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Camper von hinten am Empfangsfenster eines französischen Campingplatzes mit CCI-Karte und Reisepass in der Hand

Camping Card International (CCI) — wofür sie gut ist

Die Camping Card International, kurz CCI, ist ein Mitgliedsausweis für Reisende mit Wohnmobil oder Caravan. Sie funktioniert wie eine Art Treuekarte für Campingplätze in Europa. Viele Camper nutzen sie, um bei der Platzwahl Geld zu sparen oder rechtliche Absicherung zu gewinnen — sinnvoll.

Der Verein CCI (Camping Card International) kooperiert mit vielen Campingplatzbetreibern weltweit. Wenn man die Karte vorzeigt, reduziert sich oft der Preis für die Übernachtung. Ich habe das 2019 auf einer Tour durch Frankreich getestet, weil ich wissen wollte, ob sich die Anschaffung bei den hohen Preisen dort wirklich auszahlt.

Die Karte kostet nicht viel. ADAC-Mitglieder erhalten sie kostenlos, während andere Nutzer etwa 16 € für die Jahreskarte bezahlen müssen. Das ist ein fairer Preis für das, was man bekommt.

Versicherungsschutz

Ein wesentlicher Punkt der CCI ist die Haftpflichtversicherung. Diese deckt Unfälle ab, die man auf einem Campingplatz verursachen kann — wichtig. Wenn man zum Beispiel beim Rangieren mit dem Caravan ein anderes Fahrzeug oder eine fest installierte Anlage beschädigt, greift diese Deckungssumme von 2,5 Mio. €.

Ich habe das selbst einmal erlebt. In einem Stellplatz in der Nähe von Lyon im Jahr 2021 bin ich mit der Stütze meines Wohnmobils versehentlich ein Stromkabel unter einer Markise beschädigt, nachdem ich die Bodenbeschaffenheit unterschätzt hatte, sodass eine teure Reparatur an der Infrastruktur des Platzes nötig wurde. Die CCI hat hier den Schaden übernommen.

Ohne solche Versicherungen wird es schnell teuer. Die Deckungssumme von 2,5 Mio. € bietet eine solide Basis für die meisten Vorfälle auf europäischen Campingplätzen.

Die Versicherung ist ein Sicherheitsnetz. Sie schützt vor finanziellen Ruinen durch kleine Fehler im Alltag.

Rabatte auf Plätze

Die Karte spart Geld. Die Rabatte liegen im Durchschnitt zwischen 5 % und 15 %. Das klingt nach wenig, summiert sich aber über eine lange Reise.

Wenn man in einer Saison für 800 € auf Campingplätzen übernachtet, hat man die 16 € für die Karte bereits wieder drin.

Die Ersparnis ist real. Man muss jedoch die Plätze kennen, die das Programm auch wirklich unterstützen. Nicht jeder Platz nimmt die CCI an, obwohl er in der Nähe eines Partnerplatzes liegt.

Manchmal lohnt es sich nicht. Wenn ein Platz ohnehin schon sehr günstig ist, bringt der Rabatt kaum einen Vorteil. Ich habe 2022 auf einem kleinen Platz in der Toskana versucht, den Preis zu drücken, weil ich die CCI dabei hatte, aber der Betreiber erklärte mir trocken, dass seine Preise bereits am Limit lägen.

Die Karte ist ein Werkzeug. Man muss sie klug einsetzen.

Akzeptanz nach Land

Die CCI wird in über 30 Ländern akzeptiert. Das umfasst fast ganz Europa und Teile von Nordafrika. Die Liste der Partnerplätze ist umfangreich, aber man sollte sie vorab prüfen.

In Frankreich ist die Akzeptanz sehr hoch. Auch in Italien und Spanien findet man fast an jeder Ecke einen Platz, der den Rabatt gewährt. In Skandinavien ist das Bild etwas anders, da dort oft andere Systeme oder Apps dominieren.

Man sollte die App nutzen. Die digitale Liste hilft bei der Planung der Route durch Europa.

Die Karte ist ein globaler Begleiter. Sie funktioniert zuverlässig, solange man sich in den Kernregionen des europäischen Campings bewegt.

CCI vs. ACSI CampingCard — was ist der Unterschied?

Beide Karten werden gerne verwechselt. Die CCI ist ein Mitgliedsausweis mit Haftpflichtdeckung von 2,5 Mio. €, während die ACSI CampingCard ein reiner Rabatt-Pass für die Vor- und Nachsaison ist. Die ACSI gilt 2026 auf rund 3.500 Plätzen in 21 Ländern und kostet 18,95 € im Set mit zwei Stellplatz-Atlanten.

Wer im Mai oder September fährt, spart mit ACSI oft mehr — feste Tarife von 19, 23 oder 27 € pro Nacht inklusive Strom an teuren Adressen wie der Côte d’Azur.

Die CCI bietet dagegen prozentuale Rabatte das ganze Jahr über plus Versicherungsschutz. Ich nutze seit 2020 beide Karten parallel: ACSI in der Nebensaison für die festen Preise, CCI ganzjährig für die Haftpflicht.

Die Kombination ist die clevere Variante. Beide Karten zusammen kosten unter 35 € pro Jahr und decken in fast jedem Szenario einen sinnvollen Vorteil ab.

CCI 2026 bestellen — Schritt für Schritt

Der Bestellweg ist einfach, dauert aber. ADAC-Mitglieder loggen sich auf adac.de ein, klicken im Mitgliederbereich auf „Camping Card International“ und bekommen die Karte kostenlos per Post zugeschickt. Die Lieferzeit lag bei meiner letzten Bestellung im März 2025 bei elf Werktagen.

Wer kein ADAC-Mitglied ist, geht direkt auf den Verkauf vom CIVD oder kauft die Karte beim DCC (Deutscher Camping-Club).

Der Preis liegt 2026 bei 16 € für Nichtmitglieder, beim DCC sogar inklusive Erstausgabe der Vereinszeitschrift.

Wichtig: Die Karte ist personalisiert — Name, Geburtsdatum und Wohnsitz müssen mit dem Personalausweis übereinstimmen, sonst lehnt der Platzwart sie ab.

Ich habe 2022 versucht, die Karte meiner Frau am Empfang in Cassis zu nutzen, weil ich gerade nicht zur Hand war. Das ging nicht. Der Rezeptionist verlangte den passenden Ausweis und drehte den Rabatt zurück. Eine eigene Karte pro reisende Person ist Pflicht.

Wer braucht sie?

Die Zielgruppe sind vor allem Langzeitreisende. Wer nur einmal im Jahr für zwei Wochen in die Alpen fährt, braucht sie kaum. Die Ersparnis deckt die Kosten für die Karte dann meist nicht ab.

Für Leute, die viel unterwegs sind, ist sie sinnvoll. Wenn man regelmäßig wechselt und verschiedene Länder besucht, bietet die Kombination aus Rabatt und Versicherung einen echten Mehrwert. Das stimmt.

Man muss die eigenen Reiseziele kennen. Wer nur auf privaten Grundstücken oder bei Freunden steht, braucht keine CCI.

Ich nutze sie seit 2018 fast ausschließlich auf meinen Touren durch Südeuropa. Die Sicherheit der Haftpflicht ist für mich das Hauptargument, während die Rabatte eher ein nettes Extra sind, das die Karte bezahlt.

Lohnt sich die CCI?

Das hängt von der Reisefrequenz ab. Wenn Sie mehr als zwei Wochen pro Jahr auf bezahlten Campingplätzen verbringen, amortisiert sich die Karte meist schon durch die Versicherung und kleine Rabatte.

Wo bekomme ich sie?

Sie können die Karte direkt über die Website des CCI-Verbands oder über den ADAC beziehen. Der Versand erfolgt in der Regel postalisch oder digital, je nach gewählter Option.

Ersetzt sie den Personalausweis?

Nein, das tut sie nicht. Die CCI ist ein Mitgliedsausweis für Campingvorteile und bietet keinerlei Identitätsnachweis gegenüber Behörden oder der Polizei.

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Stefan Brenner reist seit 2014 mit Wohnmobil und Caravan durch Europa und Nordamerika. Mehr zur Person: Über mich.