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Houston,
Portland, Berlin, Jacksonville, Jamestown und würde man sich die
Zeit nehmen und noch weitere 23-26 Städtenamen aufzählen, hätte
man wohl alle verschiedenen Städte benannt. Nicht weil Amerika nur
knapp 30 Städte hat, sondern weil der Einfallsreichtum ihrer Bewohner
mit der Morgentoilette hinuntergespült wurde und weil es in den Vereinigten
Staaten von Amerika nicht mehr als drei dutzend Städtenamen gibt.
So haben wir nach 15.000 Kilometern schon sechs Brownsville, neun
Harrisburg
und dreizehn Charleston durchfahren und manche davon in ein
und dem selben Staat. Doch das ist nicht das Schlimmste. Amerikas Städte
sind mit einigen Ausnahmen ausgesprochen hässlich. Gut, sie haben
halt viel Platz und können alles liegen und stehen lassen, wo es gerade
vom LKW gefallen ist, was 20 Prozent der Verunreinigung innerhalb der Stadtgrenzen
ausmacht. So parkt Familie Richards schon seit Generationen ihre
kaputten Autos im Vorgarten und so sammeln sich mit der Zeit ganze Schrottberge
an. Ein benachbartes Unternehmen häuft schon seit Jahren Plastikmüll
auf seinem Gelände und wenn der Platz nicht mehr ausreicht, wird neues
Land gekauft. Aber es ist nicht der Dreck alleine, der eine Stadt hässlich
wirken lässt. Beim Bau einer Firma, einer Fast-Food-Kette oder eines
Geschäftshauses wird einfach ein gewisser Platz am Rande der Straße
zubetoniert und ein Blechhaus mit Dach und Fenstern errichtet. Es muss
nur zweckdienlich sein und braucht optisch nicht anzusprechen. Die fehlende
Aufmerksamkeit macht das Unternehmen mit riesigen Werbetafeln wett, die
das Stadtbild zusätzlich verschandeln. Zum Teil ist das Fahren auf
Amerikas Straßen recht gefährlich, da man immer vom Verkehr
abgelenkt wird. So ist es nicht verwunderlich, wenn die Reklametafel eines
Sportgeschäftes doppelt so groß ist wie der Laden selbst. Es
gibt scheinbar keine Bauvorschriften und keine Regelungen bezüglich
der umweltgerechten Entsorgung. Alte Tankstellen, deren Besitzer schon
seit zweihundert Jahren das Zeitliche gesegnet haben, verrotten am Straßenrand,
ohne dass ein Hahn danach kräht. Auf den Seitenstreifen vergammeln
unzählige Autos, hunderte alte Häuser mit eingeschmissenen Fensterscheiben
erfreuen sich ewigen Lebens, abermillionen Plastikbecher liegen überall
in Amerika und sind Beweis für eine Wegwerfkultur, die selbst in Südeuropa
kaum zu finden ist. Nein, amerikanische Städte sind nicht schön
und kaum die Besichtigung wert - wären da nicht San Antonio, Chicago,
New Orleans, und, und, und. Zum Glück gibt es noch die Metropolen,
deren Städtebauer mehr im Sinn hatten als Wellblech und Betonplatten.
Sie reißen vieles wieder raus, doch ich würde keinem empfehlen,
ein Jamestown oder Harrisburg zu besichtigen, wenn nicht
ein ernsthafter Grund vorliegt.
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