Tagebuch
Reiseverlauf
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Sie sind
oft nicht größer als zwei aneinanderliegende Fußballfelder,
manchmal aber fast so groß wie das Saarland. Von der Ausstattung
können sie recht verschieden sein, aber immer vereinen sie Natur mit
den Freizeitwünschen der Menschen und das in Einklang zu bringen,
ist das Ziel der Ranger eines jeden Stateparks in den USA wie in Canada.
(In Canada heißen solche Parks auch Provincial Parks.)
Vom Standpunkt
eines Travellers gesehen ist ein Statepark die beste Alternative für
den Nachtaufenthalt, vorausgesetzt, der Park hat einen Campingplatz.
Das ist nicht immer der Fall, aber es kommt oft genug vor, dass man bei
guter Planung durchaus von einem Statepark zum anderen fahren kann, ohne
auch nur einmal das immense Angebot von privaten Campgrounds in Anspruch
genommen zu haben. Stateparks haben durchweg die großzügigeren
Stellplätze an den schöneren Plätzen. Die privaten Stellplätze
liegen oft direkt an der Straße, die Stateparks meist mitten in der
Natur. Die Badehäuser sind meistens nicht so komfortabel ausgestattet,
sind aber generell sauber. Sie haben eine Grundausstattung, die fast überall
gleich ist. Alle Einrichtungen sind behindertengerecht, es gibt immer einen
Münzfernsprecher und oft auch eine Waschmaschine vor Ort. Der Picknicktisch
und die Feuerstelle mit Grill sind obligatorisch. Feuerholz ist fast immer
für einen Obolus zu bekommen. Und obendrein sind die Campingplätze
der Stateparks meist die billigeren Plätze. Die Nacht kostet auch
schon mal unter 10$, aber meistens liegt der Preis für eine Nacht
zwischen 12 und 18$. Aber Campen ist nicht das vordergründige
Ziel der Stateparkbetreiber. In erster Linie sollen die Parks eine Anlaufstation
für Familien sein. Es gibt immer eine Unmenge Picknicktische und Grills
für die Besucher. Oft kann man Kanus oder sogar Motorboote leihen.
Es gibt Kinderspielplätze, Bootrampen, Volleyballfelder, Horseshoespiele
und eine Menge mehr für ausgelassene Unterhaltung. In ganz vielen
Fällen bietet der Park sogar etwas ganz Besonderes, was ihn von den
anderen prinzipiell unterscheidet. Im Manatee Springs State Park
gibt es zum Beispiel Seekühe in freier Natur zu bewundern, was ja
nicht gerade alltäglich ist. Aber in einem sind sie sich fast alle
gleich. Die Ranger der Stateparks wachen über ein natürliches
Gleichgewicht, das Natur und Mensch zu verbinden versucht. So gibt es immer
Naturlehrpfade, auf denen Kinder wie Erwachsene über die regionalen
Pflanzen- und Tierarten aufgeklärt werden. Mit großer Sorgfalt
kämpfen die Ranger um den Erhalt bedrohter Pflanzen- und Tierarten
und schaffen es trotzdem, den Menschen einzubeziehen. Die Leute sollen
beobachten und lernen, aber sie dürfen nichts mitnehmen oder gar zerstören.
Der Leitspruch der State- und Nationalparks ganz Nordamerikas lautet:
Take nothing
but pictures, waste nothing but time, leave nothing but footprints!
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