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Ein Reisebericht von Britta und Markus Hachenberger
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Der Südosten
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Der Süden
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Der Südwesten
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Der Westen
Teil 6
Der Nordwesten
Teil 7
Der Norden
Teil 8
Der Heimweg

 
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Story
file:///C|/CampAmerika/bilder/california/AnzaBorregoDesertSPCarView02.jpg
Anza-Borrego Desert SP, California


Strecke (von - nach)
Datum
Distanz insg.[km]
Lake Isabella - Death Valley NP / CA
04. April 2001
329 km
26299
Death Valley NP - Tecopa Hot Springs / CA
07. April 2001
111 km
26638
Tecopa Hot Springs - Las Vegas / NV
08. April 2001
183 km
26821
Las Vegas - Lake Mead NRA / NV
12. April 2001
108 km
27066
Lake Mead NRA - Valley of Fire SP / NV
17. April 2001
51 km
27117
Valley of Fire SP - Las Veags / NV
19. April 2001
160 km
27277
Las Vegas / NV
21. April 2001
6 km
27283
Las Vegas - Valle / AZ
23. April 2001
427 km
27710
Valle - Grand Canyon NP / AZ
24. April 2001
37 km
27747
Grand Canyon NP - Flagstaff / AZ
27. April 2001
182 km
28002
Flagstaff - Oak Creek Canyon / AZ
28. April 2001
43 km
28045
Oak Creek Canyon - Monument Valley / AZ
30. April 2001
323 km
28416
Monument Valley - Mesa Verde NP / CO
01. Mai 2001
235 km
28676
Mesa Verde NP - Arches NP / UT
03. Mai 2001
234 km
29042
Arches NP - Canyonlands NP / UT
06. Mai 2001
60 km
29271
Canyonlands NP - Green River SP / UT
09. Mai 2001
123 km
29472
Green River SP - Capitol Reef NP / UT
10. Mai 2001
162 km
29634
Capitol Reef NP - Bryce Canyon NP / UT
12. Mai 2001
246 km
29880
Bryce Canyon NP - Zion NP / UT
15. Mai 2001
147 km
30027

Vom Lake Isabella zum Death Valley NP ( 329 km )

Am 04. April 2001 verließen wir endgültig die Sierra Nevada über die 178 durch den äußersten Teil des Sequoia National Forests. Und auf einmal befanden wir uns in der Mojave Wüste, als hätte man gerade einen Schalter umgelegt. Die Vegetation änderte sich schlagartig und seit fast zwei Monaten säumten zum ersten Mal wieder Joshua Trees den Weg. Kalifornien ist bezüglich seiner vielfältigen und sich ändernden Landschaft einmalig. Oft genügen nur wenige Kilometer Fahrt, um einen völlig anderen Eindruck von der Landschaft zu ergattern. Für einen Reisenden kann dabei keine Langweile aufkommen. Wir zumindest sind voller Erwartung, als wir die Berge zur linken Hand liegen lassen und über die 395 gen Norden fahren. Wir fühlen uns tatsächlich um zwei Monate zurückversetzt in die Zeit, als wir damals den Joshua Tree National Park umfuhren. Dann ändern wir die Richtung - und bogen unwiderruflich auf die 190 in östliche Richtung ab und näherten uns somit ganz langsam dem Tal des Todes. Doch bevor wir auch nur annähernd an die tief gelegene Wüste herankamen, mussten wir uns abermals über hohe Gipfel der Panamint Range kämpfen, denn der Death Valley National Park wird von beachtlichen Bergketten eingerahmt. Und hier ist es höchste Zeit, ein erneutes Loblied auf unseren Mitsubishi L200 und seinen viel zu schwachen 89 PS Dieselmotor zu singen. Auch wenn uns die Kiste ab morgen im Stich lassen sollte und alle vier Räder von sich streckt, hat sie doch bis jetzt eine wahre Glanzleistung vollbracht. Wenn das Gefährt unsere Kabine auch noch von Bremerhaven bis nach Hause aus eigenem Antrieb befördert, bekommt es einen Ehrenplatz, wird wöchentlich poliert und nur noch zu besonderen Anlässen aus der Garage geholt. Doch erst muss es sich das noch verdienen. Wir verschrieben unserem Auto nach 329 Tageskilometern und 26299 km insgesamt im Furnace Creek Campground, ca. 60 Meter unter dem Meeresspiegel, mitten im Death Valley erst einmal eine dreitägige Ruhepause. Es ist mild (22°C) und bewölkt. Wie wir unser Glück kennen, werden genau während unseres Aufenthalts die 5 cm Niederschlag fallen, die hier jährlich vom Himmel kommen.

bilder/california/DeathValleyNPFurnaceCreekCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 05.-06. April 2001
Tagebuch 05.-06. April 2001
Karte California
Karte California
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Vom Death Valley NP nach Tecopa Hot Springs ( 111 km )

Am 07. April 2001 gewannen wir wieder Höhe, indem wir das Death Valley über die 190 in Richtung Death Valley Junction verließen. Dann bogen wir auf die 127 südliche Richtung ab, durchfuhren Shoshone und kamen nach 111 km (+228 km im Death Valley NP) und 26638 km insgesamt in Tecopa Hot Springs an. Der Ort besteht aus einem einzigen Campingplatz und den heißen Quellen, die sich zwar in einem veralteten und etwas heruntergekommenen Zustand befinden, dafür aber kostenlos und sauber sind. Auch der Campingplatz ist nichts weiter als ein etwas größerer Stellplatz mit Stromanschluss, dafür aber konkurrenzlos billig (8$). Genau der richtige Ort, um noch mal in dem heißen Bad aufzutanken und einen stürmisch, verregneten Tag in der gemütlichen Kabine hinter sich zu bringen, bevor es morgen nach Las Vegas geht.

bilder/california/TecopaHotSpringsCG01.jpg
Campground
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Karte California
Karte California
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Von Tecopa Hot Springs nach Las Vegas ( 183 km )

Am 08. April 2001 war dann erst mal Schluss mit Kalifornien. Nach zwei Monaten verließen wir den wohl bisher abwechslungsreichsten und schönsten Staat. Unsere Route ging von Tecopa Hot Springs über die 178 in Richtung Nevada Grenze. In Pahrump mussten wir dann erst mal wieder eine Zwangspause einlegen, da unser Auto Sprit verlor. Doch das Problem war dank einer kompetenten Werkstatt (die sonntags geöffnet hatte) schnell lokalisiert und als nicht gefährlich eingestuft, was nicht hieß, dass wir uns nicht um die Ersatzteile kümmern mussten und das versprach erneuten Aufwand. Unsere Fahrt führte uns entlang einer Marathon-Großveranstaltung am Red Rock Canyon vorbei. Der Blick zurück machte uns schnell deutlich, dass wir auch hier wieder eine bezaubernde Landschaft links liegen ließen, ohne sie näher zu erkunden. Doch das passiert in diesem Land ständig. Unsere Tour führte uns auf der 160 ins Herz aller Spielmetropolen nach Las Vegas. Dort kamen wir im Hotel Vacation Village nach 183 Tageskilometern und 26821 km insgesamt an und gönnten uns dort ein paar Nächte in einem Zimmer mit Kingsize Bett und vor allem mit einer echten Badewanne.

bilder/nevada/LasVegasBrittusHotelzimmer.jpg
Bild
Zum Tagebuch 09.-11. April 2001
Tagebuch 09.-11. April 2001
Karte Nevada
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Von Las Vegas zur Lake Mead NRA ( 108 km )

Am 12. April 2001 ließen wir Las Vegas hinter uns mit der Gewissheit, es innerhalb der nächsten Tage wieder zu sehen, da wir die notwendigen Ersatzteile aus Deutschland zu einer Mitsubishi-Werkstatt nach Henderson schicken ließen. Henderson liegt 6 Meilen nordwestlich von Las Vegas. Unser Auto war zwar fahrbereit, da es nur geringfügig Diesel verlor und was laut der Mechaniker keine Gefahr bedeutete, doch wir wollten uns nicht zu weit von Las Vegas entfernen, um das Problem nicht zu verschlimmern. Also verließen wir die Stadt über die Interstate 15 und bogen schon nach 75 Meilen auf die 169 in Richtung Westen ab. Dort  fuhren wir durch den Valley of Fire State Park und kamen das erste Mal auf unserer Reise in die Verlegenheit, vor einem voll besetzten Campingplatz  zu stehen. Leider hatten wir außer acht gelassen, dass Karfreitag vor der Tür stand, der hier in den USA ebenfalls ein Feiertag ist und Good  Friday heißt. Selbstverständlich waren alle Amerikaner, die auch  nur ein Zelt besaßen, draußen, zumal für das Osterwochenende gutes Wetter gemeldet war. Also durchquerten wir den Valley of Fire State Park mit der Absicht, nach dem Wochenende wieder zu kommen und hielten geradewegs auf die Lake Mead National Recreation Area zu. Der durch den weltberühmten Hoover Dam entstandene Lake Mead ist komplett als National Recreation Area ausgewiesen. Dort fuhren wir bis ans Ufer heran und gesellten uns, nach 108 Tageskilometern (+137 km in Las Vegas) und 27066 km insgesamt, zu den anderen Campern, die hier in ruhiger Lage und mit einmaligem Panorama ihr Lager aufgebaut hatten. Der Platz kostet keinen Cent, hat dafür aber auch außer dem Panorama, einem kühlen Badesee und einem Klohäuschen nichts zu bieten.

bilder/nevada/LakeMeadNRACG01.jpg
Campground
Zum Tagebuch 13.-16. April 2001
Tagebuch 13.-16. April 2001
Karte Nevada
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Von der Lake Mead NRA zum Valley of Fire SP ( 51 km )

Am 17. April 2001 veränderten wir unseren Standpunkt nur unwesentlich, denn noch warteten wir auf die Ersatzteile für unser Auto. Doch nachdem nun auch Ostern der Vergangenheit angehörte, wollten wir es noch mal auf dem Valley of Fire Statepark probieren. Aber vorher fuhren wir nach Overton , am nördlichen Ende des Lake Mead, um dort unsere Vorräte  an Trinkbarem aufzufüllen, denn es sollte unangenehm heiß werden. Schon nach 51 Tageskilometern und 27117 km insgesamt fanden wir einen Platz auf dem Atlatl Rock Campground, umrahmt von roten Sandsteinhügeln.

bilder/nevada/ValleyOfFireSPCG02.jpg
Campground
Zum Tagebuch 17.-18. April 2001
Tagebuch 17.-18. April 2001
Karte Nevada
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Vom Valley of Fire nach Las Vegas ( 160 km )

Am 19. April 2001 war auch das Valley of Fire schon wieder Geschichte für uns und wir traten den Weg zurück nach Las Vegas an. Über  die 167 fuhren wir am Lake Mead entlang und mussten mit Überraschung  feststellen, dass die Region dem Death Valley sehr nahe kommt. Wir  kamen an Boulder Beach vorbei und  besuchten auch noch den Hoover Dam. Doch allein die Tatsache, dass beim Bau der Staumauer 1932 eine Menge Beton verbraucht wurde und 17 Menschen ihr Leben lassen mussten, macht das Bauwerk trotzdem nicht schöner. Nach 160 Tageskilometern und 27277 km insgesamt hielten wir das erste Mal auf einem Wal-Mart Parkplatz und richteten uns für die kommende Nacht häuslich ein.

bilder/nevada/LasVegasWalMartCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 19.-20. April 2001
Tagebuch 19.-20. April 2001
Karte Nevada
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Las Vegas ( 6 km )

Am 21. April 2001 legten wir wohl mit Abstand unsere kürzeste Strecke zurück, denn wir wechselten nur unseren Standpunkt innerhalb Las Vegas. Einerseits,  weil der Parkplatz auf dem Wal-Mart nicht gerade viel Campingluxus  bietet, andererseits weil wir und unsere Klamotten mal wieder einen Wäschetag  nötig hatten. Deshalb kamen wir schon nach 6 Tageskilometern und 27283  km insgesamt auf dem Boulder  Lakes RV Resort an.

bilder/nevada/LasVegasBoulderLakesRVResortCG.jpg
Campground
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Karte Nevada
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Von Las Vegas nach Valle ( 427 km )

Am 23. April 2001 konnten wir endlich Las Vegas verlassen, da es dem Mechaniker der Werkstatt ja tatsächlich gelungen war, das Ersatzteil in unser Fahrzeug  einzubauen. Aber weil wir Kummer gewöhnt waren, erzählte er mir  auch gleichzeitig, dass er eine weitere undichte Stelle an meinem Motor gefunden hatte, wo sich in winzigen Mengen Diesel über die Maschine ergoss. Doch solange das kein primäres Problem für unser Auto bedeuten sollte, stellte es für mich auch keins dar. Also setzten wir unsere Reise nach 14 Tagen des Wartens über die 93 nach Arizona fort. Die Strecke führt wieder mal durch endlose Wüste, die keinerlei Veränderung zeigt, egal wie schnell man vorankommt. Die einzige Abwechslung waren unzählige Schmetterlinge, die sich in halsbrecherischen Flugmanövern vor unser Auto stürzten. Wie ein Schneesturm fielen sie förmlich vom Himmel und die unansehnlichen Flecken auf der Windschutzscheibe behinderten die freie Sicht. Doch die kleinen Suizidfalter verendeten nicht nur an unserer Windschutzscheibe, sondern das sollte noch ganz andere Folgen haben. Wir kamen durch Kingman und bogen danach direkt auf die berühmte Route 66 ab. Doch wie zu erwarten, hatten wir auf dieser Strecke kein besonderes Fahrerlebnis. Landschaftlich ganz nett, bietet dieser Teil der 66 kaum Abwechslung, außer ein paar Nostalgie-Motoradfahrern, die die Strecke aus Prinzip bevorzugen. Am Straßenrand verwahrlost ein Stück vergangenes Amerika, dessen Zeit definitiv vorüber ist und auch nicht durch diverse Souvenirläden am Leben gehalten werden kann. Bei Seligman  kamen wir wieder auf die Interstate 40 und hielten geradewegs auf Williams zu. Doch vorher meldete sich unerwarteterweise unser Mobil zu Wort und reklamierte erhöhte Motorbetriebstemperatur. Als wir auf dem Seitenstreifen voller Unmut in die Höhle des Motorraums blickten, freuten wir uns über die Tatsache, dass entgegen der Meinung des Mechanikers in Las Vegas   kein bisschen Diesel mehr auslief. Allerdings hatten sich dutzende Schmetterlinge mit ausgebreiteten Flügeln an der Vorderseite unseres Kühlers breit gemacht und verursachten somit die Überhitzung unseres Motors. Doch dem nicht genug, konnten wir leider auch ein kleines Loch am Kühler feststellen, aus dem geringe Mengen Kühlflüssigkeit austrat. Das hatte uns gerade noch gefehlt. Da es sich hierbei wirklich nur um einige Tropfen handelte, hofften wir ab diesem Zeitpunkt darauf, dass sich das Loch nicht vergrößern würde und wir nicht auch noch einen kompletten Kühler aus Deutschland bestellen müssten. Seit diesem Zeitpunkt hielten wir die Temperaturanzeige und den Kühlmittelstand genauestens im Auge und hofften auf das Unwahrscheinliche, nämlich, dass sich das Problem in den nächsten 15000 km nicht verschlimmern würde, sich vielleicht sogar von selbst erledigte. Das sollte allerdings ein Wunschtraum bleiben. Doch bevor wir zur Weiterfahrt bereit waren, hielt ein freundlicher Camper an, der seine Hilfe anbot. Es wunderte uns kaum noch, dass er aus Mainz (unserer Heimatstadt) kam. Und die Welt ist doch furchtbar klein oder die Einwohnerzahl von Mainz hat sich in den letzten acht Monaten explosionsartig entwickelt. Wir werden es ja bald selbst erleben. Von Williams aus bogen wir auf die 64 Richtung Norden und ca. 20 Meilen vor den Grenzen des Grand Canyon National Parks kamen wir nach 427 Tageskilometern und 27710 km insgesamt an der Kreuzung zur 180, in Valle auf dem Flintstone Campground   an. Ein Platz, der definitiv schon bessere Zeiten erlebt hat, dennoch mit seinem Motto eine willkommene Abwechslung zu den sonst tristen Privatcampgrounds  darstellt.

bilder/coloradoplateau/FlintstonesCGinValle.jpg
Campground
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Karte Arizona
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Von Valle zum Grand Canyon NP ( 37 km )

Am 24. April 2001 legten wir gerade einmal 37 Tageskilometer und 27747 km insgesamt zurück, um an den wunderschönen Campground des  Kaibab National Forests, Ten-X zu gelangen. Er ist fünf Meilen vom Südeingang des  Grand Canyon National Parks entfernt und überzeugte uns durch seine wunderschönen Plätze.

bilder/coloradoplateau/GrandCanyonTen-XCG.jpg
Campground
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Tagebuch 24.-26. April 2001
Karte Arizona
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Vom Grand Canyon NP nach Flagstaff ( 182 km )

Am 27. April 2001 fuhren wir den East Rim Drive   des Grand Canyons, um den National Park über den Osteingang  zu verlassen. Ein letztes Mal blickten wir in den Canyon hinab und bestaunten  diese einmalige Szenerie. Eigentlich wollten wir in Richtung Osten zum Monument Valley fahren, doch nachdem unser Kühler die ersten Rauchzeichen  von sich gab, wollten wir kein Risiko eingehen und änderten die Route  über die 64 und dann die 89 zugunsten des nahegelegenen Flagstaffs . Die 46000 Einwohner Stadt erreichten wir noch mit hängen und würgen, als wir nach 182 Tageskilometern (+ 79 km Grand Canyon) und 28002 km insgesamt im KOA-Flagstaff mit dampfendem Motor und blankliegenden Nerven ankamen. Wir waren froh, dass wir aus der Werkstatt in Las Vegas  endlich raus waren und jetzt ging es postwendend wieder hinein. Scheinbar  war uns der Autogott (wenn es solch einen geben sollte) nicht sonderlich freundlich gesonnen. Aber was hilft's. Kaputt ist kaputt und muss ersetzt werden. Schließlich ist unser Auto unser "Castle".

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Zum Tagebuch 27. April 2001
Tagebuch 27. April 2001
Karte Arizona
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Von Flagstaff zum Oak Creek Canyon ( 43 km )

Schon am 28. April 2001 konnten wir unsere Fahrt fortzusetzen, obwohl noch ein Tag zuvor unser Kühler regelrecht in Flammen stand. Jetzt hatte unser Kühler ein komplett neues Innenleben und wir waren um einen beträchtlichen Anteil unserer Reisekasse ärmer. Aber es war alles wieder in Ordnung und wir konnten die Reise wieder fortsetzen. Doch weit wollten wir uns nicht entfernen, da wir den neuen Teilen unseres Fahrzeugs erst noch eine Eingewöhnungsphase gönnen wolten und deshalb über die Straßenkombination Interstate 17 und 89A den Oak Creek Canyon kurz vor Sedona anliefen. Dort kamen wir auf dem Pine Flat Campground nach schon 43 Tageskilometern und 28.045 km insgesamt an.

bilder/coloradoplateau/OakCreekCanyonPineFlatCG.jpg
Campground
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Tagebuch 29. April 2001
Karte Arizona
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Vom Oak Creek Canyon zum Monument Valley ( 323 km )

Am 30. April 2001 steuerten wir Richtung Norden, an Flagstaff vorbei, um unsere Fahrt dort wieder aufzunehmen, wo wir sie wegen des defekten Kühlers unterbrochen hatten. Die 89 brachte uns in die gewünschte Gegend, mitten hinein in die Navajo-Reservation . Spätestens jetzt hatte meine Vorstellung von Platz und Raum eine neue  Dimension angenommen. Die Straße zieht sich endlos durch das Reservat und hier und da steht mal eine Kuh auf der Weide. Dabei verliert sich fast immer der Blick am Horizont, dort wo ein riesiger Monolith mit dem Himmel eins wird. Amerika ist wahnsinnig groß und man kann fast immer blicken, so weit das Auge reicht. Dann biegen wir auf die 160 und kommen außer durch Cow Springs durch keinen nennenswerten Ort. Und selbst der ist uns nicht aufgefallen. Trotzdem waren es bis hoch nachKayenta  lockere 145 km, in denen sich nichts außergewöhnliches tat. Doch so viel Land zu sehen, so viel Wiese, Stein, Fels und Büsche, ohne dass sich hinter der nächsten Kurve ein Dorf auftut, das bleibt für mich Mitteleuropäer eine sehr eindrucksvolle Erfahrung. Bei Kayenta  bogen wir auf die 163 ab und diese Strecke zeigte schon nach wenigen Kilometern, wo sie hinführen würde. Überall am Horizont konnte man die ersten Felsmonolithen sehen. Nach 323 Tageskilometern (+ 48 km im Oak Creek Canyon) und 28416 km insgesamt stellten wir unser Mobil auf dem Campingplatz mit dem wohl genialsten Blick ab, nämlich auf dem Mitten View Campground des Monument  Valleys direkt neben dem Visitor Center.

bilder/coloradoplateau/MonumentValleyCG01.jpg
Campground
Zum Tagebuch 30. April 2001
Tagebuch 30. April 2001
Karte Arizona
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Vom Monument Valley zum Mesa Verde NP ( 235 km )

Am 01. Mai 2001 setzten wir das fort, was wir einen Tag vorher begonnen hatten. Die Reise durch unberührte Wildnis. Wir erlebten noch einen grandiosen Sonnenaufgang im Monument Valley und dann bogen wir wieder auf die 163 Richtung Utah und Colorado. Die 163 ist eine der schönsten und spektakulärsten Straßen, die wir bisher gefahren sind. Die eindrucksvolle Strecke bietet viel Abwechslung und die Straße führt mitten durch eine Welt des Steins und Lichts. Und mir unbegreiflich bleibt der viele Platz und die unberührte Landschaft. Wir kamen auf unserer 235 km langen Reise durch genau drei Ansiedlungen, wovon wir nur zwei wirklich erkannten, nämlich Mexican Hat und Bluff. Erstere ist nach einem Felsen benannt, der ganz in der Nähe steht und wie ein mexikanischer  Hut aussieht und die zweite Siedlung sah eher aus wie eine Totenstadt. Doch von Aneth, der dritten in der Karte eingezeichneten Siedlung, konnten wir nichts entdecken. Das muss man sich mal überlegen. Wir fahren ganze 200 km über Land und können die gesichteten Häuser an einer Hand abzählen. Über die 262 hielten wir auf die Staatsgrenze nach Colorado zu und schenkten uns Four Corners. Dies ist die einzige Stelle in den USA, an der vier Bundesstaaten in einem einzigen Punkt zusammenlaufen, nämlich Colorado, Utah, Arizona   und New Mexico. Wenn man also möchte, kann man seine Beine spreizen und in allen vier Staaten gleichzeitig stehen. Da außer diesem zweifelhaften Vergnügen und ein paar Fahnenstangen Four Corners rein gar nichts zu bieten hat, schenkten wir uns diesen Ort und bogen auf die 160 und später auf die 666 in Richtung Cortez . Dieses Städtchen am Fusße des Mesa Verde National Parks machte einen sehr netten Eindruck. Flache, eng aneinanderstehende Bauten im Westernstil, davor ein Bürgersteig und ausreichend Grünanlagen. Überhaupt schien uns ab Colorado das Land viel grüner und viel sauberer zu sein. Vielleicht lag es aber auch nur an den schneebedeckten Gipfeln, die sich im Hintergrund auftürmten und mit den grünen Weiden einen wunderschönen Kontrast ergaben. Wir erklommen dann auch erst mal die Berge der Mesa Verde (Grüne Tafelberge) und stießen in den gleichnamigen National Park vor. Nach 235 Tageskilometern (+ 25 km im Monument Valley) und 28676 km insgesamt kamen wir auf dem Morefield Campground der Nationalparkverwaltung an. 

bilder/coloradoplateau/MesaVerdeMorefieldCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 01.-02. Mai 2001
Tagebuch 01.-02. Mai 2001
Karte Colorado
Karte Colorado
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Vom Mesa Verde NP zum Arches NP ( 234 km )

Am 03. Mai 2001 überraschte uns das Wetter. Nachdem wir am Vortag noch in kurzen Hosen und T-Shirt durch den Mesa Verde National Park gewandert waren, lag 15 cm Schnee auf unserem Auto. Das scheint hier keine Besonderheit  zu sein, muss man doch oberhalb von 2000 Metern bis in den Juni hinein mit kalten Nächten und Schneefall rechnen. Wir waren mit unserem Camper zumindest für kaltes Wetter gerüstet. Unsere Zeltnachbarn allerdings mussten ganz schön frieren. Wir fuhren über die 666 wieder aus Colorado  hinaus und wechselten in Utah auf die 191 in nördliche Richtung.  Und so wie man die Straßen wechselt und die Staatsgrenzen überschreitet,  so wechselt manchmal auch die Landschaft. Aber spätestens mit der 191 und mit dem Grenzübertritt nach Utah gewannen wir mehr und mehr den Eindruck, wir führen durch eine Filmkulisse. Sonderbar geformte Felsen stehen am Straßenrand, ganze Canyons verlaufen parallel zur Straße und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Auf dieser Route vergingen die Stunden und Kilometer wirklich wie im Flug und das reine Fahren war in diesem Fall ein pures Erlebnis. In Moab tankten wir noch einmal auf, bevor wir in den Arches  National Park einfuhren. Doch die 51 Plätze auf dem einzigen Campingplatz  des National Parks waren leider schon alle belegt. Also holten wir uns im Visitor Center ein paar alternative Campingtipps und nach 234 Tageskilometern  (+132 km in Mesa Verde) und 29042 km insgesamt kamen wir im Goose Island Campground derColorado River Recreation Area, 1,4 Meilen vom Eingang des Parks entfernt, an der 128 gelegen, an. Der Colorado River verläuft 5 Meter hinter unserem Camper und wir verbringen einen regnerischen Abend in unserem  Zuhause.

bilder/coloradoplateau/ArchesNPGooseIslandCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 04.-05. Mai 2001
Tagebuch 04.-05. Mai 2001
Karte Utah
Karte Utah
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Vom Arches NP zum Canyonlands NP ( 60 km )

Am 06. Mai 2001 hatten wir nur eine kurze Strecke zu überbrücken. Wir fuhren lediglich wenige Meilen über die 191, bis wir wieder auf die 313 in südliche Richtung abbogen, um in den Canyonlands National Park zu gelangen. Schon nach 60 Tageskilometern (+169 km im Arches National Park) und 29271 km insgesamt kamen wir auf dem Willow Flat Campground an und ergatterten uns den vorletzten Platz von insgesamt 12 absolut genial gelegenen Plätzen.

bilder/coloradoplateau/CanyonlandsNPWillowFlatCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 06.-09. Mai 2001
Tagebuch 06.-09. Mai 2001
Karte Utah
Karte Utah
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Vom Canyonlands NP zum Green River SP ( 123 km )

Am 09. Mai 2001 stiegen wir nach unserer Zweitagestour gerade noch so in unser Fahrzeug  und verließen die sengende Hitze des Canyonlands National Park . Wir fuhren die 313 zurück zur 191, deren Verlauf wir gen Norden zur Interstate 70 folgten. Diese fuhren wir noch 15 Meilen in westliche Richtung, bevor wir inGreen River, im Green River State Park, nach 123 Tageskilometern (+ 78 km im Canyonlands  NP) und 29472 km insgesamt einen Platz fanden, der uns zumindest die nächsten 20 Stunden Ruhe verschaffen sollte.

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Vom Green River SP zum Capitol Reef NP ( 162 km )

Am 10. Mai 2001 erwartete uns eine der schönsten Strecken innerhalb Utahs . Nachdem wir noch wenige Meilen über die Interstate 70 fuhren, bogen  wir kurze Zeit später auf die 24 ab. Auf unserer Straßenkarte verläuft  der Highway durch weißes Papier bis Hanksville, ohne besondere Detaillierungen. Auf die Landschaft übertragen stimmt  das auch, doch genau das ist ein eindrucksvolles Phänomen und zeigte  uns zum wiederholten Mal, wie groß dieses Land ist.
           Hinter Hanksville macht die 24 einen Knick in Richtung Westen und führt durch eine skurrile Landschaft aus Stein, Sand und Himmel. Nach jeder Kurve blieb uns wegen der sich ständig ändernden Kulisse der Atem weg und etliche Male hielten wir an, um Fotos zu schießen. Eine einmalige Strecke, die unterlegt mit der richtigen Musik aus dem Autoradio zum unvergesslichen Erlebnis werden kann. Die 24 führt direkt in den Capitol Reef National Park hinein und nach 162 Tageskilometern und 29634 km insgesamt fanden wir einen freien Platz auf dem Friuta Campground, ganz in der Nähe des Visitor Centers.
Wenn man jetzt die Utah-Karte vor sich liegen hat, dann kann man feststellen, dass wir tatsächlich in einem großen Bogen um denLake Powell herum gefahren sind, ein, wenn nicht sogar der spektakulärste Stausee der Vereinigten Staaten. Auch meine Mutter teilte mir telefonisch  mit Entsetzen mit, dass uns da unter Umständen ein großer Fehler unterlaufen ist, denn jeder West-Amerikareisende zuhause spräche von nichts anderem wie vom Lake Powell. Doch besagter See lag tatsächlich nicht auf unserer Route und wird es auf dieser Reise auch nicht mehr sein. Wer das jetzt kaum fassen kann, dem sei folgendes gesagt. Wir haben auf unserer bisherigen Reise tausend schöne und spektakuläre Stellen, Berge, Seen und Ortschaften außer acht gelassen und sind manchmal sogar direkt daran vorbei gefahren. Die USA ist einfach zu groß, um alles innerhalb einer einjährigen Reise zu besichtigen, da muss man zwangsläufig  Abstriche machen. Doch wir tun das mit der Gewissheit, wieder einmal ins Land zu kommen und unter Umständen den Lake Powell dann zu besichtigen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir trotzdem nicht gerade das Gefühl, wenig von Amerika gesehen zu haben!

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Vom Capitol Reef NP zum Bryce Canyon NP ( 246 km )

Am 12. Mai 2001 ging es weiter auf unserem Trip über das Colorado Plateau und auch dieses Mal erwartete uns eine nicht minder schöne Strecke. Der 12 eilt der Ruf voraus, eine der schönsten Panoramastraßen in den USA zu sein. Und sie wird ihrem Ruf gerecht. Die Landschaft ist abwechslungsreich, teilweise sehr grün (weil hoch) und geradezu vereinsamt. Die wenigen Orte, die man kreuzt, Boulder, Escalante, Henrieville, Cannonville und Tropic, sind die Überbleibsel einer vergangenen Zeit oder sie sind erst kurz davor, von der Zivilisation entdeckt zu werde. Auf jeden Fall war es hier oben am nördlichen Rand des Grand Staircase Escalante National Monuments geradezu romantisch ruhig.  Die Kühe grasten in aller Gelassenheit auf den überdimensionalen  Weiden, die Straße beschrieb weiche Bögen über Berggipfel und verlief teilweise mitten auf einem schmalen Grad, und sie gab immer wieder faszinierende Blicke auf die darunterliegenden Felder und Gesteinsformationen preis. Und als die Fahrt dem Bryce Canyon National Park schon recht nahe kam, waren auch die ersten skurril geformten Gesteinssäulen zu erkennen, die sich in ihren Farbschattierungen von allem abheben, was sonst noch so in der Gegend rum steht. Wir bogen in den Park hinein und kamen nach 246 Tageskilometern und 29880 km insgesamt im North-Campground  des Bryce Canyon National Parks an.

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Vom Bryce Canyon NP zum Zion NP ( 147 km )

Am 15. Mai 2001 startete unsere letzte Etappe der Grand-Circle-Tour über das Colorado Plateau und insgesamt sieben National Parks plus das Monument Valley, welches sich unter Navajo Verwaltung befindet. Von Las Vegas bis hier zum Zion National Park  waren wir jetzt 2744 km unterwegs. Die Strecke vom Bryce Canyon zum Zion Canyon verlief erst über die 12, dann über die 89 Richtung Süden, bevor es auf der 9 in den Zion National Park hinein ging. Auch das letzte Teilstück auf dem Grand Circle ist eine Augenweide. Dieses Mal sind es die saftig grünen bewaldeten Berghänge und der durch Wiesen rauschende Servier River, die die Fahrt zum Erlebnis werden lassen. Teilweise fühlten  wir uns schon an  West-Kanada erinnert. Doch verwahrloste Örtchen wie Long Valley Junction oder Orderville   fegten das Trugbild schnell beiseite. Auch hier sieht jeder zweite Vorgarten aus wie ein Schrottplatz oder eine Müllhalde. Nach 147 Tageskilometern und 30027 km insgesamt kamen wir auf dem Watchman Campground des Zion National Parks an und belegten einen Platz unter der beeindruckenden Felswand des Zion Canyons.

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