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Prinzipielles
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Ratschläge
sind ja im Allgemeinen fast immer gut gemeint, doch meistens möchte
man von den Weisheiten anderer gar nichts wissen. Man will seine eigenen
Erfahrungen machen, selbst auf die nützlichen Dinge stoßen,
das Unheil aus eigener Kraft abwenden und nicht alles gebetsmühlenartig
von anderen gepredigt bekommen. Dabei nimmt man auch gerne mal in Kauf,
dass man gewisse Umstände hat, die man sich hätte sparen können,
wenn man auf Andere gehört hätte. Doch was soll's! Jeder muss
seine eigenen Erfahrungen machen. Das, was dem Einen von großer Bedeutung
ist, spielt bei dem Anderen halt absolut keine Rolle. Deshalb kann ich
auch nicht davon ausgehen, dass ihnen meine Tipps auch nur ansatzweise
etwas bringen werden. Lesen sie sich einfach die Tabelle durch und entscheiden
sie selbst, was sie interessiert.
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Checkliste
Wandern
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Im Kapitel
Ausrüstung bin ich schon einmal kurz auf das Thema eingegangen. Das
Wandern in Nordamerika ist wohl eine der geeignetsten Freizeitbeschäftigungen,
die man sich für das Land vorstellen kann. Eintagestouren sowie Mehrtagestouren
sind absolut die besten Möglichkeiten, die USA und Kanada zu entdecken.
Denn die Natur Nordamerikas ist wohl unbestritten das Juwel dieser beiden
Nationen, welches sich einem erst zu Fuß richtig offenbart. Für
eine Mehrtagestour (2-3 Tage) soll nachfolgende Checkliste dienen. Die
Liste ist keineswegs ultimativ, ist für den echten Wanderprofi kaum
zu gebrauchen und soll nur die wichtigsten Gegenstände auflisten,
die dann weiter unten teilweise erläutert werden.
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Rescue-Set
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Zelt
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Schlafsack
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Isomatten
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Unterwäsche
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Hemd
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T-Shirts
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Socken
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Outdoor-Jacke
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Hut/Mütze
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Sonnenbrille
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Gaskocher
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Gas-Licht
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Seil
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Kompaß/Karte
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Kochgeschirr
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Eßbesteck
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Geschirrhandtuch
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Schwamm
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Trinkwasser
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Seife
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Zahnbürste
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Zahnpaste
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Toilettenpapier
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Pass/Papiere
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Nähnadel/Garn
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Feuerzeug
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Streichhölzer
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Mülltüten
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Handtuch
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Grillanzünder
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Schaufel
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Schrittzähler
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Taschenlampe
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Sonnencreme
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Ersatzbatterien
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Zucker
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Tee
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Milch
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Suppen
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Rescue-Set
Das Rescue-Set
(Rettungs-Set) sollte ein ständiger Begleiter ihrer Reise sein. Es
beinhaltet viele Artikel, die nicht nur für den medizinischen Notfall
gedacht sind. Es sollten sich die wichtigsten Medikamente sowie im Notfall
unverzichtbare Utensilien darin befinden, die sie je nach Anforderung selbst
zusammenstellen können. Auf jeden Fall sollten sie dieses kleine Täschchen
immer bei sich tragen, wenn sie zu Fuß oder mit ihrem Camper unterwegs
sind. Es kann unter Umständen Ihr Leben retten, oder einfach nur ein
sicheres Gefühl vermitteln. Hier nur ein paar Anregungen zur Ausstattung.
Auch hierbei verweise ich darauf, dass die Liste nicht ultimativ ist und
jederzeit auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt werden
kann.
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Aspirin
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Vomex A
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Tigerbalsam
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Rescue-Creme
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Rhoival
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Zovirax
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Brandsalbe
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Bepanthen
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Desinfektionsmittel
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Flachmann
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Tampons
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Kondome
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Q-Tips
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Wäscheklammern
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Sagrotan
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Heft-/ Klamerpflaster
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Schere/Messer
Allzweck-Tool
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Emser Salz
Salztabletten
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Streichhölzer
(wasserfest)
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Rettungsdecke
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Klebeband
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elast. Binde
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Kompresse
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Blasen-Pflaster
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Pinzette
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Sicherheitsnadeln
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Insektenmittel
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Mullbinde
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Latexhandschuhe
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Gummis
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Seil
Ein Seil dient
bei einer Wanderung weniger dem Sichern von Personen beim Klettern (wobei
es dabei sicherlich auch gute Dienste tut), sondern der Sicherung des Gepäcks
vor nächtlichen Besuchern. So sind viele Naturgebiete in Nordamerika
immer noch (welch Glück) die Heimat von Bären, Koyoten und anderem
Getier, die nicht selten - angezogen durch Essensgerüche - gerne mal
einen Blick in den Rucksack des Wanderers werfen. Dass das zuweilen zu
Problemen führen kann, gerade wenn sich besagter Rucksack noch im
Zelt befindet, liegt auf der Hand. Es lohnt sich schon alleine deshalb,
die Regeln des sog. Backcountry-Camping einzuhalten: Alles, was nicht zum
Schlafen im Zelt gebraucht wird (dazu gehören auch die stinkenden
Socken), sollte mindestens 50 Meter entfernt vom Zelt so an einem Baum
befestigt werden, dass kein Tier an das Gepäck heran kommen kann.
Tipps dazu findet man auch auf unten stehender Internetseite.
Schrittzähler
Ein Schrittzähler
(Pedometer) kann gerade für ungeübte Wanderer eine größere
Hilfe sein als der Kompass (den man u.U. sowieso nicht richtig bedienen
kann), auch wenn das eine Gerät das jeweils andere nicht ersetzt.
Doch ein sog. Pedometer ist die einfachste Möglichkeit, schon zurückgelegte
Strecken abzumessen, was manchmal ein sehr guter Anhaltspunkt für
noch bevorstehende Strecken ist und solange man sich auf Wegen fortbewegt,
kann man zumindest seiner Kondition entsprechend entweder umdrehen oder
fortschreiten.
Gaskocher/Gaslicht
Für die
Flaschenkocher der Firma GAZ (die man auf die Gasflaschen aufschrauben
kann), und die zumindest in Deutschland sehr populär sind, gibt es
nur selten die entsprechenden Gasflaschen zu kaufen. Nur in gut sortierten
Outfitter-Läden oder manchmal in National-Parks findet man die kleinen
blauen Gasflaschen. Entweder man nimmt sich aus Deutschland einen Vorrat
mit in die USA oder man vertraut auf sein Glück. Die Gaskocher der
Firma Coleman tun es auch, sind aber in brauchbarem Zustand erst ab 23$
zu haben. Möchte man eine entsprechende Gaslampe haben, muss man schon
weitaus tiefer in die Tasche greifen. Da die Systeme in Europa nutzlos
sind, sollte man sich doch vielleicht mit Camping-Kocher und Camping-Gas-Lampe
zuhause eindecken und für entsprechenden Vorrat an Gasflaschen sorgen.
Für das alltägliche Kochen auf dem Campingplatz empfiehlt sich
dann der Zweiflammengaskocher.
Schaufel
Mit der Schaufel
ist ein Hilfswerkzeug gemeint, mit dem man das obligatorische Loch graben
kann, wenn man unterwegs mal muss. Diese Tätigkeit sollte nicht unterschätzt
werden, weder in ihrer Notwendigkeit (auch von Seiten des Naturschutzes)
noch in Bezug auf ihren Schwierigkeitsgrad. Oft richtet man mit seinen
bloßen Händen rein gar nichts aus. Es gibt klappbare Schaufeln
für kleines Geld, die man am Gürtel tragen kann und schnell greifbar
hat (was manchmal nicht ganz unwichtig ist).
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Club-Mitgliedschaften
in Supermärkten
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Es gibt in
Nordamerika unzählige Supermarktketten,
die sich gegenseitig Konkurrenz machen und um Kunden geradezu aggressiv
werben. Nicht selten geht das über besonders günstige Angebote
oder Vorzüge in Form von Preisnachlässen und Mengenrabatten.
Sehr beliebt ist ist dabei die Club-Mitgliedschaft, die zuweilen erhebliche
Preisvorteile einräumt. Nicht selten kann man bei einem Wocheneinkauf
für zwei Personen 5-10 $ sparen, nur weil man eine Clubkarte besitzt.
Dieser Sparbetrag wird dann auch noch werbewirksam mit auf die Rechnung
gedruckt, damit sie nicht übersehen, welchen Vorteil sie haben. Dabei
bekommt man eine Club-Karte ganz umsonst. Man muss nur an der Kasse nach
einer Mitgliedschaft fragen und schon bekommt man ein Plastikkärtchen
in Scheckkartengröße, das einem das Tor zur bevorzugten Einkäuferschicht
öffnet. Die Fragen nach Adresse und Telefonnummer müssen sie
dabei nur verneinen, da sie ja Reisender sind und keinen festen Wohnsitz
haben (was in Nordamerika nicht unüblich ist). Doch achten sie auch
mit Clubkarte immer auf die Preise. Oft ist das gleiche Produkt in einer
anderen Verpackung noch günstiger als der Vorzugspreis für Mitglieder.
Wir hatten zu Spitzenzeiten bis zu zehn verschiedene Club-Karten in Besitz.
Doch am günstigsten kaufen sie immer noch dort ein, wo es weder Mitgliedskarten
noch sonstigen Schnick-Schnack gibt. In Billigläden kann man sogar
oft nur mit Bargeld zahlen, was sich aber fast immer lohnt.
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YMCA
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Die Unterkünfte
der Vereinigung junger, christlicher Männer (YMCA) respektive Frauen
(YWCA) sind für Camper nur insoweit relevant, als dass sie oft auch
über einen Swimmingpool und eine Sauna verfügen,
für die man separat ein Eintrittsgeld entrichten kann. Man muss also
während seiner Reise nicht auf den Bade- bzw. Saunaspaß verzichten.
Unter den gebührenfreien Telefonnummern 1 888 333 9622 (Quartiere
in den USA) und 1 800 872 9622 (Quartiere International) bekommt man Auskunft
über die nächstgelegenen Häuser, die über besagte Einrichtungen
verfügen (Zip-Code bereit halten). Unter anderem kann man sich die
Informationen auch aus dem Internet holen.
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Postlagern
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Wer in Nordamerika
für längere Zeit unterwegs ist, wünscht sich sicherlich
manchmal nichts sehnlicher als einen Brief von Zuhause. Oder eine dringende
Ersatzteilbestellung soll die Reisenden erreichen. Doch wenn man sich selten
länger als drei Tage an einem Ort aufhält und die Post (je nach
Sendung) zwischen einer und sechs Wochen unterwegs ist, bleibt einem nur
die Möglichkeit der Postlagerung auf einem Postamt
der Vereinigten Staaten oder Kanadas. Doch wer kennt schon die Adressen
der Postämter in Nordamerika? Suchen sie sich einfach einen Ort aus,
den sie in den nächsten Wochen auf jeden Fall durchfahren werden und
erfragen sie unter der gebührenfreien Telefonnummer 1 800 275 8777
den Zip-Code des Postamtes ihrer gewählten Stadt. Gibt es mehrere
Postämter in dieser Stadt, fragen sie nach dem "Mainoffice" und gleich
nach der Adresse. Diese können sie dann ihren Lieben zuhause durchgeben
mit dem Zusatz, den Brief "General
Delivery" (Postlagernd) zu senden. Der Brief bleibt nach Ankunft 30 Tage
auf dem Amt liegen, bis er an den Absender zurückgesendet wird. Das
nächste Postamt findet man natürlich auch im Internet.
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e-Mail
Account
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Ein e-Mail
Account (Konto) ist wohl die beste Möglichkeit, um mit seinen Freunden
und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Wahrscheinlich brauche ich das nicht
näher auszuführen, dennoch gibt es einige wenige Dinge, worauf
man achten sollte. Es gibt mittlerweile eine unzählige Menge kostenloser
e-mail Anbieter, deren Service sich jedoch stark unterscheidet. Wenn sie
aus dem Ausland in einem Internet-Café
ihre Mails abfragen, dann ist die Ladezeit das größte Problem.
Denn umso länger es dauert, bis sich ihre Nachrichten aus der Heimat
aufgebaut haben, desto mehr kostet ihre Nutzerzeit im Internet-Café.
6 US$ pro Stunde (manchmal auch nur die halbe Stunde - je nach Ort) müssen
sie da schon rechnen. Immer davon ausgegangen, sie tragen nicht ihren eigenen
Computer mit sich rum, sind sie von einem schnellen Service abhängig.
Dabei spielt es keine Rolle, ob sie einen amerikanischen oder europäischen
Dienst nutzen. Nur der Anbieter selbst ist für die Ladezeiten seiner
Seiten verantwortlich. Weiterhin sollte ihr e-Mail Account eine POP
3 Abfrage erlauben (T-online/AOL erlauben das nicht). Das könnte wichtig
sein, wenn sie größere Dateien aus ihrem e-Mail Account herunterladen
wollen. Schreiben sie sich schon zuhause den Namen des "Eingangs- und Ausgangsservers
für POP 3 Abfragen" auf und richten sie die Abfrage ein, dann können
sie unterwegs von jedem Internet-Anschluss mit einem gewöhnlichem
e-Mail Programm (Outlook Express/Netscape Messenger) ihre Mails auch runterladen.
Das könnte der Fall werden, wenn sie Dokumente benötigen, die
sie in ihrem Mail-Fach gespeichert haben. Es gibt zwar auch noch andere
Möglichkeiten (American Express / ADAC / Seabridge for Motorhomes),
ihre Dokumente (Kopie von Reisepass, Führerschein, Kreditkarten, usw.)
für den Fall des Verlusts aufzubewahren, doch sie haben wohl kaum
einen schnelleren Zugriff darauf, als wenn sie in ihrem eigenen e-Mailfach
zur Verfügung stehen. Das ist zwar nicht unbedingt super sicher, doch
die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs kann meines Erachtens nach vernachlässigt
werden. Wenn ihr e-Mail Account zusätzlich auch noch eine Telefonnummer
zur Verfügung stellt, über die ihr Anbieter entweder Sprachanrufe
oder eingehende Faxe verarbeitet, dann können sie sich sogar wichtige
Dokumente zusenden lassen oder einfach nur mal die Stimmen der Freunde
hören. In vielen Truckstopps (bzw. Tankstellen) und Hotelhallen gibt
es öffentliche Internetstationen,
an denen sie für ein paar Dollar (meistens 1$ pro 5 Minuten) ihren
e-Mail Account abfragen können. Wenn sie ihre Freunde und Bekannten
zu einer "Gruppe" vorkonfiguriert haben, lassen sich recht einfach nette
Reiseberichte an die Lieben zuhause verschicken, ohne dass sie Stunden
vor dem Bildschirm sitzen müssen.
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Sprachgebrauch
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Wenn sie
schon der englischen Sprache mächtig sind, darf man ihnen gratulieren.
Wenn ihr Wortschatz noch erhebliche Lücken aufweist, gebe ich ihnen
einen Tipp. Machen sie sich nicht allzu große Mühe mit der englischen
Grammatik. In Nordamerika spricht man Amerikanisch, und das ist reduziert
auf das Wesentliche. So wird zur Gunsten des schnelleren Verständnisses
und der plakativen Mitteilung die Sprache verunstaltet, was für den
Ausländer prinzipiell Vorteile hat. Wer mal verstanden hat, dass "4
Sale" "zu verkaufen" heißt, ist auf dem besten Weg, ein echter Ami
zu werden. Wundern sie sich allerdings nicht, wenn die Amerikaner sogar
grammatikalische Fehler voll in Kauf nehmen, nur um die Botschaft auf eine
zu klein geratene Werbefläche unterzubringen. Da kommt es schon mal
vor, dass der amerikanische "Durchgangsverkehr" ("Throughtraffic"), plötzlich
"trutrafic" genannt wird. Der überwiegende Teil der Bevölkerung
weiß, was gemeint ist. Und ein ernstzunehmender Teil weiß es
nicht besser. Umgangssprachlich brauchen sie sich nicht zu viel Mühe
zu geben - man wird immer hören, dass sie Ausländer sind, weil
sie die Dinge einfach anders nennen als die Einheimischen. Wenn sie jemanden
ansprechen (z.B."Where is the next supermarket?") und ihr Gegenüber
antwortet mit "what's that?", ist demjenigen nicht die Bedeutung eines
Supermarktes fremd, denn "what's that?" heißt in dem Fall nicht "was
ist das?", sondern eher so viel wie "Was ist?". Ihr Gegenüber hat
sie dann akustisch einfach nicht verstanden. Jetzt kann man sich vorstellen,
welch komische Situation entsteht, wenn sie ihrem Gesprächsteilnehmer
erklären, was ein "supermarket" ist.
Auch bei Begrüßungen
sollten sie die Grammatik eher außer acht lassen. Die meist verwendeten
Worte lauten "How's it going" oder auch "How you ('re) doing". Wenn sie
mit "How do you do" oder "How are you" antworten, ist das natürlich
nicht verkehrt. Im übrigen sollten solche unverfängliche Fragen
nach ihrem Wohlbefinden nicht mit der Wahrheit beantwortet werden. Ein
"not too bad!" ist das Höchste der Gefühle. Wenn sie sich auf
keine Diskussionen einlassen wollen, antworten sie besser mit "fine", oder
"pretty good!" Aber sehen sie die Frage nicht als Aufforderung, ihre Sorgen
mitzuteilen. Und noch etwas. Fragen sie nie nach den "Toilets"! Das sind
die "Restrooms" oder auch "Bathroom".
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Rand
McNally
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Rand McNally
ist Nordamerikas größter Straßenkartenverlag. Hier bekommt
man den wunderschönen Straßenatlas,
den es bei Wal-Mart für die Hälfte gibt (genau den Gleichen
versteht sich). Ansonsten rangiert Rand McNally als eine Mischung
zwischen ADAC und Tchibo. In den meisten seiner Läden
in Großstädten kann man so allerlei Krimskrams kaufen, der zu
überteuerten Preisen keinen rechten Nutzen hat. Doch Rand McNally
wartet in den USA mit einer Auswahl verschiedener Artikel auf, die für
den europäischen Reisenden von größter Notwendigkeit sein
können. So bekommt man z.B. Reisestecker-Sets, die nicht nur für
amerikanische Geräte in Europa zu gebrauchen sind, sondern auch umgekehrt.
Auch fand ich in den Regalen einen Transformator, der 230 V in 120 V wandelt
aber auch umgekehrt. In puncto elektronische Reiseadapter ließ Rand
McNally zumindest keine Wünsche offen.
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Wal-Mart
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Wahrscheinlich
habe ich mir über diesen Laden schon die Finger wund geschrieben,
doch auch in dieses Kapitel gehört zumindest die Erwähnung des
ultimativen Einkaufmarkts in Nordamerika. Aber ich versuche mich kurz zu
fassen und alle schönen Dinge nahtlos aneinander zu reihen:
Man kann vor
sog. "Supercenters" kostenlos auf dem Parkplatz campen. Das hat zwar keinerlei
Komfort, doch im Gegensatz zu deutschen Ablegern haben Supercenter
von Wal-Mart 24 Stunden geöffnet, was die Benutzung der Toiletten
mit einschließt. Außerdem sind die Parkplätze nachts bewacht.
Supercenter
bezieht sich im übrigen auf die Tatsache, dass es in dem Laden auch
frische Lebensmittel zu kaufen gibt. Wenn man sich generell an die Marken
Great
Value hält (Wal-Mart eigene Marke), kann man recht preisgünstig
einkaufen. Wal-Mart vertreibt den Rand McNally Straßenatlas
für 4,97 $ (normal 10,95 $) mit eingeheftetem Wal-Mart Verzeichnis.
Wer diese Karte besitzt, weiß immer, wo der nächste
Wal-Mart
zu finden ist. Wal-Mart hat die besten Preise, was die Entwicklung
von Photos angeht. Auch die "1 hour" Photos
sind recht günstig, zumal man die Entwicklung während seines
Einkaufs erledigt bekommt. Allerdings nur matt, nicht glänzend. Alles,
was sie in einem Wal-Mart kaufen, können sie unabhängig
von Kaufdatum und Zustand wieder umtauschen, wenn ihre Geschichte nicht
allzu haarsträubend ist. Sobald das Produkt nicht ihren Erwartungen
entspricht, nimmt Wal-Mart es wieder zurück, unabhängig
der Garantieregelung des Herstellers. Bei vielen Produkten brauchen sie
noch nicht einmal den Kaufbeleg vorzuzeigen. Bis zu 20 $ bekommen sie in
bar wieder zurück. Darüber hinaus bekommen sie das Geld entweder
als Gutschrift oder auf ihr Kreditkartenkonto überwiesen. In puncto
Klamotten kann man sich bei Wal-Mart ebenfalls mit ausgesprochen
geschmackvollen Dingen einkleiden. Die Qualität ist meistens ordentlich
und modisch obendrein. Die Preise sind sowieso unschlagbar. Die Textilabteilung
dieser Einkaufskette ist also absolut nicht mit ihren Ablegern in Deutschland
zu vergleichen. Dort bekommt man bekanntlich nur Schrott. Zuguterletzt
muss ich noch mal erwähnen, dass die Angestellten überaus zuvorkommend
und freundlich sind, was das Einkaufen als Kunde einfach angenehmer macht.
Schließlich und letztendlich ist das alles nur verkaufsfördernd.
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Internet
auf Reisen
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Vorausgesetzt,
sie haben ihren eigenen Computer in Form eines Laptops
oder auch Notebooks mit auf Reisen dabei,
könnte es durchaus Sinn machen, wenn sie einen Internet-Provider
haben, der ihnen einen internationalen Zugang ermöglicht. Lesen sie
sich allerdings vorher in alle Ruhe die unten stehende Story durch, bevor
sie zu voreilige Entschlüsse treffen. Generell muss ich sie aber vor
zu viel Internetaktivität warnen. Erst als ich den Update meiner damaligen
Internetseite einstellte, hatte ich eine große Sorge weniger. Das
liegt nicht nur daran, dass sie immer auf der Suche nach der nächsten
Telefondose sind, sondern auch an der sinkenden Lebensqualität. Sie
sind ständig "angekoppelt" und "vernetzt". Aber genau das wollen sie
doch eigentlich nicht sein. Auch wenn sich viele unserer Freunde über
unsere Reiseberichte gefreut haben, würde ich heute nicht mehr versuchen,
eine Homepage aus Nordamerika zu pflegen. Es spricht absolut nichts dagegen,
seine Aufzeichnungen zu machen und später ins Netz zu stellen.
In den USA gibt
es einige Provider, die ihren Dienst kostenlos
anbieten. Darunter zählen auch NetZero
und Juno. Auch die Handelskette
K-Mart bietet über Bluelight.com einen zwar nicht kostenlosen,
jedoch sehr günstigen Internetanschluss an. Die kostenlosen Anbieter
sind allerdings nicht sehr empfehlenswert, da sie sich über Werbeeinblendungen
finanzieren, die ihrerseits den Seitenaufbau enorm behindern. Das Einwahlsystem
ist dabei immer das gleiche. Sie erhalten eine Einwahlliste, wonach sie
sich den Ort aussuchen, den sie über ein Ortsgespräch (City-Call)
erreichen können. Ortsgespräche sind
nämlich in den USA und Kanada gebührenfrei. Je nach Einwahlliste
haben sie dann mehrere oder gar keine Möglichkeit, sich von ihrem
Standpunkt aus einzuwählen.
Wenn sie T-Online
Kunde sind, haben sie die Möglichkeit, einen internationalen
Anschluss zu beantragen. Hierfür bietet das Unternehmen einen kleines
Zusatzprogramm, mit dem sie sich eine Nummer in der Nähe ihres Standorts
aussuchen können. Der internationale Zugang kostet nichts, jedoch
sind die Minutenpreise etwas höher. Die Abrechnung erfolgt über
ihre Telefonrechnung. Wer nun keinen Telefonanschluss mehr hat, der muss
entweder einen "fiktiven" Anschluss
bei der Telekom beantragen oder beauftragen, dass ihre Online-Gebühren
auf eine andere bestehende Rechnung addiert werden (die der Eltern oder
von Freunden). Letzteres kann ich eher empfehlen, zumal bei sie bei einem
fiktiven Anschluss unbedingt einen Abbuchungsauftrag erteilen müssen.
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Rufus
Graphics Naturführer
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Für
einige wenige Juwelen der Naturlandschaft Amerikas gibt es von Rufus
Graphics ein Faltblatt der Spitzenklasse. Es besteht zwar nur aus einigen
wenigen Seiten, jedoch sind die Inhalte und die Gesamtkonzeption überaus
überzeugend. Es passt in jede Tasche, lässt sich leicht handhaben,
ist graphisch ein Hochgenuss, beinhaltet viele Farbbilder und informiert
in anschaulicher Form über die wesentlichen Sehenswürdigkeiten
des Parks. Leider gibt es diese kleinen Führer nur für: Alcatraz,
Fisherman's Wharf, Golden Gate Park, Grand Canyon, Mesa Verde, Redwood
NP, Tuolumne Meadows, Wawona und Yosemite Valley. Vom Yosemite
Valley und vom Grand Canyon konnten wir jeweils ein deutsches
Exemplar ergattern, die wirklich Freude machen. Also, immer die Augen aufhalten,
denn zur Freude eines jeden Travellers kosten sie auch nur 2,50 $.
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Expressway
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Das Straßensystem
in Nordamerika ist eigentlich sehr übersichtlich und relativ einfach
zu meistern. Selbst durch die größten Metropolen sind wir mit
dem eigenen Camper gefahren (New York ausgenommen) und stießen
auf keine größeren Schwierigkeiten. Doch gerade in Metropolen
gibt es immer wieder die Expressways, deren Bedeutung erst klar wird, wenn
man mal eine Ausfahrt verpasst hat. Denn der Expressway hat längst
keinen Anschluss an alle Ausfahrten. Auf ihm ist schnelles Vorankommen
angesagt und er läuft meist parallel zur normalen Schnellstraße.
Wenn sie sich also nun auf einem Expressway befinden, dann achten sie darauf,
dass sie schon ein paar Meilen vor ihrer eigentlichen Ausfahrt auf den
normalen Highway wechseln, sonst fahren sie dort bis zur nächsten
Großstadt. Manchmal ist der Verkehr auf einem Expressway übrigens
dichter als auf dem normalen Highway. Dann spricht nichts gegen den Fahrspurwechsel.
Das Überholen auf der rechten Spur ist im übrigen auch erlaubt,
auch auf der Interstate.
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Sour
Cream
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Ich hätte
zwar selbst nie gedacht, dass ich mich mal über Sour Cream auslassen
würde, doch wenn ich meiner Frau glauben darf, ist das Thema "Sour
Cream" nicht gerade unbedeutend. So steht außer Zweifel, dass wir
Europäer des öfteren Speisen zubereiten, die so etwas wie Joghurt,
Creme Fraiche oder auch Quark als Grundlage beinhalten. Allerdings ist
es nicht gerade einfach, die Zutaten in den Regalen amerikanischer Einkaufsläden
ausfindig zu machen, da man vergeblich nach den Bezeichnungen "Creme Fraiche"
oder "Quark" sucht. Und hier kommt die schöne Bezeichnung "Sour Cream"
ins Spiel. Eine ganz normale Sour Cream ist nämlich unsere heißgeliebte
Creme Fraiche. Wenn sie die "NOT FAT"-Version einer Sour Cream im Einkaufswagen
liegen haben, dann sind sie im Begriff, einen fettarmen Quark zu kaufen.
Die "LOW FAT"- Version ist dann irgendetwas zwischendrin. Das Einfachste
ist, wenn sie sich mal je eine Sorte kaufen und einen Sour Cream-Test durchführen,
dann kommen sie sehr schnell hinter das Geheimnis.
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Telefonieren
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In Nordamerika
haben sie wahrscheinlich auch gelegentlich das Verlangen, mit ihren Bekannten
zuhause zu telefonieren. Wenn sie sich in einer Region befinden, in der
ihr mitgebrachtes Handy funktioniert, dann können sie natürlich
dieses für überteuerte Gebühren nutzen. Doch außerhalb
der Metropolen funktionieren ja kaum Handys (die
dort drüben im übrigen Cell-Phone
heißen) der dort ansässigen Gesellschaften. Deshalb sind auch
sie auf die öffentlichen Fernsprecher angewiesen, die es im Gegensatz
zu deutschen Verhältnissen fast an jeder Ecke gibt. Selbst in Naturparks
oder abgelegeneren Regionen finden sie eigentlich immer ein Telefon. Wenn
sie jetzt allerdings auf Kleingeld angewiesen sind, werden sie feststellen,
dass auch diese Methode unverhältnismässig teuer ist, gerade
wenn es sich um Telefonate ins Ausland handelt. Die in Nordamerika zu beziehendenTelefonkarten
sind eine preisgünstigere Alternative, wobei sie immer leer sind,
wenn man mal dringend telefonieren möchte. Eine absolut günstigste
und einfache Art in Nordamerika zu telefonieren ist ein Vertrag mit der
at&t. Sie bieten die Abrechnung per Kreditkarte und eine Minute von
den USA oder Kanada nach Deutschland kostet sage und schreibe 12 cents.
Sie brauchen sich nur online anzumelden und schon bekommen sie ihren Autorisierungscode.
Die Eingabe der vielen Nummern (Toll-free number + Autorisierungscode +
Rufnummer) kann zwar nervig sein, ist aber letztendlich die günstigste
Alternative und garantiert ihnen, dass sie von jedem Apparat aus (auch
privaten Anschlüssen) ohne Einschränkungen telefonieren können.
Eine monatliche Abrechnung mit Einzelnachweis geht ihnen dann per Post
zu.
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Geld
/ EC-Karte
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Wenn sie
eine längere Reise in Nordamerika machen, empfehlen sich nach wie
vor American Express Reisechecks.
Doch seien sie vorsichtig mit größeren Mengen dieses Zahlungsmittels.
Wenn der Dollarkurs steigt, haben sie Glück gehabt, fällt er
jedoch, zahlen sie ständig etwas mehr als notwendig. Denn American
Express Traveller Checks sind wie Bargeld und werden auch als solches
akzeptiert. Eine vom Kurs unabhängigere Möglichkeit ist das Kreditkartenkonto,
auf welches sie ebenso ein Guthaben einzahlen können (fragen sie dazu
ihre Bank). Dann verringert sich ihre Auslandseinsatzgebühr
auf meistens 1,75 % und ihr Guthaben auf dem Konto bringt zusätzliche
Zinsen. Am einfachsten und billigsten ist jedoch die Geldbeschaffung per EC-Karte.
Diese Bankkarten (in Nordamerika Debitcard
genannt) verfügen meistens über das sog. Maestro-Zeichen.
An der überwiegenden Anzahl der nordamerikanischen Geldautomaten erhalten
sie damit bis zu 200 $ (manchmal auch mehr) pro Transaktion. Hierfür
wird ihnen eine geringe Gebühr (meistens 1-3 $) der jeweiligen Bank
berechnet. Ansonsten fallen allerdings keine weiteren Gebühren an.
Auch wenn an den Automaten nur ein Cirrus-Zeichen
klebt und das Maestro-Zeichen weit und breit nicht zu sehen ist,
bekommen sie an dem Automaten Bargeld. Auch in Lebensmittelmärkten,
die prinzipiell Debitcard anerkennen, kann man sein Glück mit
der EC-Karte immer wieder versuchen (Eurochecks sind absolut unbekannt).
Die berühmte Scheckzahlung per Abrissblock der Amerikaner ist der
Debitcard
-Zahlung weitestgehend gewichen. Schließlich und letztendlich kann
man zwar fast bei jedem Bauchladenhändler mit Karte bezahlen, doch
ein gewisser Anteil an Banknoten empfiehlt sich immer in der Tasche zu
haben. Eindollarbanknoten werden zum Beispiel immer für Trinkgelder
gebraucht.
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Steuern
sparen
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Eine Sache,
die man bei seiner Reiseplanung schnell außer Acht lassen könnte,
ist der Reisetermin. Immer vorausgesetzt, sie planen einen Aufenthalt über
drei Monate hinaus. Dann empfiehlt es sich den Jahreswechsel mit einzubeziehen.
Dadurch verringert sich ihr jeweiliges Bruttojahreseinkommen und damit
automatisch auch ihre Steuerlast. Im Falle eines einjährigen Aufenthalts
haben sie die meisten Ersparnisse, wenn sie z.B. von Sommer zu Sommer unterwegs
sind. Das kann im Gegensatz zu einer Kalenderjahr-Auszeit einige tausend
Euro ausmachen.
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Show
your card and save / KOA-Value Card / Good Sam Club Card
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Show
your card and save ist eine Discount-Karte des amerikanischen Autoclubs,
die auch den Mitgliedern des ADAC angeboten wird (kann man in den Geschäftsstellen
abholen). Mit dieser Karte erhalten sie an vielen Stellen einen meist 10
prozentigen Rabatt. So unter anderem an: Kinokassen, Museen, Naturparks,
Bücherläden, Schiffstouren, Touristenführungen, Bustouren,
etc.. Es lohnt sich auf jeden Fall, immer die show your card and save
vorzuzeigen, denn viele Geschäftsleute entscheiden sich auch noch
spontan, einen Rabatt zu gewähren. In Restaurants können sie
die Karte getrost stecken lassen. Dort erwartet man von ihnen, dass sie
den Endbetrag um 10-15% aufstocken.
Wenn sie etwas
länger in den USA unterwegs sind, werden sie feststellen, dass es
doch relativ viele KOA-Campgrounds gibt, und sie werden mehr als
einmal darüber nachdenken, sich dort einzuquartieren. Schon nach der
dritten Nacht auf einem KOA-Campground hat sich die KOA-Value-Card
gelohnt, die sie über das Internet für 10$ bestellen können.
Wer mit Seabridge for Motorhomes reist, der erhält die Value-Card
sogar umsonst. Dann können sie bei mehr als 500 KOA-Campgrounds in
Nordamerika einen Rabatt von 10% erwarten. Deshalb bleibt diese Campgroundkette
trotzdem immer noch eine der teuersten.
Mit einer Good-Sam-Club-Card
-
die sie im Internet bestellen können und die 19 $ kostet - erhalten
sie ebenfalls bei insgesamt 1.600 angeschlossenen Campgrounds einen 10
prozentigen Rabatt. Hier muss man schon öfter auf einen der meist
für große R.V.s ausgelegten Plätze fahren, um die 19 $
wieder reinzuholen. Wir standen in den elf Monaten unserer Tour nur eins
bis zwei Mal auf einem Good-Old-Sam-Platz - sie sind in den meisten
Fällen der Treffpunkt etwas bessergestellter Camper im Rentenalter.
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Tagebuch
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Auch wenn
sie sonst nie einen Stift in die Hand nehmen, um persönliche Dinge
auf Papier festzuhalten, empfehle ich ihnen, das auf ihrer Reise zu tun.
Wenn mal die ersten zwei Monate rum sind, werden sie feststellen, dass
sie sich kaum noch an die Begebenheiten vom Anfang ihrer Reise erinnern
können. Das ist nicht nur traurig, sondern ein sehr ernstzunehmender
Verlust. Wer wie wir noch nie länger als 4 Wochen von Zuhause weg
war, der konnte sich bislang die einzelnen Erlebnisse und Stationen wahrscheinlich
noch gut merken. Doch bei drei, vier oder gar zehn Monaten ist die Erinnerung
an vorangegangene Wochen nur noch bruchstückhaft vorhanden. Tagebucheinträge
müssen nicht gleich ein Bestseller werden und auch nicht wirklich
ausformuliert sein. Es reicht oft schon der Telegrammstil, um sich eine
Gedankenstütze zu machen. Wenn sie dann noch ein paar Fotos dazu einkleben
oder einfach nur zwischen die Seiten klemmen, dann bewahren sie so eine
Erinnerung an ein Erlebnis, welches in ihrem Leben noch eine ganz besondere
Bedeutung bekommen könnte. Versuchen sie es , sie werden es nicht
bereuen.
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Green
Card
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Um die berüchtigte
US Green Card rangen die unterschiedlichsten Gerüchte. Um diese endlich
einmal auszuräumen, habe ich mich entschlossen dieses Kapitel mit
aufzunehmen, auch wenn die Green Card keine besondere Rolle für Reisende
spielt, für Langzeitreisende aber durchaus wieder interessant sein
kann.
Die US Green
Card ist eine uneingeschränkte und unbefristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung
für die USA (eine ausschließlich unbefristete Aufenthaltsgenehmigung
gibt es nicht. Auch Rentner brauchen für ihren Langzeitaufenthalt
in den USA eine Green Card). Mit diesem Dokument sind sie kein Amerikaner
und haben auch kein Wahlrecht (und auch keinen amerikanischen Führerschein).
Falls sie eine Green Card erhalten sollten, müssen sie noch einen
allgemein üblichen Visaantrag beim zuständigen Konsulat einreichen
(keine größere Hürde). Spätestens dort stellt sich
die Frage, ob sie auswandern wollen oder nicht. Verpflichtet sind sie jedoch
nicht.
Green-Card-Lottery
Jährlich
verlost die amerikanische Regierung bis zu 55.000 Green-Cards an einwanderungswillige
Menschen der Regionen und Länder, die im Bezug auf die Gesamtbevölkerung
unterdurchschnittlich repräsentiert sind. Das ist ein offizielles
Programm auf der Grundlage des §203 des Einwanderungsgesetzes, dem
'Immigration and Nationality Act' und soll die amerikanische Vielfalt unter
der Bevölkerung durch kontrollierte Bewerberauswahl erhöhen.
Um dennoch die Gleichberichtigung aller qualifizierten Bewerber zu gewährleisten,
werden jährlich die Green Cards in Kentucky - dem Sitz des National
Visa Centers - in einer Lotterie verlost.
Seit 2005 hat
sich die Verfahrensweise für die 'Diversity Visa Lottery' (diversity
= Verschiedenheit od. Ungleichheit ~ Vielfalt) geändert. Ab diesem
Jahr dürfen die Anträge zur Green Card Lottery nur noch unter
http://www.dvlottery.state.gov/ elektronisch übermittelt werden. In
der Regel steht dafür ein Zeitraum von 2 Monaten zur Verfügung.
Es gibt durchaus
angenehme Vorteile ein sogenannter 'Diversity Immigrant zu sein (das ist
übrigens die offizielle Bezeichnung für Green Card Besitzer).
Wenn Sie zum Beispiel den größten Teil des Jahres in den USA
verbringen, müssen Sie Ihre Steuererklärung dort abgeben. Das
ist in vielen Fällen günstiger als in Deutschland. US-Banken
zahlen Hypotheken in der Regel nur an Staatsbürger oder Green-Card-Inhaber.
Wer dazu zählt und eine Immobilie in den Staaten erwerben will, braucht
nur eine geringe Eigenkapitalquote aufzubringen. Auch Kredite sind für
Besitzer einer Green Card leichter zu bekommen – davon können Sie
etwa bei einer Unternehmensgründung profitieren. Green-Card-Inhaber
haben jederzeit die Möglichkeit, zwischen den USA und ihrem Heimatland
hin und her zu reisen, ohne dass der Anspruch auf die Green Card verfällt.
Green-Card-Inhaber können nach fünf Jahren die amerikanische
Staatsbürgerschaft beantragen. Studenten zahlen an amerikanischen
Universitäten nur knapp zwei Drittel der eigentlichen Gebühren.
Darüber hinaus haben Studenten mit einer Green Card das Recht, sich
außerhalb des Campus Arbeit zu suchen.
Im Jahre 2000
haben sich 14 Millionen Menschen auf insgesamt 55.000 Green Cards beworben.
3,5 Millionen Menschen wurde schon vorher wegen formaler Fehler disqualifiziert.
Um das zu vermeiden, können sie die Dienstleitung einer 'Green-Card-Service-Agentur'
in Anspruch nehmen. Im Internet tummeln sich die unterschiedlichsten 'Service-Agenturen',
die im Wesentlichen alle das gleiche tun. Sie helfen ihnen zumindest nicht
schon vor der Lotterie qualifiziert zu werden. Ihre Chance gegenüber
Personen, die die Eingabe auf der Regierungsseite persönlich vornehmen,
erhöht es jedoch nicht. Dies gilt es zu berücksichtigen zumal
der Service der Agenturen nicht kostenlos ist. In gewisser Weise könnte
man sogar behaupten, dass nur die persönliche Eingabe Gewissheit über
die Teilnahme an der Lotterie gibt. Denn nur die Gewinner bekommen von
der US Regierung Bescheid. Wenn sie jetzt darüber nachdenken sich
mehrmals registrieren zu lassen, muss ich sie enttäuschen. Ab der
zweiten Eingabe schmeisst das System sie komplett raus. Doch aufgepasst:
auch Paare können sich einzeln registrieren lassen, auch wenn sie
sich im Antrag gegenseitig als Partner nennen.
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