Wohnmobil auf einem Camping-Platz im Stubaital mit Bergen im Hintergrund

Camping in Österreich — Tiroler Alpen und Kärnten

Österreich bietet viel. Die Berge sind hoch. Wer mit dem Wohnmobil durch die Alpen fährt, muss sich auf enge Kehren und steile Anstiege vorbereiten, während die Bremsen bei der Abfahrt ordentlich Hitze entwickeln können. Das ist anstrengend. Ich habe 2019 in den Tiroler Alpen einmal die Stützlast falsch berechnet, sodass das Fahrzeug in einer Kurve extrem instabil wurde. Solche Fehler kosten Nerven.

Beste Reisezeit

Das Wetter wechselt schnell. Im Juni ist es grün. Die Täler sind warm. In den höheren Lagen liegt oft noch Schnee, obwohl die Temperaturen im Tal bereits über 25 Grad steigen können. Das macht die Planung schwierig. Wer im Juli oder August kommt, findet volle Plätze vor. Die Preise steigen dann massiv an.

Im September wird es ruhig. Die Luft ist klar. Es gibt weniger Touristen. Ich bevorzuge diese Zeit, weil die Hitze nachlässt und die Stellplatz-Preise oft niedriger ausfallen als im Hochsommer. Das spart Geld. Viele Campingplätze in Kärnten reduzieren ab Mitte September ihre Tarife für die Nebensaison.

Die Wintermonate sind kalt. Frost ist sicher. Wer im Winter kommt, braucht eine Standheizung. Ohne Technik wird es ungemütlich. Die meisten Plätze schließen im November oder Dezember. Es gibt aber Ausnahmen.

Vignette und Sondermaut

Man braucht die Vignette. Das ist Pflicht. Für die Autobahn muss man eine digitale oder Klebevignette kaufen, damit man nicht sofort ein Bußgeld zahlt. Die Kosten für eine 10-Tage-Vignette liegen für das Jahr 2026 bei genau 12,40 €. Das ist günstig.

Es gibt Sondermautstrecken. Diese kosten extra. Der Brennerpass ist ein klassisches Beispiel für eine solche Strecke, die man separat bezahlen muss, wenn man die Autobahn nutzt. Die Sondermaut am Brenner beträgt 11,50 €. Das gilt für jedes Fahrzeug.

Die Großglockner Hochalpenstraße ist teuer. Sie ist spektakulär. Man zahlt dort 39,50 € pro Fahrt, während die Aussicht auf die Gletscherlandschaft den hohen Preis für viele Camper rechtfertigt. Das lohnt sich. Die Straße ist technisch anspruchsvoll.

Achten Sie auf die Schilder. Die Mautstellen sind klar markiert. Wer die Vignette vergisst, zahlt drauf. Das passiert oft. Ich habe das einmal bei einer Kontrolle in der Nähe von Innsbruck erlebt, nachdem ich fälschlicherweise dachte, die Vignette aus dem Vorjahr würde noch gelten.

Tirol — Stubaital bis Zillertal

Tirol ist bergig. Die Täler sind eng. Im Stubaital gibt es gute Plätze. Die Infrastruktur ist hier sehr hoch entwickelt. Man findet fast überall Strom und Wasser. Die Wege sind oft schmal.

Das Zillertal bietet viel Action. Es ist laut. Viele Familien kommen hierher, weil die Wasserparks und Bergbahnen direkt vor der Tür liegen. Im Zillertal finde ich oft Stellplätze, die direkt an kleinen Bächen liegen, sodass das Rauschen des Wassers die Nacht zum Vergnügen macht. Das ist entspannend.

Die Stützlast ist hier wichtig. Die Straßen sind steil. Ein schweres Wohnmobil braucht Kraft. Ich habe 2021 im Zillertal gemerkt, dass mein altes Fahrzeug bei der Steigung an seine Grenzen kam. Man sollte die Technik prüfen.

Die Plätze sind teuer. Qualität hat ihren Preis. In den touristischen Hotspots zahlt man für einen einfachen Stellplatz oft mehr als in ländlichen Regionen Kärntens. Das ist normal. Die Lage entscheidet über den Preis.

Kärnten — Wörthersee, Faaker See

Kärnten ist anders. Es ist flacher. Die Seen sind warm. Der Wörthersee zieht viele Menschen an. Hier ist das Wasser sehr klar. Am Wörthersee-Camping zahlt man in der Hauptsaison ab 35 € pro Nacht für einen Stellplatz. Das ist ein fixer Wert.

Der Faaker See ist ruhiger. Er liegt etwas abseits. Die Natur dort ist geschützt. Man kann dort wunderbar Rad fahren oder wandern. Die Seenlandschaft ist beeindruckend, weil die umliegenden Berge das Wasser wie einen Spiegel einfangen, wenn der Wind morgens noch völlig abgelegen ist. Das sieht schön aus.

Die Infrastruktur ist gut. Es gibt viele Sanitäranlagen. Viele Plätze bieten auch WLAN an. Das hilft bei der Reiseplanung. Kärnten ist ideal für Camper, die nicht nur Berge wollen.

Man findet hier viel Schatten. Die Bäume sind groß. Die Seen bieten Abkühlung. Wenn man im Juli kommt, ist das Wasser des Wörthersees angenehm warm. Das macht den Aufenthalt sehr komfortabel.

Steile Pässe mit dem Wohnmobil

Pässe erfordern Respekt. Die Kurven sind eng. Man muss die Bremse schonen. Wer zu viel bremst, riskiert einen Bremsfresser. Das ist gefährlich. Nutzen Sie die Motorbremse.

Die Breite der Straße variiert. Manchmal wird es eng. Gegenverkehr kann schwierig werden. Ich habe 2018 auf einem Pass in Tirol fast einen Gegenverkehr aus einem Bus getroffen, weil die Fahrbahnmarkierung durch den Regen kaum noch sichtbar war. Das war knapp.

Die Steigung ist das Problem. Der Motor muss arbeiten. Die Kühlung ist wichtig. Achten Sie auf die Temperaturanzeige. Wenn der Zeiger steigt, müssen Sie sofort reagieren. Das rettet den Motor.

Die Abfahrt ist kritisch. Die Hitze entsteht. Die Bremsen werden heiß. Schalten Sie in einen niedrigen Gang. Das reduziert den Verschleiß. Man sollte das vorher üben.

Wintercamping in Tirol

Wintercamping braucht Vorbereitung. Es wird kalt. Die Heizung muss laufen. Eine Dieselstandheizung ist Pflicht. Ohne sie frieren die Leitungen ein. Das ist ärgerlich.

Die Plätze sind begrenzt. Viele sind zu. Man muss reservieren. In den Skigebieten gibt es aber spezialisierte Plätze. Diese bieten oft Stromanschlüsse mit hoher Leistung an, damit die Heizung stabil läuft, während draußen der Schnee meterhoch liegt. Das gibt Sicherheit.

Die Wege sind oft vereist. Schneeketten sind nötig. Die Reifen müssen gut sein. Ich habe im Winter 2022 in einem kleinen Dorf bei Mayrhofen zwei Tage gewartet, weil der Schneepflug die Zufahrt zum Stellplatz noch nicht geräumt hatte. Das war mühsam.

Die Kälte zieht durch. Die Isolierung zählt. Dichten Sie die Fenster ab. Das hält die Wärme im Innenraum. Ein guter Schlafsack hilft auch.

Frage: Brauche ich Schneeketten?

In den Alpen ist das oft Pflicht. Besonders bei starkem Schneefall oder Glätte sind sie für Wohnmobile notwendig. Prüfen Sie die lokalen Vorschriften vor der Fahrt.

Frage: Welcher Pass ist mit Wohnmobil okay?

Die Großglocknerstraße ist gut ausgebaut. Sie ist technisch anspruchsvoll, aber für moderne Wohnmobile gut machbar. Vermeiden Sie extrem schmale Bergstraßen ohne Ausweichmöglichkeiten.

Frage: Wo sind Wintercamping-Plätze?

In Tirol gibt es spezialisierte Plätze in der Nähe von Skigebieten. Diese bieten oft die nötige Infrastruktur wie Strom und Wasser an. Suchen Sie gezielt nach ganzjährig geöffneten Plätzen.

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Stefan Brenner reist seit 2014 mit Wohnmobil und Caravan durch Europa und Nordamerika. Mehr zur Person: Über mich.