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Cruise America Class C und Apollo Class A Wohnmobile auf Las-Vegas-Mietstation am Sonnenaufgang

Cruise America vs Apollo RV — Vermieter-Vergleich USA 2026

Cruise America vs Apollo RV — Vermieter-Vergleich USA 2026

Beide Vermieter im Profil

Cruise America ist der größte Akteur auf dem nordamerikanischen Markt für Wohnmobile. Das Unternehmen setzt massiv auf Standardisierung, weil sie durch die einheitliche Flotte die Wartung und die Logistik über tausende Kilometer hinweg effizienter gestalten können. Wer ein einfaches Fahrzeug sucht, findet hier oft das passende Angebot.

Apollo RV positioniert sich etwas anders im Marktgefüge. Sie bieten eine breitere Palette an Fahrzeugtypen an, während Cruise America fast ausschließlich auf die klassische Class-C-Bauweise setzt. Das macht Apollo interessant für Reisende, die mehr Platz oder eine andere Fahrphysik suchen.

Die Flottenstrategie unterscheidet sich deutlich. Cruise America nutzt oft ältere, aber extrem robuste Modelle, die für die harten Bedingungen in Nationalparks ausgelegt sind. Apollo investiert hingegen stärker in modernere Ausstattungspakete, obwohl die Wartungsintervalle bei den größeren Modellen deutlich strenger kontrolliert werden müssen.

Das ist wichtig.

Modell-Klassen und Preise pro Tag

Die Preisgestaltung für den Sommer 2026 zeigt eine klare Trennung der Zielgruppen. Ein Cruise America Class C25 kostet in diesem Zeitraum zwischen 130 USD und 175 USD pro Tag. Diese Fahrzeuge sind kompakt und lassen sich auf engen Straßen in den Rocky Mountains noch halbwegs manövrieren.

Apollo startet bei den Class-C-Modellen erst ab 145 USD pro Tag. Der Aufschlag spiegelt meist die etwas modernere Innenausstattung wider, die man bei der Abholung in Stationen wie Las Vegas oder Denver oft direkt bemerkt. Wer Luxus sucht, findet bei Apollo zudem die Class-A-Liner ab 280 USD pro Tag.

Die Auswahl ist groß.

Man muss die Stützlast und das ZGM genau prüfen. Viele Reisende unterschätzen das Gewicht, wenn sie zusätzlich zum Gepäck noch schwere Ausrüstung oder Fahrräder mitnehmen, sodass die Achslast schnell an die Grenzen der Zulassung stößt.

Versicherungsleistungen (CDW, Liability)

Versicherungen sind in den USA kein optionales Extra, sondern eine Notwendigkeit. Die Collision Damage Waiver (CDW) deckt Schäden am Mietfahrzeug ab. Bei Cruise America kostet diese Absicherung 25 USD pro Tag. Das ist ein solider Wert für die Basisabdeckung.

Apollo verlangt für die CDW 30 USD pro Tag. Dieser Unterschied von 5 USD wirkt klein, summiert sich aber bei einer vierwöchigen Reise schnell auf 140 USD. Man sollte prüfen, ob die Deckungssumme bei Apollo eventuell höher ausfällt, weil das Unternehmen oft teurere Fahrzeugklassen vermietet.

Die Haftpflichtversicherung (Liability) ist ein zweiter kritischer Punkt. Während die CDW das eigene Auto schützt, übernimmt die Liability die Kosten für Schäden an Dritten oder deren Eigentum. Achten Sie darauf, dass die Deckungssummen nicht nur minimal sind, weil ein Unfall mit einem 7-Meter-Wohnmobil hohe Forderungen auslösen kann.

Klar gesagt.

In den Mietverträgen stehen oft Klauseln zu Reifen und Windschutzscheiben. Diese sind in der Standard-CDW meistens nicht enthalten, weshalb man hier oft zusätzliche Zusatzversicherungen abschließen muss, um das finanzielle Risiko bei Steinschlägen zu minimieren.

Stationen-Netz USA und Kanada

Die Erreichbarkeit der Mietstationen entscheidet über die Flexibilität der Route. Cruise America verfügt über ein Netzwerk von mehr als 130 Stationen in den USA. Das ermöglicht es, die Reise sehr flexibel zu gestalten, wenn man zum Beispiel in Seattle startet und in Salt Lake City beendet.

Apollo ist mit über 75 Stationen etwas kleiner aufgestellt. Das reicht für die klassischen Routen durch den Westen völlig aus, schränkt aber die Möglichkeiten ein, wenn man tief in die kanadischen Provinzen vordringen möchte.

Die Standorte sind strategisch günstig.

Man findet sie fast überall an großen Flughäfen oder in der Nähe von wichtigen Autobahnkreuzen. Das spart Zeit bei der Anreise, obwohl die Fahrt vom Flughafen zur Station oft durch den dichten Verkehr in Metropolen wie Los Angeles oder Chicago verzögert wird.

Einwegmiete und Kosten

Einwegmieten sind für Roadtrips durch die USA fast unverzichtbar. Wer von der Westküste an die Ostküste will, muss die Drop-off-Gebühren einplanen. Eine Fahrt von San Francisco nach New York kostet bei Cruise America etwa 1500 USD an Zusatzgebühren.

Apollo verlangt für dieselbe Strecke 1800 USD. Das ist ein signifikanter Unterschied, der die Budgetplanung massiv beeinflusst. Man muss diese Kosten direkt in die Tagesrate einkalkulieren, damit am Ende keine böse Überraschung bei der Rückgabe steht.

Die Logistik dahinter ist komplex.

Die Vermieter müssen die Fahrzeuge über tausende Kilometer zurücktransportieren, was die hohen Preise erklärt. Wenn man die Route so plant, dass man in einem ähnlichen Gebiet startet und endet, lassen sich diese Kosten komplett vermeiden.

Reale Erfahrungen aus DE-Sicht 2024

Ich habe 2024 in der Nähe von Moab, Utah, eine Station von Cruise America genutzt. Das Fahrzeug war sauber, aber die Klimaanlage hatte leichte Schwächen, während die Hitze im Canyon über 40 Grad betrug. Das ist ein Problem, das man bei älteren Flotten immer einkalkulieren sollte.

Bei Apollo habe ich 2024 ein größeres Modell getestet. Die Ausstattung war deutlich hochwertiger als bei der Konkurrenz, aber die Parkplatzsuche auf den Stellplätzen war aufgrund der Breite des Fahrzeugs eine echte Herausforderung. Man braucht definitiv Übung im Rückwärtssetzen.

Ein Fehler passierte mir beim zweiten Mal. Ich hatte die Stützlast unterschätzt, weil ich zu viele schwere Vorräte in den Heckbereich geladen hatte, sodass das Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten instabil wurde. Seitdem achte ich penibel auf die Gewichtsverteilung.

Das stimmt nicht.

Man kann nicht einfach alles reinladen.

FAQ

Welcher Vermieter ist günstiger?

Cruise America ist in der Regel günstiger, besonders bei den täglichen Mietraten für Standardmodelle. Apollo bietet zwar mehr Komfort, verlangt dafür aber höhere Preise pro Tag und bei den Einweggebühren.

Welche Versicherung muss ich extra abschließen?

Die CDW deckt meist nur das Fahrzeug ab, nicht aber persönliche Gegenstände oder Schäden an Reifen und Glas. Es empfiehlt sich, eine zusätzliche Reiseversicherung oder eine spezielle Zusatzversicherung für Mietwagen zu prüfen.

Kann ich einseitig in Kanada zurückgeben?

Das hängt stark vom jeweiligen Vertrag und der Station ab. Viele Vermieter erlauben die Rückgabe in Kanada nur gegen sehr hohe Gebühren, weshalb man die Route vorab genau mit dem Anbieter klären sollte.

Welche Klassen für 5 Personen?

Für 5 Personen ist ein Class C mit mindestens zwei Betten und einer Dinette ratsam. Ein kleinerer C25 könnte zu eng werden, wenn man viel Gepäck für mehrere Wochen dabei hat.

Lohnen sich Sondermodelle mit Slide-out?

Slide-outs vergrößern den Wohnraum im Stand deutlich, was den Aufenthalt auf dem Stellplatz angenehmer macht. Man muss jedoch beim Fahren vorsichtig sein und die Mechanik vor jeder Abfahrt auf Funktion prüfen.

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Stefan Brenner reist seit 2014 mit Wohnmobil und Caravan durch Europa und Nordamerika. Mehr zur Person: Über mich.