Tagebuch
Reiseverlauf
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Es gibt sicherlich
viele Dinge, auf die man auf so einer Reise verzichten kann. Dazu gehört
mit großer Wahrscheinlichkeit ein Farbfernsehgerät. Bislang
dachte ich, ein Brotbackautomat gehöre auch dazu. Aber wer schon mal
in Nordamerika war, der weiß, dass das nordamerikanische Brot gummiweich
ist und für uns verwöhnte Körnerfresser höchstens als
Kopfunterlage dienen kann. Aber dank unserer genialen Manuela (sei Dir
unserer größtmöglichen Dankbarkeit gewiss) haben wir eine
solche Maschine in unser Gepäck mit aufgenommen und jetzt sind wir
so dankbar dafür, dass wir nie mehr ohne das Ding auf Reisen gehen
werden. Wir haben die Maschine während der Fahrt zwischen den beiden
Vordersitzen verstaut, wo sie uns als auch Armablage dient. Also ist das
Ding in zweifacher Hinsicht sehr nützlich. Aber auch unser Generator
- der unseren Brotbackautomat auch manchmal betreibt, wenn wir keinen Strom
haben - ist für uns kaum zu ersetzen. Auch die Solaranlage hat sich
schon als ausreichender Stromlieferant erwiesen (wenn wir nicht gerade
Brot backen wollen). Die Entscheidung, diese Homepage auf einem Notebook
zu erstellen und damit gleich alle Freunde über unsere Reise zu informieren,
hat sich ebenfalls als gute Lösung erwiesen. Auch das war eine gute
Anschaffung (die ja nicht gerade von der Portokasse bezahlt werden konnte).
Der 10 cm³ große Heizautomat eines Schweizer Herstellers leistet
bei 110V wie bei 220V ausgezeichnete Dienste. Der Transformator, der die
niedrige Spannung von 110V in 220V wandelt, arbeitet einwandfrei. Und unser
Rescue-Set (von den Nachbarn) ist überall mit dabei. Es enthält
nicht nur die wichtigsten Salben und Pillen, sondern ein Flachmann sorgt
notfalls auch für innere Wärme. Und zuguterletzt unser Mitsubishi-Pickup.
Obwohl er bei Reisebeginn schon über 100 tkm drauf hat, schnurrt er
wie ein Kätzchen und muckt nie. Mal sehen, welches Material uns als
Erstes im Stich lässt?
Nachtrag: So!
Jetzt ist es raus. Ich hätte ja eigentlich damit gerechnet, dass der
Backautomat als Erstes den Geist aufgibt, doch dass es unser liebes Auto
sein würde, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Bis
zum heutigen Tag (eine Woche vor Rückreise) liess uns unser Pick-Up
genau zweimal im Stich (Bremsbackenwechsel, Batterie- und Reifenwechsel
nicht mitgezählt). Erst war die Benzinzufuhr undicht und kurz danach
machte der Kühler schlapp. Und vier Wochen vor Ende unserer Fahrt
ließ uns auch noch unser Generator im Regen stehen. Da konnte uns
auch das Rescue-Set nicht mehr helfen. Der Backautomat, der Transformator,
der Heizautomat und die Solaranlage hingegen laufen bis heute einwandfrei.
Doch das größte Lob gilt wohl meinem Laptop der Firma Toshiba
(in
diesem Fall ist Schleichwerbung erlaubt). Das Ding wird sehr stark von
mir beansprucht und musste leider auch schon mal einen Sturz von 1,5 m
Höhe hinnehmen, doch es läuft immer noch wie am ersten Tag. Sagenhaft!
Ach, und noch etwas funktioniert wie am ersten Tag - unsere Ehe.
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