Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorb
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD

Gästebuch
Tagebuch
Reiseverlauf
|
Delaware Mountains,
Texas
|
Vom Gila
NF zum Chiricahua NF ( 296 km )
Am 20. Januar
2001 steuerten wir unseren Camper über die 15 hinaus aus dem Gila
National Forest, wobei die Route an eine Fahrt durch die Alpen erinnerte.
Schmale Straßen führten serpentinenartig durch das hochgelegene
Waldgebiet und immer wieder waren Teile des Weges vereist oder Schnee bedeckte
die Fahrbahn. Zwei Stunden brauchten wir, bis wir Pinos
Altos erreichten, ein Vorposten von Silver
City, die mit einem Saloon und einem Opernhaus aus dem neunzehnten
Jahrhundert aufwarten kann (also für amerikanische Maßstäbe
richtig alt). Silver City war zwar angeblich die Heimatstadt von
Billy
the Kid, hebt sich aber durch nichts von den übrigen amerikanischen
Städten ab. Dort fuhren wir auf der 90 in ein weites Tal hinein, was
durch die umliegenden Gebirgszüge eingeschlossen ist und am Horizont
zeichneten sich, noch kaum wahrnehmbar, die Häuser von Lordsburg
ab. Ab dort absolvierten wir mal wieder ein kurzes Stück auf der Interstate
10 und überquerten am Mittag die Grenze nach Arizona,
dem
Grand Canyon State. Uns begrüßte abermals ein weites
und scheinbar noch wildes Land, in dem sich tiefe Ebenen mit steil ansteigenden
Bergen abwechseln. Aber schon nach wenigen Kilometern verließen wir
bei Bowie die Interstate wieder in Richtung
Süden. Wir fuhren eine erst geteerte, dann geschotterte Strasse, und
zu guter letzt war es eine Sandpiste, die uns 35 Meilen ersparte, um auf
die 186 zu kommen, die geradewegs zum Chiricahua
National Monument führte. Dort kamen wir dann nach 296 Tageskilometern
und 19678 km insgesamt auf dem Bonita Campground
an.
|
|
|
|
Vom Chiricahua
NM nach Tombstone ( 186 km )
Am 22. Januar
2001 ließen wir die kuriosen Steingebilde der Chiricahua
Mountains hinter uns und verließen das Gebirge in Richtung Sonora
Wüste über die 186 nach Willcox
auf die Interstate 10. Bei Benson steuerten
wir dann über die 80 das alte Städtchen Tombstone
an, "the town too tough to die", welche als eine der besterhaltensten Westerncitys
der USA. gilt. Nach 186 Tageskilometern und 19864 km insgesamt stellten
wir unseren Camper auf dem Wells
Fargo R.V. Park ab, hundert Meter entfernt von der Stelle, wo sich
damals Wyatt Earp und Doc Holliday ein Stelldichein mit einer
Gangsterbande gaben.
|
|
|
|
Von Tombstone
zum Saguaro NP ( 189 km )
Am 23. Januar
2001 ließen wir Tombstone hinter uns zurück und damit
auch ein Stück Westerngeschichte (es reicht jetzt aber auch). Unsere
Route führte uns über die 80 zurück auf die Interstate 10,
deren Verlauf wir in westlicher Richtung folgten. Schon nach wenigen Kilometern,
kurz vor Tucson, kann man zum östlichen
Teil desSaguaro National Parks abbiegen.
Wir ziehen jedoch den westlichen Teil des National Parks vor, der etwas
kleiner und übersichtlicher erscheint. Der Park selbst hat keinen
Campingplatz, im angrenzenden Tucson
Mountain Park liegt allerdings der wunderschöne Gilbert
Ray Campground, den wir nach 189 Tageskilometern und 20053 km insgesamt
anlaufen.
|
|
|
|
Vom Saguaro
NP nach Phoenix ( 233 km )
Am 26. Januar
2001 steuerten wir zielstrebig über die Interstate 10 auf Phoenix
zu. Kurz vorher, bei Chandler, verließen
wir die Interstate und umfuhren die City weiträumig. In Mesa,
östlich von Phoenix, machten wir erneut auf einem KOA-Campground
halt. Ein Pool, ein Whirlpool und eine heiße Dusche versprachen Entspannung
pur. Mal sehen, ob die 21$ Übernachtungspauschale dafür gerechtfertigt
sind? Nach 233 Tageskilometern und 20286 km insgesamt richteten wir uns
auf Platz "G" im Mesa Apache
Junction KOA häuslich ein.
|
|
|
|
Von Phoenix
zum Wiley Well CG ( 349 km )
Am 09. Februar
2001 ging es endlich - nachdem wir insgesamt zwei Wochen auf dem KOA-Campground
Apache-Junction standen und diverse Paketsendungen in Empfang nahmen
- weiter. Es war eben ein kleiner Urlaub zur Halbzeit unserer Tour. Doch
nach 14 Tagen Stillstand konnten wir es kaum erwarten, wieder auf die Straße
zu kommen. Es ist schon ein Gefühl von Freiheit, wenn man sich einfach
in sein Auto setzen kann und gen Westen fährt. Wir hatten auch das
Gefühl, unser Auto freute sich über etwas Bewegung, denn es fuhr
wie am ersten Tag. Allerdings können wir uns das auch eingebildet
haben?! Wir hielten über die Interstate 10 schnurstracks auf California
zu. Und nur unwesentlich veränderte sich die Landschaft (oder besser
die Wüste). Doch etwas hatte sich ab der Grenze absolut verändert.
Genau mit Überschreiten der Grenze zu California gab es auch
keine Saguaro-Kakteen mehr. Dafür wuchert überall der Kreosotbusch.
Wir verließen 10 Meilen nach Blythe
die Interstate und fuhren in Richtung Süden, hinein ins endlose Nirgendwo,
erst auf Teer, dann auf Schotter, und fanden 15 km nach Verlassen der Interstate
(dort, wo es keine Orte und auch keine Ortsnamen gibt) den kostenlosen Wiley
Well Campground. Dort verbrachten wir nach 349 Tageskilometern und
20888 km insgesamt (+ 253 km in Phoenix) unsere erste kalifornische
Nacht unter von Sternen erleuchtetem Himmel. Die Präriewölfe
(Koyoten) heulten und bellten die ganze Nacht den vollen Mond an und wir
schliefen den Schlaf der Gerechten.
|
|
|
|
Vom Wiley
Well CG zum Joshua Tree NP ( 223 km )
Am 10. Februar
2001 fuhren wir wieder zurück auf die Interstate 10 in westliche Richtung.
Bei Desert Center verließen
wir die Interstate und steuerten geradewegs auf der 177 durch die Wüste
Richtung Norden. An der Grenze zum Joshua
Tree National Park entlang zieht sich die Straße scheinbar endlos
durch eine Mond- bzw. Marslandschaft. Rote Felsen komplettieren den Eindruck.
Dann folgen wir der 62 in westlicher Richtung und während der nächsten
80 Kilometer ist das spannendste die Tatsache, dass wir kaum noch Diesel
im Tank haben und wieder einmal die Entfernungen in diesem Land völlig
falsch eingeschätzt haben. Doch bis nach Twentynine
Palms schafften wir es gerade noch und Diesel konnte man dort auch
käuflich erwerben. Dann ging es über den Park Boulevard
geradewegs in den Joshua Tree National Park hinein und nach 223
Tageskilometern und 21111 km insgesamt fanden wir einen genialen und kostenlosen
Platz im Jumbo Rocks Campground.
|
|
|
|
Vom Joshua
Tree NP zur Ocotillo Wells RA ( 233 km )
Am 13. Februar
2001 veranlassten uns wolkenverhangener Himmel und Nieselregen den Joshua
Tree National Park zu verlassen. Wir waren tatsächlich kaum 50
Kilometer gefahren, da hatten wir plötzlich wieder Sonnenschein und
15 Grad wärmer. Das hängt wohl eindeutig mit den Höhenunterschieden
zusammen. Wie sagte ein Camper-Kollege an einer Tankstelle: "Wenn man in
Kalifornien
früh aufsteht, kann man an einem Tag am Strand baden und später
Skifahren gehen". Natürlich nur im Winter. Die Sommer müssen
auch in den Bergen recht heiß sein, wobei es dort oben dann schon
eher auszuhalten ist wie im Tal. Wir steuerten unseren Camper nach Süden
über Mecca und nahmen dann die 86
am Salton Sea entlang. An seinen Ufern
wird alles angebaut, was man essen kann und an exotische Länder erinnert.
Papaya, Datteln, Feigen, Paprika, Orangen, Zitronen und Unmengen Wein.
Hier wächst und gedeiht fast alles und das das ganze Jahr hindurch.
Wir bogen auf die 78 in westliche Richtung ab und kurz hinter Ocotillo
Wells steuerten wir, nach 233 Tageskilometern und 21344 km insgesamt,
die Ocotillo Wells Recreation Area
an. Wir waren die Einzigen auf dem kostenlosen Campground, nur ein paar
Off-Road-Biker vergnügten sich mit ihren Cross-Motorädern in
den weitläufigen Sanddünen.
|
|
|
|
Von der Ocotillo
Wells RA nach San Diego ( 197 km )
Am 14. Februar
2001 verließen wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen die
Ocotillo
Wells Recreation Area und erklommen die Berge des Anza-Borrego
Desert State Parks. Am Vortag wütete ein heftiger Wind, der im
Tal nur die Sandkörner aufwirbelte, doch dort auf ca. 1200 Metern
Höhe lag mindestens 30 cm Schnee. Die Bäume waren so schwer beladen
mit ihrer weißen Last, dass bei einsetzendem Tauwetter ganze Schneeballen
von den Ästen fielen. Und seitdem wir in Texas in die Chihuahua
Wüste fuhren, sahen wir nicht mehr so hohe Bäume und so üppiges
Grün. Wir hatten endlich die Wüsten dieses Südens hinter
uns gebracht und was uns so sehr gefehlt hatte, merkten wir erst jetzt,
als wir in den dichten Wald der Vallecito
Mountains hinein fuhren. Die Wüsten mögen ihrerseits ein
fester Bestandteil dieser Region sein und außerordentlich artenreich
und interessant, doch es geht nichts über das Grün eines Waldes
(glaubten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt). Wir mussten sogar einmal
umdrehen, da ein bestimmter Streckenabschnitt nur mit Ketten zu befahren
war. Also ging unsere Reise weiter über Julian
bis nach Ramona, wo wir dann auf die 67
wechselten. Die brachte uns nach Lakeside
und der Straßenverkehr nahm merklich zu. Ein Zubringer brachte uns
zur Interstate 8 und spätestens als wir auf die Interstate 5 wechselten,
repräsentierte der dichte Verkehr die Hektik des Ballungsraums umSan
Diego. Wir steuerten geradewegs auf die mexikanische Grenze zu und
drei Meilen vorher fuhren wir auf den La
Pacifica R.V. Park. Nach 197 Tageskilometern und 21541 km insgesamt
beendeten wir an der südwestlichsten Stelle des amerikanischen Festlands
unsere Reise in den Westen. Am 15. Dezember 2000 starteten wir auf den
Florida
Keys und genau zwei Monate und 7763 Kilometer später erreichten
wir den äußersten Südwesten. Ein langer Weg. Amerika ist
ein großes Land.
|
|
|
|
Von San Diego
zum Leo Carillo SP ( 298 km )
Am 16. Februar
2001 startete unsere Tour entlang der Pazifikküste in nördliche
Richtung. Das Ballungsgebiet San Diego brachten wir auf der Interstate
5 hinter uns und erst 10 km weiter nördlich verließen wir die
Interstate, um direkt an der Küste entlang zu fahren. In Del
Mar hatten wir das erste Mal unverbauten Blick auf den Pazifik
, aber auch nur, weil die Straße in einem steilen Hang zur Küste
führte. Ansonsten ist fast jeder Zentimeter entlang der Küste
verbaut. Oft drängen sich die Häuser so dicht, dass sich die
Bauherren der unzähligen Villen die Fenster zu deren Nachbarn gespart
haben, da sie durch die aneinandergrenzenden Mauern kaum zu öffnen
gewesen wären. Eine auffällig hohe Anzahl von sogenannten Luxuskarossen
füllten die Straßen von Solana
Beach, Encinitas und Carlsbad.
Die Städtchen sind keine typisch amerikanischen Ansiedlungen und zeugen
von ihren noblen und sicherlich auch reichen Bewohnern. Die Straßen
sind auffallend sauber und am Straßenrand verlaufen fast durchweg
Bürgersteige (auch wenn sie keiner nutzt). Nur gelegentlich sieht
man Schilder, die auf einen öffentlichen Strand hinweisen und sie
leiten einen zu dem bisschen Küste, was noch nicht von irgendeinem
Millionär zu Höchstpreisen gekauft wurde. Wir fühlten uns
nicht so recht wohl und hielten deshalb weiter auf Los
Angeles zu. Nach Carlsbad muss man wieder für ein paar
Meilen auf die Interstate 5 und kurz hinter San
Clemente begann er dann wirklich - der Pacific
Coast Highway No.1. Aber auch schon kurz danach ist die Straßenromantik
wieder dahin, da wir uns unaufhaltsam dem Großraum Los Angeles
näherten. Erst kamen die Surf-Metropolen Newport
Beach undHuntington Beach und
schon lange vorher konnte man den Übergang zwischen zwei Städten
nicht mehr erkennen. NachLong Beach sind
die Gegenden alles andere als sehenswert. Wie in einer Endlosgeschichte
reiht sich ein Reklameschild an das nächste und ein Ende ist scheinbar
zu keinem Zeitpunkt abzusehen. Ich will es so erklären: Wir haben
ziemlich genau drei Stunden gebraucht, um den Großraum Los Angeles
zu durchfahren. Zweidrittel davon fuhr ein junger Typ mit einem Jeep vor
uns her und als er dann kurz vor Santa
Monica abbog, waren wir gute Freunde geworden. Es gibt zwei Dinge,
die ich in den USA ganz bestimmt nicht machen würde: Präsident
in Washington und Taxifahrer in Los Angeles. Hinter Santa
Monica erstrecken sich die Santa
Monica Mountains und die gleichnamige National Recreation Area. Von
der Küste ist dort so gut wie nichts zu sehen, da auch oberhalb von
LA
keine Zeitung zwischen zwei benachbarte Grundstücke passt. Ab der Santa
Monica Mountains National Recreation Area gibt es immer häufiger
die öffentlichen Strände des Staates, die zu ausgedehnten Wanderungen
am Strand einladen. Doch mit den Stränden an der Golfküste Floridas
können diese hier kaum mithalten. Meist besteht die Küste eh
nur aus steilen Felsen und dort, wo eine Bucht ein bisschen Sandstrand
freigibt, liegen oft große Steine am Ufer und der Strand ist übersät
mit allerlei Grünzeug. Noch vor Oxnard
kommen wir nach 298 Tageskilometern (+ 80 km in San Diego) und 21919
km insgesamt im Leo Carillo State
Park an. Der Platz ist schön und gut gefüllt, weil ein langes
Wochenende bevor steht. Es wimmelt nur so von spielenden Kindern, grillenden
Vätern und lachenden Müttern, im allgemeinen eine typische Campinggemeinde.
Wir stellen uns mittenrein und schon nach kürzester Zeit sind wir
wie immer Gesprächsthema Nummer eins.
|
|
|
|
Vom Leo Carillo
SP zum Refugio SP ( 152 km )
Am 20. Februar
2001 folgten wir dem Verlauf der 1 nach Norden und hatten stets Blickkontakt
zum Pazifik. Vor der Küste stehen Bohrinseln und trotz der verhältnismäßig
niedrigen Temperaturen sahen wir unzählige Surfer im Wasser. Oft standen
die meist jungen Männer auch direkt am Straßenrand, neben ihren
Jeeps und Pick-Ups mit den unverkennbaren Brettern auf dem Dach, und beobachteten
die Wellen und schätzten sicherlich ab, wie lohnenswert ein Wassern
in der jeweiligen Bucht wohl wäre. Wir würden in solch eine Brandung
wohl kaum baden gehen. Die Surfer sahen mir eher so aus, als reize sie
das Geplätscher nur wenig. Durch Santa
Barbara und Goleta kamen wir noch
durch, bevor wir nach 152 Tageskilometern und 22071 km insgesamt auf dem Refugio
State Park halt machten. Es hatte letzte Nacht lange und anhaltend
geregnet, sodass der halbe Platz unter Wasser stand. Das änderte nichts
an der Tatsache, dass die Stellplätze unwiderstehlich nahe am Strand
liegen und wunderschön angelegt sind.
|
|
|
|
Vom Refugio
SP zur Pismo SB ( 179 km )
Am 23. Februar
2001 ließen wir mal wieder einen wunderschönen Platz zurück.
Mit dem Refugio State Park verließen wir allerdings nur ein
Juwel an der kalifornischen Küste. Wir blieben auf der 1 und die Straße
führte uns über seichte, grüne Hügel in zweiter Reihe
zur Küste. Scheinbar war der Straßenbau in erster Reihe direkt
am Meer wegen der steilen Klippen nicht möglich. Südlich von Lompoc
hat man den Eindruck, man fährt durch deutsches Mittelgebirge. Aber
nicht nur die Geographie erinnert an Zuhause, sondern auch die vielen Weinreben
und die braunen Kühe, die auf den Hügeln grasen. Eine besondere
Attraktion war für uns der Besuch der La
Purisima Mission. Eine der wenigen Missionen Amerikas, die mehr zu
bieten hat als eine sich in schlechtem Zustand befindliche Kapelle. Dort
verbrachten wir die Mittagszeit, bevor es weiter auf der 246 und später
wieder auf der 1 über Guadalupe
und Oceanq nach Pismo
Beach ging. Dort kamen wir an derPismo
State Beach nach 179 Tageskilometern (+ 80 km um Solvang
und den Santa Ynez Mountains
) und 22330 km insgesamt an, einem Platz, an dem das Campen direkt am Strand
erlaubt ist. Der Strand ist kilometerlang und wird als Promenade für
allradtaugliche Fahrzeuge benutzt und ist stark frequentiert. Wir suchen
uns ein Plätzchen und sehen noch die Sonne im Meer versinken, bevor
es wie jede Nacht stockfinster wird.
|
|
|
|
Von der Pismo
SB zum Montana de Oro SP ( 51 km )
Mit wehenden Fahnen
verließen wir am 24. Februar 2001 die Pismo State Beach, nachdem
wir auf die zurückgehende Flut gewartet hatten und voller Spannung
einen ernstzunehmenden "wash" durchqueren mussten (Stelle, an der abfließendes
Regenwasser ins Meer fließt), wo die Abschleppunternehmen schon warteten,
um schnelles Geld an liegengebliebenen Fahrzeugen zu verdienen. Doch unser
Pick-Up-Camper meisterte die Stelle mit Bravour, obwohl das ganze Gefährt
bis zur Kabinenkante im schnell fließenden Wasser versank. Mit Stolz
verließen wir den Strandbereich und hatten ein bisschen das Gefühl,
dass so manch Neider uns hinterher blickte. Wir fuhren geradewegs wieder
auf die 101 bzw. 1, um schon nach 51 Tageskilometern und 22381 km insgesamt
südlich von Los Osos im Montana
de Oro State Park wieder halt zu machen. Auf diesem Campground - auf
dem im Sommer laut Führer nur per Zufall oder per Reservierung, die
man schon ein halbes Jahr vorher tätigen sollte, ein Platz zu bekommen
ist -, können wir uns um diese Jahreszeit und bei Nieselregen einen
Platz aussuchen.
|
|
|
|
Vom Montana
de Oro SP zum San Simeon SP ( 87 km )
Am 28. Februar
2001 mussten wir uns mal wieder von einem neuen Freund verabschieden, dessen
Gesellschaft wir sicherlich noch länger genossen hätten. Doch
wir sind nun mal auf Durchreise und jeder Tag, den wir länger im Montana
de Oro State Park verbringen, würde uns den Abschied erschweren.
Wir hielten weiter an der Küste entlang gen Norden. Zu dieser Zeit
des Jahres sieht die kalifornische Küste aus wie die Voralpen oder
vielleicht das schottische Hochland, zumal auf den Wiesen - die jetzt in
einem saftigen Grün erstrahlen und im Sommer nur braun und gelb zu
erleben sind - unzählige Kühe weiden und so gar nicht an das
übliche Bild von Kalifornien erinnern. Doch es macht den Küstenstreifen
sehr attraktiv und bietet für Outdoor-Aktivisten ein Fülle von
Freizeitbeschäftigungen. Unsere Fahrt ging durch
Moro Bay und Cambria, und schon nach
87 Tageskilometern und 22468 km insgesamt kamen wir im San
Simeon State Park an. Und abermals hatten wir das Gefühl mitten
in den Alpen zu stehen, das zeigt auch ein Bild vom Dach unseres Campers.
|
|
|
|
Vom San Simeon
SP zum Pfeiffer Big Sur SP ( 145 km )
Am 03. März
2001 ging unsere Fahrt entlang der Küstenstraße 1 weiter in
Richtung Norden. Mit San Simeon ließen wir die letzte echte
Ansiedlung hinter uns, bevor wir Big Sur
entdeckten. Die erst 1937 fertiggestellte Strecke entlang der Pazifkküste
schlängelt sich direkt an den Felswänden der Santa
Lucia Mountains entlang, manchmal über leichte Hügel der
seicht ins Meer fließenden Hänge, manchmal in steilen Serpentinen
in halsbrecherischer Höhe über steile Klippen. Außer ein
paar Aussichtspunkten und diversen State Parks (darunter der Julia
Pfeiffer Burns SP mit atemberaubendem Blick auf eine der schönsten
Buchten) gibt es entlang der Straße kaum ein Anzeichen von Zivilisation.
Das heißt nicht, dass hier nichts los ist. In Piedras
Blancas liegen zu dieser Jahreszeit etliche See-Elefanten am Strand
und verbringen dort Ihre Winterferien, bevor es im Frühjahr wieder
hoch in den Norden nach Alaska geht. Wer schon einmal einen See-Elefanten
gesehen hat, der weiß, dass das die riesigen robbenähnlichen
Säugetiere sind, deren männliche Vertreter hässliche Nasen
im Gesicht tragen und mit ihren bis zu 2,5 Tonnen blutige Kämpfe untereinander
austragen können. Als wir den Riesen einen Besuch abstatteten, gab
kaum ein Tier ein Lebenszeichen von sich, auch wenn sich gelegentlich mal
eins mit seiner Flosse kratzte. Big Sur ist sich selbst überlassen
und der Highway No.1, der diese einmalige Landschaft durchkreuzt, gehört
mit großer Wahrscheinlichkeit zu den schönsten Routen in den
USA. Nach 145 Tageskilometern und 22613 km insgesamt kamen wir in strömendem
Regen auf dem Pfeiffer Big Sur
State Park an. Wir bezogen zwar noch eine Wanderkarte der Region, doch
wir machten wir bei dem schlechten Wetter keinen Schritt vor die Tür.
Mal sehen, morgen ist ja auch noch ein Tag.
|
|
|
|
Vom Pfeiffer
Big Sur SP nach San Francisco ( 241 km )
Am 04. März
2001 legten wir die letzte Etappe auf unserem Trip nach San
Francisco zurück. Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte,
sollte der kommende Tag wohl einer der nassesten Tage unserer gesamten
Reise sein. Von der wunderschönen Küstenstraße war nur
zeitweise etwas zu sehn und an ein Aussteigen war überhaupt nicht
zu denken. Das berühmte Städtchen Carmel
ließen wir genauso in einer übergroßen Pfütze zurück
wie Monterey und Santa
Cruz. Der Wind zwang uns zeitweise zu Schneckentempo, zumal der Highway
No. x1 sich auch in seinem letzten Teilstück vor San Francisico
direkt an der Küste entlang schlängelt. San Francisco
ist nicht gerade mit Campingplätzen gesegnet und sie befinden sich,
wenn überhaupt, nicht gerade in Stadtnähe. Unsere Wahl (wenn
wir denn eine hatten) fiel letztendlich auf den Pacific
Park RV Resort, der eher einem Parkplatz mit Stromanschluss gleicht.
Doch nach 241 Tageskilometern und 22854 km insgesamt schien uns dieser
Campground noch die beste Alternative. Lächerliche 34$ pro Nacht lassen
fast die Überlegung zu, sich in einem Hotel einzuquartieren. Doch
die sind hier sicherlich auch verhältnismäßig teuer. Was
soll's, wir sind ja reich und in San Francisco.
|
|
|
|
San Francisco
( 263 km )
Vom 05.-07. März
2001 kurvten wir mit unserem Auto (ohne Kabine) durch ganz San Francisco.
Wer glaubt, dass das Autofahren in Amerikas Großstädten unmöglich
ist, der hat sich getäuscht ( New York vielleicht ausgenommen).
Im Vergleich zu unseren europäischen Großstädten verhalten
sich die Amerikaner im Verkehr wie echte Lämmer. Auch der Verkehr
selbst ist innerhalb der Stadt nicht weiter schlimm. Auch mit Parkplätzen
hatten wir bislang keine Probleme, wenngleich man sich dennoch vergewissern
sollte, immer auf einem genehmigten Parkplatz zu stehen und dafür
natürlich auch zu bezahlen, denn Knollen und Abschleppgebühren
kosten erheblich mehr als in Deutschland. In Rom oder Paris
würde ich auf jeden Fall mein Auto stehen lassen. In San Francisco
ist die Fahrt mit dem Auto selbst in den Innenstadtbereichen unproblematisch.
Alleine der ausgeschilderte Scenic-Drive ist 49 Meilen lang und
führt zu oft abgelegenen Stellen wie z.B. den Twin
Peaks, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichen
kann. Insgesamt legten wir in und um San Francisco 263 km mit dem
Auto zurück, was unsere Gesamtkilometerleistung auf 23177 km erhöhte.
|
|
|
|
Von San Francisco
zur Sonoma Coast SB ( 165 km )
Am 08. März
2001 hieß es wieder einmal Abschied nehmen, Abschied von einer wunderschönen
Stadt. Und ein letztes Mal fuhren wir über die Golden
Gate Bridge und blickten zurück auf die Skyline San Franciscos
und die Gefängnisinsel Alcatraz. Auf
der nördlichen Seite der San
Francisco Bay erwarteten uns wieder die Windungen des Highways No.1,
der sich um die grünen Hügel schlängelt. Der Highway durchquert
einen Teil der Point Reyes National
Seashore , deren grünes Hinterland auch hier wieder an die Alpen
erinnert. Wir erreichten schon am frühen Mittag die Bodega
Bay und die dortige Sonoma
Coast State Beach. Nach 165 Tageskilometern und 23282 insgesamt parkten
wir unser Campmobil wieder auf einem unbetonierten Stellplatz des Bodega
Dunes Campground und die Ranger brachten einen Schwung Feuerholz vorbei.
|
|
|
|
Von der Sonoma
Coast SB nach Sonoma ( 111 km )
Am 10. März
2001 hielten wir über eine kleine Nebenstraße direkt auf Santa
Rosa zu, den Dreh- und Angelpunkt der wohl berühmtesten Weingegend
Nordamerikas. Über die 12 gelangten wir ins Sonoma-Valley,
dessen Name in der ganzen Welt als Lieferant erlesener Weine gilt. Wir
besuchten Rosa und Patrick in Sonoma,
24 Meilen südlich von Santa Rosa und vielleicht 50 Meilen nördlich
von San Francisco . Die Fahrt durch das Tal entlang der unzähligen
Weingüter war eine Augenweide. Zwischen den Weinreben standen die
ersten Frühlingsblumen und ihr gelb und orange tauchte die Hänge
in ein buntes Farbenmeer. Doch das Tal ist nicht halb so groß wie
dessen Name und schon nach 111 Tageskilometern und 23393 km insgesamt erreichten
wir das kleine Haus unserer lieben Gastgeber.
|
|
|
|
Von Sonoma
nach Stillwater County ( 78 km )
Am 15. März
2001 hieß es zum wiederholten Male Abschied nehmen von Freunden.
Es ist nicht nur die Unruhe des Reisenden, die uns weiter treibt, es ist
auch die Tatsache, dass jeder weitere Tag den Abschied nur aufschiebt und
noch schwerer macht. Also steuerten wir über die 12, zurück durchs
Sonoma-Valley,
wieder Santa Rosa entgegen. Dort wechselten wir auf die 116 und
hielten wieder geradewegs auf die Küste zu. Als hätten sie uns
schon sehnlichst erwartet, erstrahlte der Pazifik in einem tiefen
Blau und die Küste zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Ohne
es zu wissen, wartete auf uns wohl der spektakulärste Teil der kalifornischen
Küstenstrecke. Doch so schön uns die Küste in Jenner
auch wieder empfing, wir fühlten uns nicht in der Lage es richtig
zu genießen, da wir uns beide ein anständige Grippe im Hause
der Rileys geholt haben. Also machten wir schon nach 78 Tageskilometern
(+ 52 km im Sonoma- und Napa-Valley)
und 23464 km insgesamt halt im Stillwater
County Park. Ein Platz, der sich nur dadurch von den anderen paradiesischen
Plätzen am Highway No.1 unterscheidet, dass er nicht der State Park
Verwaltung, sondern der County Verwaltung unterliegt.
|
|
|
|
Von Stillwater
County zum Richardson Grove SP ( 241 km )
Am 16. März
2001 fuhren wir weiter den Highway No.1 entlang und es erwies sich als
wahr, dass der nördliche Teil der legendären Straße der
schönere ist. Es ist der Kontrast zwischen den saftig grünen
Hügeln, auf denen nicht selten Kühe und Schafe ihr Dasein fristen,
und dem wilden Pazifik, der unaufhörlich seine Wassermassen an die
oft steilen Klippen der Küste heranträgt. Diese Wellen sind auch
daran schuld, dass gelegentlich nur eine Fahrspur des Highways frei ist,
da die Brandung oft so stark ist, dass sie einfach einen Teil der Fahrbahn
wegspült und im Asphalt eine halbmondförmige Abrisskante hinterlässt,
bei der man die Luft anhalten muss, wenn man sie passieren will. Wir fuhren
für längere Teilabschnitte fast alleine auf der Straße,
denn wer hier unterwegs ist, der hat kein bestimmtes Ziel. Die Ortschaften,
die wir durchquerten, sind schnuckelig und verträumt, auch wenn sie
zur Hauptsaison sicherlich gut frequentiert werden. Doch wie ein Magnet
zieht uns Mendocino an, dessen Erwähnung
in einem deutschen Schlager für mindestens die Hälfte der deutschen
Besucher sorgt. Doch wer nichts außer einem Ortschild und ein paar
Souvenirshops erwartet, ist beim Anblick des kleinen Ortes positiv überrascht.
Die flachen Holzhäuschen an der Promenadenstraße strahlen einen
ungewöhnlichen Charme aus und die darin befindlichen Geschäftchen
können mit außergewöhnlichen Kunstgegenständen aufwarten.
Alles andere als Schnick-Schnack. Auch die verborgenen Häuschen in
den hinteren Straßen zeugen vom Individualismus einer ideenreichen
Bauherrengemeinde. Kein Haus gleicht dem anderen und sie sind oft mit bunten
Farben bemalt. Ein wirklich unerwartetes Highlight. Danach ging es weiter
durch Orte wie Fort Bragg und Westport.
Und dann ist die Reise auf dem Highway No.1 erst mal zuende, da er bei Leggett
mit der ausgebauten Straße 101 verschmilzt. Nach ca. 2000 km entlang
der kalifornischen Küste, immer auf den Spuren des Highways No.1,
verlassen wir die Route und bleiben in Nordrichtung auf der 101. Nach 241
Tageskilometern und 23705 km insgesamt fahren wir in den mit hohen Redwood-Bäumen
gefüllten Richardson Grove State
Park.
|
|
|
|
Vom Richardson
Grove SP zum Prairie Creek Redwoods SP ( 275 km )
Am 17. März
2001 ging es auf der 101 weiter in Richtung Norden. Unseren ersten näheren
Kontakt mit den riesigen Bäumen, für die die kalifornische Nordküste
so bekannt ist, hatten wir im Humboldt
Redwoods State Park. Ihn durchkreuzten wir auf der Avenue
of the Giants, einer Scenic-Route, die sich auf 33 Meilen Länge
um die größten Lebewesen herumschlängelt. Wir fühlten
uns zeitweilig wie in einem Spielzeugauto der Spielzeugeisenbahn, bei dem
die Bäume von den Proportionen nicht ganz zu den Autos passen. Die
Straße windet sich geschickt um die riesigen Stämme herum und
manchmal sind es nur wenige Zentimeter, die den Baum von unserer Kabinenaußenwand
trennen. Weiter nördlich auf der 101 liegt das hässliche Eureka,
bei dem selbst die pure Durchfahrt nicht besonders zu empfehlen ist. Von
dort waren es dann nur noch wenige Kilometer bis zum Park der Baumriesen,
demRedwood National Park. Der National
Park schließt drei State Parks mit ein und nach 275 Tageskilometern
und 23930 km insgesamt fanden wir ein nettes Plätzchen auf dem Prairie
Creek Redwoods State Park.
|
|
|
|
Vom Redwood
NP zur Whiskeytown NRA ( 298 km )
Kurzentschlossen
änderten wir unseren Plan, am 20. März 2001 nach Oregon
in den Crater Lake National Park
weiter zu fahren, da die Kraterstraße um den Vulkan herum oft sogar
bis in den Juli hinein wegen Schnee gesperrt ist. Aber nach Schnee war
uns überhaupt nicht zumute, deshalb entschieden wir uns, unsere Tour
gen Norden nun zu beenden und wieder in Richtung Süden zu den Parks
der Sierra Nevada aufzubrechen.
Wir fuhren also auf der 101 wieder Richtung Eureka und bogen kurz
vorher auf die 299 Richtung Osten ab. Die Straße führt ca. 130
Meilen durch den Trinity National Forest
und schlängelt sich entlang des Trinity
Rivers die Berghänge hinauf und hinunter. Am Wegesrand in den
kleinen Ortschaften kann man Raftingtouren buchen, und manchmal findet
man auch ein kleines Restaurant. Ansonsten ist die Gegend eher langweilig
(ganz normaler Wald eben), und zu dieser Zeit ist absolut nichts los. Wir
schätzen, dass bis vor kurzem hier auf teilweise 1000 Meter Höhe
noch Schnee gelegen hat, einige Reste sind noch zu erkennen. Doch im Sommer
muss dann doch ganz schön was los sein, das kann man an den vielen
Motels und Reklameschildern sehen. Im nördlichsten Teil des Sacramento
Valleys angekommen, führt die 299 an der
Whiskeytown-Shasta-Trinity-National-Recreation-Area (kurz WSTNRA) vorbei,
die ihren langen Namen drei Stauseen zu verdanken hat, die halt drei verschiedene
Namen haben. Nach 298 Tageskilometern (+ 64 km im Redwood NP) und
24292 km insgesamt kamen wir am Whiskeytown
Lake vorbei und buchten uns im Brandy
Creek Campground ein. Das muss wohl eine ausgesprochen versoffene Gegend
sein. Wir hatten ungewöhnliche 20 Grad warm und freuten uns auf den
Blumenkohl, den es zum Abendessen geben sollte.
|
|
|
|
Von der Whiskeytown
NRA nach Shingletown ( 94 km )
Am 21. März
2001 war großer Einkaufstag und das erledigten wir 15 Meilen östlich
vom Whiskeytown Lake in Redding
. Von dort nahmen wir die 44 in Richtung Lassen
Volcanic National Park. Doch dort angekommen, mussten wir mit Entsetzen
feststellen, dass nicht nur die Passstrasse wegen Schnees gesperrt war,
sondern auch der Visitorcenter und damit der gesamte Park. Naja, dort oben
auf 3000 Meter Höhe lagen halt noch etliche Meter Schnee und es brauchte
noch ein paar Wochen, bis sie geschmolzen waren. Die Enttäuschung
war groß und so richtig wussten wir dann auch nicht, wo wir hin sollten,
sodass wir wieder 20 km zurück bis zu dem kleinen KOA-Campground
Mt. Lassen - Shingletown gefahren sind. Nach 94 Tageskilometern (+
36 km, die als Umweg bezeichnet werden müssen) und 24422 km insgesamt
feuerten wir den Grill an und bereiteten alles für ein Lagerfeuer
vor.
|
|
|
|
Von Shingletown
nach Graeagle ( 319 km )
Am 22. März
2001 wollten wir ursprünglich über das Sacramento Valley
und über die Interstate 5 in südliche Richtung fahren, um schnell
voran zu kommen. Außerdem war uns nun bewusst, dass man in der Sierra
Nevada noch den ganzen Frühling hindurch mit Schnee zu rechnen
hat. Trotzdem entschieden wir uns dann doch noch für die Fahrt mitten
hindurch und es war eine unserer besseren Entscheidungen, denn die Strecke
erwies sich im Nachhinein als eines der Highlights der gesamten Tour. Der
Tag empfing uns schon mit strahlendem Sonnenschein - beste Voraussetzung
für erlebnisreiche Highway-Kilometer. Wir mussten erst einmal über
eine Querverbindung (A6) zwischen der 44 und 36 (die beide in West-Ost
Richtung verlaufen) wieder ein ganzen Stück zurück ins Tal, um
in den Lassen National Forest über
die 36 zu gelangen. Hier im Tal des Battle
Creek scheint die Welt wirklich noch in Ordnung zu sein. Zwischen ewigen
Weiden und den herumliegenden Gesteinsbrocken, die zweifelsohne noch von
diversen Vulkanausbrüchen stammen, liegt das verschlafene Örtchen Manton
. In einen Postamt (was nicht größer als ein kleines Einzimmer-Apartment
ist und in dem sich zwei Damen die anfallende Arbeit teilten) fragte ich
nach dem besten Weg zum Lake Tahoe und wurde von ihnen geradewegs
in die Sierra Nevada geschickt. Wahrscheinlich blieben wir an dem
Tag das Ortsgespräch Nummer eins in Manton. Dann erklommen
wir die 36 wieder zurück in die Berge und spätestens ab Mineral
wurde uns bewusst, dass unsere Wahl erstklassig war. In den niederen Regionen
trieben die Bäume schon aus und auf den Weiden standen die ersten
Wildblumen. Eine Landschaft, die zeitweilig eher an Kanada erinnert, obwohl
die hohen Bergmassive fehlen. Wir wechselten auf die 89 und umfuhren den Lake
Almanor an seinem westlichen Ufer. Dann kamen wir nach Greenville
und ins Indian Village und "enterten"
damit auch gleichzeitig den Plumas National
Forest. In Greenville bekam unser Auto neuen Sprit und wir gönnten
uns einen Cappucino in einem Allerweltscafé, was sich aber als geschmackvoll
eingerichtet erwies. Dann verfranzten wir uns erst mal und fuhren, ohne
dass wir es registrierten, die 70 in westliche Richtung. Doch die 25 km
Umweg erwiesen sich als ebenso sehenswert wie die meisten Routen in der
Sierra
Nevada. Als wir wieder den richtigen Teer unter unseren Rädern
hatten, durchfuhren wir so Örtchen wie Spanish
Ranch, Quincy und Spring
Garden, wovon Old-Quincy eine originale Goldgräberstadt
ist und die alten Gebäude geschmackvoll dekoriert sind. Kurz hinter
der Abzweigung nach Reno (70) steuerten
wir auf den Plumas-Eureka State
Park zu. Doch die Stichstraße machte in nur fünf Meilen
mindestens 500 Höhenmeter, und schon hatten wir wieder eine geschlossene
Schneedecke, sodass an ein Campen nicht zu denken gewesen wäre. Glücklicherweise
trafen wir einen Ranger, der uns einen guten Tipp gab. Vier Meilen hinter
Graeagle (hinter der Whitehawk Ranch / grünes Gebäude)
liegt eine kleine Lichtung hinter den Bäumen, die die Straße
säumen. Dort stellten wir nach 319 Tageskilometern (+25 klm Umweg)
und 24766 km insgesamt unser Mobil ab. Das erste Mal auf unserer Reise
campten wir wild und das noch auf Empfehlung eines Rangers.
|
|
|
|
Von Graeagle
zum Grover Hot Springs SP ( 192 km )
Am 23. März
2001 schien auch weiterhin die Sonne und verwöhnte uns mit frühlingshaften
Temperaturen. Wir blieben auf der 89 und hielten geradewegs auf den Lake
Tahoe zu. Je nach Höhenlage begleitete uns Schnee oder braunes
Gras am Straßenrand. Dann kreuzten wir die Interstate 80 und nach
weiteren 14 Meilen erreichten wir den berühmten See über den
Skiort Tahoe City. Der See selbst
lag allerdings im Nebel und die rege Betriebsamkeit auf den Straßen
war eindeutig dem Skitourismus zuzuordnen. So liefen Leute in Skianzügen
herum mit Snowboards auf dem Rücken, andere flanierten einfach nur
auf der teuren Geschäftsstraße oder ließen es sich in
einem Café gut gehen. Da wir so gar nicht auf Wintersport eingestellt
waren, beschlossen wir am Westufer weiterzufahren. Auf halber Strecke machten
wir einen Spaziergang im Sugar
Pine Point State Park und hatten das erste Mal die Gelegenheit, direkt
ans Wasser heran zu kommen. Lake Tahoe liegt in 1900 Meter Höhe
und ist an manchen Stellen bis zu 500 Meter tief. Sein Wasser ist kristallklar
und scheint verdammt kalt zu sein. Von den Berghängen fließt
das Schmelzwasser in Sturzbächen in den See. Es dauert nicht mehr
lange und die Skifahrer bleiben aus und dafür kommen die Wochenendurlauber,
um sich beim Anblick dieses Schauspiels zu erholen. Lake Tahoe ist
traumhaft schön und für unseren Geschmack etwas überfüllt.
Bei South Lake Tahoe verließen
wir wieder die Uferstraße und blieben erst mal auf der 89, um nach Woodfords
und dann nach Markleeville zu gelangen.
Ein Schild zeigte uns schon frühzeitig an, dass die Pässe auf
der 4 und auf der 89 noch nicht zu überqueren waren (womit man um
diese Jahreszeit immer noch rechnen muss, was unter Umständen die
ganze Tour auf den Kopf stellt). Wir wollten allerdings nur bis zum Grover
Hot Springs State Park und hofften, dass er geöffnet hatte - und
er hatte und bot uns auch noch ein kleines Plätzchen für unser
Haus. Hier erwartete uns nach 192 Tageskilometern und 24958 km insgesamt
ein Tag Pause und vor allem die heißen Quellen in unmittelbarer Nähe.
|
|
|
|
Vom Grover
Hot Springs SP zum Yosemite NP ( 345 km )
Am 25. März
2001 sollte unsere National Park Tour beginnen, da sich jetzt im sogenannten
Grand
Circle die National Parks quasi die Klinke in die Hand geben. Doch
wir mussten erst mal rüber auf die westliche Seite der Sierra Nevada,
was im März noch ein kleineres Abenteuer sein kann. Von unserem Standpunkt
aus war die 88 die einzig geöffnete Passstrasse über die Bergkette
und stieg bis 2600 Meter an, um dann in langen Kurven zurück in den
Frühling zu fahren. Mit jedem Meter, den wir dem Tal näher kamen,
konnte die Natur mit mehr Grün aufwarten, und gleichzeitig stiegen
die Temperaturen merklich an. An der Kreuzung zur 49 angekommen, spürte
man nichts mehr vom Winter auf den Bergen und man fühlte sich innerhalb
von einer Stunde in eine andere Welt versetzt. Wir fuhren auf der 49 -
einer alten und traditionellen Goldsucherroute - in südliche Richtung,
bis wir die 120 erreichten, die uns geradewegs in die Sierra Nevada
zurück brachte. Ab Sonora brauchten
wir exakt zwei Stunden, um in den Yosemite
National Park zu gelangen. Den ganzen Berg wieder hinauf, durch traumhaft
schöne Hügellandschaften, den Frühling wieder im Tal lassend.
Und als wir die Parkgrenzen erreichten, zog der Himmel einen dichten Nebelvorhang
zu, der dem ausklingendem Tageslicht die letzte Energie nahm. Wir fuhren
im Zwielicht durch Nebelschwaden und abgebrannte Wälder, in denen
die Baumstämme wie schwarze Zahnstocher in gelbem Teig wirkten. Eine
verheißungsvolle Begrüßung. Nach 345 Tageskilometern und
25303 km insgesamt fanden wir einen freien Platz im Upper
Pine Campground im östlichen Ende des Yosemite
Valleys.
|
|
|
|
Vom Yosemite
NP zur Millerton Lake NRA ( 148 km )
Am 29. März
2001 schlängelten wir uns zum wiederholten Mal die Berghänge
der Sierra Nevada herunter. Über die 41 und den südlichen
Parkeingang verließen wir Yosemite mit der Gewissheit,
wiederzukommen. Wir steuerten geradewegs auf Fresno
zu, als Britta auf der Karte einen See mit zugehöriger State Recreation
Area ausmachte. So kamen wir schon nach 148 Tageskilometern und 25451 km
insgesamt auf derMillerton Lake State
Recreation Area an. Grüne Hügel umrahmen den See und wir
beziehen einen Platz, der terrassenartig auf den See zeigt. Eine Eiche
spendet uns Schatten, denn sommerliche Temperaturen und eine erbarmungslose
Sonne lässt einen Griechenland ins Gedächtnis rufen.
|
|
|
|
Von der Millerton
Lake SRA nach Visalia ( 300 km )
Am 02. April 2001
durchfuhr uns abermals ein Zucken, als wir den Millerton Lake hinter
uns ließen, da es uns dort sehr gefallen hatte. Auch dieser Platz
an der kalifornischen Sonne gehört wohl zu unseren Geheimtipps. Wir
fuhren also zurück auf die 41 Richtung Fresno und deckten uns
dort mit Lebensmitteln ein. Wir waren in dem Supermarkt wohl die einzigen
Deutschen unter 99% Mexikanern. Die Amtssprache ist Spanisch und die Waren
sind allesamt 20% billiger als sonst. Das konnte uns nur recht sein. Danach
ging es über die 180 wieder erbarmungslos hinauf in die Sierra
Nevada in Richtung Kings Canyon-
und Sequoia National Park. Als wir
allerdings auf 2000 Meter Höhe im Sequoia NP ankamen, mussten
wir mit Entsetzen feststellen, dass die Wanderwege alle schneebedeckt waren,
eine eisige Kälte herrschte, der Himmel bedeckt war, der Campground
aufgrund der Schneemassen noch gesperrt war und nur eine betonierte Parkplatzfläche
ohne jeden geringsten Campingkomfort zur Verfügung stand und zu allem
Überfluss ein Bär seit Tagen schon sein Unwesen trieb und innerhalb
der letzten Woche in zwei Fahrzeuge eingebrochen war (Das erledigen die
flauschigen Gesellen, indem sie den Türholm nach unten biegen, bei
geschlossenen Türen und Fenstern versteht sich). Diese Umstände
veranlassten uns, den Besuch des Parks so knapp wie möglich zu halten
und schleunigst wieder ins warme Tal hinab zu fahren. Trotzdem statteten
wir vorher dem größten Baum (im Sinne von "am meisten Holz")
der Welt einen Besuch ab, dem General
Sherman Tree. Er ist mit seinen 83,8 Metern Höhe, seinen 31,2
Metern Umfang, seinen 1487 Kubikmetern Volumen und seinen geschätzten
2300-2700 Jahren an Lebensalter das größte Lebewesen (Wale eingeschlossen)
auf der Welt. Ein paar Fotos und schon ging es wieder den Berg hinab in
Richtung Visalia ins Tal. Und je tiefer
uns die Serpentinen nach unten geleiteten, desto grüner und wärmer
wurde es. Und das passte viel besser zu unserer derzeitigen Stimmung. Wir
fuhren den Kaweah River entlang
und zum krönenden Abschluss des Tages präsentierte sich der gestaute
Fluss im Abendlicht von seiner besten Seite und die Szenerie erinnerte
an die schottischen Highlands.
Sobald wir die
Ebene wieder erreicht hatten, schien die untergehende Sonne wieder, als
wäre sie nie hinter Wolken versteckt gewesen und nach 300 Tageskilometern
und 25751 km insgesamt kamen wir auf dem Visalia
KOA Campground an. Ein Platz, der sich kaum von anderen KOA-Plätzen
unterscheidet. Es war halt mal wieder Zeit für Wäsche und Internet-Update.
|
|
|
|
Von Visalia
zum Lake Isabella ( 219 km )
Am 03. April 2001
hieß es für uns die Sierra Nevada zu umrunden, denn unser
nächstes Ziel sollte das im Osten liegende Death Valley sein.
Und um dort hinzukommen, bleibt einem nichts anderes übrig, als die
Berge um den Mount Whitney herum
zu umfahren. Wir nahmen deshalb die 99 Richtung Süden und kamen so
geradewegs nach Bakersville. Dort
entschlossen wir uns dann doch noch mal den südlichen Teil der Sierra
Nevada mitzunehmen und bogen auf die 178 in Richtung Lake
Isabella . Sobald wir die Ausläufer der Sierra erreicht
hatten, zeigte sich Kalifornien wieder von seiner schönsten Seite.
Die Berghänge leuchteten in einem saftigen Wiesengrün und der
aufgewühlte Himmel entwarf in Zusammenarbeit mit der Sonne und den
Wolken ein Bild aus Licht und Schatten auf deren Hügeln. Trotzdem
sieht hier im Süden die Sierra Nevada schon etwas anders aus.
Sie erreicht bei weitem nicht mehr die Höhenlagen und scheint alles
in allem etwas trockener zu sein. Wir fahren das Kern
River Valley entlang bis zum Lake Isabella Stausee. Dort kommen
wir nach 219 Tageskilometern und 25970 km insgesamt auf dem Pioneer
Point Campground an. Der See hat noch längst nicht seinen Höchststand
erreicht und sieht so verlassen ziemlich traurig aus. Doch der Campground
ist schön und wir machen Station für den Rest des Tages und die
kommende Nacht.
|
|
|
Ende dieser Seite
|
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F
0
4 |