunden durchgeführt haben.
Achten Sie auf die Zecken. Die Natur ist aktiv.
Frage: Darf man in Spanien an der Küste frei stehen?
Nein, das ist verboten. Die Küstenstreifen sind streng geschützt. Wildcamping kann sehr teure Bußgelder nach sich ziehen.
Frage: Wie teuer ist Spanien im Winter?
Es ist relativ günstig. Stellplätze kosten oft zwischen 15 € und 25 €. Die Lebenshaltungskosten sind in der Nebensaison niedrig.
Frage: Welche Mautstrecken vermeiden?
Die AP-7 ist oft mautpflichtig. Es gibt jedoch Parallelstraßen wie die N-340. Diese sind langsamer, aber kosten nichts.