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Prinzipielle
Betrachtung
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Es gibt natürlich
noch viele andere Möglichkeiten durch Nordamerika zu reisen neben
einem Wohnmobil. Auch das Auto und die typisch amerikanischen Motels oder
der abenteuerliche Zelturlaub, sogar das Fahrrad oder das Flugzeug können
durchaus eine Alternative für das Entdecken des Landes sein. Doch
auf dieser Seite soll nur die Reise per Camper erörtert werden, zumal
ich glaube, dass diese Reiseform für Nordamerika geradezu prädestiniert
ist, um das Land und seine Naturwunder zu entdecken.
Campermiete
Die Campermiete
kommt wohl nur für Reisedauern bis zu maximal sechs Wochen in Betracht.
Bei 90 bis 160 Euro/Tag erreicht man für einen vierwöchigen Trip
schnell die 3000 Euro Grenze. Hinzu kommen diverse Versicherungspakete,
Ausrüstungspauschalen und Endreinigungsgebühren. Eine nicht gerade
billige Alternative für einen Langzeitaufenthalt in Nordamerika. Doch
wer es sich so einfach und sicher wie möglich machen möchte,
kommt um die Campermiete nicht herum.
Camperkauf
Der Kauf eines
eigenen Fahrzeugs ist sicherlich alles andere als risikolos. Man sollte
sich schon gut mit Wohnmobilen auskennen, um nicht die Katze im Sack zu
kaufen. Doch für einen längeren Aufenthalt in Nordamerika ist
der Camperkauf wohl eine der wirtschaftlichsten Möglichkeiten, da
man sein Wohnmobil nach seiner Reise (u.U. nur mit geringem Wertverlust)
wieder verkaufen kann. Bedingung ist natürlich, dass man das Geld
für einen Camperkauf extra hat.
Camperverschiffung
Der Transport
über den Atlantischen Ozean ist zwar auch alles andere als billig,
kann dennoch die günstigste Alternative der Camperbeschaffung sein.
Wie beim Camperkauf muss man keine überhöhten Mietkosten bezahlen
und braucht auch kein Extrageld für den Camperkauf aufzutreiben. Man
hat seine gewohnte Umgebung (sprich: sein eigenes Wohnmobil) bei seiner
Entdeckungsreise dabei und nimmt es auch wieder mit nach Hause (oder auch
nicht). Bedingung ist allerdings, dass man sich vorher in Europa schon
ein entsprechendes Gefährt zugelegt hat.
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Rund
um den Camper
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Es gibt viele
Möglichkeiten, Nordamerika zu entdecken, doch ein Reise mit dem Wohnmobil
bietet wohl die individuellste und abwechslungsreichste Form konventioneller
Fortbewegung. Der Camper, das Wohnmobil, das R.V.
(Recreation Vehicle), der Pop-up (Wohnanhänger
mit aufklappbarem Dach), der Caravan
(Wohnwagen), der Fifthwheel (Auflieger-Anhänger)
, der Vancamper und der Pick-Up
Camper sind nur einige Bezeichnungen für die zahlreichen Variationen
der fahrbaren Wohnhäuser. Es gibt gerade in Nordamerika tausend verschiedene
Modelle und Typen, sodass prinzipiell die Frage zu stellen wäre, welcher
Typ der richtige ist. Am beeindruckendsten sind die großen Busse
der vielen Rentner, die mit atemberaubenden Geschwindigkeiten und anhängendem
Pkw über die Interstates rasen. Diese Mobile lassen keine Wünsche
übrig. Ausgestattet mit TV, Mikrowelle, Klimaanlage, (teilweise) Waschmaschine,
Ledersesseln, Badewanne und anderem Schnick-Schnack, der mit Camping reichlich
wenig zu tun hat, sind diese Fahrzeuge allerdings nur selten abseits von
den Haupttouristenrouten zu sehen. Alleine ihre Ausmaße binden die
R.V.s an die Hauptverkehrsadern, obwohl die Straßen in Nordamerika
allgemein großzügiger angelegt sind.
Caravans, die
unseren Wohnwagen gleich kommen, sind eher in der Unterzahl. Die Nordamerikaner
bevorzugen das klassische Wohnmobil, bei dem man vom Fahrerhaus direkt
in den Wohnraum gelangt, oder den Fifthwheel. Der Wohnauflieger wird an
einer Deichsel auf der Pick-Up Pritsche befestigt und bietet dem Besitzer
die Möglichkeit, nach Ablassen des Aufliegers mit dem meist überdimensionalen
Pick-Up in den nächsten Supermarkt zu fahren. Sie verlangen dem Fahrzeugführer
allerdings einiges an Fahrkönnen ab, denn diese Fifthwheels haben
recht lange Ausmaße. Auch der Pick-Up Camper kann zumindest theoretisch
sein Haus abstellen. Doch das Absetzen der Wohnkabine ist dabei wesentlich
schwieriger (und meistens bei Leihfahrzeugen gar nicht erlaubt), da die
Kabine über keine eigenen Räder verfügt, mit denen man sie
gerade mal ein paar Millimeter zur Seite schieben kann. Doch die Basisfahrzeuge,
die meistens Vierradantrieb und einen erhöhten Radstand haben, sind
prädestiniert für die unzähligen Nebenstrecken, die oft
nicht asphaltiert und in bemitleidenswertem Zustand sind. Gerade eine Fahrt
in den hohen Norden Amerikas (Alaska) oder durch die Wüsten
Arizonas
rechtfertigen einen Pick-Up Camper mit Allradantrieb unbedingt. Doch sie
haben ein gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten und neigen dazu,
auf den Straßen etwas zu schwimmen. Die Vancamper, deren Basisfahrzeuge
handelsübliche Transporter sind, die zu ausgereiften Wohnmobilen umgebaut
werden, bieten den kaum eingeschränkten Luxus eines großen Wohnmobils
mit dem riesigen Vorteil der Wendigkeit eines kleinen Busses. Gerade durch
Städte lenkt man einen kleineren Camper viel sicher als ein großes
Modell. Aber auch auf den manchmal unzugänglichen Wegen eines Campgrounds
oder State Parks hat der Vancamper viele Vorteile. Und nicht zuletzt findet
man mit einem kleinen Mobil viel schneller ein lauschiges Plätzchen
versteckt hinter einem Wäldchen irgendwo unter dem nordamerikanischen
Himmel. Doch die mangelnde Bewegungsfreiheit innerhalb des Fahrzeugs könnte
schon nach wenigen Wochen zum Problem werden.
Es gibt sehr viele
Dinge zu berücksichtigen, wenn es um die richtige Auswahl des Wohnmobils
geht. Technische Aspekte sind genauso wichtig wie architektonische. Wer
sich etwas genauer mit den Vor- und Nachteilen amerikanischer Wohnmobile
beschäftigen möchte, dem empfehle ich die kleine Lektüre
Outdoor Handbuch - Wohnmobil in USA und Kanada von Ingrid und
Wolfgang
Sauer, erschienen im Conrad Stein Verlag , ISBN 3-89392-177-X.
Aber auch das USA
und Canada Handbuch für individuelles Reisen von Hans-R. Grundmann,
erschienen im Reise Know-How Verlag, ISBN 3-89662-170-X, leistet
absolut geniale Hilfestellungen zum Thema Wohnmobil wie zum Thema Nordamerika
überhaupt.
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Campermiete
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Wer sich
für einen Aufenhalt von mehreren Monaten ein Wohnmobil in Nordamerika
leihen möchte, der muss tief in die Tasche greifen, auch wenn es in
der Nebensaison (Oktober - April) und gerade
für Langzeitmieten enorme Preisnachlässe gibt. Doch selbst bei
einem kleinen Campmobil und einer angenommenen Reisezeit von drei Monaten
wird man wohl kaum unter die 5000 Euro Grenze kommen. Doch die Bedingungen
sind zu individuell, deshalb empfehle ich, jede Möglichkeit zu überdenken
und zu berechnen. Hier sollen nun einige wenige Punkte erläutert werden,
die bei der Campermiete zu beachten sind:
Es gibt
wohl keine sorglosere Reisemobilbeschaffung als die Wohnmobilmiete. Nach
der Buchung kann man davon ausgehen, dass das gewünschte Fahrzeug
bei Reiseantritt bereit steht. Nach der Reise gibt man seinen Camper einfach
wieder ab.
Die Mietmobile
sind oft nur spartanisch ausgerüstet und lassen kaum echte Wohnlichkeit
aufkommen.
Wohnmobile sind
bei fast allen Vermietern erst ab einem Alter
von mindestens 21 Jahren zu haben. In Ausnahmefällen (bei kleinen
Fahrzeugen) schon mal ab 19 Jahren.
Nur unter selten
zustande kommenden Umständen ist eine Einwegroute
machbar, so dass die Flexibilität bezüglich Reisedauer
und Reisestrecke stark eingegrenzt ist. Das Teilen des Mietfahrzeugs
mit einem Freund nach der Hälfte der Reisezeit kann ich nicht empfehlen,
da das Führen des Fahrzeugs nur von den Vertragspartnern erlaubt ist.
Der Vertragsbruch entspricht einem Haftungsausschluss für die Versicherung.
Die Mietkosten
liegen je nach Größe des Fahrzeugs zwischen 90 und und 160 Euro
pro Tag. Ab einer Reisedauer von 28-30 Tagen geben die Vermieter meistens
einen Rabatt. Es kann also manchmal günstiger sein, das Wohnmobil
für 28 Tage zu mieten, selbst wenn man zwei Tage verfallen lässt,
weil der Rabatt mehr Kosten erspart als die zusätzlichen zwei Tage
verursachen.
Die Mietcamper
haben alle einen relativ hohen Benzinverbrauch
(Diesel ist sehr selten), der nicht selten bei 20 bis 30 Liter pro 100
km liegt.
Das
"Year" bei Mietangeboten sagt nichts über das Baujahr des Fahrzeugs
aus, sondern nimmt Bezug auf das Modelljahr, was durchaus ein Jahr jünger
als das Herstellungsjahr sein kann.
Es werden verschiedene Meilenpakete
angeboten, die sehr genau zu prüfen sind, da sie einen erheblichen
Einfluss auf die Gesamtrechnung haben können. Gerade bei Langzeitreisen
ist eine Berechnung der Kilometerleistung
unumgänglich.
Eine Vorausbuchung
des Wohnmobils bei einem deutschen bzw. europäischen Reiseveranstalter
ist zu empfehlen. Die meisten Vermieter in den USA und Kanada räumen
den Reiseveranstaltern bessere Preise als den Direktkunden ein. Oft ist
bei den Vermietern vor Ort kein entsprechendes Mobil zu haben. Vor allem
aber ist das Geltendmachen von Schadensansprüchen bei europäischen
Veranstaltern wesentlich einfacher als bei den Vermietern in Nordamerika
(es gilt europäisches Gesetz).
Bevor es zu Streitigkeiten
über die hinterlegte Kaution kommt (was fast immer der Fall ist),
würde ich die Endreinigung vom Vermieter
vornehmen lassen. Das erspart unnötigen Ärger und unliebsame
Arbeit.
Eine Checkliste
für die Wohnmobilübernahme sowie diverse Reiseveranstalter und
Vermieter stehen weiter unten.
Unabhängig
davon, dass der Mietcamper für eine längere Reisezeit kaum erschwinglich
ist, lässt die Ausstattung
und Einrichtung bei Mietfahrzeugen oft stark zu wünschen übrig.
Das, was man dann für mehrere Monate sein Zuhause nennt, kommt dann
eher wie ein Wohncontainer daher. Auch die Möbel und Polster sind
oft von billigster Qualität und können kaum einer stärkeren
Beanspruchung standhalten. Man kann nichts an die Wände hängen
oder zu seinem eigenen Gefallen verändern. Ich wage zu bezweifeln,
dass bei einer längere Reise in einem Mietmobil ein Gefühl von
Geborgenheit und individuellem Wohnerlebnis aufkommt.
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Camperkauf
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In Anbetracht
der Tatsache, dass der Kauf eines Wohnmobils mehrere tausend Dollar kostet,
sollte man nicht vergessen, dass man dieses Geld zusätzlich zu seinem
Reiseetat benötigt. Das können je nach Anforderungen durchaus
zwischen fünf und vierzigtausend Dollar sein. Man bekommt beim Verkauf
des Fahrzeugs zwar den Löwenanteil wieder zurück, das ändert
aber nichts daran, dass man das Geld vorher auf den Tisch legen muss. Das
könnte so manches Kaufvorhaben relativieren. Hier werden jetzt die
wichtigsten Punkte aufgeführt, die beim Autokauf zu bedenken sind:
Wer die
englische Sprache nicht zumindest mittelmäßig gut beherrscht,
sollte erst gar nicht darüber nachdenken, auf eigene Faust ein Fahrzeug
in Nordamerika zu erwerben. Auch sind Fahrzeugkenntnisse von Vorteil.
In der Regel sind gebrauchte
Fahrzeuge beim Händler teurer als von privat. Trotzdem kann man davon
ausgehen, dass ein vom Händler erworbenes Fahrzeug zumindest einer
Minimalüberprüfung unterzogen wurde. Mit Täuschungen oder
gar dem grob fahrlässigen Verschweigen größerer Mängel
braucht man beim Händler in der Regel nicht zu rechnen.
Wer sich ein amerikanisches
Modell (z.B. Dodge, Ford, Chevy) kauft, kann davon ausgehen, dass
er es überall in Nordamerika repariert und auch wieder verkauft bekommt.
Exoten hingegen (z.B. deutsche Campmobile) werden an der Werkstatttür
oft abgewiesen und verkaufen sich bei weitem schlechter als einheimische
Modelle.
Zu dem Kaufpreis
kommt immer noch die sogenannte sales tax hinzu, die von Staat zu
Staat unterschiedlich ist. Hierbei lohnt ein sales tax Vergleich der einzelnen
Staaten (siehe unten).
Es gibt auch Reisemobilvermittler,
die ein Wohnmobil nach vorher vereinbarten Bedingungen garantiert zurückkaufen
oder gegen Provision weiterverkaufen. Die Bedingungen sind nicht immer
ideal und die Verlustrate überschreitet den eigentlichen Wertverlust
um einiges. Dennoch erleichtert es die Rückreise enorm. Eine Liste
mit Händlern, die ein Wohnmobil garantiert zurückkaufen, steht
weiter unten.
Wie auch in Deutschland
müssen Fahrzeuge in den USA und in Kanada auf den Fahrzeughalter zugelassen
werden. Je nach Staat verlangt das sogenannte Motor
Vehicle Department (Zulassungsstelle) mehr oder weniger Papiere. Man
benötigt aber immer einen amerikanischen
Führerschein, der allerdings in vielen Staaten relativ einfach und
schnell gemacht werden kann. Fahrzeugbrief
(Title), Fahrzeugschein
(Registration) und manchmal sogar ein notariell beglaubigter Kaufvertrag
gehören ebenfalls zu den Standardpapieren. Am besten, man fragt vorher
beim Vehicle Department des zuständigen Bezirks nach den erforderlichen
Unterlagen. Eine Wohnadresse im Bezirk der Behörde ist auch erforderlich,
wird aber nicht kontrolliert. Dort sollte nur jemand wohnen, der einem
den einbehaltenen Fahrzeugbrief nach Empfang wieder aushändigt.
Wer dem Ganzen
aus dem Weg gehen möchte und zufällig Verwandtschaft oder Freunde
in Nordamerika hat, der kann sich den ganzen Papierkram auch von anderen
erledigen lassen. Aber Vorsicht. Die Versicherungsscheine der Haftpflichtversicherer
sind oft personengebunden, was bei einem Unfall zum Haftungsausschluss
führt, wenn das Fahrzeug von einem anderen gelenkt wurde.
Wer Zeit hat,
der sollte einfach mal durchs Land fahren und immer wieder auf die in Straßennähe
geparkten Camper achten. In ganz Nordamerika verkaufen Privatpersonen ihre
Wohnmobile am Straßenrand. Fahrzeuge, die schon etwas länger
stehen, sind oft unschlagbar billig.
Vom Kauf via Internet
würde ich absolut abraten. Unabhängig vom schwierigen Verlauf
des Geldtransfers kauft man wahrscheinlich immer die Katze im Sack.
Es steht
außer Frage, dass der Kauf eines Wohnmobils bei günstigem Verlauf
auch eine günstige Reisealternative sein kann. Wer am Anfang seiner
Reise nicht auf Freunde hoffen kann, sollte zumindest zusehen, dass er
am Ende der Reise jemanden hat, der sich unter Umständen um den Verkauf
des Fahrzeugs kümmern kann. Nur dann ist auch noch der letzte Monat
in Ruhe zu genießen. Beim Verkauf in den USA bietet sich das Internet
wieder als ausgezeichnetes Verbreitungsmedium an.
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Camperverschiffung
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Prinzipiell
ist die Verschiffung des eigenen Wohnmobils relativ einfach. Aufgrund der
Ausmaße der meisten Camper bietet sich nur das Roll
On / Roll Off Verfahren (kurz: RO/RO) an, wobei die Fahrzeuge wie bei
einer Fähre auf das Schiff gefahren werden. Die Frachtkosten werden
per Kubikmeter berechnet, was da heißt, dass die Höhe, Breite
und Länge des Fahrzeugs den eigentlichen Grundpreis der Fracht bestimmen.
Deshalb kann man auch nur sehr schwer eine allgemeine Aussage bezüglich
der Gesamtkosten machen. Doch fest steht, dass sich das Verschiffen des
eigenen Fahrzeugs erst ab einem Aufenthalt von drei Monaten und mehr rentiert.
(Siehe auch Kapitel Finanzen). Hier einige wichtige Tips für den Fahrzeugtransport
nach Nordamerika:
Wer sich
viel Arbeit sparen möchte und keine Lust hat, sich mit dem Papierkram
diverser Zollbehörden und Versicherungen eingehender zu beschäftigen,
der sollte sich auf jeden Fall mit Seabridge
for Motorhomes in Verbindung setzen. Für kleines Geld wird bei
Seabridge
die Buchung zum Wunschhafen übernommen und man erhält ein Rundum-Service-Paket,
welches keine Fragen mehr offen lässt. Die Betreuung ist vorbildlich
und man bekommt über den Fahrzeugtransport hinaus viele wichtige Tips
und Ideen mitgeliefert. Ich würde den Service von Seabridge
immer wieder in Anspruch nehmen.
Seabridge for
Motorhomes
Tulpenweg 36
40231 Düsseldorf
Tel: 0211 210
8083
Fax: 0211 210
8097

Wer auf den Service
von Seabridge verzichten möchte, der muss sich selbst um die
Buchung bei einer Transportspedition kümmern. Jedoch arbeiten nicht
alle Speditionen mit Reedereien zusammen,
die RO/RO-Schiffe zur Verfügung haben. Andere laufen den nordamerikanischen
Wunschhafen nicht an. Die Buchungsprozedur und die zugehörigen Zollpapiere
könnten bei dem ein oder anderen für Kopfweh sorgen. Obwohl die
Speditionen ihren Kunden ebenfalls die Erklärung der Formalitäten
schuldig sind, braucht man auf verständliche Aussagen diesbezüglich
nicht zu hoffen.
Je nach Situation
auf dem Rohölmarkt kann es plötzlich zu erheblichen Preissteigerungen
kommen, die auf die Frachtkosten addiert werden (Bunkerzuschlag).
Von Preisnachlässen habe ich allerdings noch nie gehört, obwohl
der Rohölpreis gelegentlich auch sinkt.
Das Fahrzeug gilt
in Nordamerika als Gastfahrzeug und muss
spätestens nach einem Jahr wieder ausgeführt werden. Ansonsten
gelten die allgemeinen Zollbestimmungen,
die zur Folge haben, dass der Camper aufgrund seiner unzureichenden Verkehrstauglichkeit
auf Amerikas Straßen nicht zugelassen werden würde.
Das Wohnmobil
ist mindestens zwei Wochen (je nach Zielhafen) unterwegs. Diese Dauer sollte
bei der Flugticketreservierung berücksichtigt werden. Auf jeden Fall
sollten Ankunftstag des Fahrzeugs und Ankunft des Fliegers (ein bis zwei
Tage vorher) miteinander abgeglichen werden, damit der Camper nicht länger
als notwendig im Hafen steht.
Das
Fahrzeug muss haftpflichtversichert werden. Hier gibt es einige wenige
Versicherungen, die für viel Geld den Versicherungsschutz übernehmen.
Hierbei spielt der Fahrzeugwert und die Höhe der Versicherungssumme
eine übergeordnete Rolle. Eine amerikanische Versicherung mit deutscher
Vertretung ist die Tour Insure (Tel: 040/25172150). Seabridge
vermittelt gute Verträge bei Thum Insurance. Wer auf eigene
Faust in Nordamerika eine Versicherung sucht, der wird schnell feststellen,
dass viele Versicherer ausländische Fahrzeuge nicht versichern. Genauso
wenig versichert ihre Heimatversicherung ihr Fahrzeug in Nordamerika. Lassen
sie ihren Versicherungsvertrag in Europa einfach nur stilllegen. Fahren
sie ihr Auto in den Abfahrtshafen, schrauben sie die Nummernschilder ab,
melden das Fahrzeug beim Ordnungsamt ab und nehmen die Schilder mit nach
Nordamerika. Dort muss ihr Fahrzeug nicht angemeldet sein. Die Nummernschilder
können sie aber uneingeschränkt benutzen (oder sonst irgendwelche).
Vor der Ankunft ihres Wohnmobils im Heimathafen sollten sie ihr Fahrzeug
wieder angemeldet haben, also Schilder nicht vergessen (vor Ablauf eines
Jahres, sonst müssen sie TÜV neu abnehmen lassen).
Es ist ratsam,
eine Seetransportversicherung
abzuschließen, da im Falle eines Schadens am Fahrzeug weder die Spedition
noch die Reederei haften. Auch das gehört zum Rundum-Sorglos-Paket
der Firma Seabridge, kann aber auch bei der Allianz
oder anderen Versicherungsgesellschaften abgeschlossen werden (siehe auch
Finanzen). Die Höhe des Versicherungsbetrags hängt hauptsächlich
vom Fahrzeugwert ab.
Ein internationaler
Führerschein ist zum Führen des eigenen Fahrzeugs in Nordamerika
Bedingung. Der ist wiederum nur in Verbindung mit einem nationalen Führerschein
gültig. Wer alternativ dazu einen amerikanischen Führerschein
hat, braucht sich um Ersteres nicht zu kümmern.
Wenn Fahrerkabine
und Wohnraum nicht sowieso voneinander getrennt sind (Pick-up mit Wohnkabine),
dann empfiehlt es sich auf jeden Fall, eine provisorische Tür oder
Durchgangssperre einzubauen (einfache Sperrholzwand). Oder man nimmt seinen
ganzen Hausstand mit in den Flieger. Zumindest die Fahrertür ihres
Campers bleibt während der gesamten Überfahrt offen, was so manch
armen Matrosen zum Herumstöbern einlädt. Glaubt er, einen Nutzen
für ihren Regenparker oder die Filmkamera zu haben, verschwindet es
für immer. Eine Beanstandung im Ankunftshafen hat wahrscheinlich keine
Konsequenz.
Es ist wohl nicht
zu vergleichen, ob man nun mit seinem eigenen Mobil durch traumhafte Landschaften
kurvt, in dem man sich nach seinem eigenen Geschmack eingerichtet hat und
in dem die persönlichsten Dinge Platz gefunden haben, oder ein Leihcamper
dafür herhalten muss. Die Entdeckung Nordamerikas mit dem eigenen
Fahrzeug ist kaum zu überbieten.
Im Gegensatz zum
Kaufmobil steckt man jeden Dollar ins eigene Fahrzeug, welches man nach
Ablauf der Reise wieder mit nach Hause bringt. Bei Fahrleistungen zwischen
20 und 60 tausend Kilometer kommen meist neue Reifen aufs Mobil, von denen
man auch zu Hause noch etwas hat. Uns rauchte einmal der Kühler ab.
Von der Investition in Höhe von 350 US$ profitieren wir auch noch
heute.
Gerade wenn
sie zum ersten Mal ein Fahrzeug nach Nordamerika verschiffen wollen, kann
ich ihnen nur wärmstens die Firma Seabridge ans Herz legen.
Hier bekommen sie nützliche Tips und können sich entspannt zurücklehnen
und ihre Reiseplanung machen, während Seabridge ihr Fahrzeug
versichert, die Überfahrt bucht und ihnen bei Notsituationen noch
mit Rat und Tat zur Seite steht.
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Camping
/ Campingplätze
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Die nordamerikanische
Camping-Infrastruktur ist mit Deutschland oder anderen europäischen
Staaten kaum zu vergleichen. So bilden Camper in Deutschland nur eine Randgruppe,
die nicht immer den besten Ruf genießt. Die meisten Campingplätze
ähneln Kleingartenkolonien und sind meistens ebenso strukturiert.
Die Menschen in Nordamerika sind alle Camper. Das Camping gehört zur
nordamerikanischen Kultur und keine Bevölkerungsschicht ist davon
ausgenommen, auch wenn die Umsetzung sehr unterschiedlich ausfällt.
So begnügen sich die einen mit dem Zelt und die anderen nennen ganze
Reisebusse ihr Zuhause. Aber sie frönen alle der ultimativen Freizeitbeschäftigung
- dem Camping.
Es liegt also
auf der Hand, dass in Nordamerika flächendeckend Campingplätze
zur Verfügung stehen. Prinzipiell unterteilen sie sich in zwei Gruppen:
private und öffentliche (public).
Die
privaten Plätze sind in der Regel besser ausgestattet, verfügen
über zahlreiche Stellplätze mit Wasseranschluss, Stromanschluss
und ggf. auch Abwasseranschluss (Full Hook-up).
Doch sie kommen den europäischen Stellplätzen schon recht nahe,
auch wenn es meistens keine Abgrenzung zum Campingnachbarn gibt (was in
Deutschland so gut wie unmöglich ist). Die privaten Campgrounds verfügen
fast immer über Waschräume mit
Duschen und Toiletten. Selbst der Aufenthaltsraum,
ein Swimmingpool und ein Raum mit betriebsbereiten Waschmaschinen
und Trocknern gehören mittlerweile zum
Standard eines privaten Platzes. Dafür muss man meistens auch etwas
tiefer in die Tasche greifen. Eine Nacht mit Strom- und Wasseranschluss
kostet dann auch gerne mal 25-30 US$. Eines haben private Campingplätze
fast immer gemein. Sie liegen meistens direkt an einer Hauptverkehrsader
oder einem stark befahrenen Schienenstrang. Die Amerikaner scheinen überhaupt
sehr lärmunempfindlich zu sein und je näher ein Campground an
einer Interstate liegt, desto höhere Preise verlangt er. Die Anbindung
ans Straßennetz wird als wesentlicher Pluspunkt in der Campingkultur
gewertet. KOA-Campgrounds verstehen es in Vollendung zwischen einer
stark befahrenen Hauptstraße und den Gleisen einer Eisenbahnhauptroute
einen Platz als Oase der Ruhe zu bewerben. Wer dann von tieffliegenden
Jumbo-Jets verschont bleibt, der hat schon außerordentliches Glück.
Wer nicht gerade auf den Stromanschluss oder die Waschmaschinen angewiesen
ist, dem empfehle ich eher die öffentlichen Plätze.
Die
Puplic-Campgrounds unterstehen - je nach Lage und Zuständigkeit -
einem Amt der Regierung, des Staates oder des County (Bezirk). Der National
Park Service (NPS), National Forest Service (NFS), das Bureau of Landmanagement
(BLM) und der State Park Service (SPS) sind wohl die am häufigsten
anzutreffenden Behörden. Die Ausstattung der jeweiligen Campgrounds
kann sehr unterschiedlich sein. Generell kann man aber davon ausgehen,
dass Lage, Ausstattung und Verkehrsanbindung einen Einfluss auf die Stellplatzkosten
haben. National Park Plätze sind oft sehr teuer und kosten manchmal
über 20 US$. Dafür sind Plätze des BLM oft kostenlos oder
für 3-10 US$ geradezu billig.
Der riesige Vorteil
der öffentlichen Plätze ist ihre meist einmalige Lage. Wer Camping
noch im ursprünglichen Sinne sieht und Lagerfeuer und Picknick fest
mit diesem Naturerlebnis verbindet, der ist auf den öffentlichen Campgrounds
bestens aufgehoben. Die Einrichtungen sind zwar oft sehr spartanisch ausgestattet
(manchmal nur mit einem Plumpsklo), doch die
Lage und der direkte "Zugriff" auf unverbaute Natur sind unbestreitbar.
Nirgends ist der Freizeitwert so hoch wie in den nordamerikanischen Public-Campgrounds.
Dabei ist die Anzahl der Plätze so hoch, dass man selbst in der Hochsaison
nicht wild campen (dispersed camping)
muss, auch wenn es in den National Forests generell (mit Ausnahmen) erlaubt
ist. Doch die Plätze sind meist so großzügig angelegt,
dass man unter Umständen seinen Campingnachbarn noch nicht einmal
sehen kann.
Wer nun länger
als drei Monate unterwegs ist, der kann sich schnell ausrechnen, dass die
Übernachtungskosten einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten
der Reise haben. Dazu möchte ich folgendes bemerken:
Wir trafen etliche
Camper, die uns immer wieder von Stellplätzen erzählten, die
entweder gar nichts oder nur sehr wenig kosteten. Es gibt sogar ganze Verzeichnisse,
die sich auf Billigplätze spezialisiert haben. Man kann in vielen
National Recreation Areas oder National Forests ganz umsonst übernachten,
ganz zu schweigen vom Wal-Mart, der seinen Kunden auf dem Parkplatz
das gleiche Recht einräumt. Doch trotz des flächendeckenden Angebots
an Campingplätzen sind die Wege zu den vermeintlich billigen Campgrounds
oft weit. Nicht selten stellt sich ein kostenloser Platz als unbefahrbar,
kaum auffindbar oder einfach nur als verschwunden heraus. Die Mühe
lohnt meistens kaum oder das kostenlose Angebot schränkt die Campingqualität
stark ein. Zu einem Stellplatz auf einem gebührenpflichtigen Campground
gehören fast immer eine Feuerstelle und der obligatorische Holztisch.
Es gibt einen Müllcontainer und irgend einen Camphost
(Platzwart), der sich für dieses Fleckchen Erde verantwortlich zeigt.
Man steht unter Gleichgesinnten und braucht sich keine Sorgen um nächtliche
Besucher zu machen. Und gerade der Sicherheitsaspekt ist nicht von der
Hand zu weisen. Wer nun an seiner Wunschstelle einen angenehmen Platz findet,
der ihm jeden Campingkomfort bietet, wo man sich frei bewegen kann, nette
Menschen kennenlernt und sein Gefährt auch ruhig mal aus den Augen
verlieren kann, der sollte dort bleiben und sich nicht die Mühe machen,
einen billigeren Platz zu finden. Die wenigen Ersparnisse, die man durch
endloses Rumgesuche hätte, schmälern das Campingerlebnis ungemein.
Das soll allerdings nicht heißen, dass man einen kostenlosen Traumplatz
an einem einsamen Plätzchen den Rücken kehren soll. Man soll
nur nicht allzu lange danach suchen.
Ich habe prinzipiell
in meinen Campingplatzbeschreibungen keine Preise genannt, auch wenn ich
weiß, dass das von größtem Interesse für viele Leser
ist. Doch ich kenne niemanden, der wegen fünf Dollar mehr oder weniger
wieder von einem Platz runter gefahren ist. Die Höhe der Übernachtungskosten
hat höchstens einen Einfluss auf die Standdauer und das kann jeder
vor Ort selbst beurteilen. Bei ca. 330 Übernachtungen im Jahr 2000/2001
haben wir durchschnittlich 13 US$ für eine Campingübernachtung
bezahlt. Wir blieben immer dort, wo es uns gefiel, auch wenn wir mit Hilfe
der Campbooks des AAA (amerikanischer ADAC) oft eine Vorauswahl
getroffen haben, die unserer Preis- und Platzvorstellung entsprach.
Die Campingverzeichnisse
von AAA (sprich: Triple A), Campbooks
genannt, sind eine absolut ausreichende Quelle für Campingplätze
aller Art. Sie legen allerdings einen Schwerpunkt auf Public-Campgrounds
und erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Die Beschreibungen
sind sehr gewöhnungsbedürftig, doch wer das System mal raus hat,
der findet fast jeden Platz. (Tip: Die Wegbeschreibung beginnt immer vom
Mittelpunkt des zugeordneten Ortes).
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Checkliste
Reisemobilübernahme
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| Füllstand
Bezintank |
Hupe |
Stromkabel |
| Füllstand
Propantank |
Schliessanlage
(Aussenklappen) |
Steckeradapter |
| Füllstand
Frischwassertank |
Wagenheber |
Kontrollpaneel |
| Füllstand
Abwassertank |
Reserverad |
Generator |
| Füllstand
WC-Tank |
Wasserpumpe |
Kühlschrank |
| Motorölstand |
Fahrzeugsicherungen |
Glasschäden
an Scheiben |
| Füllstand
Scheibenwaschanlage |
Rauchwarngerät |
Lackschäden,
Dellen |
| Batterienkapazität |
Innenbeleuchtung |
Küchengeschirr |
| Reifendruck |
Aussenbeleuchtung |
Bettzeug, Handtücher |
| Reifenprofil |
Fliegengaze |
Fahrzeugbetriebsanleitung |
| Lichtanlage |
Fensterverdunklung |
Wann Ölwechsel? |
| Blinkanlage |
Klapptisch, Klappsofa |
Wann Inspektion? |
| Rückfahrscheinwerfer |
Abwasserschlauch |
Wann Reifenwechsel? |
| Bremsleuchten |
Frischwasserschlauch |
|
|
|
|
|
Wohnmobil
Vermieter im Internet
|
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Verweise werden
in einem neuen Fenster geöffnet
|
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Sonstige
Verweise
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Verweise werden
in einem neuen Fenster geöffnet
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