www.CampAmerika.de
Ein Reisebericht von Britta und Markus Hachenberger
Reiseverlauf
Reiseverlauf

 
Teil 1 Der Nordosten
Teil 2
Der Südosten
Teil 3
Der Süden
Teil 4
Der Südwesten
Teil 5
Der Westen
Teil 6
Der Nordwesten
Teil 7
Der Norden
Teil 8
Der Heimweg

 
Tagebuch
Tagebuch
Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08

Gesamtkarte Nordamerikas mit Links zu Einzelstaaten
Gesamtkarte

Alle Bilder nach Regionen geordnet
Fotoalbum

Reisevorbereitungen und Wissenswertes
Reisevorb

Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips

Live-Chat
Live-Chat

Stories rund um Nordamerika
Story

Sachbegriffe und Orte alphabetisch geordnet
Register

Startseite
Home

Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt

Mit der CD geht das Laden der Seiten viel viel schneller
CD

Gästebuch

Gästebuch

Tagebuch
Tagebuch

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
Teil09
Teil10

Reiseverlauf
Reiseverlauf

Teil01
Teil02
Teil03
Teil04
Teil05
Teil06
Teil07
Teil08
file:///C|/CampAmerika/bilder/texas/GuadalupeNPAnfahrt02.jpg
Delaware Mountains, Texas


Strecke (von - nach)
Datum
Distanz insg.[km]
Gila NF - Chiricahua NM / AZ
20. Januar 2001
296 km
19678
Chiricahua NM - Tombstone / AZ
22. Januar 2001
186 km
19864
Tombstone - Saguaro NP / AZ
23. Januar 2001
189 km
20053
Saguaro NP - Phoenix / AZ
26. Januar 2001
233 km
20286
Phoenix - Wiley Well CG / CA
09. Februar 2001
349 km
20888
Wiley Well CG - Joshua Tree NP / CA
10. Februar 2001
223 km
21111
Joshua Tree NP - Ocotillo Wells RA / CA
13. Februar 2001
233 km
21344
Ocotillo Wells RA - San Diego / CA
14. Februar 2001
197 km
21541
San Diego - Leo Carillo SP / CA
16. Februar 2001
298 km
21919
Leo Carillo SP - Refugio SP / CA
20. Februar 2001
152 km
22071
Refugio SP - Pismo SB / CA
23. Februar 2001
179 km
22330
Pismo SB - Montana de Oro SP / CA
24. Februar 2001
51 km
22381
Montana de Oro SP - San Simeon SP / CA
28. Februar 2001
87 km
22468
San Simeon SP - Pfeiffer Big Sur SP / CA
03. März 2001
145 km
22613
Pfeiffer Big Sur SP - San Francisco / CA
04. März 2001
241 km
22854
San Francisco / CA
05.-07. März 2001
263 km
23177
San Francisco - Sonoma Coast SB / CA
08. März 2001
165 km
23282
Sonoma Coast SB - Sonoma / CA
10. März 2001
111 km
23393
Sonoma - Stillwater County / CA
15. März 2001
78 km
23464
Stillwater County - Richardson Grove SP / CA
16. März 2001
241 km
23705
Richardson Grove SP - Redwood NP / CA
17. März 2001
275 km
23930
Redwood NP - Whiskeytown NRA / CA
20. März 2001
298 km
24292
Whiskeytown NRA - Shingletown / CA
21. März 2001
94 km
24292
Shingletown - Graeagle / CA
22. März 2001
319 km
24766
Graeagle - Grover Hot Springs SP / CA
23. März 2001
192 km
24958
Grover Hot Springs SP - Yosemite NP / CA
25. März 2001
345 km
25303
Yosemite NP - Millerton Lake SRA / CA
29. März 2001
148 km
25451
Millerton Lake SRA - Visalia / CA
02. April 2001
300 km
25751
Visalia - Lake Isabella / CA
03. April 2001
219 km
25970

Vom Gila NF zum Chiricahua NF ( 296 km )

Am 20. Januar 2001 steuerten wir unseren Camper über die 15 hinaus aus dem Gila National Forest, wobei die Route an eine Fahrt durch die Alpen erinnerte. Schmale Straßen führten serpentinenartig durch das hochgelegene Waldgebiet und immer wieder waren Teile des Weges vereist oder Schnee bedeckte die Fahrbahn. Zwei Stunden brauchten wir, bis wir Pinos Altos erreichten, ein Vorposten von Silver City, die mit einem Saloon und einem Opernhaus aus dem neunzehnten Jahrhundert aufwarten kann (also für amerikanische Maßstäbe richtig alt). Silver City war zwar angeblich die Heimatstadt von Billy the Kid, hebt sich aber durch nichts von den übrigen amerikanischen Städten ab. Dort fuhren wir auf der 90 in ein weites Tal hinein, was durch die umliegenden Gebirgszüge eingeschlossen ist und am Horizont zeichneten sich, noch kaum wahrnehmbar, die Häuser von Lordsburg ab. Ab dort absolvierten wir mal wieder ein kurzes Stück auf der Interstate 10 und überquerten am Mittag die Grenze nach Arizona, dem Grand Canyon State. Uns begrüßte abermals ein weites und scheinbar noch wildes Land, in dem sich tiefe Ebenen mit steil ansteigenden Bergen abwechseln. Aber schon nach wenigen Kilometern verließen wir bei Bowie die Interstate wieder in Richtung Süden. Wir fuhren eine erst geteerte, dann geschotterte Strasse, und zu guter letzt war es eine Sandpiste, die uns 35 Meilen ersparte, um auf die 186 zu kommen, die geradewegs zum Chiricahua National Monument führte. Dort kamen wir dann nach 296 Tageskilometern und 19678 km insgesamt auf dem Bonita Campground an.

bilder/arizona/ChiricahuaNMAnreiseCarPiste02.jpg
Bild
Zum Tagebuch 21. Januar 2001
Tagebuch 21. Januar 2001
Karte Arizona
Karte Arizona
nach oben
nach oben

Vom Chiricahua NM nach Tombstone ( 186 km )

Am 22. Januar 2001 ließen wir die kuriosen Steingebilde der Chiricahua Mountains hinter uns und verließen das Gebirge in Richtung Sonora Wüste über die 186 nach Willcox auf die Interstate 10. Bei Benson steuerten wir dann über die 80 das alte Städtchen Tombstone an, "the town too tough to die", welche als eine der besterhaltensten Westerncitys der USA. gilt. Nach 186 Tageskilometern und 19864 km insgesamt stellten wir unseren Camper auf dem Wells Fargo R.V. Park ab, hundert Meter entfernt von der Stelle, wo sich damals Wyatt Earp und Doc Holliday ein Stelldichein mit einer Gangsterbande gaben.


Kein Bild
Zum Tagebuch 22. Januar 2001
Tagebuch 22. Januar 2001
Karte Arizona
Karte Arizona
nach oben
nach oben

Von Tombstone zum Saguaro NP ( 189 km )

Am 23. Januar 2001 ließen wir Tombstone hinter uns zurück und damit auch ein Stück Westerngeschichte (es reicht jetzt aber auch). Unsere Route führte uns über die 80 zurück auf die Interstate 10, deren Verlauf wir in westlicher Richtung folgten. Schon nach wenigen Kilometern, kurz vor Tucson, kann man zum östlichen Teil desSaguaro National Parks abbiegen. Wir ziehen jedoch den westlichen Teil des National Parks vor, der etwas kleiner und übersichtlicher erscheint. Der Park selbst hat keinen Campingplatz, im angrenzenden Tucson Mountain Park liegt allerdings der wunderschöne Gilbert Ray Campground, den wir nach 189 Tageskilometern und 20053 km insgesamt anlaufen.

bilder/arizona/SaguaroNPGilbertRayCG01.jpg
Campground
Zum Tagebuch 23.-24. Januar 2001
Tagebuch 23.-24. Januar 2001
Karte Arizona
Karte Arizona
nach oben
nach oben

Vom Saguaro NP nach Phoenix ( 233 km )

Am 26. Januar 2001 steuerten wir zielstrebig über die Interstate 10 auf Phoenix zu. Kurz vorher, bei Chandler, verließen wir die Interstate und umfuhren die City weiträumig. In Mesa, östlich von Phoenix, machten wir erneut auf einem KOA-Campground halt. Ein Pool, ein Whirlpool und eine heiße Dusche versprachen Entspannung pur. Mal sehen, ob die 21$ Übernachtungspauschale dafür gerechtfertigt sind? Nach 233 Tageskilometern und 20286 km insgesamt richteten wir uns auf Platz "G" im Mesa Apache Junction KOA häuslich ein.

bilder/arizona/PhoenixKOAStellplatz02.jpg
Campground
Zum Tagebuch 27. Januar - 07. Februar 2001
Tagebuch 27.Jan -07.Feb. 2001
Karte Arizona
Karte Arizona
nach oben
nach oben

Von Phoenix zum Wiley Well CG ( 349 km )

Am 09. Februar 2001 ging es endlich - nachdem wir insgesamt zwei Wochen auf dem KOA-Campground Apache-Junction standen und diverse Paketsendungen in Empfang nahmen - weiter. Es war eben ein kleiner Urlaub zur Halbzeit unserer Tour. Doch nach 14 Tagen Stillstand konnten wir es kaum erwarten, wieder auf die Straße zu kommen. Es ist schon ein Gefühl von Freiheit, wenn man sich einfach in sein Auto setzen kann und gen Westen fährt. Wir hatten auch das Gefühl, unser Auto freute sich über etwas Bewegung, denn es fuhr wie am ersten Tag. Allerdings können wir uns das auch eingebildet haben?! Wir hielten über die Interstate 10 schnurstracks auf California zu. Und nur unwesentlich veränderte sich die Landschaft (oder besser die Wüste). Doch etwas hatte sich ab der Grenze absolut verändert. Genau mit Überschreiten der Grenze zu California gab es auch keine Saguaro-Kakteen mehr. Dafür wuchert überall der Kreosotbusch. Wir verließen 10 Meilen nach Blythe die Interstate und fuhren in Richtung Süden, hinein ins endlose Nirgendwo, erst auf Teer, dann auf Schotter, und fanden 15 km nach Verlassen der Interstate (dort, wo es keine Orte und auch keine Ortsnamen gibt) den kostenlosen Wiley Well Campground. Dort verbrachten wir nach 349 Tageskilometern und 20888 km insgesamt (+ 253 km in Phoenix) unsere erste kalifornische Nacht unter von Sternen erleuchtetem Himmel. Die Präriewölfe (Koyoten) heulten und bellten die ganze Nacht den vollen Mond an und wir schliefen den Schlaf der Gerechten.

bilder/california/WileyWellCG02.jpg
Campground
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Wiley Well CG zum Joshua Tree NP ( 223 km )

Am 10. Februar 2001 fuhren wir wieder zurück auf die Interstate 10 in westliche Richtung. Bei Desert Center verließen wir die Interstate und steuerten geradewegs auf der 177 durch die Wüste Richtung Norden. An der Grenze zum Joshua Tree National Park entlang zieht sich die Straße scheinbar endlos durch eine Mond- bzw. Marslandschaft. Rote Felsen komplettieren den Eindruck. Dann folgen wir der 62 in westlicher Richtung und während der nächsten 80 Kilometer ist das spannendste die Tatsache, dass wir kaum noch Diesel im Tank haben und wieder einmal die Entfernungen in diesem Land völlig falsch eingeschätzt haben. Doch bis nach Twentynine Palms schafften wir es gerade noch und Diesel konnte man dort auch käuflich erwerben. Dann ging es über den Park Boulevard geradewegs in den Joshua Tree National Park hinein und nach 223 Tageskilometern und 21111 km insgesamt fanden wir einen genialen und kostenlosen Platz im Jumbo Rocks Campground.

bilder/california/JoshuaTreeNPJumboRocksCGJoshuaTree.jpg
Campground
Zum Tagebuch 11.-13. Februar 2001
Tagebuch 11.-13. Februar 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Joshua Tree NP zur Ocotillo Wells RA ( 233 km )

Am 13. Februar 2001 veranlassten uns wolkenverhangener Himmel und Nieselregen den Joshua Tree National Park zu verlassen. Wir waren tatsächlich kaum 50 Kilometer gefahren, da hatten wir plötzlich wieder Sonnenschein und 15 Grad wärmer. Das hängt wohl eindeutig mit den Höhenunterschieden zusammen. Wie sagte ein Camper-Kollege an einer Tankstelle: "Wenn man in Kalifornien früh aufsteht, kann man an einem Tag am Strand baden und später Skifahren gehen". Natürlich nur im Winter. Die Sommer müssen auch in den Bergen recht heiß sein, wobei es dort oben dann schon eher auszuhalten ist wie im Tal. Wir steuerten unseren Camper nach Süden über Mecca und nahmen dann die 86 am Salton Sea entlang. An seinen Ufern wird alles angebaut, was man essen kann und an exotische Länder erinnert. Papaya, Datteln, Feigen, Paprika, Orangen, Zitronen und Unmengen Wein. Hier wächst und gedeiht fast alles und das das ganze Jahr hindurch. Wir bogen auf die 78 in westliche Richtung ab und kurz hinter Ocotillo Wells steuerten wir, nach 233 Tageskilometern und 21344 km insgesamt, die Ocotillo Wells Recreation Area an. Wir waren die Einzigen auf dem kostenlosen Campground, nur ein paar Off-Road-Biker vergnügten sich mit ihren Cross-Motorädern in den weitläufigen Sanddünen.

bilder/california/OcotilloWellsRecArea02.jpg
Campground
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von der Ocotillo Wells RA nach San Diego ( 197 km )

Am 14. Februar 2001 verließen wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen die Ocotillo Wells Recreation Area und erklommen die Berge des Anza-Borrego Desert State Parks. Am Vortag wütete ein heftiger Wind, der im Tal nur die Sandkörner aufwirbelte, doch dort auf ca. 1200 Metern Höhe lag mindestens 30 cm Schnee. Die Bäume waren so schwer beladen mit ihrer weißen Last, dass bei einsetzendem Tauwetter ganze Schneeballen von den Ästen fielen. Und seitdem wir in Texas in die Chihuahua Wüste fuhren, sahen wir nicht mehr so hohe Bäume und so üppiges Grün. Wir hatten endlich die Wüsten dieses Südens hinter uns gebracht und was uns so sehr gefehlt hatte, merkten wir erst jetzt, als wir in den dichten Wald der Vallecito Mountains hinein fuhren. Die Wüsten mögen ihrerseits ein fester Bestandteil dieser Region sein und außerordentlich artenreich und interessant, doch es geht nichts über das Grün eines Waldes (glaubten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt). Wir mussten sogar einmal umdrehen, da ein bestimmter Streckenabschnitt nur mit Ketten zu befahren war. Also ging unsere Reise weiter über Julian bis nach Ramona, wo wir dann auf die 67 wechselten. Die brachte uns nach Lakeside und der Straßenverkehr nahm merklich zu. Ein Zubringer brachte uns zur Interstate 8 und spätestens als wir auf die Interstate 5 wechselten, repräsentierte der dichte Verkehr die Hektik des Ballungsraums umSan Diego. Wir steuerten geradewegs auf die mexikanische Grenze zu und drei Meilen vorher fuhren wir auf den La Pacifica R.V. Park. Nach 197 Tageskilometern und 21541 km insgesamt beendeten wir an der südwestlichsten Stelle des amerikanischen Festlands unsere Reise in den Westen. Am 15. Dezember 2000 starteten wir auf den Florida Keys und genau zwei Monate und 7763 Kilometer später erreichten wir den äußersten Südwesten. Ein langer Weg. Amerika ist ein großes Land.

bilder/california/AnzaBorregoDesertSPWinterwonderland.jpg
Bild
Zum Tagebuch 15. Februar 2001
Tagebuch 15. Februar 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von San Diego zum Leo Carillo SP ( 298 km )

Am 16. Februar 2001 startete unsere Tour entlang der Pazifikküste in nördliche Richtung. Das Ballungsgebiet San Diego brachten wir auf der Interstate 5 hinter uns und erst 10 km weiter nördlich verließen wir die Interstate, um direkt an der Küste entlang zu fahren. In Del Mar hatten wir das erste Mal unverbauten Blick auf den Pazifik , aber auch nur, weil die Straße in einem steilen Hang zur Küste führte. Ansonsten ist fast jeder Zentimeter entlang der Küste verbaut. Oft drängen sich die Häuser so dicht, dass sich die Bauherren der unzähligen Villen die Fenster zu deren Nachbarn gespart haben, da sie durch die aneinandergrenzenden Mauern kaum zu öffnen gewesen wären. Eine auffällig hohe Anzahl von sogenannten Luxuskarossen füllten die Straßen von Solana BeachEncinitas und Carlsbad. Die Städtchen sind keine typisch amerikanischen Ansiedlungen und zeugen von ihren noblen und sicherlich auch reichen Bewohnern. Die Straßen sind auffallend sauber und am Straßenrand verlaufen fast durchweg Bürgersteige (auch wenn sie keiner nutzt). Nur gelegentlich sieht man Schilder, die auf einen öffentlichen Strand hinweisen und sie leiten einen zu dem bisschen Küste, was noch nicht von irgendeinem Millionär zu Höchstpreisen gekauft wurde. Wir fühlten uns nicht so recht wohl und hielten deshalb weiter auf Los Angeles zu. Nach Carlsbad muss man wieder für ein paar Meilen auf die Interstate 5 und kurz hinter San Clemente begann er dann wirklich - der Pacific Coast Highway No.1. Aber auch schon kurz danach ist die Straßenromantik wieder dahin, da wir uns unaufhaltsam dem Großraum Los Angeles näherten. Erst kamen die Surf-Metropolen Newport Beach undHuntington Beach und schon lange vorher konnte man den Übergang zwischen zwei Städten nicht mehr erkennen. NachLong Beach sind die Gegenden alles andere als sehenswert. Wie in einer Endlosgeschichte reiht sich ein Reklameschild an das nächste und ein Ende ist scheinbar zu keinem Zeitpunkt abzusehen. Ich will es so erklären: Wir haben ziemlich genau drei Stunden gebraucht, um den Großraum Los Angeles zu durchfahren. Zweidrittel davon fuhr ein junger Typ mit einem Jeep vor uns her und als er dann kurz vor Santa Monica abbog, waren wir gute Freunde geworden. Es gibt zwei Dinge, die ich in den USA ganz bestimmt nicht machen würde: Präsident in Washington und Taxifahrer in Los Angeles. Hinter Santa Monica erstrecken sich die Santa Monica Mountains und die gleichnamige National Recreation Area. Von der Küste ist dort so gut wie nichts zu sehen, da auch oberhalb von LA keine Zeitung zwischen zwei benachbarte Grundstücke passt. Ab der Santa Monica Mountains National Recreation Area gibt es immer häufiger die öffentlichen Strände des Staates, die zu ausgedehnten Wanderungen am Strand einladen. Doch mit den Stränden an der Golfküste Floridas können diese hier kaum mithalten. Meist besteht die Küste eh nur aus steilen Felsen und dort, wo eine Bucht ein bisschen Sandstrand freigibt, liegen oft große Steine am Ufer und der Strand ist übersät mit allerlei Grünzeug. Noch vor Oxnard kommen wir nach 298 Tageskilometern (+ 80 km in San Diego) und 21919 km insgesamt im Leo Carillo State Park an. Der Platz ist schön und gut gefüllt, weil ein langes Wochenende bevor steht. Es wimmelt nur so von spielenden Kindern, grillenden Vätern und lachenden Müttern, im allgemeinen eine typische Campinggemeinde. Wir stellen uns mittenrein und schon nach kürzester Zeit sind wir wie immer Gesprächsthema Nummer eins.

bilder/highwaynoone/LeoCarilloSPCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 17.-19. Februar 2001
Tagebuch 17.-19. Februar 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Leo Carillo SP zum Refugio SP ( 152 km )

Am 20. Februar 2001 folgten wir dem Verlauf der 1 nach Norden und hatten stets Blickkontakt zum Pazifik. Vor der Küste stehen Bohrinseln und trotz der verhältnismäßig niedrigen Temperaturen sahen wir unzählige Surfer im Wasser. Oft standen die meist jungen Männer auch direkt am Straßenrand, neben ihren Jeeps und Pick-Ups mit den unverkennbaren Brettern auf dem Dach, und beobachteten die Wellen und schätzten sicherlich ab, wie lohnenswert ein Wassern in der jeweiligen Bucht wohl wäre. Wir würden in solch eine Brandung wohl kaum baden gehen. Die Surfer sahen mir eher so aus, als reize sie das Geplätscher nur wenig. Durch Santa Barbara und Goleta kamen wir noch durch, bevor wir nach 152 Tageskilometern und 22071 km insgesamt auf dem Refugio State Park halt machten. Es hatte letzte Nacht lange und anhaltend geregnet, sodass der halbe Platz unter Wasser stand. Das änderte nichts an der Tatsache, dass die Stellplätze unwiderstehlich nahe am Strand liegen und wunderschön angelegt sind.

bilder/highwaynoone/RefugioSPCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 21.-22. Februar 2001
Tagebuch 21.-22. Februar 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Refugio SP zur Pismo SB ( 179 km )

Am 23. Februar 2001 ließen wir mal wieder einen wunderschönen Platz zurück. Mit dem Refugio State Park verließen wir allerdings nur ein Juwel an der kalifornischen Küste. Wir blieben auf der 1 und die Straße führte uns über seichte, grüne Hügel in zweiter Reihe zur Küste. Scheinbar war der Straßenbau in erster Reihe direkt am Meer wegen der steilen Klippen nicht möglich. Südlich von Lompoc hat man den Eindruck, man fährt durch deutsches Mittelgebirge. Aber nicht nur die Geographie erinnert an Zuhause, sondern auch die vielen Weinreben und die braunen Kühe, die auf den Hügeln grasen. Eine besondere Attraktion war für uns der Besuch der La Purisima Mission. Eine der wenigen Missionen Amerikas, die mehr zu bieten hat als eine sich in schlechtem Zustand befindliche Kapelle. Dort verbrachten wir die Mittagszeit, bevor es weiter auf der 246 und später wieder auf der 1 über Guadalupe und Oceanq nach Pismo Beach ging. Dort kamen wir an derPismo State Beach nach 179 Tageskilometern (+ 80 km um Solvang und den Santa Ynez Mountains ) und 22330 km insgesamt an, einem Platz, an dem das Campen direkt am Strand erlaubt ist. Der Strand ist kilometerlang und wird als Promenade für allradtaugliche Fahrzeuge benutzt und ist stark frequentiert. Wir suchen uns ein Plätzchen und sehen noch die Sonne im Meer versinken, bevor es wie jede Nacht stockfinster wird.

bilder/highwaynoone/PismoSBCarSunset03.jpg
Campground
Zum Tagebuch 24. Februar 2001
Tagebuch 24. Februar 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von der Pismo SB zum Montana de Oro SP ( 51 km )

Mit wehenden Fahnen verließen wir am 24. Februar 2001 die Pismo State Beach, nachdem wir auf die zurückgehende Flut gewartet hatten und voller Spannung einen ernstzunehmenden "wash" durchqueren mussten (Stelle, an der abfließendes Regenwasser ins Meer fließt), wo die Abschleppunternehmen schon warteten, um schnelles Geld an liegengebliebenen Fahrzeugen zu verdienen. Doch unser Pick-Up-Camper meisterte die Stelle mit Bravour, obwohl das ganze Gefährt bis zur Kabinenkante im schnell fließenden Wasser versank. Mit Stolz verließen wir den Strandbereich und hatten ein bisschen das Gefühl, dass so manch Neider uns hinterher blickte. Wir fuhren geradewegs wieder auf die 101 bzw. 1, um schon nach 51 Tageskilometern und 22381 km insgesamt südlich von Los Osos im Montana de Oro State Park wieder halt zu machen. Auf diesem Campground - auf dem im Sommer laut Führer nur per Zufall oder per Reservierung, die man schon ein halbes Jahr vorher tätigen sollte, ein Platz zu bekommen ist -, können wir uns um diese Jahreszeit und bei Nieselregen einen Platz aussuchen.

bilder/highwaynoone/MontanaDeOroSPCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 25.-27. Februar 2001
Tagebuch 25.-27. Februar 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Montana de Oro SP zum San Simeon SP ( 87 km )

Am 28. Februar 2001 mussten wir uns mal wieder von einem neuen Freund verabschieden, dessen Gesellschaft wir sicherlich noch länger genossen hätten. Doch wir sind nun mal auf Durchreise und jeder Tag, den wir länger im Montana de Oro State Park verbringen, würde uns den Abschied erschweren. Wir hielten weiter an der Küste entlang gen Norden. Zu dieser Zeit des Jahres sieht die kalifornische Küste aus wie die Voralpen oder vielleicht das schottische Hochland, zumal auf den Wiesen - die jetzt in einem saftigen Grün erstrahlen und im Sommer nur braun und gelb zu erleben sind - unzählige Kühe weiden und so gar nicht an das übliche Bild von Kalifornien erinnern. Doch es macht den Küstenstreifen sehr attraktiv und bietet für Outdoor-Aktivisten ein Fülle von Freizeitbeschäftigungen. Unsere Fahrt ging durch Moro Bay und Cambria, und schon nach 87 Tageskilometern und 22468 km insgesamt kamen wir im San Simeon State Park an. Und abermals hatten wir das Gefühl mitten in den Alpen zu stehen, das zeigt auch ein Bild vom Dach unseres Campers. 

bilder/highwaynoone/SanSimeonSPCGvomDach.jpg
Campground
Zum Tagebuch 01.-02. März 2001
Tagebuch 01.-02. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom San Simeon SP zum Pfeiffer Big Sur SP ( 145 km )

Am 03. März 2001 ging unsere Fahrt entlang der Küstenstraße 1 weiter in Richtung Norden. Mit San Simeon ließen wir die letzte echte Ansiedlung hinter uns, bevor wir Big Sur entdeckten. Die erst 1937 fertiggestellte Strecke entlang der Pazifkküste schlängelt sich direkt an den Felswänden der Santa Lucia Mountains entlang, manchmal über leichte Hügel der seicht ins Meer fließenden Hänge, manchmal in steilen Serpentinen in halsbrecherischer Höhe über steile Klippen. Außer ein paar Aussichtspunkten und diversen State Parks (darunter der Julia Pfeiffer Burns SP mit atemberaubendem Blick auf eine der schönsten Buchten) gibt es entlang der Straße kaum ein Anzeichen von Zivilisation. Das heißt nicht, dass hier nichts los ist. In Piedras Blancas liegen zu dieser Jahreszeit etliche See-Elefanten am Strand und verbringen dort Ihre Winterferien, bevor es im Frühjahr wieder hoch in den Norden nach Alaska geht. Wer schon einmal einen See-Elefanten gesehen hat, der weiß, dass das die riesigen robbenähnlichen Säugetiere sind, deren männliche Vertreter hässliche Nasen im Gesicht tragen und mit ihren bis zu 2,5 Tonnen blutige Kämpfe untereinander austragen können. Als wir den Riesen einen Besuch abstatteten, gab kaum ein Tier ein Lebenszeichen von sich, auch wenn sich gelegentlich mal eins mit seiner Flosse kratzte. Big Sur ist sich selbst überlassen und der Highway No.1, der diese einmalige Landschaft durchkreuzt, gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zu den schönsten Routen in den USA. Nach 145 Tageskilometern und 22613 km insgesamt kamen wir in strömendem Regen auf dem Pfeiffer Big Sur State Park an. Wir bezogen zwar noch eine Wanderkarte der Region, doch wir machten wir bei dem schlechten Wetter keinen Schritt vor die Tür. Mal sehen, morgen ist ja auch noch ein Tag.

bilder/highwaynoone/BigSurFahrtAnDerKueste.jpg
Bild
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Pfeiffer Big Sur SP nach San Francisco ( 241 km )

Am 04. März 2001 legten wir die letzte Etappe auf unserem Trip nach San Francisco zurück. Nachdem es die ganze Nacht durchgeregnet hatte, sollte der kommende Tag wohl einer der nassesten Tage unserer gesamten Reise sein. Von der wunderschönen Küstenstraße war nur zeitweise etwas zu sehn und an ein Aussteigen war überhaupt nicht zu denken. Das berühmte Städtchen Carmel ließen wir genauso in einer übergroßen Pfütze zurück wie Monterey und Santa Cruz. Der Wind zwang uns zeitweise zu Schneckentempo, zumal der Highway No. x1 sich auch in seinem letzten Teilstück vor San Francisico direkt an der Küste entlang schlängelt. San Francisco ist nicht gerade mit Campingplätzen gesegnet und sie befinden sich, wenn überhaupt, nicht gerade in Stadtnähe. Unsere Wahl (wenn wir denn eine hatten) fiel letztendlich auf den Pacific Park RV Resort, der eher einem Parkplatz mit Stromanschluss gleicht. Doch nach 241 Tageskilometern und 22854 km insgesamt schien uns dieser Campground noch die beste Alternative. Lächerliche 34$ pro Nacht lassen fast die Überlegung zu, sich in einem Hotel einzuquartieren. Doch die sind hier sicherlich auch verhältnismäßig teuer. Was soll's, wir sind ja reich und in San Francisco.

bilder/california/SanFranciscoPacificParkRVResortCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 05.-07. März 2001
Tagebuch 05.-07. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

San Francisco ( 263 km )

Vom 05.-07. März 2001 kurvten wir mit unserem Auto (ohne Kabine) durch ganz San Francisco. Wer glaubt, dass das Autofahren in Amerikas Großstädten unmöglich ist, der hat sich getäuscht ( New York vielleicht ausgenommen). Im Vergleich zu unseren europäischen Großstädten verhalten sich die Amerikaner im Verkehr wie echte Lämmer. Auch der Verkehr selbst ist innerhalb der Stadt nicht weiter schlimm. Auch mit Parkplätzen hatten wir bislang keine Probleme, wenngleich man sich dennoch vergewissern sollte, immer auf einem genehmigten Parkplatz zu stehen und dafür natürlich auch zu bezahlen, denn Knollen und Abschleppgebühren kosten erheblich mehr als in Deutschland. In Rom oder Paris würde ich auf jeden Fall mein Auto stehen lassen. In San Francisco ist die Fahrt mit dem Auto selbst in den Innenstadtbereichen unproblematisch. Alleine der ausgeschilderte Scenic-Drive ist 49 Meilen lang und führt zu oft abgelegenen Stellen wie z.B. den Twin Peaks, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichen kann. Insgesamt legten wir in und um San Francisco 263 km mit dem Auto zurück, was unsere Gesamtkilometerleistung auf 23177 km erhöhte.

bilder/california/SanFranciscoViktorianischeHaeuserGross.jpg
Bild
Zum Tagebuch 05.-07. März 2001
Tagebuch 05.-07. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von San Francisco zur Sonoma Coast SB ( 165 km )

Am 08. März 2001 hieß es wieder einmal Abschied nehmen, Abschied von einer wunderschönen Stadt. Und ein letztes Mal fuhren wir über die Golden Gate Bridge und blickten zurück auf die Skyline San Franciscos und die Gefängnisinsel Alcatraz. Auf der nördlichen Seite der San Francisco Bay erwarteten uns wieder die Windungen des Highways No.1, der sich um die grünen Hügel schlängelt. Der Highway durchquert einen Teil der Point Reyes National Seashore , deren grünes Hinterland auch hier wieder an die Alpen erinnert. Wir erreichten schon am frühen Mittag die Bodega Bay und die dortige Sonoma Coast State Beach. Nach 165 Tageskilometern und 23282 insgesamt parkten wir unser Campmobil wieder auf einem unbetonierten Stellplatz des Bodega Dunes Campground und die Ranger brachten einen Schwung Feuerholz vorbei.

bilder/california/SonomaCoastSBBodegaDunesCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 09. März 2001
Tagebuch 09. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von der Sonoma Coast SB nach Sonoma ( 111 km )

Am 10. März 2001 hielten wir über eine kleine Nebenstraße direkt auf Santa Rosa zu, den Dreh- und Angelpunkt der wohl berühmtesten Weingegend Nordamerikas. Über die 12 gelangten wir ins Sonoma-Valley, dessen Name in der ganzen Welt als Lieferant erlesener Weine gilt. Wir besuchten Rosa und Patrick in Sonoma, 24 Meilen südlich von Santa Rosa und vielleicht 50 Meilen nördlich von San Francisco . Die Fahrt durch das Tal entlang der unzähligen Weingüter war eine Augenweide. Zwischen den Weinreben standen die ersten Frühlingsblumen und ihr gelb und orange tauchte die Hänge in ein buntes Farbenmeer. Doch das Tal ist nicht halb so groß wie dessen Name und schon nach 111 Tageskilometern und 23393 km insgesamt erreichten wir das kleine Haus unserer lieben Gastgeber.

bilder/california/SonomaValley.jpg
Bild
Zum Tagebuch 11.-14. März 2001
Tagebuch 11.-14. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von Sonoma nach Stillwater County ( 78 km )

Am 15. März 2001 hieß es zum wiederholten Male Abschied nehmen von Freunden. Es ist nicht nur die Unruhe des Reisenden, die uns weiter treibt, es ist auch die Tatsache, dass jeder weitere Tag den Abschied nur aufschiebt und noch schwerer macht. Also steuerten wir über die 12, zurück durchs Sonoma-Valley, wieder Santa Rosa entgegen. Dort wechselten wir auf die 116 und hielten wieder geradewegs auf die Küste zu. Als hätten sie uns schon sehnlichst erwartet, erstrahlte der Pazifik in einem tiefen Blau und die Küste zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Ohne es zu wissen, wartete auf uns wohl der spektakulärste Teil der kalifornischen Küstenstrecke. Doch so schön uns die Küste in Jenner auch wieder empfing, wir fühlten uns nicht in der Lage es richtig zu genießen, da wir uns beide ein anständige Grippe im Hause der Rileys geholt haben. Also machten wir schon nach 78 Tageskilometern (+ 52 km im Sonoma- und Napa-Valley) und  23464 km insgesamt halt im Stillwater County Park. Ein Platz, der sich nur dadurch von den anderen paradiesischen Plätzen am Highway No.1 unterscheidet, dass er nicht der State Park Verwaltung, sondern der County Verwaltung unterliegt.

bilder/highwaynoone/NorthFriscoStillwaterCountyCG.jpg
Campground
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von Stillwater County zum Richardson Grove SP ( 241 km )

Am 16. März 2001 fuhren wir weiter den Highway No.1 entlang und es erwies sich als wahr, dass der nördliche Teil der legendären Straße der schönere ist. Es ist der Kontrast zwischen den saftig grünen Hügeln, auf denen nicht selten Kühe und Schafe ihr Dasein fristen, und dem wilden Pazifik, der unaufhörlich seine Wassermassen an die oft steilen Klippen der Küste heranträgt. Diese Wellen sind auch daran schuld, dass gelegentlich nur eine Fahrspur des Highways frei ist, da die Brandung oft so stark ist, dass sie einfach einen Teil der Fahrbahn wegspült und im Asphalt eine halbmondförmige Abrisskante hinterlässt, bei der man die Luft anhalten muss, wenn man sie passieren will. Wir fuhren für längere Teilabschnitte fast alleine auf der Straße, denn wer hier unterwegs ist, der hat kein bestimmtes Ziel. Die Ortschaften, die wir durchquerten, sind schnuckelig und verträumt, auch wenn sie zur Hauptsaison sicherlich gut frequentiert werden. Doch wie ein Magnet zieht uns Mendocino an, dessen Erwähnung in einem deutschen Schlager für mindestens die Hälfte der deutschen Besucher sorgt. Doch wer nichts außer einem Ortschild und ein paar Souvenirshops erwartet, ist beim Anblick des kleinen Ortes positiv überrascht. Die flachen Holzhäuschen an der Promenadenstraße strahlen einen ungewöhnlichen Charme aus und die darin befindlichen Geschäftchen können mit außergewöhnlichen Kunstgegenständen aufwarten. Alles andere als Schnick-Schnack. Auch die verborgenen Häuschen in den hinteren Straßen zeugen vom Individualismus einer ideenreichen Bauherrengemeinde. Kein Haus gleicht dem anderen und sie sind oft mit bunten Farben bemalt. Ein wirklich unerwartetes Highlight. Danach ging es weiter durch Orte wie Fort Bragg und Westport. Und dann ist die Reise auf dem Highway No.1 erst mal zuende, da er bei Leggett mit der ausgebauten Straße 101 verschmilzt. Nach ca. 2000 km entlang der kalifornischen Küste, immer auf den Spuren des Highways No.1, verlassen wir die Route und bleiben in Nordrichtung auf der 101. Nach 241 Tageskilometern und 23705 km insgesamt fahren wir in den mit hohen Redwood-Bäumen gefüllten Richardson Grove State Park.

bilder/california/RichardsonGroveSPCG.jpg
Campground
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Richardson Grove SP zum Prairie Creek Redwoods SP ( 275 km )

Am 17. März 2001 ging es auf der 101 weiter in Richtung Norden. Unseren ersten näheren Kontakt mit den riesigen Bäumen, für die die kalifornische Nordküste so bekannt ist, hatten wir im Humboldt Redwoods State Park. Ihn durchkreuzten wir auf der Avenue of the Giants, einer Scenic-Route, die sich auf 33 Meilen Länge um die größten Lebewesen herumschlängelt. Wir fühlten uns zeitweilig wie in einem Spielzeugauto der Spielzeugeisenbahn, bei dem die Bäume von den Proportionen nicht ganz zu den Autos passen. Die Straße windet sich geschickt um die riesigen Stämme herum und manchmal sind es nur wenige Zentimeter, die den Baum von unserer Kabinenaußenwand trennen. Weiter nördlich auf der 101 liegt das hässliche Eureka, bei dem selbst die pure Durchfahrt nicht besonders zu empfehlen ist. Von dort waren es dann nur noch wenige Kilometer bis zum Park der Baumriesen, demRedwood National Park. Der National Park schließt drei State Parks mit ein und nach 275 Tageskilometern und 23930 km insgesamt fanden wir ein nettes Plätzchen auf dem Prairie Creek Redwoods State Park.

bilder/california/RedwoodNPPrairieCreekSPCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 18.-19. März 2001
Tagebuch 18.-19. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Redwood NP zur Whiskeytown NRA ( 298 km )

Kurzentschlossen änderten wir unseren Plan, am 20. März 2001 nach Oregon in den Crater Lake National Park weiter zu fahren, da die Kraterstraße um den Vulkan herum oft sogar bis in den Juli hinein wegen Schnee gesperrt ist. Aber nach Schnee war uns überhaupt nicht zumute, deshalb entschieden wir uns, unsere Tour gen Norden nun zu beenden und wieder in Richtung Süden zu den Parks der Sierra Nevada aufzubrechen. Wir fuhren also auf der 101 wieder Richtung Eureka und bogen kurz vorher auf die 299 Richtung Osten ab. Die Straße führt ca. 130 Meilen durch den Trinity National Forest und schlängelt sich entlang des Trinity Rivers die Berghänge hinauf und hinunter. Am Wegesrand in den kleinen Ortschaften kann man Raftingtouren buchen, und manchmal findet man auch ein kleines Restaurant. Ansonsten ist die Gegend eher langweilig (ganz normaler Wald eben), und zu dieser Zeit ist absolut nichts los. Wir schätzen, dass bis vor kurzem hier auf teilweise 1000 Meter Höhe noch Schnee gelegen hat, einige Reste sind noch zu erkennen. Doch im Sommer muss dann doch ganz schön was los sein, das kann man an den vielen Motels und Reklameschildern sehen. Im nördlichsten Teil des Sacramento Valleys angekommen, führt die 299 an der Whiskeytown-Shasta-Trinity-National-Recreation-Area (kurz WSTNRA) vorbei, die ihren langen Namen drei Stauseen zu verdanken hat, die halt drei verschiedene Namen haben. Nach 298 Tageskilometern (+ 64 km im Redwood NP) und 24292 km insgesamt kamen wir am Whiskeytown Lake vorbei und buchten uns im Brandy Creek Campground ein. Das muss wohl eine ausgesprochen versoffene Gegend sein. Wir hatten ungewöhnliche 20 Grad warm und freuten uns auf den Blumenkohl, den es zum Abendessen geben sollte.

bilder/california/WhiskeytownNRABrandyCreekCG.jpg
Campground
Zum Tagebuch 21. März 2001
Tagebuch 21. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von der Whiskeytown NRA nach Shingletown ( 94 km ) 

Am 21. März 2001 war großer Einkaufstag und das erledigten wir 15 Meilen östlich vom Whiskeytown Lake in Redding . Von dort nahmen wir die 44 in Richtung Lassen Volcanic National Park. Doch dort angekommen, mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass nicht nur die Passstrasse wegen Schnees gesperrt war, sondern auch der Visitorcenter und damit der gesamte Park. Naja, dort oben auf 3000 Meter Höhe lagen halt noch etliche Meter Schnee und es brauchte noch ein paar Wochen, bis sie geschmolzen waren. Die Enttäuschung war groß und so richtig wussten wir dann auch nicht, wo wir hin sollten, sodass wir wieder 20 km zurück bis zu dem kleinen KOA-Campground Mt. Lassen - Shingletown gefahren sind. Nach 94 Tageskilometern (+ 36 km, die als Umweg bezeichnet werden müssen) und 24422 km insgesamt feuerten wir den Grill an und bereiteten alles für ein Lagerfeuer vor.

bilder/sierranevada/LassenShingletownKoaCG02.jpg
Campground
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von Shingletown nach Graeagle ( 319 km )

Am 22. März 2001 wollten wir ursprünglich über das Sacramento Valley und über die Interstate 5 in südliche Richtung fahren, um schnell voran zu kommen. Außerdem war uns nun bewusst, dass man in der Sierra Nevada noch den ganzen Frühling hindurch mit Schnee zu rechnen hat. Trotzdem entschieden wir uns dann doch noch für die Fahrt mitten hindurch und es war eine unserer besseren Entscheidungen, denn die Strecke erwies sich im Nachhinein als eines der Highlights der gesamten Tour. Der Tag empfing uns schon mit strahlendem Sonnenschein - beste Voraussetzung für erlebnisreiche Highway-Kilometer. Wir mussten erst einmal über eine Querverbindung (A6) zwischen der 44 und 36 (die beide in West-Ost Richtung verlaufen) wieder ein ganzen Stück zurück ins Tal, um in den Lassen National Forest über die 36 zu gelangen. Hier im Tal des Battle Creek scheint die Welt wirklich noch in Ordnung zu sein. Zwischen ewigen Weiden und den herumliegenden Gesteinsbrocken, die zweifelsohne noch von diversen Vulkanausbrüchen stammen, liegt das verschlafene Örtchen Manton . In einen Postamt (was nicht größer als ein kleines Einzimmer-Apartment ist und in dem sich zwei Damen die anfallende Arbeit teilten) fragte ich nach dem besten Weg zum Lake Tahoe und wurde von ihnen geradewegs in die Sierra Nevada geschickt. Wahrscheinlich blieben wir an dem Tag das Ortsgespräch Nummer eins in Manton. Dann erklommen wir die 36 wieder zurück in die Berge und spätestens ab Mineral wurde uns bewusst, dass unsere Wahl erstklassig war. In den niederen Regionen trieben die Bäume schon aus und auf den Weiden standen die ersten Wildblumen. Eine Landschaft, die zeitweilig eher an Kanada erinnert, obwohl die hohen Bergmassive fehlen. Wir wechselten auf die 89 und umfuhren den Lake Almanor an seinem westlichen Ufer. Dann kamen wir nach Greenville und ins Indian Village und "enterten" damit auch gleichzeitig den Plumas National Forest. In Greenville bekam unser Auto neuen Sprit und wir gönnten uns einen Cappucino in einem Allerweltscafé, was sich aber als geschmackvoll eingerichtet erwies. Dann verfranzten wir uns erst mal und fuhren, ohne dass wir es registrierten, die 70 in westliche Richtung. Doch die 25 km Umweg erwiesen sich als ebenso sehenswert wie die meisten Routen in der Sierra Nevada. Als wir wieder den richtigen Teer unter unseren Rädern hatten, durchfuhren wir so Örtchen wie Spanish RanchQuincy und Spring Garden, wovon Old-Quincy eine originale Goldgräberstadt ist und die alten Gebäude geschmackvoll dekoriert sind. Kurz hinter der Abzweigung nach Reno (70) steuerten wir auf den Plumas-Eureka State Park zu. Doch die Stichstraße machte in nur fünf Meilen mindestens 500 Höhenmeter, und schon hatten wir wieder eine geschlossene Schneedecke, sodass an ein Campen nicht zu denken gewesen wäre. Glücklicherweise trafen wir einen Ranger, der uns einen guten Tipp gab. Vier Meilen hinter Graeagle (hinter der Whitehawk Ranch / grünes Gebäude) liegt eine kleine Lichtung hinter den Bäumen, die die Straße säumen. Dort stellten wir nach 319 Tageskilometern (+25 klm Umweg) und 24766 km insgesamt unser Mobil ab. Das erste Mal auf unserer Reise campten wir wild und das noch auf Empfehlung eines Rangers.

bilder/sierranevada/PlumasNF89GraeagleSulphurCreekCG01.jpg
Campground
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von Graeagle zum Grover Hot Springs SP ( 192 km )

Am 23. März 2001 schien auch weiterhin die Sonne und verwöhnte uns mit frühlingshaften Temperaturen. Wir blieben auf der 89 und hielten geradewegs auf den Lake Tahoe zu. Je nach Höhenlage begleitete uns Schnee oder braunes Gras am Straßenrand. Dann kreuzten wir die Interstate 80 und nach weiteren 14 Meilen erreichten wir den berühmten See über den Skiort Tahoe City. Der See selbst lag allerdings im Nebel und die rege Betriebsamkeit auf den Straßen war eindeutig dem Skitourismus zuzuordnen. So liefen Leute in Skianzügen herum mit Snowboards auf dem Rücken, andere flanierten einfach nur auf der teuren Geschäftsstraße oder ließen es sich in einem Café gut gehen. Da wir so gar nicht auf Wintersport eingestellt waren, beschlossen wir am Westufer weiterzufahren. Auf halber Strecke machten wir einen Spaziergang im Sugar Pine Point State Park und hatten das erste Mal die Gelegenheit, direkt ans Wasser heran zu kommen. Lake Tahoe liegt in 1900 Meter Höhe und ist an manchen Stellen bis zu 500 Meter tief. Sein Wasser ist kristallklar und scheint verdammt kalt zu sein. Von den Berghängen fließt das Schmelzwasser in Sturzbächen in den See. Es dauert nicht mehr lange und die Skifahrer bleiben aus und dafür kommen die Wochenendurlauber, um sich beim Anblick dieses Schauspiels zu erholen. Lake Tahoe ist traumhaft schön und für unseren Geschmack etwas überfüllt. Bei South Lake Tahoe verließen wir wieder die Uferstraße und blieben erst mal auf der 89, um nach Woodfords und dann nach Markleeville zu gelangen. Ein Schild zeigte uns schon frühzeitig an, dass die Pässe auf der 4 und auf der 89 noch nicht zu überqueren waren (womit man um diese Jahreszeit immer noch rechnen muss, was unter Umständen die ganze Tour auf den Kopf stellt). Wir wollten allerdings nur bis zum Grover Hot Springs State Park und hofften, dass er geöffnet hatte - und er hatte und bot uns auch noch ein kleines Plätzchen für unser Haus. Hier erwartete uns nach 192 Tageskilometern und 24958 km insgesamt ein Tag Pause und vor allem die heißen Quellen in unmittelbarer Nähe.

bilder/sierranevada/GroverHotSpringsSPCG01.jpg
Campground
Zum Tagebuch 24. März 2001
Tagebuch 24. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Grover Hot Springs SP zum Yosemite NP ( 345 km )

Am 25. März 2001 sollte unsere National Park Tour beginnen, da sich jetzt im sogenannten Grand Circle die National Parks quasi die Klinke in die Hand geben. Doch wir mussten erst mal rüber auf die westliche Seite der Sierra Nevada, was im März noch ein kleineres Abenteuer sein kann. Von unserem Standpunkt aus war die 88 die einzig geöffnete Passstrasse über die Bergkette und stieg bis 2600 Meter an, um dann in langen Kurven zurück in den Frühling zu fahren. Mit jedem Meter, den wir dem Tal näher kamen, konnte die Natur mit mehr Grün aufwarten, und gleichzeitig stiegen die Temperaturen merklich an. An der Kreuzung zur 49 angekommen, spürte man nichts mehr vom Winter auf den Bergen und man fühlte sich innerhalb von einer Stunde in eine andere Welt versetzt. Wir fuhren auf der 49 - einer alten und traditionellen Goldsucherroute - in südliche Richtung, bis wir die 120 erreichten, die uns geradewegs in die Sierra Nevada zurück brachte. Ab Sonora brauchten wir exakt zwei Stunden, um in den Yosemite National Park zu gelangen. Den ganzen Berg wieder hinauf, durch traumhaft schöne Hügellandschaften, den Frühling wieder im Tal lassend. Und als wir die Parkgrenzen erreichten, zog der Himmel einen dichten Nebelvorhang zu, der dem ausklingendem Tageslicht die letzte Energie nahm. Wir fuhren im Zwielicht durch Nebelschwaden und abgebrannte Wälder, in denen die Baumstämme wie schwarze Zahnstocher in gelbem Teig wirkten. Eine verheißungsvolle Begrüßung. Nach 345 Tageskilometern und 25303 km insgesamt fanden wir einen freien Platz im Upper Pine Campground im östlichen Ende des Yosemite Valleys.

bilder/sierranevada/YosemiteCG01.jpg
Campground
Zum Tagebuch 26.-28. März 2001
Tagebuch 26.-28. März 2001
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Vom Yosemite NP zur Millerton Lake NRA ( 148 km )

Am 29. März 2001 schlängelten wir uns zum wiederholten Mal die Berghänge der Sierra Nevada herunter. Über die 41 und den südlichen Parkeingang  verließen wir Yosemite mit der Gewissheit, wiederzukommen. Wir steuerten geradewegs auf Fresno zu, als Britta auf der Karte einen See mit zugehöriger State Recreation Area ausmachte. So kamen wir schon nach 148 Tageskilometern und 25451 km insgesamt auf derMillerton Lake State Recreation Area an. Grüne Hügel umrahmen den See und wir beziehen einen Platz, der terrassenartig auf den See zeigt. Eine Eiche spendet uns Schatten, denn sommerliche Temperaturen und eine erbarmungslose Sonne lässt einen Griechenland ins Gedächtnis rufen.

bilder/california/MillertonLakeSRACG01.jpg
Campground
Zum Tagebuch 30. März - 01.April 2001
Tagebuch 30. März - 01. April
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von der Millerton Lake SRA nach Visalia ( 300 km )

Am 02. April 2001 durchfuhr uns abermals ein Zucken, als wir den Millerton Lake hinter uns ließen, da es uns dort sehr gefallen hatte. Auch dieser Platz an der kalifornischen Sonne gehört wohl zu unseren Geheimtipps. Wir fuhren also zurück auf die 41 Richtung Fresno und deckten uns dort mit Lebensmitteln ein. Wir waren in dem Supermarkt wohl die einzigen Deutschen unter 99% Mexikanern. Die Amtssprache ist Spanisch und die Waren sind allesamt 20% billiger als sonst. Das konnte uns nur recht sein. Danach ging es über die 180 wieder erbarmungslos hinauf in die Sierra Nevada in Richtung Kings Canyon- und Sequoia National Park. Als wir allerdings auf 2000 Meter Höhe im Sequoia NP ankamen, mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass die Wanderwege alle schneebedeckt waren, eine eisige Kälte herrschte, der Himmel bedeckt war, der Campground aufgrund der Schneemassen noch gesperrt war und nur eine betonierte Parkplatzfläche ohne jeden geringsten Campingkomfort zur Verfügung stand und zu allem Überfluss ein Bär seit Tagen schon sein Unwesen trieb und innerhalb der letzten Woche in zwei Fahrzeuge eingebrochen war (Das erledigen die flauschigen Gesellen, indem sie den Türholm nach unten biegen, bei geschlossenen Türen und Fenstern versteht sich). Diese Umstände veranlassten uns, den Besuch des Parks so knapp wie möglich zu halten und schleunigst wieder ins warme Tal hinab zu fahren. Trotzdem statteten wir vorher dem größten Baum (im Sinne von "am meisten Holz") der Welt einen Besuch ab, dem General Sherman Tree. Er ist mit seinen 83,8 Metern Höhe, seinen 31,2 Metern Umfang, seinen 1487 Kubikmetern Volumen und seinen geschätzten 2300-2700 Jahren an Lebensalter das größte Lebewesen (Wale eingeschlossen) auf der Welt. Ein paar Fotos und schon ging es wieder den Berg hinab in Richtung Visalia ins Tal. Und je tiefer uns die Serpentinen nach unten geleiteten, desto grüner und wärmer wurde es. Und das passte viel besser zu unserer derzeitigen Stimmung. Wir fuhren den Kaweah River entlang und zum krönenden Abschluss des Tages präsentierte sich der gestaute Fluss im Abendlicht von seiner besten Seite und die Szenerie erinnerte an die schottischen Highlands.
Sobald wir die Ebene wieder erreicht hatten, schien die untergehende Sonne wieder, als wäre sie nie hinter Wolken versteckt gewesen und nach 300 Tageskilometern und 25751 km insgesamt kamen wir auf dem Visalia KOA Campground an. Ein Platz, der sich kaum von anderen KOA-Plätzen unterscheidet. Es war halt mal wieder Zeit für Wäsche und Internet-Update.

bilder/sierranevada/SequoiaNPLakeKaweah.jpg
Bild
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

Von Visalia zum Lake Isabella ( 219 km )

Am 03. April 2001 hieß es für uns die Sierra Nevada zu umrunden, denn unser nächstes Ziel sollte das im Osten liegende Death Valley sein. Und um dort hinzukommen, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Berge um den Mount Whitney herum zu umfahren. Wir nahmen deshalb die 99 Richtung Süden und kamen so geradewegs nach Bakersville. Dort entschlossen wir uns dann doch noch mal den südlichen Teil der Sierra Nevada mitzunehmen und bogen auf die 178 in Richtung Lake Isabella . Sobald wir die Ausläufer der Sierra erreicht hatten, zeigte sich Kalifornien wieder von seiner schönsten Seite. Die Berghänge leuchteten in einem saftigen Wiesengrün und der aufgewühlte Himmel entwarf in Zusammenarbeit mit der Sonne und den Wolken ein Bild aus Licht und Schatten auf deren Hügeln. Trotzdem sieht hier im Süden die Sierra Nevada schon etwas anders aus. Sie erreicht bei weitem nicht mehr die Höhenlagen und scheint alles in allem etwas trockener zu sein. Wir fahren das Kern River Valley entlang bis zum Lake Isabella Stausee. Dort kommen wir nach 219 Tageskilometern und 25970 km insgesamt auf dem Pioneer Point Campground an. Der See hat noch längst nicht seinen Höchststand erreicht und sieht so verlassen ziemlich traurig aus. Doch der Campground ist schön und wir machen Station für den Rest des Tages und die kommende Nacht.

bilder/sierranevada/LakeIsabellaPioneerPointCG02.jpg
Campground
Kein Eintrag
Kein Eintrag
Karte California
Karte California
nach oben
nach oben

 
Alle Kapitel im Überblick mit Erklärung
Inhalt
weiter bei Teil 05
weiter bei Teil 05
nach oben
nach oben

Ende dieser Seite


mail an CampAmerika
Tagebuch
Reiseverlauf
Gesamtkarte
Fotoalbum
Reisevorbereitung
Live-Chat
Story
Register
Home
Inhalt
CD
Gästebuch
Wohnung
Camper
Ausrüstung
Auszeit+Job
Finanzen
Papierkram
Tips
R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0

4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0

4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0

4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0
4
 

R
E
I
S
E
V
E
R
L
A
U
F

0

4