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Warum
eine Auszeit?
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Jeder hat
wohl seine eigenen Gründe, über eine Auszeit nachzudenken. Doch
meistens reicht die Gewissheit, eine befristete Auszeit könnte das
Leben bereichern für die meisten Menschen aus, um diesen Schritt zu
gehen. Nicht alle unsere Handlungen im Leben sind immer erfolgsorientiert
im Sinne von Reichtum, Macht oder Wohlstand. Die befristete Auszeit gehört
auch nicht dazu. Sie kostet Geld, bringt einen beruflich nicht weiter und
seinen Wohlstand kann man dadurch auch nicht gerade mehren. Sie ist also
rein betriebswirtschaftlich gesehen eine vergeudete, wenn nicht sogar schadende
Zeit. Dennoch bietet sie etwas, was uns vielleicht mehr bedeutet als Reichtum,
Macht und Wohlstand.
Die befristete
Auszeit ist eine Zeit der absoluten Ruhe. Man kann viel über sein
eigenes Leben erfahren und dabei noch die Kultur ferner Länder genießen.
Die Zeit und die Ruhe verwendet man oft dazu um zurück zu blicken,
um seine Vergangenheit zu verarbeiten. Im Alltag haben wir dazu nur wenig
Zeit. Aber gerade in der Vergangenheit liegt oftmals der Schlüssel
für unser Handeln, der Grund für den Weg, den wir eingeschlagen
haben und diese Erkenntnis stärkt unser Selbstvertrauen. Die Verarbeitung
der Vergangenheit (und man glaubt nicht, wieviel Zeit das in Anspruch nimmt)
stellt den Platz wieder her, den wir für neue Erlebnisse brauchen.
Man nimmt sich endlich mal die Zeit, die "Schubladen" unseres Inneren aufzuräumen,
sich von alten, unwichtig gewordenen "Ordnern" zu trennen, alles neu zu
sortieren und damit Platz für neue Sachen zu schaffen. Man bekommt
aber auch einen kompletten Überblick über sein Leben. Man muss
sich das so vorstellen: Man steht direkt vor einem riesigen Bild und erkennt
durch den geringen Abstand nur Teilbereiche des Bildes. Geht man ein paar
Schritte zurück und gewinnt dadurch Abstand, erschließt sich
einem der ganze Inhalt des Bildes und man erkennt unter Umständen
das erste Mal in seinem Leben dessen wahre Bedeutung.
Die befristete
Auszeit ist wie ein Aufladen verbrauchter Energien. Im Gegensatz zum wesentlich
kürzeren Urlaub betrifft das Aufladen aber auch Kapazitäten,
von deren Existenz wir schon lange nichts mehr wussten. Ebenso schärft
es unsere Sinne. Wir registrieren wieder Dinge, die uns vorher verschlossen
blieben. Wir lernen wieder riechen, sehen, fühlen und hören.
Unsere Aufmerksamkeit steigt proportional mit der Dauer unserer Auszeit.
Der Erholungswert einer befristeten Auszeit ist unermesslich. Man ist ausgeglichen
und absolut entspannt. Man hat die nötige Energie und Muße,
das Rauchen aufzugeben, eine Diät zu machen, zu fasten. Für die
Seele ist es wie ein Erwachen. Man schreibt wieder Briefe an alte Freunde.
Man liest endlich mal die vielen Bücher, die einen interessieren.
Vielleicht malt man oder musiziert mal wieder.
Es gibt noch
so viele Dinge, die einem während einer befristeten Auszeit widerfahren
können. Sie alle aufzuzählen, wäre einfach zuviel des Guten.
Doch das gibt es natürlich nicht alles umsonst. Die befristete Auszeit
kostet Geld und erfordert beruflich wie privat einige Opfer. Wer erwartet,
dass sein Leben unbeeinflusst davon bleibt, der ist auf dem Holzweg. Das
muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man vieles verliert und alles
Liebgewonnene aufgeben muss. Aber es müssen garantiert einige Entscheidungen
gefällt werden, die wehtun könnten. Manche davon sind sicherlich
auch unwiderruflich. Einen Garantieanspruch für unerfüllte Wünsche
gibt es nicht. Aber man kann sich eines sicher sein: Nach der Heimkehr
hat sich wahrscheinlich eine ganze Menge verändert. Die eigene Einstellung
ist davon sicher nur ein kleiner Teil. Eine Veränderung heißt
immer auch Erneuerung und dazu bedarf es auch einer guten Portion Mut.
Man muss nicht kopfüber ins kalte Wasser springen und keine unnötigen
Risiken eingehen, um eine befristete Auszeit zu nehmen. Aber man muss sich
der Endgültigkeit einiger Dinge bewusst sein und dieses Kapitel soll
Ihnen auf diesem Weg helfen.
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Warum
Auszeit und nicht Urlaub?
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Die Frage
ist recht schnell beantwortet. Urlaub, auch in seiner längsten Form,
reicht nicht aus, um eine Auszeit zu nehmen. Auch wenn Urlaub einen großen
Erholungswert haben kann und im Grunde manchmal auch ähnliche Ergebnisse
erzielt. Auszeit ist einfach mehr als Urlaub und in bestimmten Punkten
auch grundsätzlich anders. So ist das größte Problem, das
einer Auszeit auf Zeit im Wege steht, meistens unser Job. Aber gerade über
seinen Job erfährt man in seiner Auszeit vieles, was man nach seiner
Rückkehr wieder für denselbigen zu nutzen weiß. Manchmal
erfährt man auch, dass einem dieser Job nur im Wege war und man eigentlich
etwas anderes machen sollte. Urlaub ist fest verknüpft mit dem Job,
den man gerade macht. Entweder gesetzlich geregelt, verhandeltes Vertragsergebnis
oder eigenhändig erteilt. Aber es ist immer nur die Unterbrechung
unserer Arbeit.
Wenn sie
nicht schon daran gedacht hätten, ihrer jetzigen Welt zumindest für
mehr als sechs Wochen den Rücken zuzudrehen, läsen sie wahrscheinlich
jetzt nicht diese Zeilen. Es steckt also auch noch mehr dahinter als reine
Arbeitsunterbrechung. Sie wollen vielleicht eine grundlegende Veränderung
und sich einfach mal genug Zeit dafür nehmen, einen neuen Weg zu überdenken.
Sie wollen einmal losgelöst von allen Verbindungen sein, keine Verbindlichkeiten
mehr haben und frei von allen Zwängen sein. Sie wollen absolut unbekümmert
in den Tag hinein leben, keine Planungen machen und sich nicht verplanen
lassen. Sie wollen weit weg, für andere unerreichbar sein. Sie wollen
ein Land kennenlernen ohne einer Route zu folgen. Sie wollen sich so viel
Zeit nehmen, wie sie brauchen und überhaupt ihre Zeit ganz nach Ihrem
Belieben einteilen. Sie wollen Stunden, Tage nur damit verbringen, Bücher
zu lesen, den Gedanken nachzuhängen, sich nur um die wichtigsten Dinge
zu kümmern; Essen, trinken, schlafen. Sie wollen schlafen, so lange
und so viel sie möchten, morgens, mittags, abends. Sie wollen einmal
in ihrem Leben nur das tun, wozu sie Lust haben und das für mehr als
sechs Wochen. Das können sie nur in einer Auszeit und jeder Versuch,
auch nur annähernd etwas ähnliches während eines Urlaubs
zu erleben, ist zum Scheitern verurteilt. Urlaub bleibt das Schönste
an der Arbeit. Eine befristete Auszeit kann das schönste Erlebnis
ihres Lebens werden.
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Wie
lange soll meine Auszeit dauern?
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Die Dauer
ihrer Auszeit sollte mindestens drei Monate betragen. Im Gegensatz dazu
sollte es nach obenhin keine Grenzen geben. So mancher Aussteiger auf Zeit
ist nicht mehr nach Hause gekommen. Dann hat er sich eben umentschieden
und ist kurzerhand Aussteiger geworden. Doch ein komplettes Aussteigen
sollte man nicht im Vorhinein planen. Wer weiß, was da alles auf
einen zukommt. Aber mindestens drei Monate sollten sie sich schon Zeit
nehmen, besser allerdings wären ein halbes oder ein ganzes Jahr. Drei
Monate sind genau die Zeit, die man nicht mehr in Wochen zählen würde
und das unterscheidet die Auszeit prinzipiell vom Urlaub. Oder erinnern
sie sich an einen Urlaub, in dem sie nicht die Tage rückwärts
gezählt haben? In der Auszeit sollten sie überhaupt nichts zählen
müssen, weder Zeit noch Geld. Doch da die Sache mit dem Geld nicht
immer ganz nach unseren Vorstellungen verläuft, sollten sie wenigstens
in puncto Zeit keine Abstriche machen müssen. Die Dauer ihrer Auszeit
wird wahrscheinlich sowieso nicht nur von ihrem zur Verfügung stehendem
Geld abhängen, sondern auch von dem guten Willen ihres Arbeitgebers.
Kinder, Familie im Allgemeinen, Wohnung, Reiseland (Visum) und Witterung
sind nur einige wenige Faktoren, die auf die Dauer ihrer Auszeit Einfluss
haben können. Auch die Tatsache, dass sie sich selbst nicht vorstellen
können, länger als 14 Tage von zu Hause weg zu sein, kann sich
auf die Dauer ihrer Auszeit auswirken. Doch dann sollten sie sich prinzipiell
fragen, ob sie überhaupt weg wollen. "Auszeit" heißt wahrscheinlich
so, wie sie heißt, weil die Zeit eine nicht unerhebliche Rolle bei
dergleichen spielt. Also lassen sie sich auch Zeit bei der Überlegung,
wie lange sie "raus" wollen. Planen sie lieber etwas mehr Zeit ein, denn
nach Hause können sie immer und ein Wiedereinstieg, auch vor dem Ende
ihrer angesetzten Auszeit, wird sich als leichter erweisen als ihnen lieb
ist.
Ein Jahr ist
ein Zeitraum, der viele Vorteile für eine Auszeit bietet. Bei einem
Jahr erreicht man nicht nur innerhalb seiner Auszeit einen Punkt absoluter
Ausgeglichenheit, man hat auch noch mindestens ein dreiviertel Jahr Zeit,
dieses Gefühl völligst zu genießen. Ein Jahr sind alle
Jahreszeiten, zwölf Monate, 52 Wochen und 365 Tage. Da würde
niemand auf die Idee kommen, die Tage rückwärts zu zählen.
Es ist ein gutes Zeitmaß, um wirklich Abstand zu gewinnen. Und das
ist es ja, was sie wollen. Und außerdem ist ein Jahr ein Maß
an Zeitrechnung, mit dem die meisten Arbeitgeber, Finanzämter und
Versicherungen etwas anfangen können.
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Was
ist mit meinem Job?
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Die meisten,
die sich mit dieser Frage beschäftigen, sind sicherlich in irgendeiner
Form angestellt. Sie arbeiten in einer Firma mit klaren Betriebsstrukturen,
festen Mitarbeitern, Vorgesetzten und Chefs.
Sie sind eines dieser Rädchen und damit fest eingebunden in den täglichen
Betriebsablauf. Wenn ihr Betrieb nicht sowieso eine unbezahlte Arbeitsbefreiung
z.B. in Form eines Sabbatjahres vorsieht,
ist in der Regel der Wunsch nach unbezahltem Urlaub eher ungewöhnlich
(Falls sie nach bezahltem Urlaub fragen möchten, steht dem nichts
im Wege, rechnen sie aber nicht mit allzu großem Zuspruch). Die Erfolgsaussichten
hängen dann von vielen verschiedenen Faktoren ab, die da wären:
-
Welche Position begleiten
sie in Ihrer Firma und sind sie prinzipiell ersetzbar?
-
Ist Ihr Vorgesetzter
oder Chef, der eine Arbeitsbefreiung bewilligen muss, Geldgeber oder auch
nur angestellt?
-
Ist ihre berufliche
Existenz durch ein längeres Ausscheiden wirklich gefährdet?
-
Verlieren sie dadurch
den Anschluss zu neuen Technologien?
-
Arbeiten sie in einem
kleinen Team oder an längeren Projekten, bei denen ihre Abwesenheit
zu schädigenden Betriebsstörungen führen kann?
-
Sind sie am Firmenvermögen
beteiligt und riskieren sie durch ihre Abwesenheit einen wirtschaftlichen
Ruin?
Gehen sie
zuerst immer davon aus, dass jeder den Wunsch hegt, einmal für längere
Zeit auszuspannen, ein fremdes Land zu erkunden und mal absolut keine Verpflichtungen
zu haben - auch ihr Chef oder Vorgesetzter!
Es ist also nur von Vorteil, wenn sie diese Sehnsucht während der
Antragstellung bei ihrem Chef anstoßen können.
Sie sollten ebenfalls
davon ausgehen, dass sie wichtig für den Betrieb sind. Mit großer
Wahrscheinlichkeit sind sie zu ersetzen (auch wenn sie das selbst nicht
galuben wollen), aber das geht sicher nicht ohne größere Umbesetzung,
Einarbeitung und prinzipielle Mühen für den Arbeitgeber über
die Bühne. Sie sind dem Arbeitgeber also etwas wert, auch wenn er
es ihnen unter Umständen nicht zeigen wird.
Vermeiden sie
es tunlichst, die Arbeitsbefreiung mit betrieblichen Dingen zu begründen.
Ein unzufriedener Angestellter, der während seiner Arbeitsbefreiung
seine Zufriedenheit zurückgewinnt, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit
nicht mehr zu seinem alten Betrieb zurück. Das weiß auch ein
Chef und er wird deshalb ihrer Bitte nicht stattgeben. Wenn sie unzufrieden
sind, sollten sie prinzipiell über einen Wechsel nachdenken. Begründen
Sie ihren Wunsch nach Auszeit mit etwas Persönlichem, aber nicht zu
abgehoben wie "spirituelle Selbstfindung" oder so etwas. Es sollte was
sein, was man auch als emotionaler Holzklotz nachvollziehen kann. Schlagworte
könnten z.B. sein: "Aufladen verbrauchter Kapazitäten; Rückgewinnung
der eigenen Zufriedenheit; aus dem alten Trott mal rauskommen, um das Wesentliche
wieder zu erkennen" und ähnliches. Dabei brauchen sie sich nicht als
Schwindler zu fühlen, denn das sind die Begleiterscheinung einer jeden
Auszeit.
Erwarten Sie
keine sofortige Entscheidung von ihrem Chef. Setzen sie erst die Spritze
und injizieren sie dann langsam die Dosis. Vermeiden sie die Worte "Aussteigen"
oder "Auszeit" und verwenden sie lieber "unbezahlten
Urlaub" oder auch "Sabbatical". Am Idealsten
wäre es, wenn ihr Chef das Gefühl bekommt, er hätte ihnen
die Auszeit nahe gelegt oder zumindest als Alternative vorgeschlagen (Die
Ideen des Chefs sind immer die besten, das erwartet man von ihm.). Das
bedeutet aber ein taktisches Vorgehen und äußerste Vorsicht.
Ihr erstes Gespräch über die befristete Auszeit sollte nicht
den Eindruck vermitteln, sie hätten sich bereits festgelegt und setzen
sie ihren Boss unter keinen Umständen unter
Druck. Wenn es ihnen gelingt, dass ihr Chef mit dem injizierten Gedanken
ein paar Wochen herumläuft, können sie sich gewiss sein, dass
er sich selbst auch schon in die Rolle hineinversetzt hat und sich dadurch
seine Meinung grundlegend ändern könnte. Lassen sie also den
Gedanken reifen und fangen sie möglichst bald damit an.
Von großem
Vorteil ist es, wenn sie sich vorher schon um eine betriebliche Lösung
gekümmert haben. Vielleicht können sie ja auch schon unter ihren KollegInnen
vorsichtig nachfragen, wer ihre Arbeit gerne verrichten würde, wer
unter Umständen etwas mehr machen würde oder welche Umbesetzung
von Nöten wäre, um ihr befristetes Aussteigen aufzufangen. Aber
werden sie dabei nicht zu konkret, das verrät ihr Vorhaben und ihr
Chef könnte mit ein paar Fragen bei ihnen anklopfen. Doch ihr Engagement
in dieser Richtung wird als positiv und konstruktiv empfunden werden.
Rechnen sie unbedingt
damit, dass ihre Aufgaben nach ihrer Rückkehr eingeschränkt werden
oder sich die Qualität der Aufgaben verschlechtert und dass man das
ihnen vor ihrer endgültigen Entscheidung mitteilen wird. Privilegien
kann man über solch einen Zeitraum nicht aufrecht erhalten, diese
müssen sie sich danach wieder verdienen. Doch die Bereitschaft, Opfer
zu bringen, unterstreicht ihren Willen.
Hinterlassen
sie keine Altlasten und bereiten sie ihr Aussteigen sorgfältig vor.
Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, sie wollten vor unerfüllten
Aufgaben fliehen.
Ein für den
Angestellten wie für seinen Chef annehmbares Aussteigen auf Zeit bleibt
die wichtigste Herausforderung auf ihrem Weg zur befristeten Auszeit. Es
ist ein sehr individuelles Vorgehen von Nöten und sie sollten große
Kompromissbereitschaft mitbringen. Denken sie darüber nach, wie sie
verschiedenen Einschränkungen entgegnen können (Ein halbes Jahr
Auszeit ist besser als gar nichts.). Und in letzter Konsequenz denken sie
auch mal über einen Wechsel nach. Das hört sich in einer Zeit
von Arbeitslosigkeit und Abbau der meisten sozialen Privilegien sehr mutig
an und als Autor kann ich dem auch nicht viel entgegen setzen. Vielleicht
dazu nur ein Ausspruch: Hinter jedem Verlust steckt auch immer ein Gewinn.
Das mag manchem eine Bauernweisheit sein, die nicht überzeugen kann
- soll sie auch nicht. Sie soll zum Denken oder Umdenken anregen. Eine
berufliche Veränderung kann auch ein Segen sein und unter Umständen
erschließt sich ihnen dieser Gedanke während ihrer Auszeit sowieso.
Vertrauen sie ihren Fähigkeiten. Eine befristete Auszeit ist ein Gewinn
für die eigene Persönlichkeit und eine Lebenserfahrung, die sie
auch in ihrem späteren Berufleben einsetzen werden. Das weiß
auch ein zukünftiger Arbeitgeber zu schätzen und wenn sie sich
zudem noch im Ausland aufgehalten haben, bringt das ihnen nur Pluspunkte.
Letztendlich müssen sie sich für ihren Weg entscheiden und diese
Seite kann ihnen keine Entscheidungen abnehmen. Doch erwarten sie nicht,
dass sie ohne Hindernisse und Einbußen zu ihrem Ziel gelangen. Manche
Dinge müssen sie auch aufgeben können. Sie können aber auch
so viel Neues dazu gewinnen.
Als letztes möchte
ich Ihnen grundlegend einen Gedanken ans Herz legen. Fragen sie sich, ob
ihr Wunsch nach einer längeren Auszeit etwas mit ihrem Job zu tun
hat. Nicht selten erschließt sich Langzeiturlaubern auf Reisen die
Erkenntnis, dass eine Rückkehr in den alten Job nicht mehr in Frage
kommt. Oftmals ist die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz der Auslöser
für den Wunsch einer Auszeit, doch viele wollen das nicht wahr haben.
Wenn sie vorher schon wissen, dass sie sich beruflich verändern werden,
können sie auch gleich kündigen. Nach ihrer Rückkehr werden
die Karten dann neu gemischt.
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