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Green River, Canyonlands
NP, Utah
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20.-21. Mai
2001 - Grand Teton NP
Als wir vom Zion
National Park nördliche Richtung einschlugen und uns klar wurde,
dass wir nun endgültig den Südwesten Amerikas verlassen würden,
empfand ich eine Mischung aus erwartungsvoller Hoffnung und schwermütiger
Abschiednahme. Wieder einmal hatten wir einen Abschnitt dieser Reise durch
Nordamerika beendet und diesmal konnte nichts mehr darüber hinwegtäuschen,
dass wir uns ganz klar auf dem Heimweg befanden. Angesichts der verbleibenden
zwei Monate Reisezeit und den noch mindestens 7.000 km an Fahrstrecke wurde
es auch langsam Zeit. Dieses Gefühl ist mit einer gewissen Vorfreude
zu vergleichen, denn noch nie in meinem Leben habe ich mich so auf mein
Zuhause gefreut. Doch gleichfalls empfinde ich auch eine unabwendbare Niedergeschlagenheit,
denn mir wird immer mehr bewusst, dass eine der wichtigsten Phasen in meinem
Leben zuende geht, und dass ich wahrscheinlich noch viele Abende über
das Erlebte nachdenken werde, wenn es definitiv kein Zurück mehr gibt
und eine Wiederholung sehr unwahrscheinlich ist. Unsere Fahrt in den Norden
hat etwas Endgültiges, sie ist unabdingbar, und das kann ich mir nur
schwer eingestehen. Als wir hier oben im Grand Teton National Park
ankommen sind, hat sich die Landschaft abermals rapide verändert.
Die Rocky Mountains - zu deren Ausläufer auch die Teton
Bergkette gehört - sind bei weitem nicht so spektakulär wie mancher
Canyon auf dem Colorado-Plateau. Sie können keine Gesteinsbögen
aufweisen und auch keine bizarren Säulenformationen. Die Grand
Teton Range gleicht unseren europäischen Alpen wie keine zweite
Bergkette. Und das macht sie für uns zum absoluten Heimataufenthalt.
Hier steckt der Frühling noch in Kinderschuhen und es wird nachts
noch bitterkalt. Doch der Himmel ist klar und die schneebedeckten Gipfel
der Tetons leuchten regelrecht im Licht der gleißenden Sonne,
das kristallblaue Wasser der Bäche und Seen spiegelt die wenigen Schäfchenwolken,
die am Himmel stehen, wider, und die grünen Wiesen bewegen sich sanft
im noch kühlen Wind. Keine atemberaubenden Wasserfälle, keine
ausgewaschenen Felsvorsprünge, keine überdimensionalen Kakteen,
die unsere Aufmerksamkeit erregen könnten. Und doch ist die Landschaft
perfekt. Sie ist genau das, was ich als durchweg schön bezeichnen
würde. Alles ist hier stimmig. Die Berge, die Seen und der dazugehörige
Wald. Alles steht im Einklang miteinander und selbst die frischen Frühlingstemperaturen
gehören mit zum Gesamtbild.
Vielleicht gefällt
es uns hier auch nur so gut, weil es dem ähnelt, was wir schon kannten.
So erinnern wir uns gerne an eine Reise vor fünf Jahren, als wir mit
Freunden West-Kanada bereisten. Hier ist es tatsächlich ähnlich
und nicht minder schön. Doch vielleicht ist es auch das viele Wasser,
was hier in Seen und Bächen in unerschöpflichem Ausmaß
vorhanden ist. In Süd-Utah ist Wasser ein kostbares Gut, von
dem es nie genug geben kann. Und das Fehlen von Wasser trocknet die Erde
aus und macht die Region manchmal lebensunfreundlich. Vielleicht sind es
aber auch die großen Tiere hier oben im Norden, wie Elche und Bären,
die regelrecht Leben in die Landschaft bringen. Wir haben heute auf unserer
Wanderung um den Jenny Lake gleich zwei Elche gesehen, die auf ihren
langen Beinen durch das Unterholz spaziert sind. Ein Ehepaar hat sogar
kurz vor unserem Zusammentreffen einen Schwarzbären gesehen, doch
uns zeigte er sich dann nicht mehr. Am Inspiration Point machten
wir Rast und versuchten, ungestört unseren Proviant zu verspeisen,
als uns wieder einmal Chipmunks (Streifenhörnchen) aufspürten
und gerne mit uns geteilt hätten. Diese kleinen Vierbeiner kannten
keine Scheu mehr und wurden ganz ersichtlich den Sommer über von Menschen
durchgefüttert. Sie krabbelten über unsere Beine und waren drauf
und dran, in unsere Taschen zu klettern. Als wir uns wieder aufmachten,
mussten wir unsere Taschen sogar untersuchen, ob wir nicht versehentlich
eins mit eingepackt hatten. Es war wieder mal ein ganz wunderschöner
Tag. Wir waren draußen an der frischen Luft, haben uns mit 12,5 km
zu Fuß um den Jenny Lake herum die Beine vertreten, und wir
haben die schönen Aussichten auf die Gipfel der Teton Range
genossen. Zuguterletzt verabschiedet sich in diesem Moment die Sonne hinter
dem Mt. Moran, den wir direkt aus unserem
Fenster heraus beobachten können, und nimmt damit gleich ein paar
Grad Wärme mit sich hinter den Berg. Aber morgen kommt sie ja wieder
- hoffentlich.
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22.-24. Mai
2001 - Yellowstone NP
Wir waren regelrecht
geschockt, als wir in den Yellowstone National Park einfuhren. Weltgrößter,
weltschönster und weltältester National Park empfängt seine
Besucher zumindest über die Südeinfahrt mit einem Anblick der
Verwüstung. Die ganzen Hügel um uns herum sind abgebrannt und
nur noch die Baumstämme stehen schwarz und wie aufgespießte
Zahnstocher am Hang. Es sind zwar deutlich auch schon neue Baumbestände
zu erkennen, doch fürs Auge wirkt die Szenerie eher trostlos und so
gar nicht spektakulär. Dazu kommt noch, dass der Park riesig ist und
wir nach der Eingangsstation für eine geschlagene Stunde erst mal
gar nichts außer Waldbrandschäden zu Gesicht bekamen. Das ist
wie ein Schlag vor den Kopf. Dazu kommt noch ein Aspekt, für den der
Yellowstone
National Park aber auch rein gar nichts kann. Wir sind jetzt schon
seit Monaten auf Sightseeing-Tour, auch wenn wir uns doch etwas mehr Zeit
lassen als das Gros der Touristen. Doch im Grunde tun wir nichts anderes
als die Vier-Wochen-Urlauber auch. Wir reisen herum und schauen uns einen
National Park nach dem anderen an. Nur dass bei uns die Reise zu keinem
Ende kommt und sich die Reihe der National Parks scheinbar bis ins Unendliche
zieht. Aber was sollten wir auch sonst tun. Wir können uns schlecht
für drei Wochen auf einem privaten Campground in einer mittelmäßigen
Stadt einmieten, täglich dreimal ins Whirlpool gehen und hoffen, dass
dort zumindest manchmal die Kuh fliegt oder sonstwie für Unterhaltung
gesorgt wird. Nein, das entspräche nicht unserer Vorstellung von sinnvoller
Freizeitbeschäftigung. Das mit den National Parks ist schon O.K..
Doch wenn man sich nun den zehnten Park hintereinander anschaut und mit
kaum mehr anderem beschäftigt ist, als sich irgend welche Faltblätter
zu außerordentlichen Naturwundern durchzulesen, die diversen Camping-
und Parkregulationen schon in- und auswendig aufsagen kann, eine ausgesprochen
erfolgreiche Technik entwickelt hat, um direkt und ohne Umschweife die
schönsten Stellen des Parks aufzustöbern und regelrecht abzuarbeiten,
dann wird auch die schönste Beschäftigung, die man sich in den
USA nur vorstellen kann - nämlich die National Parks besichtigen -
zur emotionalen und partnerschaftlichen Herausforderung. Aber man fühlt
sich regelrecht verpflichtet, die Parks aufzusuchen, schließlich
fragt ja schon meine Mutter zuhause: "Was, ihr seid nicht mal in den Grand
Canyon hinunter gelaufen? Unfassbar." Allerdings muss ich dazu
sagen, dass meine Mutter immer einen Punkt finden würde, den wir versäumt
hätten, selbst wenn wir auf den Knien durch die Vereinigten Staaten
rutschen würden. Und zu allem Überfluss kommt noch dazu, dass
ich nichts mehr in meine Birne rein bekomme. Ich seh vor lauter Bäumen
den Wald nicht mehr, und kaum noch etwas haut mich wirklich vom Hocker.
Ich bin übersättigt. Und dann wollen die an der Einfahrt vom
Yellowstone
National Park zwanzig Dollar pro Fahrzeug, damit wir unser kostbares
Benzin verplempern, indem wir Stunden durch abgebrannten Wald gondeln.
Und wenn man dann endlich mal einen Parkplatz erreicht hat, dann ist dieser
für ca. 2 Millionen Fahrzeuge ausgelegt und lässt den Andrang
an den Attraktionen nur vermuten. Und dann stinkt es hier auch noch so
absonderlich, als würde man sich unaufhaltsam im Dunstnebel eines
Megafurzes aufhalten. Ich glaub', ich bin im falschen Film.
Einiges von unserem
ersten Eindruck hier im Yellowstone National Park trifft vielleicht
zu, und für uns stand schon nach kurzer Zeit fest, dass er nicht zu
unseren Lieblingsparks gehören wird. Doch die Erlebnisse sind zu individuell,
als das ich hier das Maß aller Dinge bekannt geben könnte. Es
steht allerdings außer Frage, dass sich hier im Yellowstone National
Park ganz besondere Aktivitäten in Form von Geysiren, Heißwasserbecken
und blubbernden Schlammlöchern bemerkbar machen. Die Zahl der wasserspeienden
Geysire auf einem Fleck ist enorm und die abertausenden Heisswasserquellen,
die unentwegt kochendes Wasser an die Oberfläche befördern, lassen
auf ein sehr aktives Erdinneres schließen. Der Erdboden ist ausgetrocknet,
vom siedenden Wasser regelrecht verbrannt. Aus allen Löchern und Erdmulden
steigt Rauch auf, als würde Satan unter der Erde ein heißes
Süppchen kochen. Die Landschaft ist befremdend und sieht noch nicht
mal einer Mondlandschaft ähnlich, auch wenn vereinzelte Krater einiger
Geysire daran erinnern. Der Boden ist weiß vom Kalk, den das kochende
Wasser mit an die Oberfläche transportiert hat, und die Stämme
der Bäume, die zufällig im Strom der ablaufenden Brühe standen,
färben sich ebenfalls weiß und stehen wie knochige Zeugen um
die Erdöffnung herum. Manchmal färben Bakterien und Algen die
Ränder der Heißwasserquellen Orange und Gelb und das klare,
heiße Wasser bildet in seinem Blaugrün einen wunderschönen
Kontrast. Am Absonderlichsten sind wohl immer noch die blubbernden Schlammlöcher,
die ein bisschen an den kochenden Bohneneintopf auf dem Herd erinnern.
In großen, grauen, zähflüssigen Blasen wird die heiße
Energie an die Erdatmosphäre abgegeben und hinterlässt einen
abscheulichen Gestank. Mit großer Gewissheit ist Yellowstone
der am übel riechendste National Park der gesamten USA. Doch dem gegenüber
steht eine unglaubliche Vielzahl an wild lebenden Tieren, deren Zusammensetzung
und Anzahl wohl auf keinem anderen Platz der Erde zu finden ist. Seit Anbeginn
unserer Reise träume ich davon, eine freilebende Bisonherde zu sehen
und hier im Yellowstone Park kann man sie fast überall von
der Straße aus beobachten. Manchmal stehen sie so dicht am Highway,
dass man sie fast aus dem Auto streicheln kann (was wir natürlich
nicht getan haben). Aber auch das bloße Bewusstsein, sich an einen
Ort zu befinden, an dem Schwarzbären, Grizzlybären und Wölfe
durch die Wälder streifen, hat einerseits etwas beängstigendes,
andererseits ist es ein unbeschreiblich befriedigendes Gefühl. Als
wäre man an einem Platz auf dieser Erde, an dem noch alles in Ordnung
und im Gleichgewicht ist. Und vielleicht ist es auch so, auch wenn die
Waldbrandschäden im ersten Moment etwas anderes vermuten lassen. Doch
auch der Waldbrand gehört zum ewigen Kreislauf der Natur dazu, auch
wenn es für uns nicht sonderbar attraktiv aussieht. Doch es ist eben
wie so oft scheinbar eine Katastrophe im Leben der Menschen und nur ein
Augenblick in der Zeitrechnung des Yellowstone , denn in spätestens
50 Jahren steht hier wieder ein dichter gesunder Wald, der sich nur mal
schnell selbst erneuert hat. Und wahrscheinlich wächst hier oben noch
in hunderttausend Jahren ein Kiefernwald, wenn nach uns schon lang kein
Hahn mehr kräht.
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27.-30. Mai
2001 - Glacier NP, Waterton Lakes NP
Es ist so weit.
Nach über acht Monaten und endlosen Stunden des Rätselratens
haben wir endlich erfahren, was passiert, wenn man als Illegaler aus den
Vereinigten Staaten ausreist: Nichts! Auch wenn sich inzwischen halb Amerika
und ein nicht geringer Teil in Deutschland über unser Problem Gedanken
gemacht hat und die schlimmsten Befürchtungen herauf beschworen wurden,
von der Eintragung eines "Nicht-Einreise-Vermerks" in unsere Pässe,
der in den übelsten Fällen bis zu zehn Jahren ausgedehnt werden
kann, bis hin zu einer Einbuchtung in eins der amerikanischen Gefangenenlager,
aus denen nur selten einer lebend wieder heraus kommt. Zwischenzeitlich
haben wir die irrwitzigsten Geschichten über Illegale gehört,
die entweder ein halbes Vermögen als "Wiedergutmachung" für straffällig
gewordene Touristen entrichten mussten oder einfach nur "viel, viel Ärger"
bei der Ausreise bekamen, denn schließlich haben sie sich über
die genehmigte Zeit in den Vereinigten Staaten aufgehalten. Die Formulierungen:
"Ich kenne einen, dessen Onkel hatte mal das gleiche Problem..., bla, bla,
bla.", hörten wir zu genüge. Da ist es selbstverständlich,
dass uns dann doch ein bisschen die Klammer ging, als wir mutig auf den
Grenzübergang zufuhren. Doch wenn man die USA über die Kontinentalgrenze
in Richtung Kanada überquert, bekommt man es überhaupt nicht
mehr mit einem amerikanischen Grenzbeamten zu tun. Dem kanadischen Zöllner
ist zwar durchaus aufgefallen, dass wir etwas länger als erlaubt in
den USA waren, doch was hätte er machen sollen? Uns verpetzen und
seine Kollegen von der anderen Seite rufen? Den netten Menschen (der übrigens
erkältet war und durchaus sympathisch wirkte) hat das überhaupt
nicht interessiert und damit war alle Aufregung vorüber und wir konnten
zum normalen Tagesgeschehen übergehen. In Kanada verkrachten wir uns
dann erst mal anständig, weil wir uns ja über sonst nichts mehr
zu sorgen hatten.
Waterton-Glacier
International Peace Park, wie der hübsche, etwas lang geratene
Name des einzigen National Parks lautet, der über die Staatsgrenze
herüber reicht, ist wieder etwas ganz Besonderes. Ich würde das
nicht sagen, wenn ich das nicht so empfinden würde. Dabei kann man
sich durchaus an den Grand Teton National Park in Wyoming
erinnert fühlen, der für mich ebenfalls einer der schönsten
National Parks Amerikas ist. Doch die Rocky Mountains hier oben
im Glacier Park sind die Perfektion alpiner Berglandschaft. Und
jedem, dem bei schneebedeckten Bergen und malerischen Bergseen, umrandet
von dichtem Nadelwald, das Herz aufgeht, der wird das nachempfinden können.
Dabei spielt für mich Wasser eine ganz entscheidende Rolle. Das Wasser
in seinen kristallklaren Seen und Bächen, wie es gerade jetzt im Frühling
die steilen Hänge herunter fällt und atemberaubende Wasserfälle
bildet. Wie es zügig über grüne Wiesen rauscht und dabei
dieses ewig plätschernde Geräusch erzeugt, bei dem man so gut
nachdenken und träumen kann. Das Wasser, das sich in riesigen Seen
sammelt und in denen sich die Spitzen der umliegenden Berge spiegeln. Dieses
Element ist für mich ausschlaggebend, damit eine Landschaft oder ein
Park zum absoluten Highlight wird.
Wir waren vor
fünf Jahren schon einmal mit Freunden im Westteil des Parks und fuhren
von dort die Going-to-the-Sun-Road
, eine Bergstraße der Superlative, die zu wunderschönen Bergseen
mitten in den Rockies führt. Diesmal sind wir etwas früh,
was uns einerseits leere Campingplätze und einen geringen Touristenstrom,
andererseits eine geschlossene Going-to-the-Sun-Road bringt,
die
zu diesem Zeitpunkt noch durch Schnee versperrt ist. Trotzdem genießen
wir unseren Aufenthalt hier im Park und erkunden die Gegend mit ausgedehnten
Wanderungen um denSaint Mary Lake.
Es ist einfach ein Hochgenuss hier zu wandern. Und wenn man sich nicht
gerade wie ein Vollidiot aufführt, bekommt man auch genügend
wilde Tiere zu sehen. So wäre ich beinnahe an einem Schwarzbären
vorbeigefahren, weil ich nicht damit gerechnet hätte, einen so dicht
an der Straße zu sehen. Als ich zurücksetzte, hätte ich
ihn auch noch beinahe überfahren, weil er gerade die Straße
überquerte. Und als er sich sicher hinter der Leitblanke fühlte
und wir ihn unmittelbar neben dem Auto ausmachten, versuchte er auch noch
- so wie es auch manche Hunde tun - in die sich drehenden Reifen zu beißen.
So nah bekommen wir wahrscheinlich keinen mehr vor die Linse. (Nachtrag:
- Einen Tag später bekamen wir tatsächlich noch einmal eine Bärenmama
mit ihrem Nachwuchs zu sehen. Dieses Mal waren es knappe sechs Meter, die
uns von ihnen trennten, allerdings waren wir mit Reto und Claudia
zu Fuß unterwegs und es gab keine schützende Autotür, die
sich zwischen der sehr perplex dreinschauenden Bärenmutter und uns
befand. Die Situation war nicht ganz ungefährlich, doch dadurch, dass
wir zu viert waren, schien der Mutter eine Einschüchterung ihrerseits
doch etwas zu mutig. Deshalb beobachtete sie uns nur und versuchte unsere
Intension zu deuten. Als sich für sie herausstellte, dass wir nichts
weiter taten, als große Augen zu machen, entschied sie sich für
den ehrenvollen Rückzug, der keineswegs gehetzt vonstatten ging. Nachtragende)
Wenn ich mich schon hier in Nordamerika niederlassen müsste,
dann würde ich mir eine kleine Hütte hier in den Rockies
aussuchen, auch wenn es hier oben über die Hälfte des Jahres
bitterkalt ist. Britta fehlte zu ihrem Glück nur noch der klare
Bergsee vor der Tür und eine gut funktionierende Heizung. Die Rockies
ähneln den europäischen Alpen sehr, auch wenn sie wesentlich
weniger besiedelt sind und dadurch noch etwas ursprünglicher
wirken. Doch etwas ganz Eigenes haben sie dennoch. Sie haben eine unbezwingbare
Wildheit, die uns Menschen in ganz anderer Art nur zu Besuchern macht.
Diese Berge lassen sich nicht überwältigen, einzäunen und
geraderichten. Das Klima ist zu rauh, als das sich hier zu viele Menschen
niederlassen würden. Dieses Land hat also genügend Zeit, in der
es sich regenerieren kann. Hier hält niemand das Wasser auf, das sich
jeden Frühling einen anderen Weg ins Tal sucht. Die Tiere haben genügend
Platz, um in die seltene Verlegenheit zu geraten, in ihrem ganzen Leben
keinen Menschen zu erblicken. Das alles und noch tausend anderer Eindrücke,
die ich nicht in der Lage bin wiederzugeben, macht die Rockies zu
einem ganz besonderen Platz auf dieser Erde.
Aber auch die
Begegnungen mit anderen Menschen können National Parks zu denkwürdigen
Orten machen. Wieder einmal trafen wir Schweizer auf Urlaubsreise und wieder
einmal erwiesen sie sich als angenehme Zeitgenossen. Reto (der Zweite)
und Claudia sind aber schon des öfteren hier im Nordwesten
des Landes unterwegs gewesen und legten uns wärmstens Alaska
ans Herz, was wir auf dieser Reise leider nicht mehr zu sehen bekommen.
Ich kann nur wiedergeben, was Reto gesagt hat und das hörte
sich ungefähr so an: "Warscht Du einmol in Alskcha, kommt dir der
Rescht der Welt wie eine Sardinendose vor." Es muss immer einen Punkt
geben, an dem man wieder neue Pläne macht, auch wenn man sich momentan
über nichts sehnlicher freut, als über eine nette Runde mit alten
Freunden in seiner Lieblingskneipe. Doch wenn ich es genau nehme, gibt
es noch so viele Orte auf der Welt, die ich sehen möchte, ob sie jetzt
einer Sardinendose gleichen oder nicht.
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31. Mai 2001
- Kanada
Das Datum hat
schon etwas Furchteinflößendes. Ursprünglich waren auf
dieses Datum unsere Rückflüge gebucht, da eine Vorausbuchung
über ein Jahr hinaus in der Regel nicht möglich ist und wir die
Tickets ja schon letztes Jahr um diese Zeit im Reisebüro abgeholt
haben. Natürlich haben wir von hier aus den Termin geändert,
dennoch steht auf dem Ticket der 31. Mai drauf und genau zu dieser Zeit
(21:30 Uhr) hätten wir das Flugzeug besteigen können. Jetzt,
da wir in Kanada sind, schätzen wir die Tatsache sehr, dass
unsere Reise über diesen Termin hinaus geht. Aber wir hatten auch
schon Tage, da dachten wir daran, den heutigen Termin als Rückflug
zu belassen. Aber spätestens als wir die Grenze zu Alberta
überschritten, fing ein neues Kapitel dieser Reise an und es scheint
sich von den anderen Kapiteln stark zu unterscheiden. So ist die Veränderung
regelrecht spürbar, die mit der Überschreitung der Grenze nach
Kanada einher geht. Wir fuhren über acht Monate am Stück durch
die Vereinigten Staaten von Amerika, und uns ist der Gegensatz zwischen
Kanada und den USA viel stärker bewusst geworden, als wenn wir die
Länder in einzelnen Reisen besucht hätten. Auch wenn sich die
Landschaft nach Kanada hinein erst einmal kaum verändert, so verändert
dennoch der Umgang mit der Landschaft die Wirkung auf uns Reisende.
Die Kanadier betreiben auch Landwirtschaft, sie fahren wie die Amerikaner
auch große Pick-Ups, sie haben auch Einkaufszentren und sie leben
auch in Städten - doch sie sind im Gegensatz zu den Amerikanern durchaus
in der Lage, diese menschlichen Bedürfnisse so zu realisieren, dass
ihre Vorgärten nicht aussehen wie Müllhalden, dass auf den Feldern
keine Autofracks herumliegen, dass ihre Einkaufszentren von Grünanlagen
umgeben sind und durchaus Bürgersteige für das Fußvolk
existieren und dass ihre Städte und Dörfer mit Niveau gebaut
sind und nicht wie die willkürliche Aneinanderreihung verschiedenster
Wellblechhütten aussehen. Kanada ist nach über acht Monaten USA
eine Wohltat fürs Auge und für das gesamte Wohlbefinden. Kanada
ist sauber und kann sich einer einmaligen Natur erfreuen. Nach langer Zeit
haben wir das erste Mal wieder das Gefühl uns richtig wohl zu fühlen,
unter Gleichgesinnten zu sein, unter einem Volk, das noch genügend
europäisches Blut in den Adern hat, damit sich das aufs Land abfärbt.
Kanada ist wie die Kultur, die wir seit über acht Monaten entbehren
mussten, wie die Musik, die wir nicht hören konnten. Kanada ist zumindest
zum jetzigen Zeitpunkt genau das, was wir gebraucht haben.
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01.-04. Juni
2001 - Kootenay NP, Banff NP
Wir kamen am 01.
Juni in einem der beliebtesten Parkgebiete ganz Nordamerikas an. Die zusammenhängenden
National Parks Kootenay, Banff, Yoho und Jasper
vereinnahmen zusammengenommen eine derart riesige Fläche unberührter
Berglandschaft, dass es nur noch in Alaska oder im Yukon
Vergleichbares gibt. Doch leider haben wir hier oben im Norden etwas Pech
mit dem Wetter. Die Temperaturen sind schon lange nicht mehr über
16°C hinaus gegangen und den Himmel verdeckt eine geschlossene Wolkendecke.
Naja, und weil wir vor fünf Jahren schon einmal hier waren, wissen
wir, wie eindrucksvoll ein wolkenlos blauer Himmel die Gipfel der schneebedeckten
Rockies
in Szene setzt und wie sich das Weiß der Gletscher davon abhebt.
Welch ein wunderbarer Kontrast entsteht, wenn die Bergriesen lange Schatten
über das Tal legen und dort die Flüsse und Bäche im Licht
der Sonne funkeln und glitzern. Doch diesmal erwartete uns im
Kootenay
National Park nur eine triste Landschaft, deren oberer Horizont von
einer grauen Wolkenmasse gebildet wurde. Das Licht kam nicht über
Dämmerungshelligkeit hinaus und abermals durften wir erleben, dass
einem die schönste Landschaft aller Zeiten nicht so vorkommt, wenn
die äußeren Umstände eher nach Weltuntergang aussehen.
Nur manchmal erleben wir einen Lichtblick durch das graue Wolkenmeer und
können erahnen, welche Panoramen sich hinter dem verschlossenen Himmel
verbergen. Und wenn einem der Wettergott einen Strich durch den Ausblick
macht, dann muss man sich eben mit dem begnügen, was übrig bleibt.
Banff
, als kanadische Touristenmetropole Nummer eins, bietet außer einer
beneidenswerten Lage umgeben von hohen Gipfeln (von denen nur ab und zu
einer durchscheint) nicht besonders viel. Natürlich kann man hier
eine Unmenge Geld für gar nicht all zu großen Schwachsinn und
manchmal sogar recht geschmackvollen Müll ausgeben, doch das interessanteste
Gebäude bleibt die Touristeninformation, wo es einen hübschen
Film über die Umgebung zu sehen gibt und ausgesprochen nette Menschen
arbeiten, die einen mit absolut genialen Unterlagen fürs Wandern ausstatten.
Bei schlechtem Wetter ist wohl die genialste Beschäftigung der Besuch
der überaus attraktiven Hot Springs, von denen es in den kanadischen
Rockies
insgesamt drei gibt. Schon am westlichen Eingang des Kootenay National
Parks besuchten wir die Radium Hot Springs, eine großzügige
Anlage, umgeben von bewaldeten Hügeln, die von den Menschenmassen
weitestgehend verschont bleiben, da sie etwas abseits vom Touristenstrom
liegen. Die Upper Hot Springs in Banff sind dagegen
schon etwas frequentierter und das Heißwasserbecken ist nur halb
so groß. Dennoch ist es eine willkommene Abwechslung zum Alltagsgeschehen
einer Einjahresreise.
Am 04. Juni 2001
verbleiben uns noch genau sechs Wochen, bevor wir wirklich in den Flieger
nach Deutschland steigen (voraussichtlich). Sechs Wochen sind mehr als
die meisten Urlauber insgesamt haben und dennoch neigt sich unsere Reise
merklich dem Ende zu. Wir wissen nach wie vor nicht, was uns der nächste
Tag bringen wird und wo wir hinfahren werden, doch wir wissen, dass wir
jetzt bald wirklich den letzten Fahrtrichtungswechsel zur Ostküste
machen müssen, sonst geraten wir noch in unnötigen Reisestress.
Und wir haben dieses "Zuggefühl", was man für gewöhnlich
in der letzten Woche seines Urlaubs auch hat, genährt von der Gewissheit,
dass es nun bald wieder nach Hause geht, was das Verlangen nach Heimat
nur noch verstärkt. Es "zieht" einen regelrecht nachhause und die
Gedanken sind schon vorausgeeilt, machen schon die ersten Pläne und
schreiten die uns bekannte Umgebung ab. Dieses Gefühl ist nicht immer
hilfreich, lenkt es doch vom Hier und Jetzt ab. In unserem Fall sind es
noch sechs Wochen, die unter Umständen zur Flucht werden könnten,
was dem Unternehmen nicht gerade dienlich wäre. Da kommt es nur recht,
dass es hier im Banff- und Yoho National Park Schlag auf
Schlag mit den Sehenswürdigkeiten geht. Und obwohl wir die Gletscherseen
der Umgebung schon kannten, überraschte uns das unwirkliche Türkisblau
des Lake Louise aufs Neue und lässt unweigerlich den Schluss
zu, die Kanadier hätten hier mit Farbe etwas nachgeholfen. Das, was
der Himmel an Farbe vermissen lässt, gleicht Lake Louise mit
seinem kraftvollen Blau aus. Der Anblick ist so faszinierend und unwirklich
zugleich, dass man erst mal minutenlang am Ufer des Sees steht und in die
Tiefe des märchenhaften Gewässers blickt. Und um so höher
man die Hänge entlang des Bergsees steigt, desto intensiver wird das
Blau des Wassers und hebt sich von seiner Umgebung in einem fast schreienden
Farbton ab. Auf den Wanderwegen um den Lake Louise herum hebt sich
abermals der Naturtourismus vom Massentourismus ab und ist zahlenmäßig
absolut überlegen. So wird unser Weg zum Lake Agnes nur gelegentlich
von anderen Wanderern gesäumt, und auch im Teehaus, am Ufer des besagten
Sees (was übrigens ein sehr willkommenes Ziel für jeden Wanderer
darstellt), trifft man nur auf wenige Mutige, die den 3,6 km langen Anstieg
bewältigt haben. Lake Agnes selbst lag noch unter einer dicken
Eisschicht, was wieder einmal zeigt, dass hier oben der Frühling noch
nicht einmal ansatzweise in die Gänge gekommen ist.
Auf
unserem Weg in den Yoho National Park und wieder zurück nach
British
Columbia zeigt sich dann unerwarteterweise doch noch zwischen einigen
Wolkenlücken die Sonne. Und mit einfallendem Licht wird auch das ganze
Ausmaß dieser kanadischen Rockies klar. Jeder Kilometer über
diese Parkstraße ist der Inbegriff einer Panoramaroute. Jede Kurve
gibt den Blick auf eine neue Bergformation frei, auf perfekt geformte Gipfel
über perfekt gewachsene Wälder, farblich abgestimmt, durchschnitten
von smaragdgrünen Flüssen, das perfekte Panorama. Das haben wir
nirgends in Kontinentalamerika gesehen, das gibt es wahrscheinlich so an
keiner anderen Stelle dieser Erde zu erleben. Auch wenn wir uns gelegentlich
an Orten wie der Natural Bridge einen Platz mit guter Aussicht
gegen die unzähligen Japaner in Tourbussen regelrecht erkämpfen
müssen und dadurch unweigerlich auf tausender Fotografien unbekannter
Menschen wiederzuerkennen wären, schadet das dem Erlebnis kaum. Auch
wenn diese Parkgemeinschaft ohne ihre Wohnmobile und ohne ihre Tourbusse
bestimmt keine müde Mark (müden Euro) abwerfen würde, verteilen
sich die vielen Menschen doch auf großzügigem Platzangebot und
es gibt immer noch eine Haltebucht, an der man sich das Panorama ganz alleine
zu Gemüte führen kann.
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05.-08. Juni
2001 - Yoho NP, Jasper NP
Es regnet Bindfäden.
Es regnet ganze Frühjahrsniederschläge innerhalb eines Tages.
Es gießt, es schüttet, es hört überhaupt nicht mehr
auf, und wir sitzen in unserer Kabine fest und blasen Trübsal, lösen
Kreuzworträtsel oder füllen Tagebücher. Solche Tage sind
eine Herausforderung für den sozialen Menschen, der es gewohnt ist,
unter anderen Menschen zu verweilen. Der einen Bewegungsradius von mindestens
100 Meter am Tag benötigt und für gewöhnlich unter notorischem
Beschäftigungsmangel leidet und zu 100 Prozent von Berieselungsanlagen
wie Fernsehen, Internet und Radio abhängig ist. Der ein ausgeprägt
geselliges Leben führt und kaum Zeit findet, die persönlichsten
Bedürfnisse zu verrichten. Dem die Annahme eines Telefonats vor dem
dringlichen Toilettengang geht. Doch hier ruft niemand an. Hier gibt es
nichts zu organisieren, hier kräht auch nicht der vermeintliche Hahn
nach einem. Alle wissen, dass wir uns eigenverantwortlich in die Isolation
getrieben haben, dass wir uns selbstverschuldet abgegrenzt haben, eine
Auszeit von allen gesellschaftlichen Aktivitäten nehmen. Und jetzt
sitzen wir hier bei Weltuntergangsstimmung und müssen auch diese Situation
alleine meistern. Auf unseren 2,5 Quadratmetern vertreiben wir uns die
Zeit mit Sekundenzählen, Wassertropfenzählen und Teetrinken.
Wir essen, trinken und schlafen. Wir gehen den einen Meter in unsere Behelfstoilette
und weichen mal auf das Bett aus. Wir haben alles hier drin. Wir haben
genug Lebensmittel für zwei weitere Wochen und bräuchten vorerst
nicht mehr raus. Doch wahrscheinlich sterben wir vorher an Vereinsamung.
Das Wetter ist zu diesem Stadium unserer Reise wirklich eine Herausforderung.
Wer jetzt nicht weiß, was er mit sich anfangen soll, leidet Höllenqualen.
Britta
und ich reden kaum noch miteinander, denn jedes einzelne Detail unseres
beschränkten Blickfelds wurde schon diskutiert. Das Einzige, was uns
bleibt, ist die Hoffnung auf Morgen und ein besseres Wetter. Das meinte
ich mit Herausforderung!
Meine geliebte
Schwester würde nun behaupten, es gibt kein schlechtes Wetter, nur
schlechte Ausrüstung. Doch ob schlechte oder ausgezeichnete Ausrüstung;
Es macht einfach nicht besonders viel Spaß, im Regen rumzulaufen!
Das Einzige, was über die bescheidene Situation hinwegtrösten
kann, ist die Tatsache, dass der Icefield Parkway bei jedem Wetter
ein Erlebnis bleibt. Dramatisch windet sich die gut ausgebaute Bergstraße
durch die Rocky Mountains . Dramatisch, nicht weil die Straße
so sehr am Abgrund entlang geht, sondern weil der abgefahrenste 3D-Kinostreifen
gegen eine Fahrt auf dem Parkway wie ein Schattenspiel aussieht. Es ist
so, als hätte man diese Strecke für den gelangweilten Urlauber
konstruiert und alle erdenklichen Vorlieben mit hinein gepackt. Auch die
Tatsache, dass der Icefield Parkway fast ausschließlich von
Wohnmobilen und Campern befahren wird, zeigt seine Anziehungskraft auf
Urlauber aller Nationen, aber vor allem auf Deutsche. Ich frage mich, wer
bei solch hohem Aufkommen noch zu Hause die Stellung hält? Doch wie
Reto
aus Basel zu sagen pflegt: "Davon (und damit meint er die Deutschen)
hat's halt einfach viele". Trotzdem sind uns unsere Landsleute nach über
10 Monaten Auslandsaufenthalt in besonderer Form aufgefallen, und das steht
in folgender Story:
Zuguterletzt,
und am äußersten Rand des Jasper National Parks, hatten
wir dann doch noch Glück mit dem Wetter und konnten zumindest noch
ein Mal auf den Berg hinauf. Wir wanderten den Sulphur Skyline Trail
von den Miette Hot Springs aus (in denen wir übrigens auch
zweimal baden waren) und konnten unser Glück gar nicht fassen, als
wir das Panorama erblickten. Ich habe zum zweiten Mal nach Gudalupe
Peak in New Mexico ein 360 Grad Foto gemacht, das aus
elf Einzelfotografien besteht. Es lädt zwar sicherlich eine Weile,
doch meines Erachtens ist es das wert (siehe Fotoalbum). Ich würde
so gerne noch tausende Worte hinzufügen und die Landschaft immer wieder
beschreiben, doch es ist ein hilfloses Unterfangen. Diese kanadischen Rocky
Mountains muss man wirklich gesehen und erlebt haben, denn sie spotten
jeder Beschreibung. Wir waren jetzt zum zweiten Mal hier und hatten
diesmal leider etwas Pech mit dem Wetter. Doch wenn ich heute schon einen
Ort kenne, den ich unbedingt wieder sehen möchte, dann sind es die
kanadischen Rockies - für mich die perfekte Landschaft.
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