Tagebuch
Reiseverlauf
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Lärm
umgibt mich. Autohupen, Motorengeräusch und Baustellenbagger machen
eine Unterhaltung unmöglich. Tausende von Menschen kommen mir entgegen.
Wassertropfen fallen mir auf den Kopf, obwohl der Himmel strahlend blau
ist. Das Wasser kommt aus den vielen Klimaanlagen, die in schwindelnder
Höhe in dier Hauswände eingebaut sind und ihr Kondenswasser einfach
auf die Straßen tropfen lassen. Warme, fast schon heiße Luft
steigt aus den Schächten und Rohren der Klimaanlagen und heizt die
schon so unerträgliche heiße Luft noch weiter auf. Unter mir
fährt die immer spürbare und allgegenwärtige Subway hindurch.
Am Subway-Eingang bildet sich eine Menschentraube. Der Erdboden verschluckt
somit abends die Massen, die er morgens wieder ausspuckt. Die Luft ist
heiß und trägt viele verschiedene Gerüche in meine Nase.
Pisse, Pizza und manchmal auch ein gutes Parfüm. Aber meistens mischt
sich das noch mit Abgasen, Schweiß und Fisch und das führt dazu,
dass man manchmal Angst hat zu ersticken, nur weil man sich nicht traut,
Luft zu holen. Das Einzige, was einen beruhigenden Eindruck macht, sind
die absolut korrekt angeordneten Straßen - durchnummeriert und immer
kerzengerade. Verlaufen werde ich mich hier nicht. Ich bin der Einzige,
der bei Rot stehen bleibt - das habe ich mir gleich abgewöhnt, obwohl
ich manchmal Angst habe, angefahren zu werden. Der Bürgersteig ist
die reinste Buckelpiste. Selbst die Sekretärinnen tragen Turnschuhe.
Selten sieht man Inliners, des öfteren diese Kinderroller zum Zusammenklappen
und öfter, als ich dachte, Fahrräder. Ich bin froh, wieder in
meinem Hotelzimmer zu sein. Hier tropft die Klimaanlage (nach außen)
und rauscht vor sich hin - fast schon leise.
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