Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat

Story |
Anza-Borrego Desert
SP, California
|
Vom Lake
Isabella zum Death Valley NP ( 329 km )
Am 04. April 2001
verließen wir endgültig die Sierra Nevada über die
178 durch den äußersten Teil des Sequoia
National Forests. Und auf einmal befanden wir uns in der Mojave
Wüste, als hätte man gerade einen Schalter umgelegt. Die
Vegetation änderte sich schlagartig und seit fast zwei Monaten säumten
zum ersten Mal wieder Joshua Trees den Weg. Kalifornien ist bezüglich
seiner vielfältigen und sich ändernden Landschaft einmalig. Oft
genügen nur wenige Kilometer Fahrt, um einen völlig anderen Eindruck
von der Landschaft zu ergattern. Für einen Reisenden kann dabei keine
Langweile aufkommen. Wir zumindest sind voller Erwartung, als wir die Berge
zur linken Hand liegen lassen und über die 395 gen Norden fahren.
Wir fühlen uns tatsächlich um zwei Monate zurückversetzt
in die Zeit, als wir damals den Joshua Tree National Park umfuhren.
Dann ändern wir die Richtung - und bogen unwiderruflich auf die 190
in östliche Richtung ab und näherten uns somit ganz langsam dem
Tal des Todes. Doch bevor wir auch nur annähernd an die tief gelegene
Wüste herankamen, mussten wir uns abermals über hohe Gipfel der Panamint
Range kämpfen, denn der Death
Valley National Park wird von beachtlichen Bergketten eingerahmt.
Und hier ist es höchste Zeit, ein erneutes Loblied auf unseren Mitsubishi
L200 und seinen viel zu schwachen 89 PS Dieselmotor zu singen. Auch
wenn uns die Kiste ab morgen im Stich lassen sollte und alle vier Räder
von sich streckt, hat sie doch bis jetzt eine wahre Glanzleistung vollbracht.
Wenn das Gefährt unsere Kabine auch noch von Bremerhaven bis
nach Hause aus eigenem Antrieb befördert, bekommt es einen Ehrenplatz,
wird wöchentlich poliert und nur noch zu besonderen Anlässen
aus der Garage geholt. Doch erst muss es sich das noch verdienen. Wir verschrieben
unserem Auto nach 329 Tageskilometern und 26299 km insgesamt im Furnace
Creek Campground, ca. 60 Meter unter dem Meeresspiegel, mitten im Death
Valley erst einmal eine dreitägige Ruhepause. Es ist mild (22°C)
und bewölkt. Wie wir unser Glück kennen, werden genau während
unseres Aufenthalts die 5 cm Niederschlag fallen, die hier jährlich
vom Himmel kommen.
|
|
|
|
Vom Death
Valley NP nach Tecopa Hot Springs ( 111 km )
Am 07. April 2001
gewannen wir wieder Höhe, indem wir das Death Valley über
die 190 in Richtung Death Valley
Junction verließen. Dann bogen wir auf die 127 südliche
Richtung ab, durchfuhren Shoshone und
kamen nach 111 km (+228 km im Death Valley NP) und 26638 km insgesamt
in Tecopa Hot Springs an.
Der Ort besteht aus einem einzigen Campingplatz und den heißen Quellen,
die sich zwar in einem veralteten und etwas heruntergekommenen Zustand
befinden, dafür aber kostenlos und sauber sind. Auch der Campingplatz
ist nichts weiter als ein etwas größerer Stellplatz mit Stromanschluss,
dafür aber konkurrenzlos billig (8$). Genau der richtige Ort, um noch
mal in dem heißen Bad aufzutanken und einen stürmisch, verregneten
Tag in der gemütlichen Kabine hinter sich zu bringen, bevor es morgen
nach Las Vegas geht.
|
|
|
|
Von Tecopa
Hot Springs nach Las Vegas ( 183 km )
Am 08. April 2001
war dann erst mal Schluss mit Kalifornien. Nach zwei Monaten verließen
wir den wohl bisher abwechslungsreichsten und schönsten Staat. Unsere
Route ging von Tecopa Hot Springs über die 178 in Richtung Nevada
Grenze. In Pahrump mussten wir dann erst
mal wieder eine Zwangspause einlegen, da unser Auto Sprit verlor. Doch
das Problem war dank einer kompetenten Werkstatt (die sonntags geöffnet
hatte) schnell lokalisiert und als nicht gefährlich eingestuft, was
nicht hieß, dass wir uns nicht um die Ersatzteile kümmern mussten
und das versprach erneuten Aufwand. Unsere Fahrt führte uns entlang
einer Marathon-Großveranstaltung am Red
Rock Canyon vorbei. Der Blick zurück machte uns schnell deutlich,
dass wir auch hier wieder eine bezaubernde Landschaft links liegen ließen,
ohne sie näher zu erkunden. Doch das passiert in diesem Land ständig.
Unsere Tour führte uns auf der 160 ins Herz aller Spielmetropolen
nach Las Vegas. Dort kamen wir im Hotel
Vacation Village nach 183 Tageskilometern und 26821 km insgesamt an
und gönnten uns dort ein paar Nächte in einem Zimmer mit Kingsize
Bett und vor allem mit einer echten Badewanne.
|
|
|
|
Von Las Vegas
zur Lake Mead NRA ( 108 km )
Am 12. April 2001
ließen wir Las Vegas hinter uns mit der Gewissheit, es innerhalb
der nächsten Tage wieder zu sehen, da wir die notwendigen Ersatzteile
aus Deutschland zu einer Mitsubishi-Werkstatt nach Henderson
schicken ließen. Henderson liegt 6 Meilen nordwestlich von
Las
Vegas. Unser Auto war zwar fahrbereit, da es nur geringfügig Diesel
verlor und was laut der Mechaniker keine Gefahr bedeutete, doch wir wollten
uns nicht zu weit von Las Vegas entfernen, um das Problem nicht
zu verschlimmern. Also verließen wir die Stadt über die Interstate
15 und bogen schon nach 75 Meilen auf die 169 in Richtung Westen ab. Dort
fuhren wir durch den Valley of Fire State Park und kamen das erste
Mal auf unserer Reise in die Verlegenheit, vor einem voll besetzten Campingplatz
zu stehen. Leider hatten wir außer acht gelassen, dass Karfreitag
vor der Tür stand, der hier in den USA ebenfalls ein Feiertag ist
und Good Friday heißt. Selbstverständlich waren
alle Amerikaner, die auch nur ein Zelt besaßen, draußen,
zumal für das Osterwochenende gutes Wetter gemeldet war. Also durchquerten
wir den Valley of Fire State Park mit der Absicht, nach dem Wochenende
wieder zu kommen und hielten geradewegs auf die Lake
Mead National Recreation Area zu. Der durch den weltberühmten
Hoover
Dam entstandene Lake Mead ist komplett als National Recreation
Area ausgewiesen. Dort fuhren wir bis ans Ufer heran und gesellten uns,
nach 108 Tageskilometern (+137 km in Las Vegas) und 27066 km insgesamt,
zu den anderen Campern, die hier in ruhiger Lage und mit einmaligem Panorama
ihr Lager aufgebaut hatten. Der Platz kostet keinen Cent, hat dafür
aber auch außer dem Panorama, einem kühlen Badesee und einem
Klohäuschen nichts zu bieten.
|
|
|
|
Von der Lake
Mead NRA zum Valley of Fire SP ( 51 km )
Am 17. April 2001
veränderten wir unseren Standpunkt nur unwesentlich, denn noch warteten
wir auf die Ersatzteile für unser Auto. Doch nachdem nun auch Ostern
der Vergangenheit angehörte, wollten wir es noch mal auf dem Valley
of Fire Statepark probieren. Aber vorher fuhren wir nach Overton
, am nördlichen Ende des Lake Mead, um dort unsere Vorräte
an Trinkbarem aufzufüllen, denn es sollte unangenehm heiß werden.
Schon nach 51 Tageskilometern und 27117 km insgesamt fanden wir einen Platz
auf dem Atlatl Rock Campground,
umrahmt von roten Sandsteinhügeln.
|
|
|
|
Vom Valley
of Fire nach Las Vegas ( 160 km )
Am 19. April 2001
war auch das Valley of Fire schon wieder Geschichte für uns
und wir traten den Weg zurück nach Las Vegas an. Über
die 167 fuhren wir am Lake Mead entlang und mussten mit Überraschung
feststellen, dass die Region dem Death Valley sehr nahe kommt. Wir
kamen an Boulder Beach vorbei und
besuchten auch noch den Hoover Dam.
Doch allein die Tatsache, dass beim Bau der Staumauer 1932 eine Menge Beton
verbraucht wurde und 17 Menschen ihr Leben lassen mussten, macht das Bauwerk
trotzdem nicht schöner. Nach 160 Tageskilometern und 27277 km insgesamt
hielten wir das erste Mal auf einem Wal-Mart Parkplatz und richteten
uns für die kommende Nacht häuslich ein.
|
|
|
|
Las Vegas
( 6 km )
Am 21. April 2001
legten wir wohl mit Abstand unsere kürzeste Strecke zurück, denn
wir wechselten nur unseren Standpunkt innerhalb Las Vegas. Einerseits,
weil der Parkplatz auf dem Wal-Mart nicht gerade viel Campingluxus
bietet, andererseits weil wir und unsere Klamotten mal wieder einen Wäschetag
nötig hatten. Deshalb kamen wir schon nach 6 Tageskilometern und 27283
km insgesamt auf dem Boulder
Lakes RV Resort an.
|
|
|
|
Von Las Vegas
nach Valle ( 427 km )
Am 23. April 2001
konnten wir endlich Las Vegas verlassen, da es dem Mechaniker der
Werkstatt ja tatsächlich gelungen war, das Ersatzteil in unser Fahrzeug
einzubauen. Aber weil wir Kummer gewöhnt waren, erzählte er mir
auch gleichzeitig, dass er eine weitere undichte Stelle an meinem Motor
gefunden hatte, wo sich in winzigen Mengen Diesel über die Maschine
ergoss. Doch solange das kein primäres Problem für unser Auto
bedeuten sollte, stellte es für mich auch keins dar. Also setzten
wir unsere Reise nach 14 Tagen des Wartens über die 93 nach Arizona
fort. Die Strecke führt wieder mal durch endlose Wüste, die keinerlei
Veränderung zeigt, egal wie schnell man vorankommt. Die einzige Abwechslung
waren unzählige Schmetterlinge, die sich in halsbrecherischen Flugmanövern
vor unser Auto stürzten. Wie ein Schneesturm fielen sie förmlich
vom Himmel und die unansehnlichen Flecken auf der Windschutzscheibe behinderten
die freie Sicht. Doch die kleinen Suizidfalter verendeten nicht nur an
unserer Windschutzscheibe, sondern das sollte noch ganz andere Folgen haben.
Wir kamen durch Kingman und bogen danach
direkt auf die berühmte Route 66 ab. Doch wie zu erwarten, hatten
wir auf dieser Strecke kein besonderes Fahrerlebnis. Landschaftlich ganz
nett, bietet dieser Teil der 66 kaum Abwechslung, außer ein paar
Nostalgie-Motoradfahrern, die die Strecke aus Prinzip bevorzugen. Am Straßenrand
verwahrlost ein Stück vergangenes Amerika, dessen Zeit definitiv vorüber
ist und auch nicht durch diverse Souvenirläden am Leben gehalten werden
kann. Bei Seligman kamen wir wieder
auf die Interstate 40 und hielten geradewegs auf Williams
zu. Doch vorher meldete sich unerwarteterweise unser Mobil zu Wort und
reklamierte erhöhte Motorbetriebstemperatur. Als wir auf dem Seitenstreifen
voller Unmut in die Höhle des Motorraums blickten, freuten wir uns
über die Tatsache, dass entgegen der Meinung des Mechanikers in Las
Vegas kein bisschen Diesel mehr auslief. Allerdings hatten
sich dutzende Schmetterlinge mit ausgebreiteten Flügeln an der Vorderseite
unseres Kühlers breit gemacht und verursachten somit die Überhitzung
unseres Motors. Doch dem nicht genug, konnten wir leider auch ein kleines
Loch am Kühler feststellen, aus dem geringe Mengen Kühlflüssigkeit
austrat. Das hatte uns gerade noch gefehlt. Da es sich hierbei wirklich
nur um einige Tropfen handelte, hofften wir ab diesem Zeitpunkt darauf,
dass sich das Loch nicht vergrößern würde und wir nicht
auch noch einen kompletten Kühler aus Deutschland bestellen müssten.
Seit diesem Zeitpunkt hielten wir die Temperaturanzeige und den Kühlmittelstand
genauestens im Auge und hofften auf das Unwahrscheinliche, nämlich,
dass sich das Problem in den nächsten 15000 km nicht verschlimmern
würde, sich vielleicht sogar von selbst erledigte. Das sollte allerdings
ein Wunschtraum bleiben. Doch bevor wir zur Weiterfahrt bereit waren, hielt
ein freundlicher Camper an, der seine Hilfe anbot. Es wunderte uns kaum
noch, dass er aus Mainz (unserer Heimatstadt) kam. Und die Welt
ist doch furchtbar klein oder die Einwohnerzahl von Mainz hat sich
in den letzten acht Monaten explosionsartig entwickelt. Wir werden es ja
bald selbst erleben. Von Williams aus bogen wir auf die 64 Richtung
Norden und ca. 20 Meilen vor den Grenzen des Grand Canyon National Parks
kamen wir nach 427 Tageskilometern und 27710 km insgesamt an der Kreuzung
zur 180, in Valle auf dem Flintstone
Campground an. Ein Platz, der definitiv schon bessere Zeiten
erlebt hat, dennoch mit seinem Motto eine willkommene Abwechslung zu den
sonst tristen Privatcampgrounds darstellt.
|
|
|
|
Von Valle
zum Grand Canyon NP ( 37 km )
Am 24. April 2001
legten wir gerade einmal 37 Tageskilometer und 27747 km insgesamt zurück,
um an den wunderschönen Campground des
Kaibab National Forests, Ten-X zu gelangen.
Er ist fünf Meilen vom Südeingang des
Grand Canyon National Parks entfernt und überzeugte uns durch
seine wunderschönen Plätze.
|
|
|
|
Vom Grand
Canyon NP nach Flagstaff ( 182 km )
Am 27. April 2001
fuhren wir den East Rim Drive
des Grand Canyons, um den National Park über den Osteingang
zu verlassen. Ein letztes Mal blickten wir in den Canyon hinab und bestaunten
diese einmalige Szenerie. Eigentlich wollten wir in Richtung Osten zum
Monument
Valley fahren, doch nachdem unser Kühler die ersten Rauchzeichen
von sich gab, wollten wir kein Risiko eingehen und änderten die Route
über die 64 und dann die 89 zugunsten des nahegelegenen Flagstaffs
. Die 46000 Einwohner Stadt erreichten wir noch mit hängen und würgen,
als wir nach 182 Tageskilometern (+ 79 km Grand Canyon) und 28002 km insgesamt
im KOA-Flagstaff mit dampfendem Motor und blankliegenden Nerven
ankamen. Wir waren froh, dass wir aus der Werkstatt in Las Vegas
endlich raus waren und jetzt ging es postwendend wieder hinein. Scheinbar
war uns der Autogott (wenn es solch einen geben sollte) nicht sonderlich
freundlich gesonnen. Aber was hilft's. Kaputt ist kaputt und muss ersetzt
werden. Schließlich ist unser Auto unser "Castle".
|
|
|
|
Von Flagstaff
zum Oak Creek Canyon ( 43 km )
Schon am 28. April
2001 konnten wir unsere Fahrt fortzusetzen, obwohl noch ein Tag zuvor unser
Kühler regelrecht in Flammen stand. Jetzt hatte unser Kühler
ein komplett neues Innenleben und wir waren um einen beträchtlichen
Anteil unserer Reisekasse ärmer. Aber es war alles wieder in Ordnung
und wir konnten die Reise wieder fortsetzen. Doch weit wollten wir uns
nicht entfernen, da wir den neuen Teilen unseres Fahrzeugs erst noch eine
Eingewöhnungsphase gönnen wolten und deshalb über die Straßenkombination
Interstate 17 und 89A den Oak Creek
Canyon kurz vor Sedona anliefen. Dort
kamen wir auf dem Pine Flat Campground
nach schon 43 Tageskilometern und 28.045 km insgesamt an.
|
|
|
|
Vom Oak Creek
Canyon zum Monument Valley ( 323 km )
Am 30. April 2001
steuerten wir Richtung Norden, an Flagstaff vorbei, um unsere Fahrt
dort wieder aufzunehmen, wo wir sie wegen des defekten Kühlers unterbrochen
hatten. Die 89 brachte uns in die gewünschte Gegend, mitten hinein
in die Navajo-Reservation
. Spätestens jetzt hatte meine Vorstellung von Platz und Raum eine
neue Dimension angenommen. Die Straße zieht sich endlos durch
das Reservat und hier und da steht mal eine Kuh auf der Weide. Dabei verliert
sich fast immer der Blick am Horizont, dort wo ein riesiger Monolith mit
dem Himmel eins wird. Amerika ist wahnsinnig groß und man kann fast
immer blicken, so weit das Auge reicht. Dann biegen wir auf die 160 und
kommen außer durch Cow Springs
durch keinen nennenswerten Ort. Und selbst der ist uns nicht aufgefallen.
Trotzdem waren es bis hoch nachKayenta
lockere 145 km, in denen sich nichts außergewöhnliches tat.
Doch so viel Land zu sehen, so viel Wiese, Stein, Fels und Büsche,
ohne dass sich hinter der nächsten Kurve ein Dorf auftut, das bleibt
für mich Mitteleuropäer eine sehr eindrucksvolle Erfahrung. Bei
Kayenta
bogen wir auf die 163 ab und diese Strecke zeigte schon nach wenigen Kilometern,
wo sie hinführen würde. Überall am Horizont konnte man die
ersten Felsmonolithen sehen. Nach 323 Tageskilometern (+ 48 km im Oak
Creek Canyon) und 28416 km insgesamt stellten wir unser Mobil auf dem
Campingplatz mit dem wohl genialsten Blick ab, nämlich auf dem Mitten
View Campground des Monument
Valleys direkt neben dem Visitor Center.
|
|
|
|
Vom Monument
Valley zum Mesa Verde NP ( 235 km )
Am 01. Mai 2001
setzten wir das fort, was wir einen Tag vorher begonnen hatten. Die Reise
durch unberührte Wildnis. Wir erlebten noch einen grandiosen Sonnenaufgang
im Monument Valley und dann bogen wir wieder auf die 163 Richtung
Utah und Colorado. Die 163 ist eine der schönsten und spektakulärsten
Straßen, die wir bisher gefahren sind. Die eindrucksvolle Strecke
bietet viel Abwechslung und die Straße führt mitten durch eine
Welt des Steins und Lichts. Und mir unbegreiflich bleibt der viele Platz
und die unberührte Landschaft. Wir kamen auf unserer 235 km langen
Reise durch genau drei Ansiedlungen, wovon wir nur zwei wirklich erkannten,
nämlich Mexican Hat und Bluff.
Erstere ist nach einem Felsen benannt, der ganz in der Nähe steht
und wie ein mexikanischer Hut aussieht und die zweite Siedlung sah
eher aus wie eine Totenstadt. Doch von Aneth,
der
dritten in der Karte eingezeichneten Siedlung, konnten wir nichts entdecken.
Das muss man sich mal überlegen. Wir fahren ganze 200 km über
Land und können die gesichteten Häuser an einer Hand abzählen.
Über die 262 hielten wir auf die Staatsgrenze nach Colorado
zu und schenkten uns Four Corners.
Dies ist die einzige Stelle in den USA, an der vier Bundesstaaten in einem
einzigen Punkt zusammenlaufen, nämlich Colorado, Utah, Arizona
und New Mexico. Wenn man also möchte, kann man seine Beine
spreizen und in allen vier Staaten gleichzeitig stehen. Da außer
diesem zweifelhaften Vergnügen und ein paar Fahnenstangen Four
Corners rein gar nichts zu bieten hat, schenkten wir uns diesen Ort
und bogen auf die 160 und später auf die 666 in Richtung Cortez
. Dieses Städtchen am Fusße des Mesa
Verde National Parks machte einen sehr netten Eindruck. Flache, eng
aneinanderstehende Bauten im Westernstil, davor ein Bürgersteig und
ausreichend Grünanlagen. Überhaupt schien uns ab Colorado
das Land viel grüner und viel sauberer zu sein. Vielleicht lag es
aber auch nur an den schneebedeckten Gipfeln, die sich im Hintergrund auftürmten
und mit den grünen Weiden einen wunderschönen Kontrast ergaben.
Wir erklommen dann auch erst mal die Berge der Mesa Verde (Grüne
Tafelberge) und stießen in den gleichnamigen National Park vor. Nach
235 Tageskilometern (+ 25 km im Monument Valley) und 28676 km insgesamt
kamen wir auf dem Morefield Campground der
Nationalparkverwaltung an.
|
|
|
|
Vom Mesa
Verde NP zum Arches NP ( 234 km )
Am 03. Mai 2001
überraschte uns das Wetter. Nachdem wir am Vortag noch in kurzen Hosen
und T-Shirt durch den Mesa Verde National Park gewandert waren,
lag 15 cm Schnee auf unserem Auto. Das scheint hier keine Besonderheit
zu sein, muss man doch oberhalb von 2000 Metern bis in den Juni hinein
mit kalten Nächten und Schneefall rechnen. Wir waren mit unserem Camper
zumindest für kaltes Wetter gerüstet. Unsere Zeltnachbarn allerdings
mussten ganz schön frieren. Wir fuhren über die 666 wieder aus
Colorado
hinaus und wechselten in Utah auf die 191 in nördliche Richtung.
Und so wie man die Straßen wechselt und die Staatsgrenzen überschreitet,
so wechselt manchmal auch die Landschaft. Aber spätestens mit der
191 und mit dem Grenzübertritt nach Utah gewannen wir mehr
und mehr den Eindruck, wir führen durch eine Filmkulisse. Sonderbar
geformte Felsen stehen am Straßenrand, ganze Canyons verlaufen parallel
zur Straße und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Auf dieser
Route vergingen die Stunden und Kilometer wirklich wie im Flug und das
reine Fahren war in diesem Fall ein pures Erlebnis. In Moab
tankten wir noch einmal auf, bevor wir in den Arches
National Park einfuhren. Doch die 51 Plätze auf dem einzigen Campingplatz
des National Parks waren leider schon alle belegt. Also holten wir uns
im Visitor Center ein paar alternative Campingtipps und nach 234 Tageskilometern
(+132 km in Mesa Verde) und 29042 km insgesamt kamen wir im Goose
Island Campground derColorado River
Recreation Area, 1,4 Meilen vom Eingang des Parks entfernt, an der
128 gelegen, an. Der Colorado River verläuft 5 Meter
hinter unserem Camper und wir verbringen einen regnerischen Abend in unserem
Zuhause.
|
|
|
|
Vom Arches
NP zum Canyonlands NP ( 60 km )
Am 06. Mai 2001
hatten wir nur eine kurze Strecke zu überbrücken. Wir fuhren
lediglich wenige Meilen über die 191, bis wir wieder auf die 313 in
südliche Richtung abbogen, um in den Canyonlands
National Park zu gelangen. Schon nach 60 Tageskilometern (+169 km im
Arches
National Park) und 29271 km insgesamt kamen wir auf dem Willow
Flat Campground an und ergatterten uns den vorletzten Platz von insgesamt
12 absolut genial gelegenen Plätzen.
|
|
|
|
Vom Canyonlands
NP zum Green River SP ( 123 km )
Am 09. Mai 2001
stiegen wir nach unserer Zweitagestour gerade noch so in unser Fahrzeug
und verließen die sengende Hitze des Canyonlands National Park
. Wir fuhren die 313 zurück zur 191, deren Verlauf wir gen Norden
zur Interstate 70 folgten. Diese fuhren wir noch 15 Meilen in westliche
Richtung, bevor wir inGreen River, im Green
River State Park, nach 123 Tageskilometern (+ 78 km im Canyonlands
NP) und 29472 km insgesamt einen Platz fanden, der uns zumindest die
nächsten 20 Stunden Ruhe verschaffen sollte.
|
|
|
|
Vom Green
River SP zum Capitol Reef NP ( 162 km )
Am 10. Mai 2001
erwartete uns eine der schönsten Strecken innerhalb Utahs .
Nachdem wir noch wenige Meilen über die Interstate 70 fuhren, bogen
wir kurze Zeit später auf die 24 ab. Auf unserer Straßenkarte
verläuft der Highway durch weißes Papier bis Hanksville,
ohne besondere Detaillierungen. Auf die Landschaft übertragen stimmt
das auch, doch genau das ist ein eindrucksvolles Phänomen und zeigte
uns zum wiederholten Mal, wie groß dieses Land ist.
Hinter
Hanksville
macht die 24 einen Knick in Richtung Westen und führt durch eine skurrile
Landschaft aus Stein, Sand und Himmel. Nach jeder Kurve blieb uns wegen
der sich ständig ändernden Kulisse der Atem weg und etliche Male
hielten wir an, um Fotos zu schießen. Eine einmalige Strecke, die
unterlegt mit der richtigen Musik aus dem Autoradio zum unvergesslichen
Erlebnis werden kann. Die 24 führt direkt in den
Capitol Reef National Park hinein und nach 162 Tageskilometern und
29634 km insgesamt fanden wir einen freien Platz auf dem Friuta
Campground, ganz in der Nähe des Visitor Centers.
Wenn man jetzt
die Utah-Karte vor sich liegen hat, dann kann man feststellen, dass
wir tatsächlich in einem großen Bogen um denLake
Powell herum gefahren sind, ein, wenn nicht sogar der spektakulärste
Stausee der Vereinigten Staaten. Auch meine Mutter teilte mir telefonisch
mit Entsetzen mit, dass uns da unter Umständen ein großer Fehler
unterlaufen ist, denn jeder West-Amerikareisende zuhause spräche von
nichts anderem wie vom Lake Powell. Doch besagter See lag tatsächlich
nicht auf unserer Route und wird es auf dieser Reise auch nicht mehr sein.
Wer das jetzt kaum fassen kann, dem sei folgendes gesagt. Wir haben auf
unserer bisherigen Reise tausend schöne und spektakuläre Stellen,
Berge, Seen und Ortschaften außer acht gelassen und sind manchmal
sogar direkt daran vorbei gefahren. Die USA ist einfach zu groß,
um alles innerhalb einer einjährigen Reise zu besichtigen, da muss
man zwangsläufig Abstriche machen. Doch wir tun das mit der
Gewissheit, wieder einmal ins Land zu kommen und unter Umständen den
Lake
Powell dann zu besichtigen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir trotzdem
nicht gerade das Gefühl, wenig von Amerika gesehen zu haben!
|
|
|
|
Vom Capitol
Reef NP zum Bryce Canyon NP ( 246 km )
Am 12. Mai 2001
ging es weiter auf unserem Trip über das Colorado
Plateau und auch dieses Mal erwartete uns eine nicht minder schöne
Strecke. Der 12 eilt der Ruf voraus, eine der schönsten Panoramastraßen
in den USA zu sein. Und sie wird ihrem Ruf gerecht. Die Landschaft ist
abwechslungsreich, teilweise sehr grün (weil hoch) und geradezu vereinsamt.
Die wenigen Orte, die man kreuzt, Boulder, Escalante, Henrieville, Cannonville
und
Tropic, sind die Überbleibsel einer vergangenen Zeit oder sie
sind erst kurz davor, von der Zivilisation entdeckt zu werde. Auf jeden
Fall war es hier oben am nördlichen Rand des Grand
Staircase Escalante National Monuments geradezu romantisch ruhig.
Die Kühe grasten in aller Gelassenheit auf den überdimensionalen
Weiden, die Straße beschrieb weiche Bögen über Berggipfel
und verlief teilweise mitten auf einem schmalen Grad, und sie gab immer
wieder faszinierende Blicke auf die darunterliegenden Felder und Gesteinsformationen
preis. Und als die Fahrt dem Bryce
Canyon National Park schon recht nahe kam, waren auch die ersten skurril
geformten Gesteinssäulen zu erkennen, die sich in ihren Farbschattierungen
von allem abheben, was sonst noch so in der Gegend rum steht. Wir bogen
in den Park hinein und kamen nach 246 Tageskilometern und 29880 km insgesamt
im North-Campground des Bryce Canyon National Parks
an.
|
|
|
|
Vom Bryce
Canyon NP zum Zion NP ( 147 km )
Am 15. Mai 2001
startete unsere letzte Etappe der Grand-Circle-Tour über das
Colorado
Plateau und insgesamt sieben National Parks plus das Monument Valley,
welches sich unter Navajo Verwaltung befindet. Von Las Vegas
bis hier zum Zion National Park waren wir jetzt 2744 km unterwegs.
Die Strecke vom Bryce Canyon zum Zion Canyon verlief erst
über die 12, dann über die 89 Richtung Süden, bevor es auf
der 9 in den Zion National Park hinein
ging. Auch das letzte Teilstück auf dem Grand Circle ist eine
Augenweide. Dieses Mal sind es die saftig grünen bewaldeten Berghänge
und der durch Wiesen rauschende Servier
River, die die Fahrt zum Erlebnis werden lassen. Teilweise fühlten
wir uns schon an West-Kanada erinnert. Doch verwahrloste Örtchen
wie Long Valley Junction
oder Orderville fegten
das Trugbild schnell beiseite. Auch hier sieht jeder zweite Vorgarten aus
wie ein Schrottplatz oder eine Müllhalde. Nach 147 Tageskilometern
und 30027 km insgesamt kamen wir auf dem Watchman
Campground des Zion National Parks an und belegten einen Platz
unter der beeindruckenden Felswand des Zion Canyons.
|
|
|
Ende dieser Seite
|
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
5 |