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Prinzipielles
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Es ist grundsätzlich
nicht möglich zu sagen, was sie ihre Auszeit kosten wird, auch wenn
sie exakt die gleiche Reise unternehmen würden wie wir. Die Umstände
sind einfach zu unterschiedlich als dass sich ein Maßstab festlegen
liesse. Uns hat das ganze Unternehmen mit allem drum und dran (inklusive
Fahrzeugverschiffung, Flug, Ausrüstung, einfach alles) ~60.000.-DM
(ca. 30.770 €) gekostet. Wem das jetzt zu viel erscheint, braucht
aber nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Es gibt hunderte von
Möglichkeiten ihre Ausgaben zu reduzieren, allerdings dürfte
es ihnen auch gelingen das doppelte auszugeben. Einen grossen Einfluss
hat natürlich der Dollarkurs. Zu unserer Reisezeit (als es noch die
D-Mark gab), kostete der Dollar selten weniger als 2,25 DM (~1,15 €).
Wären wir ein Jahr früher unterwegs gewesen, als der Dollar noch
ca. 2.-DM kostete (~1,03 €), hätten wir fast 7.000.-DM gespart.
Aber die Höhe ihrer Ausgaben hängt auch von vielen anderen Dingen
ab. Ich schätze sie kommen auch mit 5.000 € rum, wenn sie auf
fast alles verzichten was Geld kostet, sich im wesentlichen an der überwiegend
kostenlosen Natur erfreuen und immer in Billigmärkten einkaufen. Wir
haben (zu unseren Kursen und Bedingungen) ca. alleine 2.420 € (sprich
~4.720.-DM) in Form von Diesel verbraucht
und in den USA kostet der Sprit rund die Hälfte (Diesel ist meistens
günstiger). Die Lebensmittelpreise
sind im Vergleich zu Deutschland auch recht hoch und sie werden überhaupt
nur selten etwas finden, was in den USA oder in Kanada weniger kostet als
in Europa oder speziell bei uns in Deutschland. Die paradiesischen Zeiten,
als sie noch eine Levis 501 Jeans für 20$ erwerben konten sind
schon lange passé. Heute kostet sie 59$ und ist damit (je nach Kurs)
genauso, wenn nicht sogar teurer als bei uns. (Wal-Mart verkaufte
im übrigen in Deutschland diese Jeans-Marke Ende 2001 für 88.-DM
bzw. 45.- € ) Aber in puncto Konsumgüter
unterscheiden sich z.B. Deutschland und die USA kaum noch. Bis auf die
Tatsache, dass es in den USA einfach noch mehr "Müll" zu kaufen gibt.
Wir sind einfach
drauf los gefahren und haben uns finanziell kaum eingeschränkt. Wir
besuchten alle Sehenswürdigkeiten die es uns wert waren ohne grossen
Preispoker zu betreiben. Wir gönnten uns alles was wir haben wollten
aber wir blieben dennoch preisbewusst. Allzu offensichtlichem Wucher gaben
wir nicht nach aber wir schränkten uns auch nicht übermäßig
ein. Wir gönnten uns in dem Jahr genau 10 Hotelübernachtungen
und eine Nacht im Motel. Ansonsten campierten wir fast ausschliesslich
auf Campgrounds und standen nur einige male für Umsonst an einem Platz.
Wir klapperten einen Grossteil der National Parks ab und besichtigten ungeachtet
der Eintrittskosten viele Sehenswürdigkeiten. Wir waren eher selten
Essen, da in den meisten Naturparks kaum Restaurants anzutreffen sind.
Wir leisteten uns sogar manch Ausrüstungsgegenstand, bzw. Mitbringsel,
was aufgrund des Platzmangels in einem Camper gewissen Grenzen unterliegt.
Klamotten kauften wir auch ein, doch auch hier überwog das Praktische
vor dem Modischem. Wenn Sie also jetzt knapper kalkulieren müssen
und keine 30.770.-€ (sprich 60.000.-DM) zur Verfügung haben,
machen sie sich vielleicht einen Plan, nachdem sie abzüglich aller
Fixkosten (Flugticket, Versicherungen, usw.) auf einen Restbetrag kommen,
den sie pro Monat zur Verfügung haben. Wir gaben in den USA durchschnittlich
ca. 60 $ pro Tag inklusive aller Kosten (Diesel, Camping, Essen, Autoreparaturen,
einfach alles) aus. Dieser Betrag ist ohne Mühe durchaus reduzierbar.
Am einfachsten ist es, wenn sie ihre Route nicht ganz so weit ausweiten
oder einfach statt alle zwei bis drei Tage einen neuen Ort anzufahren,
erst nach vier oder fünf Tagen wieder auf den Highway gehen. Dann
reduzieren sich ihre Ausgaben automatisch. Doch schränken sie sich
nicht zu stark ein. Unter 40$ pro Tag dürften die Einschränkungen
ein nicht mehr ganz akzeptables Maß annehmen. Sie verderben sich
dabei nur die Freude am Reisen und am Land. Wir schränkten uns kaum
ein und verabredeten aber schon vorher, dass wir die Rückreise antreten
würden, wenn die Kasse leer ist. Nach 11 Monaten war es dann so weit,
was unserer Reiselust allerdings auch sehr entgegen kam. Beharren sie nicht
auf eine bestimmte Reisedauer, sondern passen sie diese an ihr Budget
an. Wenn sie zwei Monate vor ihrer eigentlichen Rückkehr zu Hause
sind, können sie mit einem Job gleich wieder ihre Kasse aufbessern
und sich bequem wieder einleben. Ich empfehle trotzdem lieber etwas länger
zu sparen als zu frühzeitig auf Tour zu gehen. Mit einem etwas dickerem
Polster, lässt es sich entspannter Reisen.
Wenn sie so gut
wie keinen Cent auf der hohen Kante liegen haben, dann könnte die
Umsetzung eines längeren Auslandsaufenthalts recht schwierig ausfallen.
Doch unmöglich ist es deshalb nicht. In den Vereinigten Staaten kann
man durchaus gelegentlich ein paar Dollar dazu verdienen, da sie jedoch
nicht über einen amerikanischen Sozialversicherungsausweis
verfügen, brauchen sie auch nicht mit hohen Löhnen zu rechnen.
Doch in der Landwirtschaft oder auf Ranches
gibt es immer genügend Arbeit, die mehr schlecht als recht entlohnt
wird. Auch wenn es nicht jedermanns Sache ist, kann man in Nordamerika
durchaus noch mit Auto und Zelt durch das Land kreuzen. Wenn man die Kosten
für den Campingplatz sparen möchte, findet sich in abgelegenen
Regionen immer ein Plätzchen, wo sie nachts ihr Zelt aufstellen können.
Das hat was von Abenteuer und das wird es dann auch werden.
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Flugticket
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Ihr Flugticket
ist nicht nur die Eintrittskarte in ihre Auszeit, sondern auch der garantierte
Rückschein ins Heimatland. Wer schon vor Reiseantritt Hin- und Rückticket
in den Händen hält, der hat sich eine gewisse Sicherheit erworben,
die durchaus zweckdienlich sein kann. Je nach Saison und Jahreszeit treten
bei den Flugpreisen nach Nordamerika
erhebliche Preisunterschiede auf. So bekommt man mittlerweile zu gewissen
Zeiten schon für 250.-€ ein Hin- und Rückflugticket
nach New York. Wer Last-Minute fliegen
kann, der zahlt unter Umständen sogar noch weniger. Meistens muss
jedoch der Rückflug innerhalb einer gewissen Zeitspanne angetreten
werden und nur selten liegt diese oberhalb von drei Monaten. Auch Icelandair
hat machmal unschlagbare Angebote, wobei fast immer ein Stopover in Reykjavik
einzukalkulieren ist. Da sie unter Umständen selbst nicht wissen,
wann ihre Reise genau zu Ende sein wird, bietet sich ein 365 Tage-Ticket
an, bei dem sie den Rückflugtermin innerhalb der besagten 365 Tage
nach Belieben umlegen können. Diese Tickets sind zwar im allgemeinen
etwas teurer, doch bieten sie die größte Flexibilität und
Sicherheit, denn vielleicht wollen sie ja etwas früher als geplant
nach Hause kommen. In der Regel sind zwei Einweg-Flüge teurer als
ein Hin- und Rückflug und deshalb auch nicht zu empfehlen. Für
Wagemutige empfehlen sich vielleicht noch Last-Minute Angebote, die manchmal
so günstig sind, dass man den jeweiligen Rückflug verfallen lassen
könnte. Die beiden Reisemagazine Reise
und Preise und Fliegen &
Sparen sind ebenfalls gute Informationsquellen, insbesondere, wenn
man einen Flug Online buchen möchte. Doch unschlagbar bleibt das Angebot
von Singapore-Airlines für
564.-€ pro Person von Frankfurt/Main nach New York City
, wobei der Rückflugtermin innerhalb 365 Tagen frei wählbar ist
und ohne Zusatzkosten jederzeit umgebucht werden kann. Falls Ihr Rückflug
von einem anderen Ort ausgehen soll als dem Ankunftsflughafen, müssen
sie noch einen Inlandsflug dazurechnen, der je nach Verbindung zwischen
100$ und 400$ kosten kann. Doch auch der Weg ins Reisebüro
ist im Zeitalter von Internet durchaus lohnend und spart ggf. ziemlich
viel Zeit und Nerven. Unten stehen die wichtigsten Fluggesellschaften
auf einen Blick.
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Campingplätze
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Campingplätze
gibt es in jeder Kategorie. Die einfachen Plätze, ohne Toiletten,
Duschen und sonstige Ausstattungen, findet man zuweilen auch kostenlos, die
besten Plätze mit Wasseranschluss, Stromanschluss, Abwasseranschluss,
Whirl- und Swimmingpool, Toiletten, Duschen, Telefonanschluss am Platz,
Antenne für Radio und TV, Internet-Desk, Shop und tausend anderer
Freizeitmöglichkeiten können je nach Lage und Saison manchmal
schon recht teuer sein. Die höchsten Preise werden wohl auf den Florida
Keys und nahe der Attraktionen Disneyworld und Universalstudios
verlangt und liegen manchmal zwischen 35$ bis zu 55$. Doch die meisten
privaten Campingplätze sind schon für rund 20$ mit durchaus ausreichender
Ausstattung zu erhalten. KOA-Campgrounds
kosten meistens etwas mehr. Die Wahl der Stellplätze hängt natürlich
auch von der eigenen Ausstattung ab (Generator, Solarzellen, Wassertank
usw.). In Städten kosten die Campingplätze meist mehr als auf
dem Land. Unser angegebener Durchschnittspreis von 13$ pro Nacht errechnete
sich durch die regelmäßige Nutzung von unterschiedlichsten Campingplätzen
jeder Art. Mal kosten sie wenig (7$), mal sind sie recht teuer (25$). Je
nach Gewichtung kann man hier nun das Doppelte ausgeben oder auch nur die
Hälfte.
Ich
würde tunlichst davon abraten, ihre Reiseroute nach den Preisen
der Campingplätze auszurichten. Wenn mehrere Plätze an
einem Ort sind, schadet ein Preisvergleich nicht, doch brechen sie
nicht gleich in Panik aus, wenn sie mal 29$ für eine Nacht hinblättern
müssen, meistens gleichen sich die Preise gegenseitig aus. Die billigeren
Plätze liegen oft ab vom Schuss oder gar in so unwägbarer Wildnis,
dass die paar Dollar Ersparnis noch nicht einmal das Benzingeld aufwiegen.
Es sei denn, sie wollen bewusst in den letzten Winkeln des Landes campieren. Sie
können sogar ganz umsonst in ihrem Camper übernachten. Sie brauchen
sich nur einen Rand-Mc.Nally Straßen-Atlas im Wal-Mart
mit Wal-Mart-Verzeichnis (Store Directory) zu kaufen. Dann können
sie von Einkaufsmarkt zu Einkaufsmarkt pilgern und jede Nacht kostenlos
- jedoch durchaus geduldet - auf dem Parkplatz eines jeden Wal-Marts
übernachten. Das ist zwar billig, aber nicht sonderlich sehenswert
und schon gar nicht schön. Es gibt in Bücherläden auch Campingverzeichnisse
voller kostenloser Stellplätze ("
Guide to free Campgrounds"), doch die darin beschriebenen Plätze
sind meist kaum zu finden und oft abseits jeder Zivilisation bzw. Sehenswürdigkeit.
Ein guter Tipp, um generell Übernachtungskosten zu sparen, sind die
Plätze des Bureau of Landmanagement oder des State
Forest Services. Wenn sie ihren Tag nun so planen, dass sie tagsüber
zu den Sehenswürdigkeiten fahren (wo die Campingplätze
oft recht teuer sind) und abends noch ein paar Meilen auf dem Highway kalkulieren,
dann erreichen sie oft schon nach wenigen Minuten einen adäquaten
Campground der billigeren Kategorie. Dennoch kämen sie bei einem
Aufenthalt von 12 Monaten und einem Durchschnittsbetrag von 13$ pro
Nacht auf sage und schreibe 4680 Dollar bzw. - je nach Kurs - auf 4800
€ bis 5400 €. Doch lassen sie sich von diesen hohen Beträgen
nicht erschrecken, kommen sie einfach heim, wenn sie kein Geld mehr haben.
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National
Park Pass USA
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Der National
Park Pass kostet 50$, ist ein Jahr ab Kaufdatum gültig und berechtigt
zur Einfahrt mit einem privaten Fahrzeug und dessen Insassen in alle National
Parks und vom National Park Service verwalteten Gebiete, an deren
Grenzen eine Eintrittsgebühr (Entrance Fee) erhoben wird. Der Pass
ist nicht auf andere Personen übertragbar und gilt nur für den
Eintritt. Campinggebühren und sonstige Park- oder Tourtickets müssen
noch zusätzlich bezahlt werden. 50$ klingt nach recht viel Geld für
ein Einlassticket, macht sich jedoch durchaus bezahlt, wenn man die National
Parks der USA besichtigen möchte. Hierbei kommt es darauf an, wieviele
Parks sie besichtigen werden und welche davon. Bei einem Aufenthalt im
Westen der USA hat sich der Pass schon meistens beim dritten Parkbesuch
bezahlt gemacht. Im Westen kosten die National Parks aufgrund ihrer Beliebtheit
oft 20$ Eintritt (z.B. Yosemite, Sequoia, Yellowstone). Bei den
meisten anderen Parks sind sie schon mit 10$ Eintritt dabei. Auf unserer
11 monatigen Tour haben wir insgesamt 22 National Parks besucht. Die 50$
für den National Park Pass haben sich mehrfach bezahlt gemacht.
Man erhält den Pass am Eingang aller National Parks. Meistens (oder
zumindest immer öfter) wird auch eine ID-Card (sprich: Personalausweis
bzw. Reisepass) verlangt, anhand dessen die Unterschrift des Passeigentümers
kontrolliert wird. Fragen nach dem Ort des Kaufs und des Kaufdatums muss
man sich auch manchmal gefallen lassen. D.h., die Weitergabe an andere
Personen ist nicht empfehlenswert. Der bestbesuchte National Park ist mit
10 Millionen Besuchern im Jahr im übrigen immer noch der Great
Smoky Mountains National Park in Tennessee bzw. South Carolina.
Er kostet aufgrund der damaligen Vereinbarung mit den überwiegend
privaten Landbesitzern, die ihre Grundstücke der Regierung stifteten,
keinen Eintritt.
Man
kann den National Park Pass auch zum Golden
Eagle Pass aufwerten (upgrade). Mit weiteren 15$ erhält man ein
Hologramm auf seinen Pass, das zum Eintritt in die verwalteten Gebiete
des U.S. Fish & Wildlife Service, des U.S. Forest Service
und des Bureau of Land Management berechtigt. Allerdings kostet
die Einfahrt in diese Gebiete nur recht selten Eintritt und wenn doch,
dann selten mehr als 3-5$. Diese Aufwertung gilt es deshalb zu überdenken.
Der Golden Eagle Pass ist nicht mit dem Golden
Age Pass zu verwechseln, der für Staatsbürger der USA (citizens)
oder ständig in den USA lebende Ausländer (permanent residents)
für 10$ und ab einem Alter von 62 Jahren zu erwerben ist. Mit ihm
kommt man kostenlos in alle staatlich verwalteten Gebiete und Naturparks
(inklusive der National Parks) und erhält auf alle staatlichen Einrichtungen
(Campingplätze, Parkplätze, Bootsanlegeplätze, Mietgebühren
für Kanu, etc.) einen 50 prozentigen Nachlass. Der
Golden Access Passport ist ein Ausweis für behinderte Menschen,
der im wesentlichen die gleichen Optionen wie der Golden Age Pass
bietet, nur wird kein Kaufbetrag erhoben.
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National
Parks of Canada Pass
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Die Regierung
hat die Eintrittsregelung in ihre Nationalparks grundlegend geändert.
Noch Anfang dieses Jahrhunderts gab es zwei verschieden Pässe, einen
für die Westparks (Great Western Annual Pass) und einen für
die Parks im Osten (Atlantic Regional National Park Pass) des Landes.
Den Pass für die Parks im Osten gibt es allerdings immernoch und heißt
heute 'East Coast Pass' und kostet 26C$. Es gibt aber auch den 'National
Parks of Canada Pass' für alle nationalen Naturschutzgebiete. Als
Einzelperson muss man für eine Exemplar 45C$ hinblättern und
die erworbene Eintrittsberächtigung ist natürlich nicht übertragbar.
Da die Eintrittspreise der kanadischen Parks pro Tag berechnet werden,
hängt die Rentabilität des Passes von der Dauer des Aufenthalts
ab. Die Eintrittspreise für eine 2-7 köpfige Gruppe liegen meist
zwischen 7 und 10 kanadischen Dollar pro Tag und Park. Da kommt man schnell
auf einen Betrag von 75C$. Das ist nämlich der Preis für den
'Gruppen-' National Parks Canadas Pass, der für 2-7 Personen
gilt. Zusätzlich gibt es zu dem Pass noch ein Passbook,
indem sich 39 Coupons befinden, die eine Ermäßigung für
Campingplätze oder für parkeigene Einrichtungen wie die vielen
Hot Springs offerieren und einen Gegenwert von 1-5 C$ haben. Alle Coupons
zusammen sind mehr wert als der Kaufpreis des Passes. Auch wenn man nur
einige wenige der Coupons einlösen kann, so verringert sich der Kaufpreis
des Passes doch erheblich.
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Visa
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Ein "Nicht-Einwanderungs-Visum"
für einen Aufenthalt über drei Monate hinaus kostet zur Zeit
80 € pro Person. Dieser Betrag ist vor Antrittsbesuch bei der amerikanischen
Botschaft per Banküberweisung zu entrichten. Die Höhe des Betrags
ändert sich allerdings gelegentlich, sodass es sich lohnt, auf jeden
Fall mal eine Blick auf unten stehenden Verweis zu werfen. Bei einem Aufenthalt
bis zu drei Monaten brauchen sie nur ein normales Touristenvisum, was sie
auf dem Hinflug vom Flugpersonal ausgehändigt bekommen. Für Kanada
brauchen sie als Europäer kein Visum.
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Fahrzeugverschiffung
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Die Fahrzeugverschiffung
ist auf den ersten Blick eine sehr kostspielige Angelegenheit. Dennoch
rechnet sich der hohe finanzielle Aufwand, wenn man berücksichtigt,
dass man für 5.000 € weder ein Wohnmobil in Nordamerika zu kaufen
noch für einen Zeitraum von mehreren Monaten zu mieten bekommt. 1996
mieteten wir ein großes Wohnmobil in West-Kanada für 22 Tage
im Sommer und mussten dafür inklusive Versicherung umgerechnet 2.700
€ bezahlen. Für ein Jahr abzüglich eines fiktiven Langzeitbonus
von 30% wären das ca. 30.000 €. Beim Kauf eines Wohnmobils mit
garantiertem Rückkauf und Mindestwert von 25.000 € ist die Verlustspanne
von 5.000 € auch eher realistisch. Bei mindestens einem halben Jahr
sollte man deshalb definitiv über die Verschiffung seines eigenen
Mobils nachdenken, vorausgesetzt, sie besitzen eins.
Grundsätzlich
empfehle ich die Verschiffung per Roll
on / Roll off Schiffe, bei denen ihr Fahrzeug wie bei einer Fähre
in den Laderaum des Schiffes gefahren wird und was in der Regel billiger
ist als die Containerverschiffung. Die Frachtkosten berechnen sich per
Kubikmeter und liegen zur Zeit bei 42 US$ bis 45 US$. Falls sie also schon
mal eine Vorstellung von den Transportkosten ihres Fahrzeugs haben wollen,
schauen sie einfach in ihrem Fahrzeugschein nach und multiplizieren sie
Fahrzeuglänge, -breite und -höhe mit ~ 43 US$. Dazu kommen noch
die Hafengebühren ~ 300 US$ und ggf.
eine Seetransportversicherung. Die Prämienhöhe dieser Versicherung
beträgt ~ 0,6% vom Zeitwert ihres Mobils und den eigentlichen Transportkosten.
Das können dann je nach Fahrzeugwert zwischen 50 € und 250 €
sein. Die Summe dieser Beträge sind die Kosten für die einfache
Überführung. Falls die Rohölpreise steigen, kommt es durchaus
vor, dass ein sogenannter Bunkerzuschlag
auf Bruttoseefracht erhoben wird. Das können 5-15% der Frachtkosten
sein, was nicht sehr angenehm ist, da man sich dagegen nicht wehren kann.
Wenn sie das Service Paket von Seabridge for Motorhomes in
Anspruch nehmen, kostet sie das einmalig 100 US$.
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Fahrzeugkauf
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Der Fahrzeugkauf
ist eine gute Alternative für Langzeitreisende, die über mehr
Geld verfügen, als sie für die eigentliche Reise brauchen. Denn
auf den Betrag, den sie für ihr fahrendes Zuhause ausgeben, können
sie selbstverständlich während ihrer Reise nicht zurückgreifen.
Erst wenn sie wieder die Rückreise antreten, können sie über
den Erlös vom Verkauf ihres Wohnmobils verfügen. Eine Möglichkeit
wäre allerdings auch noch ein Kredit bei der Bank mit der Hoffnung,
dass sie einen Großteil der aufgenommenen Summe wieder zurück
bekommen, doch raten kann ich ihnen diese Möglichkeit nicht. Zwei
Dinge sollten sie zum Kauf eines Fahrzeugs auf jeden Fall haben. Einen
amerikanischen Führerschein und einen guten Freund in dem Staat, in
dem sie das Wohnmobil zulassen wollen. Sie müssen beim Zulassen
ihres eigenen Mobils nämlich eine Adresse innerhalb der Vereinigten
Staaten angeben, zu der ihr Fahrzeugbrief versandt wird. Da wie bei uns
der Inhaber des Fahrzeugbriefs auch gleichzeitig der Besitzer des Fahrzeugs
ist, sollte der Freund schon eine Person ihres Vertrauens sein, auch wenn
es für amerikanische Verhältnisse nicht gerade eine typische
Methode ist, sich einen Camper zu erschleichen. Die Wahl des richtigen
Staates mit möglichst kleinem Anmeldeaufwand und vor allem geringen Verkaufssteuern
(Sales Tax) ist dann doch noch wichtiger. So gibt es in
Florida wohl mit das größte Angebot an fahrbaren Einfamilienhäusern,
doch die Sales Tax ist dort mit am höchsten. Zwei, drei Prozent können
da schon einige hundert Dollar ausmachen.
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Fahrzeugmiete
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Ein Van Camper
ist kaum noch unter 100 € pro Tag zu bekommen und die großen
28-31 Fuß Wohnmobile kosten dann auch schon mal bis zu 165 €
pro Tag. Aber damit nicht genug. Meistens muss man noch Extragebühren
für die Übergabe, die Endreinigung und u.U. sogar für die
Ausrüstung (sprich: Geschirr, Bettwäsche usw.) bezahlen. Bei
den meisten Anbietern sind in den Tagespauschalen eine gewisse Anzahl von Freimeilen
enthalten, die zwischen 60 und 100 Meilen liegen. Das hört sich verdammt
wenig an, reicht aber oft aus (je nach Fahrleistung). Schließlich
sind 100 Freimeilen pro Tag bei einem dreiwöchigem Aufenthalt fast
3400 km und bei einer gar halbjährigen Reise knappe 30.000 km
(wobei alleine die Campermiete bei einem halben Jahr mit 18.250 €
zu beziffern wäre). Man sollte also vorsichtig sein beim Kaufen
zusätzlicher sog. Meilenpakete oder gar eines Freimeilenpakets, denn
die sind zwar im Vergleich billiger als die Einzelmeile, können aber
nicht mehr anteilig zurückgegeben werden. 1996 fuhren wir in
drei Wochen 4824 km durch den Westen Kanadas. Das sind ca. 143 Meilen pro
Tag, da hatte sich das Freimeilenpaket durchaus gelohnt. Wenn sie eine
Route ausarbeiten, können sie schon im Vorfeld die Kilometerleistung
berechnen und entsprechende Maßnahmen treffen.
Zusätzlich
müssen sie auch mit der Aufstockung der Haftpflichtdeckungssumme
rechnen, die sich in den USA und Kanada auf selten mehr als 20.000 $ bis
50.000 $ beläuft. Das sind dann zusätzliche 10-15 $ pro Tag für
eine ALI=Additional
Liability Insurance. Auch die Selbstbeteiligung (CDW=Collision
Damage Waiver) bei Mietfahrzeugen ist in Nordamerika recht hoch. Unabhängig
vom Unfallverursacher sind sie im Falle eines Schadens an ihrem Leihfahrzeug
mit 2.000 - 3.000 $ Selbstbeteiligung dabei. Dieses Risiko lässt sich
durch eine sogenannte VIP=Vacation
Interruption Policy auf 100 $ - 200 $ verringern, die allerdings nochmal
zusätzlich 13 € - 18 € pro Tag kostet. Obendrein verringert
sich dadurch auch die Kaution auf ein erträgliches
Maß von 100 $ - 500 $. Ohne VIP müssen sie nicht selten
1000 $ bis 2.500 $ hinterlegen.
Selbst bei günstigsten
Bedingungen kostet sie bei einem Langzeitaufenthalt von drei Monaten das
Mietmobil mindestens 11.000 €.
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Fahrzeugversicherung
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Das Versichern
eines europäischen Wohnmobils in den Vereinigten Staaten ist eine
kostspielige Angelegenheit. Als erstes lässt sich feststellen, dass
nicht gerade viele Versicherungen ein ausländisches Fahrzeug versichern
wollen, da es ja nicht dem amerikanischen Standard entspricht. Und auf
einem Markt, auf dem sich nur wenige Anbieter tummeln, werden ganz enorme
Prämien verlangt. Eine Versicherung, die dennoch ganz ordentliche
Leistungen anbietet und auch von Seabridge for Motorhomes empfohlen
und vermittelt wird, ist die Thum
Insurance. Die Leistungen sind immer die gleichen, die Prämien
richten sich im wesentlichen nach ihrem Alter, Familienstand und dem Fahrzeugwert.
So enthält das Versicherungspaket eine Teil-
und Vollkasko mit 500 $ Selbstbeteiligung
bis zur maximalen Erstattung des Fahrzeugwerts. Mit 500.000 $ sind Sach-
und Körperschäden versichert, was auch auf 1 Mio. aufgestockt
werden kann. Da es in den USA noch genügend Unfälle gibt mit
nichtversicherten Personen und Fahrzeugen, ist es üblich, hierfür
ebenfalls eine Deckung in Kauf zu nehmen. Thum Insurance bietet
eine Insassenversicherung für nicht- oder unterversicherte Unfallteilnehmer
in Höhe von 500.000 $. Sachbeschädigungen durch nicht versicherte
Fahrzeuge werden mit einer Selbstbeteiligung von 250 $ bis zu einer Höhe
von 10.000 $ erstattet. Der Reisemobilinhalt ist bis zu einer Höhe
von 5.000 $ versichert, wobei Wertgegenstände nur bis zu einem Betrag
von maximal 500 $ erstattet werden und sie sich pro Schadensmeldung generell
mit 100 $ selbst beteiligen müssen. Eine Reisehaftpflicht in Höhe
von 10.000 $ (bei ruhendem Fahrzeug), Erstattungen bis zu einer Höhe
von 750 $ für Hotelkosten während unfallbedingter Reparaturzeiten
und die Erstattung der Abschleppkosten zur nächsten Fachwerkstatt
gehören auch noch zu dem Versicherungspaket. Die Leistungen gelten
auch in Mexiko und in Kanada, wobei eine zusätzliche Haftpflichtversicherung
für Mexiko empfohlen wird. Hierzu ein paar Beispiele für die
jeweiligen Jahresprämien:
|
Zeitwert
des Reisemobils
|
45- 75 Jahre
/ verheiratet
|
40 - 75 Jahre
/ ledig
|
unter 40
ledig
|
|
10.000 -
12.000 $
|
1346 $
|
1508 $
|
1812 $
|
|
16.000 -
18.000 $
|
1486 $
|
1668 $
|
2004 $
|
|
20.000 -
22.000 $
|
1594 $
|
1792 $
|
2160 $
|
|
24.000 -
26.000 $
|
1706 $
|
1922 $
|
2322 $
|
|
28.000 -
30.000 $
|
1816 $
|
2050 $
|
2484 $
|
Da sie ihre KFZ-Versicherung
zuhause für die Zeit des Auslandsaufenthalts stilllegen, entstehen
ihnen dadurch auch keine weiteren Kosten. Sie können ihren Camper
natürlich auch ohne Versicherung nach Nordamerika verschiffen. Doch
lassen sie sich dabei lieber nicht erwischen, sonst drohen ihnen hohe Strafen.
Denn anders als von vielen vermutet, gilt in den meisten Staaten Amerikas
ebenfalls die Versicherungspflicht für Fahrzeughalter. Doch es soll
auch Reisende gegeben haben, die noch vor Ort eine günstigere Versicherung
aufgetrieben haben. Ob es das Risiko allerdings wert ist, für einige
Tage, wenn nicht sogar Wochen ohne Versicherungsschutz durch Nordamerika
zu brausen, das wage ich zu bezweifeln.
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Krankenversicherung
|
Ihre Krankenversicherung
leistet leider keinen Versicherungsschutz für einen Aufenthalt in
Nordamerika, wenn dieser über 6 Wochen hinaus geht und nichts von
dem Charakter einer gewöhnlichen Urlaubsreise hat. Auch ihre Zusatz-Reisekrankenversicherung,
die sie eventuell zusätzlich zu ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung
abgeschlossen haben, bietet keinen ausreichenden Schutz. Ihnen bleibt also
nichts anderes übrig, als eine zusätzliche Auslands-Krankenversicherung
abzuschliessen. Hierbei sind die Leistungen und die Prämien der Versicherer
sehr unterschiedlich. Je nach Bedarf, Eigenanteil und Alter variieren die
Policen stark. Informieren sie sich gut und lesen sie sich die Versicherungsbedingungen
genau durch. In den Vereinigten Staaten wie in Kanada sind die entstehenden
Kosten für ärztliche Behandlungen und für Medikamente wesentlich
höher als in Europa. Denken sie also nicht wirklich darüber nach,
sich auf ihre gute Konstitution zu verlassen. Ein Krankenhausaufenthalt
wird da schnell zur fünf- oder gar sechsstelligen Kostenspirale.
Ein
gutes Angebot für Auslandsreisende zu fairen Preisen bietet die Deutsche
Krankenversicherung AG an. Ihre Leistungen stimmen mit den Anforderungen
eines Reisenden überein und kosten in den ersten 12 Monaten verhältnismäßig
niedrige Beiträge. Alle wesentlichen Aufwendungen für Heilbehandlung,
zahnärztliche Leistungen und sogar Entbindungen werden zu 100% abgedeckt.
Die monatlichen Prämien sind wie folgt gestaffelt:
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Alter
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Männer
(ab dem 13. Monat)
|
Frauen (ab
dem 13. Monat)
|
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0-19 Jahre
|
~ 32 €
(~ 74 €)
|
~ 32 €
(~ 74 €)
|
|
20-29 Jahre
|
~ 32 €
(~ 74 €)
|
~ 46 €
(~ 147 €)
|
|
30-49 Jahre
|
~ 32 €
(~ 112 €)
|
~ 46 €
(~ 219 €)
|
|
50-69 Jahre
|
~ 32 €
(~ 190 €)
|
~ 46 €
(~ 259 €)
|
Schließen
sie auf keinen Fall eine Versicherung ab, bei der die Kostenübernahme
für allgemeine medizinische Aufwendungen nur bis zu einem Höchstbetrag
von vielleicht 2.000 - 5.000 € gedeckt sind. Das kostet in den USA
alleine der Transport mit dem Krankenwagen.
|
|
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|
Rentenversicherung
|
Wenn sie
nicht schon längst Rentner sind, gilt für sie zu klären,
ob sie vor dem 31.12.1983 schon 60 Kalendermonate an Beiträgen und
ab dem 01.01.1984 grundsätzlich jeden Kalendermonat regelmäßig
in die Sozialversicherungskasse
eingezahlt haben. Nur dann stünde ihnen nämlich im Falle einer
verminderten Erwerbsfähigkeit die Berufs-
und Erwerbsunfähigkeitsrente zu. In diesem Fall ist es generell ratsam,
auch während der unbezahlten Arbeitsbefreiung zumindest den Mindestbeitrag
zu zahlen, denn das Recht auf Erwerbsunfähigkeitsrente steht ihnen
nur bei lückenlosem Beitragsverlauf zu. Können sie oben stehende
Bedingungen nicht erfüllen, erhalten sie eh keine Erwerbsunfähigkeitsrente
aus der Rentenkasse. Ihre freiwillig gezahlten
Beiträge gehen dann nur zugunsten einer Alters-
und Hinterbliebenenrente. Es sei denn, aufgrund einer späteren Pflichtversicherung
lässt sich noch Versicherungsschutz für den Fall des Eintritts
von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit erreichen. Sie sehen also, dass
sie sich am besten mal ihren Versicherungsverlauf bei der LVA
(Landesversicherungsanstalt) oder der BfA
(Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) ausdrucken lassen.
Bei
der momentanen Rentenpolitik ist nur schwer abzuschätzen, welche Auswirkungen
eine einjährige Lücke auf ihrem Beitragskonto hat. Wenn sich
die Situation nicht wesentlich ändert, müssen sie bei einer einjährigen
Beitragslücke mit ~ 50 € weniger Rente im Alter rechnen (differiert
natürlich etwas abhängig von ihrem Beitragssatz). Sie können
aber auch freiwillig in die Rentenkasse zahlen. Da sie bei freiwilliger
Beitragszahlung nicht auf einen Arbeitgeberanteil hoffen dürfen, müssen
sie zumindest den Mindestbeitrag in Höhe von 62,17 € (2000) aus
eigener Tasche zahlen. Sie können aber auch den Regelbeitrag zahlen
(442,08 €), was allerdings im Jahr eine zusätzliche Belastung
in Höhe von 5.304,96 € bedeuten würde. Entscheiden sie sich
für den Mindestbeitrag, so macht das ein Plus von ~ 7 €
auf ihre spätere Monatsrente aus. Ob sie dafür insgesamt 746
€ während ihrer 12 monatigen Auszeit berappen wollen, müssen
sie selbst entscheiden. Wer weiß, ob wir im Jahre 2030 überhaupt
noch etwas aus der Sozialkasse ausbezahlt bekommen. Zumindest gebe ich
die Prognose ab, dass die heute 30-40 jährigen wahrscheinlich bis
70 arbeiten müssen, um ihren vollen Rentenanspruch zu erlangen.
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Haftpflichtversicherung
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Wenn sie
nicht sowieso schon eine Haftpflichtversicherung haben, sollten sie für
ihren Auslandsaufenthalt auf jeden Fall eine abschließen. Wie schnell
sind sie in Nordamerika mal über eine Zeltschnur gefallen und schlitzen
dabei die komplette Zeltwand auf. Oder sie stoßen in einem chinesischem
Restaurant eine nette Ming-Vase von ihrem Sockel. Wie sie sicher wissen,
sind Amerikaner bei Schadensersatzansprüchen
nicht gerade zimperlich, also sparen sie nicht an der falschen Stelle.
Mehr wie 35 € - 67 € im Jahr brauchen sie nicht auszugeben. Jedoch
differieren auch hierbei die Leistungen und vor allem der Leistungsumfang.
Entscheidend ist die Frage, ob sie auch in Nordamerika versichert sind.
Lassen sie sich das am besten noch einmal schriftlich geben und fragen
sie gleich nach den Regulierungsmodalitäten.
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Anwartschaft
/ Pflegeversicherung
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Anwartschaften
sind in erster Linie eine Erfindung der Versicherungen, um den Kunden an
das Unternehmen zu binden. Sie kosten Geld und haben nur in manchen Fällen
eine echten Nutzen. Doch bei einigen Versicherungen ist der Anwartschaft
ein gewisser Nutzen nicht abzusprechen. Die Ersten, die ihnen eine Anwartschaft
anvertrauen wollen, sind die KFZ-Versicherer. Wenn sie nicht einen ultra-genialen
Vertrag mit der Gesellschaft haben, den sie nach ihrer Rückkehr bestimmt
nicht mehr angeboten bekommen (könnte bei wiederholter Schadensregulierung
innerhalb kurzer Zeit durchaus der Fall sein), sollten sie unter Umständen
an eine Anwartschaft denken. Doch zu 99% ist das nur Geldmacherei und hat
für sie keinen wirklichen Nutzen. Man sollte eher die Chance nutzen
und sich nach seiner Rückkehr eine neue Marktübersicht über
die KFZ-Versicherer verschaffen. Wahrscheinlich nimmt sie jede Gesellschaft
gerne (wieder) auf.
Bei
Krankenversicherungen sieht die Sache schon etwas anders aus. Solange
sie unter der gesetzlich festgelegten Einkommensgrenze
(derzeit 6525.-DM) liegen, werden sie als Pflichtversicherter
sowieso von ihrem Arbeitgeber nach ihrer Rückkehr wieder bei ihrer
Wunschkrankenkasse angemeldet, ob sie nun eine Anwartschaft hatten oder
nicht. Liegen sie nach ihrer Reise oberhalb dieser Grenze, können
sie sich freiwillig versichern, jedoch nicht mehr bei den gesetzlichen
Krankenkassen. Eine Anwartschaft macht für sie also nur Sinn, wenn
die Gefahr bestünde, dass sie nach ihrer Rückkehr nicht mehr
von den gesetzlichen Krankenkassen akzeptiert würden. Das trifft zu,
wenn sie von ihrem Arbeitgeber ins Ausland entsendet wurden (d.h. der Auslandsjob
erfolgt auf Weisung des Arbeitgebers), wenn sie innerhalb von zwei Monaten
nach Rückkehr vom Auslandsjob keine Beschäftigung mehr aufnehmen
oder wenn sie eine selbstständige Tätigkeit ausüben. Der
letzte Fall ist wohl der wahrscheinlichste, denn so mancher Angestellte
will nach seiner Auszeit selbstständig tätig werden. Sobald sie
nach ihrer Rückkehr zumindest für einige Zeit wieder bei ihrem
alten Arbeitgeber arbeiten, ist die Wiederanmeldung unproblematisch. Kündigen
sie allerdings ihre Tätigkeit, sollten sie vorher mit ihrer Krankenkasse
darüber sprechen, zu welchen Bedingungen sie wieder aufgenommen werden.
Wissen sie vor ihrer Reise schon, dass sie danach ihre berufliche Laufbahn
grundsätzlich ändern werden, kann eine Anwartschaft praktisch
sein. Erkunden sie sich am besten vorher bei ihrer Krankenkasse über
ihren speziellen Fall.
Die
Fortführung der Pflegeversicherung ist auf jeden Fall zu empfehlen,
da bestimmte Leistungen nur bei lückenloser Beitragszahlung
gezahlt werden. Wenn sie eine deutsche Versicherungsgesellschaft für
ihren Auslandsaufenthalt in Anspruch nehmen, fragen sie dort nach, ob ihre
Beiträge um den Betrag der Pflegeversicherung aufgestockt werden können.
Dann müssen sie nicht extra ein zweite Gesellschaft in Anspruch nehmen.
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Internationaler
/ Europäischer Führerschein
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Wahrscheinlich
weiß in Nordamerika niemand etwas anzufangen mit ihrem internationalen
Führerschein, doch der ADAC und alle anderen relevanten Organisationen
empfehlen den Besitz des benannten Papiers, wenn sie in Nordamerika mal
in eine Kontrolle geraten sollten. Dieser Ausweis sieht zwar nicht gerade
aus wie ein offizielles und fälschungssicheres Dokument (ähnelt
unserem alten mausgrauen Führerschein), überzeugt aber alleine
durch die Tatsache, dass ihre Fahrerlaubnis in verschiedenen Sprachen (u.a.
Englisch) verdeutlicht wird. Sie brauchen selbstverständlich nicht
unbedingt einen europäischen Führerschein, wenn sie einen internationalen
Führerschein haben wollen. Doch der internationale Führerschein
ist nur in Verbindung mit ihrem nationalen bzw. europäischen Führerschein
gültig, da sollten sie überlegen, ob sie nicht gleich ein neues
europäisches Modell mitbestellen. Doch aufgepasst: Das Ding ist unverschämt
teuer.
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