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Ein Reisebericht von Britta und Markus Hachenberger
Auzeit+Job
Auszeit+Job

 
Sie sind absolut auf dem richtigen Weg! Wenn Sie schon mal soweit gekommen sind, trotz des Angebots tausend anderer Seiten, dann wahrscheinlich, weil Sie das Thema interessiert. Das ist Beweis genug, dass Sie nach etwas suchen, von dem Sie sich erhoffen, dass es hier drin steht: Eine Hilfestellung für jemanden, der nicht gleich ganz raus will, aber dennoch eine Pause bräuchte. Jemand, der nach Zeit und Ruhe verlangt, um einfach mal abzuspannen oder runterzukommen. Wenn Sie schon davon überzeugt sind, dass Ihnen ein befristeter Ausstieg (z.B. eine Reise durch Nordamerika) gefallen könnte, suchen Sie vielleicht nur nach den richtigen Tips und Tricks?

 
 
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Übersicht
Warum eine Auszeit?
Warum Auszeit und nicht Urlaub?
 Wie lange soll meine Auszeit dauern?
 Was ist mit meinem Job?

Warum eine Auszeit?
Jeder hat wohl seine eigenen Gründe, über eine Auszeit nachzudenken. Doch meistens reicht die Gewissheit, eine befristete Auszeit könnte das Leben bereichern für die meisten Menschen aus, um diesen Schritt zu gehen. Nicht alle unsere Handlungen im Leben sind immer erfolgsorientiert im Sinne von Reichtum, Macht oder Wohlstand. Die befristete Auszeit gehört auch nicht dazu. Sie kostet Geld, bringt einen beruflich nicht weiter und seinen Wohlstand kann man dadurch auch nicht gerade mehren. Sie ist also rein betriebswirtschaftlich gesehen eine vergeudete, wenn nicht sogar schadende Zeit. Dennoch bietet sie etwas, was uns vielleicht mehr bedeutet als Reichtum, Macht und Wohlstand.
Die befristete Auszeit ist eine Zeit der absoluten Ruhe. Man kann viel über sein eigenes Leben erfahren und dabei noch die Kultur ferner Länder genießen. Die Zeit und die Ruhe verwendet man oft dazu um zurück zu blicken, um seine Vergangenheit zu verarbeiten. Im Alltag haben wir dazu nur wenig Zeit. Aber gerade in der Vergangenheit liegt oftmals der Schlüssel für unser Handeln, der Grund für den Weg, den wir eingeschlagen haben und diese Erkenntnis stärkt unser Selbstvertrauen. Die Verarbeitung der Vergangenheit (und man glaubt nicht, wieviel Zeit das in Anspruch nimmt) stellt den Platz wieder her, den wir für neue Erlebnisse brauchen. Man nimmt sich endlich mal die Zeit, die "Schubladen" unseres Inneren aufzuräumen, sich von alten, unwichtig gewordenen "Ordnern" zu trennen, alles neu zu sortieren und damit Platz für neue Sachen zu schaffen. Man bekommt aber auch einen kompletten Überblick über sein Leben. Man muss sich das so vorstellen: Man steht direkt vor einem riesigen Bild und erkennt durch den geringen Abstand nur Teilbereiche des Bildes. Geht man ein paar Schritte zurück und gewinnt dadurch Abstand, erschließt sich einem der ganze Inhalt des Bildes und man erkennt unter Umständen das erste Mal in seinem Leben dessen wahre Bedeutung.
Die befristete Auszeit ist wie ein Aufladen verbrauchter Energien. Im Gegensatz zum wesentlich kürzeren Urlaub betrifft das Aufladen aber auch Kapazitäten, von deren Existenz wir schon lange nichts mehr wussten. Ebenso schärft es unsere Sinne. Wir registrieren wieder Dinge, die uns vorher verschlossen blieben. Wir lernen wieder riechen, sehen, fühlen und hören. Unsere Aufmerksamkeit steigt proportional mit der Dauer unserer Auszeit. Der Erholungswert einer befristeten Auszeit ist unermesslich. Man ist ausgeglichen und absolut entspannt. Man hat die nötige Energie und Muße, das Rauchen aufzugeben, eine Diät zu machen, zu fasten. Für die Seele ist es wie ein Erwachen. Man schreibt wieder Briefe an alte Freunde. Man liest endlich mal die vielen Bücher, die einen interessieren. Vielleicht malt man oder musiziert mal wieder.
Es gibt noch so viele Dinge, die einem während einer befristeten Auszeit widerfahren können. Sie alle aufzuzählen, wäre einfach zuviel des Guten. Doch das gibt es natürlich nicht alles umsonst. Die befristete Auszeit kostet Geld und erfordert beruflich wie privat einige Opfer. Wer erwartet, dass sein Leben unbeeinflusst davon bleibt, der ist auf dem Holzweg. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man vieles verliert und alles Liebgewonnene aufgeben muss. Aber es müssen garantiert einige Entscheidungen gefällt werden, die wehtun könnten. Manche davon sind sicherlich auch unwiderruflich. Einen Garantieanspruch für unerfüllte Wünsche gibt es nicht. Aber man kann sich eines sicher sein: Nach der Heimkehr hat sich wahrscheinlich eine ganze Menge verändert. Die eigene Einstellung ist davon sicher nur ein  kleiner Teil. Eine Veränderung heißt immer auch Erneuerung und dazu bedarf es auch einer guten Portion Mut. Man muss nicht kopfüber ins kalte Wasser springen und keine unnötigen Risiken eingehen, um eine befristete Auszeit zu nehmen. Aber man muss sich der Endgültigkeit einiger Dinge bewusst sein und dieses Kapitel soll Ihnen auf diesem Weg helfen.
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Was ist Sabbatical und wie gehts
www.jobpilot.de
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Warum Auszeit und nicht Urlaub?
Die Frage ist recht schnell beantwortet. Urlaub, auch in seiner längsten Form, reicht nicht aus, um eine Auszeit zu nehmen. Auch wenn Urlaub einen großen Erholungswert haben kann und im Grunde manchmal auch ähnliche Ergebnisse erzielt. Auszeit ist einfach mehr als Urlaub und in bestimmten Punkten auch grundsätzlich anders. So ist das größte Problem, das einer Auszeit auf Zeit im Wege steht, meistens unser Job. Aber gerade über seinen Job erfährt man in seiner Auszeit vieles, was man nach seiner Rückkehr wieder für denselbigen zu nutzen weiß. Manchmal erfährt man auch, dass einem dieser Job nur im Wege war und man eigentlich etwas anderes machen sollte. Urlaub ist fest verknüpft mit dem Job, den man gerade macht. Entweder gesetzlich geregelt, verhandeltes Vertragsergebnis oder eigenhändig erteilt. Aber es ist immer nur die Unterbrechung unserer Arbeit.
Wenn sie  nicht schon daran gedacht hätten, ihrer jetzigen Welt zumindest für mehr als sechs Wochen den Rücken zuzudrehen, läsen sie wahrscheinlich jetzt nicht diese Zeilen. Es steckt also auch noch mehr dahinter als reine Arbeitsunterbrechung. Sie wollen vielleicht eine grundlegende Veränderung und sich einfach mal genug Zeit dafür nehmen, einen neuen Weg zu überdenken. Sie wollen einmal losgelöst von allen Verbindungen sein, keine Verbindlichkeiten mehr haben und frei von allen Zwängen sein. Sie wollen absolut unbekümmert in den Tag hinein leben, keine Planungen machen und sich nicht verplanen lassen. Sie wollen weit weg, für andere unerreichbar sein. Sie wollen ein Land kennenlernen ohne einer Route zu folgen. Sie wollen sich so viel Zeit nehmen, wie sie brauchen und überhaupt ihre Zeit ganz nach Ihrem Belieben einteilen. Sie wollen Stunden, Tage nur damit verbringen, Bücher zu lesen, den Gedanken nachzuhängen, sich nur um die wichtigsten Dinge zu kümmern; Essen, trinken, schlafen. Sie wollen schlafen, so lange und so viel sie möchten, morgens, mittags, abends. Sie wollen einmal in ihrem Leben nur das tun, wozu sie Lust haben und das für mehr als sechs Wochen. Das können sie nur in einer Auszeit und jeder Versuch, auch nur annähernd etwas ähnliches während eines Urlaubs zu erleben, ist zum Scheitern verurteilt. Urlaub bleibt das Schönste an der Arbeit. Eine befristete Auszeit kann das schönste Erlebnis ihres Lebens werden.
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Sabbatical Erläuterung
Focus.de
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Wie lange soll meine Auszeit dauern?
Die Dauer ihrer Auszeit sollte mindestens drei Monate betragen. Im Gegensatz dazu sollte es nach obenhin keine Grenzen geben. So mancher Aussteiger auf Zeit ist nicht mehr nach Hause gekommen. Dann hat er sich eben umentschieden und ist kurzerhand Aussteiger geworden. Doch ein komplettes Aussteigen sollte man nicht im Vorhinein planen. Wer weiß, was da alles auf einen zukommt. Aber mindestens drei Monate sollten sie sich schon Zeit nehmen, besser allerdings wären ein halbes oder ein ganzes Jahr. Drei Monate sind genau die Zeit, die man nicht mehr in Wochen zählen würde und das unterscheidet die Auszeit prinzipiell vom Urlaub. Oder erinnern sie sich an einen Urlaub, in dem sie nicht die Tage rückwärts gezählt haben? In der Auszeit sollten sie überhaupt nichts zählen müssen, weder Zeit noch Geld. Doch da die Sache mit dem Geld nicht immer ganz nach unseren Vorstellungen verläuft, sollten sie wenigstens in puncto Zeit keine Abstriche machen müssen. Die Dauer ihrer Auszeit wird wahrscheinlich sowieso nicht nur von ihrem zur Verfügung stehendem Geld abhängen, sondern auch von dem guten Willen ihres Arbeitgebers. Kinder, Familie im Allgemeinen, Wohnung, Reiseland (Visum) und Witterung sind nur einige wenige Faktoren, die auf die Dauer ihrer Auszeit Einfluss haben können. Auch die Tatsache, dass sie sich selbst nicht vorstellen können, länger als 14 Tage von zu Hause weg zu sein, kann sich auf die Dauer ihrer Auszeit auswirken. Doch dann sollten sie sich prinzipiell fragen, ob sie überhaupt weg wollen. "Auszeit" heißt wahrscheinlich so, wie sie heißt, weil die Zeit eine nicht unerhebliche Rolle bei dergleichen spielt. Also lassen sie sich auch Zeit bei der Überlegung, wie lange sie "raus" wollen. Planen sie lieber etwas mehr Zeit ein, denn nach Hause können sie immer und ein Wiedereinstieg, auch vor dem Ende ihrer angesetzten Auszeit, wird sich als leichter erweisen als ihnen lieb ist.
Ein Jahr ist ein Zeitraum, der viele Vorteile für eine Auszeit bietet. Bei einem Jahr erreicht man nicht nur innerhalb seiner Auszeit einen Punkt absoluter Ausgeglichenheit, man hat auch noch mindestens ein dreiviertel Jahr Zeit, dieses Gefühl völligst zu genießen. Ein Jahr sind alle Jahreszeiten, zwölf Monate, 52 Wochen und 365 Tage. Da würde niemand auf die Idee kommen, die Tage rückwärts zu zählen. Es ist ein gutes Zeitmaß, um wirklich Abstand zu gewinnen. Und das ist es ja, was sie wollen. Und außerdem ist ein Jahr ein Maß an Zeitrechnung, mit dem die meisten Arbeitgeber, Finanzämter und Versicherungen etwas anfangen können.
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Sabbatical Erläuterung
Jet 2 Web.net
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Was ist mit meinem Job?
Die meisten, die sich mit dieser Frage beschäftigen, sind sicherlich in irgendeiner Form angestellt. Sie arbeiten in einer Firma mit klaren Betriebsstrukturen, festen Mitarbeitern,  Vorgesetzten und Chefs. Sie sind eines dieser Rädchen und damit fest eingebunden in den täglichen Betriebsablauf. Wenn ihr Betrieb nicht sowieso eine unbezahlte Arbeitsbefreiung z.B. in Form eines Sabbatjahres vorsieht, ist in der Regel der Wunsch nach unbezahltem Urlaub eher ungewöhnlich (Falls sie nach bezahltem Urlaub fragen möchten, steht dem nichts im Wege, rechnen sie aber nicht mit allzu großem Zuspruch). Die Erfolgsaussichten hängen dann von vielen verschiedenen Faktoren ab, die da wären:
  • Welche Position begleiten sie in Ihrer Firma und sind sie prinzipiell ersetzbar?
  • Ist Ihr Vorgesetzter oder Chef, der eine Arbeitsbefreiung bewilligen muss, Geldgeber oder auch nur angestellt?
  • Ist ihre berufliche Existenz durch ein längeres Ausscheiden wirklich gefährdet?
  • Verlieren sie dadurch den Anschluss zu neuen Technologien?
  • Arbeiten sie in einem kleinen Team oder an längeren Projekten, bei denen ihre Abwesenheit zu schädigenden Betriebsstörungen führen kann?
  • Sind sie am Firmenvermögen beteiligt und riskieren sie durch ihre Abwesenheit einen wirtschaftlichen Ruin?
Gehen sie zuerst immer davon aus, dass jeder den Wunsch hegt, einmal für längere Zeit auszuspannen, ein fremdes Land zu erkunden und mal absolut keine Verpflichtungen zu haben - auch ihr Chef oder Vorgesetzter! Es ist also nur von Vorteil, wenn sie diese Sehnsucht während der Antragstellung bei ihrem Chef anstoßen können.
Sie sollten ebenfalls davon ausgehen, dass sie wichtig für den Betrieb sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind sie zu ersetzen (auch wenn sie das selbst nicht galuben wollen), aber das geht sicher nicht ohne größere Umbesetzung, Einarbeitung und prinzipielle Mühen für den Arbeitgeber über die Bühne. Sie sind dem Arbeitgeber also etwas wert, auch wenn er es ihnen unter Umständen nicht zeigen wird.
Vermeiden sie es tunlichst, die Arbeitsbefreiung mit betrieblichen Dingen zu begründen. Ein unzufriedener Angestellter, der während seiner Arbeitsbefreiung seine Zufriedenheit zurückgewinnt, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu seinem alten Betrieb zurück. Das weiß auch ein Chef und er wird deshalb ihrer Bitte nicht stattgeben. Wenn sie unzufrieden sind, sollten sie prinzipiell über einen Wechsel nachdenken. Begründen Sie ihren Wunsch nach Auszeit mit etwas Persönlichem, aber nicht zu abgehoben wie "spirituelle Selbstfindung" oder so etwas. Es sollte was sein, was man auch als emotionaler Holzklotz nachvollziehen kann. Schlagworte könnten z.B. sein: "Aufladen verbrauchter Kapazitäten; Rückgewinnung der eigenen Zufriedenheit; aus dem alten Trott mal rauskommen, um das Wesentliche wieder zu erkennen" und ähnliches. Dabei brauchen sie sich nicht als Schwindler zu fühlen, denn das sind die Begleiterscheinung einer jeden Auszeit.
Erwarten Sie keine sofortige Entscheidung von ihrem Chef. Setzen sie erst die Spritze und injizieren sie dann langsam die Dosis. Vermeiden sie die Worte "Aussteigen" oder "Auszeit" und verwenden sie lieber "unbezahlten Urlaub" oder auch "Sabbatical". Am Idealsten wäre es, wenn ihr Chef das Gefühl bekommt, er hätte ihnen die Auszeit nahe gelegt oder zumindest als Alternative vorgeschlagen (Die Ideen des Chefs sind immer die besten, das erwartet man von ihm.). Das bedeutet aber ein taktisches Vorgehen und äußerste Vorsicht. Ihr erstes Gespräch über die befristete Auszeit sollte nicht den Eindruck vermitteln, sie hätten sich bereits festgelegt und setzen sie ihren Boss unter keinen Umständen unter Druck. Wenn es ihnen gelingt, dass ihr Chef mit dem injizierten Gedanken ein paar Wochen herumläuft, können sie sich gewiss sein, dass er sich selbst auch schon in die Rolle hineinversetzt hat und sich dadurch seine Meinung grundlegend ändern könnte. Lassen sie also den Gedanken reifen und fangen sie möglichst bald damit an.
Von großem Vorteil ist es, wenn sie sich vorher schon um eine betriebliche Lösung gekümmert haben. Vielleicht können sie ja auch schon unter ihren KollegInnen vorsichtig nachfragen, wer ihre Arbeit gerne verrichten würde, wer unter Umständen etwas mehr machen würde oder welche Umbesetzung von Nöten wäre, um ihr befristetes Aussteigen aufzufangen. Aber werden sie dabei nicht zu konkret, das verrät ihr Vorhaben und ihr Chef könnte mit ein paar Fragen bei ihnen anklopfen. Doch ihr Engagement in dieser Richtung wird als positiv und konstruktiv empfunden werden.
Rechnen sie unbedingt damit, dass ihre Aufgaben nach ihrer Rückkehr eingeschränkt werden oder sich die Qualität der Aufgaben verschlechtert und dass man das ihnen vor ihrer endgültigen Entscheidung mitteilen wird. Privilegien kann man über solch einen Zeitraum nicht aufrecht erhalten, diese müssen sie sich danach wieder verdienen. Doch die Bereitschaft, Opfer zu bringen, unterstreicht ihren Willen.
Hinterlassen sie keine Altlasten und bereiten sie ihr Aussteigen sorgfältig vor. Es darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, sie wollten vor unerfüllten Aufgaben fliehen.

Ein für den Angestellten wie für seinen Chef annehmbares Aussteigen auf Zeit bleibt die wichtigste Herausforderung auf ihrem Weg zur befristeten Auszeit. Es ist ein sehr individuelles Vorgehen von Nöten und sie sollten große Kompromissbereitschaft mitbringen. Denken sie darüber nach, wie sie verschiedenen Einschränkungen entgegnen können (Ein halbes Jahr Auszeit ist besser als gar nichts.). Und in letzter Konsequenz denken sie auch mal über einen Wechsel nach. Das hört sich in einer Zeit von Arbeitslosigkeit und Abbau der meisten sozialen Privilegien sehr mutig an und als Autor kann ich dem auch nicht viel entgegen setzen. Vielleicht dazu nur ein Ausspruch: Hinter jedem Verlust steckt auch immer ein Gewinn. Das mag manchem eine Bauernweisheit sein, die nicht überzeugen kann - soll sie auch nicht. Sie soll zum Denken oder Umdenken anregen. Eine berufliche Veränderung kann auch ein Segen sein und unter Umständen erschließt sich ihnen dieser Gedanke während ihrer Auszeit sowieso. Vertrauen sie ihren Fähigkeiten. Eine befristete Auszeit ist ein Gewinn für die eigene Persönlichkeit und eine Lebenserfahrung, die sie auch in ihrem späteren Berufleben einsetzen werden. Das weiß auch ein zukünftiger Arbeitgeber zu schätzen und wenn sie sich zudem noch im Ausland aufgehalten haben, bringt das ihnen nur Pluspunkte. Letztendlich müssen sie sich für ihren Weg entscheiden und diese Seite kann ihnen keine Entscheidungen abnehmen. Doch erwarten sie nicht, dass sie ohne Hindernisse und Einbußen zu ihrem Ziel gelangen. Manche Dinge müssen sie auch aufgeben können. Sie können aber auch so viel Neues dazu gewinnen.
Als letztes möchte ich Ihnen grundlegend einen Gedanken ans Herz legen. Fragen sie sich, ob ihr Wunsch nach einer längeren Auszeit etwas mit ihrem Job zu tun hat. Nicht selten erschließt sich Langzeiturlaubern auf Reisen die Erkenntnis, dass eine Rückkehr in den alten Job nicht mehr in Frage kommt. Oftmals ist die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz der Auslöser für den Wunsch einer Auszeit, doch viele wollen das nicht wahr haben. Wenn sie vorher schon wissen, dass sie sich beruflich verändern werden, können sie auch gleich kündigen. Nach ihrer Rückkehr werden die Karten dann neu gemischt.

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