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Ein Reisebericht von Britta und Markus Hachenberger
Stories rund um Nordamerika
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Der Amerikaner - Wesen vom anderen Stern

 
 
 
 
 
 
 
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Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten

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Sie sehen aus wie wir und doch sind sie anders. Wenn ich so aus dem Stegreif den männlichen Durchschnittsamerikaner beschreiben sollte (was ich nun zu tun gedenke), dann schwebt mir folgendes Bild vor: ein übergewichtiger, in Leggings, Flanellhemd und Baseballmütze gekleideter Weißer - Farbige Menschen heben sich alleine schon dadurch ab, dass sie eine andere Hautfarbe haben. Das macht sie exotisch und sie fallen deshalb durch meine Rasterung durch -, der rülpsend in einem überdimensionalen Pick-Up über staubige Straßen fährt und dabei Countrymusik hört. Das klingt etwas proletenhaft, soll es auch. Das Irritierende ist, dass dich genau dieser Typ Amerikaner wahrscheinlich fragen wird, ob er Dir beim Tragen deiner Einkaufstaschen helfen kann. Er ist mehr so der John Wayne-Typ: Er sieht gefährlich aus, aber er tut keiner Fliege etwas zuleide. Er strotzt vor Männlichkeit und prahlt mit seinen Spielzeugen, darunter: Jagdgewehr, Motorboot, All-Terrain-Vehicle (auf vier Rädern fahrendes Motorrad für's Gelände), 8-Zylinder Pick-up (20-30 Liter Verbrauch) und die, die wir treffen, fahren meistens noch ein riesiges Motorhome, welches höchstwahrscheinlich zwei Klimaanlagen, einen Whirlpool, 600 PS, hydraulische Fahrersitze, automatische Nivelliersysteme, ausfahrbare Wohnzimmer und für gewöhnlich noch mehr Schnick-Schnack hat, dessen Bedeutung mir allerdings fremd ist, weil sie so Dinge erledigen wie: Arm aus der Sonne legen oder Arsch abputzen usw. Aber er ist grundsolide (der Amerikaner, nicht der Arsch). Er ist Patriot, weltfremd und sicherlich auch ein bisschen naiv (Hier kommt der Wendepunkt). Der Amerikaner ist aber auch durchweg freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit, kommunikationsfreudig, diszipliniert, gehorsam, naturliebend (auch wenn die Allgemeinheit glaubt, sie sei draußen in der Natur gewesen, wenn sie mit dem Auto durch den National Park braust) und last but not least, überaus gläubig. Was mir bei dem Amerikaner im Gegensatz zu dem Deutschen auf jeden Fall viel besser gefällt, ist, dass er sich nicht abkapselt, verschanzt oder sogar einmauert. Er ist Fremden gegenüber aufgeschlossen und man ist als Fremder herzlich willkommen. Vielleicht glaube ich das auch nur, weil ich hier Fremder bin und das aus einem mir neuen Blickwinkel betrachte. Ich weiß es nicht genau. Es macht das Reisen in einem fremden Land auf jeden Fall sehr angenehm.
Mit dieser Einschätzung treffe ich natürlich nur eine Bruchteil dieser Spezies, doch dieser Bruchteil ist schon  verdammt groß.

 
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