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Prinzipielles
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Sie können
mitnehmen, soviel sie wollen, wahrscheinlich brauchen sie zu einem absolut
ungünstigen Moment genau das Utensil, welches sie bewusst zuhause
gelassen haben. Das nennt man in den USA Murphies Law und sagt nichts
anderes aus, als dass immer genau das passiert, was sie gerade nicht erwartet
haben. Dennoch empfehle ich die Beschaffung und Mitnahme einiger Gegenstände,
die uns zumindest das Leben wesentlich oder zumindest um einiges erleichtert
haben. Die Dinge, die sie hier nicht finden, haben wir in einem Jahr in
Nordamerika nicht gebraucht.
Grundsätzlich
gibt es gerade in den USA alles zu kaufen, was annähernd einen Nutzen
vorweisen kann (und vieles, was auf ewig diesen Beweis schuldig bleiben
wird). Wenn sie also ihre Grillzange vergessen
haben, seien sie ganz beruhigt, Amerika ist das Land der Grillzangen und
sie werden selbst im letzten Haushaltswarengeschäft in der Sonorawüste
noch eine Grillzange erwerben können. Andere Dinge gibt es so gut
wie gar nicht oder sie passen nicht richtig. Obwohl in den USA zumindest
auf dem Papier die Einführung des metrischen
Systems schon längst vollzogen ist, werden sie kaum eine Schraube
finden, die nicht in inches gemessen ist. Das Yard, die Gallon
und das amerikanische Pound sind nur einige Maße, mit denen
sie zu tun haben werden. Da hilft es nichts, wenn es davon genug gibt,
sie aber die europäische Version davon benötigen. Lesen sie diese
Seite also sorgfältig durch, damit ihnen viel Kummer ersparen bleibt.
Ich gehe davon
aus, dass man ein Wohnmobil oder einen Camper nicht mehr mit einer Kühlbox
oder einem Wasserkanister bestücken
muss. Auf obligatorische Einrichtungsgegenstände oder normales Küchenzubehör
gehe ich bei meiner Auflistung nicht mehr ein. Falls jemand mit dem Zelt
oder sonstwie die Reise antritt, der sollte sich noch mal um eine komplette
Ausstattungsliste bemühen (siehe Verweise unten).
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Gasfülladapter
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Zum Thema Gasflaschen
in den USA und Kanada kursieren die wildesten Geschichten und Vermutungen.
Fest steht, dass in Nordamerika ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung
auf Gas (sprich: Propan bzw. Butan)
angewiesen ist, da die Häuser oft mitten im Nirgendwo liegen und Heizung,
Herd und oft auch noch Licht von Gas betrieben werden. Es gibt also demnach
fast an jeder Ecke Gas zu kaufen. Jetzt braucht man nur noch ein Behältnis
und die richtige Vorrichtung, um die ersehnte Flüssigkeit zu ergattern.
Und genau hierbei hört man immer wieder die abenteuerlichsten Geschichten.
Dabei gibt es prinzipiell nur zwei Möglichkeiten, ihren Bedarf an
Gas zu decken. Entweder sie fahren in Nordamerika ein amerikanisches Wohnmobil,
welches mit einer (oder mehreren) Gasflasche bestückt ist und die
man fast an jeder zweiten Tankstelle füllen bzw. austauschen kann,
oder sie fahren ein europäisches (im Allgemeinen ein deutsches) Wohnmobil
mit deutschen Normflaschen, für deren Füllung sie einen Gasfülladapter
benötigen (siehe auch Verweise unten). Haben sie einmal so einen besagten
Fülladapter, brauchen sie sich fast keine Gedanken mehr zu machen,
denn in 95% der Fälle bekommen sie damit ihre deutschen Gasflaschen
gefüllt.
Der Unterschied
zwischen dem nordamerikanischen und dem deutschen Füllsystem liegt
am Fülldruck und an der Füllmethode. In Deutschland wird prinzipiell
mit Hochdruck gefüllt, bis das Gewicht der vollen Flasche (die dann
nur zu etwa 85% gefüllt ist) erreicht ist. Die Füllung in Nordamerika
geschieht mit Niederdruck und wird per Gallon (1 Gallon = 3,78 Liter) gemessen.
Wenn der Fülladapter passt, spielt die Methode keine große Rolle
mehr. Nur die Gesetze haben einen Einfluss auf die Verwirklichung. Denn
in vielen Staaten dürfen die Füllstationen
nur Gas abfüllen, wenn die Flasche mit einem sogenannten Entlüftungsventil
(bleeder-valve) ausgestattet ist (was nicht mit dem an deutschen Flaschen
befindlichen Überdruckventil zu verwechseln ist). Doch die meisten
Stationen fragen erst gar nicht danach und verlassen sich auf die Angaben
des Besitzers. Sucht ein aufmerksamer Angestellter dann doch mal nach dem
besagtem bleeder-valve, zeigt man
auf das rote Knöpfchen des Überdruckventils
und sagt, dass es sich hierbei um eine deutsche Version eines automatischen
Ventils handelt (oder so ähnlich). Den meisten genügt das bloße
Vorhandensein eines Ventils, auch wenn dies grundsätzlich verschiedene
Funktion hat. Doch vermeiden sie es, zuviel Gas in ihre Flasche füllen
zu lassen, sonst geschieht vielleicht doch noch ein Donnerwetter.
Mit
27 lb (sprich: pound) bzw. 2,4 Gallon ist eine deutsche 5kg Flasche (die
vorher absolut leer war) zu 85% gefüllt. Für eine 11 kg Gasflasche
braucht man 59 lb oder 5,3 Gallon, um ungefähr den gleichen Füllstand
zu erreichen. Wer diesen Angaben nicht vertraut, dem bleibt nichts anderes
übrig, als die berühmte Federwaage ins Spiel zu bringen und das
auf der Flasche stehende Gesamtgewicht abzuwiegen.
Die letzte Möglichkeit
ist das Kaufen adäquater amerikanischer Gasflaschen. Für die
11 kg Flasche bekommen sie fast überall ein vergleichbares Behältnis,
ein Ersatz für die 5kg Flasche ist nur schwer aufzutreiben, doch es
gibt sie in gut sortierten Camperbedarfsläden wie Campingworld
(siehe unten).
Besagten Gasfülladapter
für USA und Kanada bekommen sie auf jeden Fall bei:
Willi
Wynen
Caravaning
Freiheitsstraße
242
41747 Viersen
Tel: 02162 356699
Fax: 02162 14040
kostet ~30.-€
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Ab dem 01.
April 2002 gilt die neue Verordnung der National Fire Protection Association
(NFPA).
Mehr dazu hier
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Kfz-Ersatzteile
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Wenn sie
mit einem amerikanischen Wohnmobil durch die Lande fahren, brauchen sie
ihr Mobil nicht mit Ersatzteilen vollzustopfen. Nach Fastfoodläden
sind Autowerkstätten und Kfz-Bedarfsläden
die nächstgrößere Gruppe, die die Straßenränder
bevölkert. Es gibt Werkstattketten, die sie im ganzen Land wieder
finden werden (z.B. Midas) und kleinere
Schuppen (oft auch bei Tankstellen), die manchmal sogar sonntags geöffnet
haben. Die besten Preise haben fast immer die Spezialwerkstätten,
die z.B. nur Bremsen auswechseln oder sich auf Öl- bzw. Reifenwechsel
spezialisiert haben (Wal-Mart
hat manchmal auch einen Reifen- bzw. Öldienst am Einkaufsmarkt angeschlossen,
der im Gegensatz zu seinem Ruf meistens ausgezeichnete Leistung verspricht.).
Im Gegensatz zu deutschen Verhältnissen ist es in den USA und Kanada
durchaus üblich, ohne Termin zur Werkstatt
zu kommen und entweder auf die Reparatur zu warten (die Werkstätten
haben fast alle großzügige Warteräume, meist mit Kaffeemaschine
und Fernseher) oder sein Fahrzeug einfach für den Tag dort stehen
zu lassen. Auf jeden Fall ist es großer Unsinn (so lange sie die
zivilisierte Welt Nordamerikas nicht verlassen und vielleicht in Alaska
oder dem Yukon rumfahren) mehr als die Ersatz-Zündkerze, den
Ersatz-Luftfilter und andere Kleinteile dabei zu haben (siehe Kfz-Ersatzteilliste).
Die Situation
ändert sich erheblich, wenn sie nicht mit einem amerkanischen Fahrzeug
unterwegs sind. Die häufigste Antwort auf die Bekanntgabe meines Fahrzeugmodells
war:"this car is not listed", was so viel heißen soll wie:
Ihr Fahrzeug steht nicht im Computer. Diese Feststellung verhindert fast
überall die problemlose Reparatur eines ausländischen Fahrzeugs,
da die angeblichen Fachkräfte einer Werkstatt oft nur über Kenntnisse
einheimischer Modelle verfügen und mit Allgemeinkenntnissen der Kfz-Mechanik
nicht glänzen können. Und selbst wenn die Regale voller passender
Ölfilter überquellen, wird niemand ihr Öl ablassen, wenn
er nicht vorher durch ein meist elektronisches Medium beweisen kann, dass
besagter Filter für ihren Fahrzeugtyp bestimmt ist. Und da ihr Fahrzeug
nicht gelistet ist, werden sie nicht viel Erfolg haben. Also empfiehlt
es sich, bestimmte Ersatzteile auf jeden
Fall dabei zu haben (rotgeschriebene Teile in der Kfz-Ersatzteilliste).
Der gute Kontakt
zu ihrer Vertragswerkstatt in der
Heimat ist unbezahlbar. Wenn sie dort schon im Vorhinein ihre Reise ankündigen
und im Notfall eine unbürokratische Ersatzteillieferung vereinbaren,
dann können sie auch auf den Notfalldienst
des ADAC getrost verzichten. Bedingung dafür ist, dass sie zumindest
wissen, welches Ersatzteil sie benötigen und weil das meistens nicht
ohne irgendwelche zehnstelligen Ersatzteilnummern abgeht, empfiehlt es
sich (gerade für Teile, die den Motorraum betreffen) eine Explosionszeichnung
ihres Motors mitzunehmen. Doch ein zuvorkommender Angestellter in ihrer
Werkstatt wird ihnen auch ohne Ersatzteilnummer weiterhelfen, solange sie
die Fahrzeugindentifikationsnummer,
das Modell und den Fahrzeugtyp zur Hand
haben. Sie brauchen dann noch jemanden, der im Heimatland die Rechnung
begleicht und können sich dann per UPS
das Ersatzteil liefern lassen. Wir exerzierten diesen Vorgang zweimal und
durften jedesmal erfreut feststellen, dass wir nach 2 Tagen unser Ersatzteil
in der Hand hielten. Das kostet zwar ein paar Euro (in unserem Fall jeweils
75€ pro Lieferung für Kleinteile), doch das ist der Schnelllieferservice
von UPS wert. In sogenannten Luberstations
(Ölwechsel-Stationen) brauchen sie nur ihren Ölfilter
zu präsentieren und jeder wird bereitwillig ihren Ölwechsel vornehmen.
Allerdings bekommen sie meist keinen größeren Preisnachlass
als 2 US$, denn die Preise sind mit 20-25 US$ pro Ölwechsel eh sehr
knapp kalkuliert.
Sprechen sie auf
jeden Fall mit ihrem Vertragshändler und gleichen sie diese Liste
mit den individuellen Anforderungen ihres Fahrzeugs ab.
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Luftfilter
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Ölfilter
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Kraftstofffilter
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Bremsbeläge
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Keilriemen
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Zahnriemen
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Unterbrecherkontakte
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Zündkerzen
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Zylinderkopfdichtung
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Zylinderkopfschrauben
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Ventildeckeldichtung
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Einspritzdüse
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Einspritzpumpe
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Schwimmernadelventil
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Leerlaufabschaltventil
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Vergaserdichtung
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Simmerringe
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Getriebe-Dichtsatz
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Kupplungszug
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Glühkerzen
(Diesel)
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Thermostat
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Glühbirnensatz
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Kerzenstecker
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Einspritzleitung
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Wasserpumpe
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Kraftstoffpumpe
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Verteilerkappe
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Verteilerläufer
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Brotbackautomat
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Daß
ein Brotbackautomat mit zu den wichtigen Utensilien einer Nordamerikareise
gehört, steht außer Frage. Wer vor allem die Backwaren
der USA kennt, weiß, dass sich die Amerikaner vornehmlich von knatschigem Weißbrot
(vergleichbar mit unserem Toastbrot) ernähren. Auf die Dauer kann
das zu ernstzunehmenden Ernährungsproblemen führen und nicht
zuletzt auch zu Gewichtsproblemen, denn das Weißbrot macht nicht
satt, sondern nur fett. Wer also auf seine Grundbedürfnisse an Backwaren
nicht verzichten möchte und zudem noch ein Gerät zu schätzen
weiß, in dem man auch Aufläufe und
andere Leckereien zubereiten kann, der sollte einen Backautomaten auf seine
Gepäckliste schreiben. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass der
in der Liste ebenfalls aufgeführte Transformator die Leistung für
den Backautomaten zur Verfügung stellen kann. Wir hatten einen 600
Watt Backautomaten und einen 400 Watt Transformator. Das war definitiv
unterdimensioniert, funktionierte allerdings trotzdem. Von Vorteil ist
es auch, wenn der Generator (auch in der Liste) den Backautomaten betreiben
kann. Prinzipiell würde ich eher empfehlen, den Backautomaten an die
Leistungsfähigkeit des Transformators und des Generators anzupassen.
Das wirkt sich ggf. auf die Größe des Brotes aus, sie haben
allerdings viel Zeit und können bei Bedarf jeden Tag backen.
Falls sie gemahlenen
Kümmel für ihre Brotrezepte benötigen, nehmen sie ihn von
zuhause mit, in Nordamerika suchen sie danach vergebens.
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Generator
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Ein Generator
kann nützliche Dienste leisten, auch wenn er bei uns nur selten zum
Einsatz kam. Prinzipiell gilt zu beachten, welchen Strombedarf
man hat und wie dieser gedeckt werden kann. So laufen die meisten Stromverbraucher
im Camper über die Zusatzbatterie,
die entweder durch die Fahrt (sprich: Lichtmaschine) oder ggf. die Solarzellen
(siehe auch Liste) aufgeladen wird. Größere Stromverbraucher
wie Fön oder Brotbackautomat können nicht
an der Batterie betrieben werden (ausgenommen sie verwenden einen Inverter,
siehe Liste). Doch für diese Gelegenheit kann man ja auch mal auf
einen Campingplatz fahren, der einen Stromanschluss bietet. Doch wer sich
in der kalten Jahreszeit in Nordamerika aufhält, der sollte auf jeden
Fall einen Generator mitführen. Die Tage sind im Winter empfindlich
kalt, sodass eine kleine Zusatzheizung (siehe Liste) oft erst für
die nötige Wärme innerhalb der Kabine sorgt. Dann sind die Tage
auch sehr kurz, was zur Folge hat, dass die Batterien über die vielleicht
vorhandenen Solarzellen nur kurze Zeit geladen werden können, was
auch nur eine kurze Stromlieferung zur Folge hat, wenn überhaupt die
Sonne scheint. Viele Campingplätze haben im Winter geschlossen, sodass
sie machmal auf den einfachen Plätze ohne Strom campieren müssen.
Und nicht zuletzt können sie mit dem Generator fast alles elektrische
Gerät betreiben oder sogar ihre Fahrzeugbatterien wieder aufladen.
Wenn mal unverhofft das Gas ausgehen sollte, können sie immer noch
mit dem Generator heizen (vorausgesetzt, sie verfügen über besagte
Zusatzheizung). Wenn sie mal Wasser aus einem Wasserreservoir pumpen müssen,
können sie ihren Generator dafür einsetzen. Doch auch, wenn sie
kaum einen Bedarf dafür haben, ist es ein Sicherheitsaspekt, der sich
auf ihr Allgemeinbefinden auswirken kann.
Der ultimative
Generator für Camping ist der Honda EU 10i. Er ist gerade mal
13 kg schwer und liefert bis zu 1000 Watt Leitung. Er hat ein Energiesparprogramm,
was ihn bei geringer Leistung bis zu acht Stunden mit gerade mal 2,3 Liter
Tankinhalt laufen lässt. Und ein Kaufargument für naturverbundene
Camper ist der absolut geringe Lärmpegel, den das Gerät verursacht.
Allerdings kostet er auch eine Stange Geld.
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Zelt
/ Schlafsack
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Ein Zelt
oder ein Schlafsack gehört in einem
Wohnmobil normalerweise nicht zur Standardausstattung. Das Wohnmobil ist
viel bequemer und komfortabler als das Zelt und im Bett des Wohnmobils
machen sich reguläre Federbetten auch
besser als der Schlafsack. Doch wer gerne zu Fuß unterwegs ist und
auch längere Touren nicht scheut, der sollte mal eine Mehrtageswanderung
ausprobieren. Dafür sind natürlich ein Zelt und ein Schlafsack
unverzichtbar.
Die großen
Naturparks Nordamerikas laden geradezu zu einer Mehrtageswanderung
ein. Viele Wanderpfade erstrecken sich über Hunderte von Kilometern
durch unberührte Landschaften und oft führt nur die Mehrtageswanderung
zu himmlischen Plätzen, die an einem einzigen Tag kaum zu erreichen
sind. Dabei sei zu beachten, dass das Zelt und die Schlafsäcke den
Ansprüchen einer Wanderung genügen, wobei das Gewicht und die
Ausmaße eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Denn Zelt und Schlafsack
müssen bei der Wanderung mitgeführt werden. Aber unsere Schlafsäcke
haben uns auch in der kalten Jahreszeit gedient, als Überdecke für
unser Federbett. Da in Wohnmobilen die Heizung meistens aus Systemen besteht,
die warme Luft erzeugen, kann ein übermäßiges Heizen in
der Nacht oft zu Atembeschwerden und Schlafstörungen führen.
Da schläft es sich besser, wenn man auf ein paar Grad Wärme verzichtet
und dafür den flauschigen Schlafsack überwirft. Falls der Camper
für längere Zeit mal in der Werkstatt steht, weil auf ein Ersatzteil
gewartet wird, kann man mit Zelt und Schlafsack und ggf. einem Leihwagen
trotzdem die Region erkunden, ohne dass man gleich auf ein Hotel oder Motel
angewiesen ist. Zu manch schönen Orten kommt man eh nur mit dem Zelt.
Auf Cumberland Island oder im berühmten Havasu Canyon
sind nur Zeltcamper erlaubt.
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Werkzeuge
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Zu einer
längeren Reise gehört natürlich auch ein Werkzeugkasten,
wobei auf einen Kasten aufgrund des Gewichts eher verzichtet werden
sollte. Sie bekommen zwar auch alles an Werkzeugen in Nordamerika, doch
auch hierbei gilt, dass die meisten Zangen- und Schlüsselgrößen
in Zoll und Inches gemessen werden und deswegen nur schlecht zu metrischen
Muttern und Schrauben passen. Die untenstehende Liste soll nur ein Vorschlag
sein und jeder sollte für sich die nötigen Werkzeuge heraussuchen.
Wenn sie irgend etwas dabei haben, was ein bestimmtes Werkzeug für
die Wartung oder Reparatur erfordert (z.B. Zündkerzenschlüssel),
sollten sie natürlich auch daran denken.
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Hammer
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Schraubendrehersatz
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Kombizange
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Wasserpumpenzange
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Spitzzange
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Sechskantschlüsselsatz
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Gabelschlüsselsatz
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Ratschenkasten
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Seitenschneider
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Mehrkantfeile
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Rundfeile
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Rasierklinge
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Handsäge
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Stahlbürste
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Lötkolben
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Meißel
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Multimeßgerät
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Fettpresse
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Klappspaten
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Schleifpapier
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Spezialwerkzeuge,
die normalerweise sowieso im Fahrzeug sind (z.B. Radkreuz), wurden hier
nicht extra aufgelistet. Ein Akkuschrauber
hat sich bei uns auch sehr bewährt. Allerdings macht dieser nur Sinn,
wenn es ein Qualitätsprodukt ist, der auch mal die Energie seines
Akkus über mehrere Wochen halten kann. Ansonsten müssen sie nämlich
das Gerät erst vor Gebrauch laden und wahrscheinlich steht ihnen im
Bedarfsfall keine Steckdose zur Verfügung.
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Holzkohle-
Gasgrill
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Ein Holzkohle-
oder Gasgrill bekommt auf einer Nordamerikareise
eine ganz besondere Bedeutung. Es ist eines der Dinge, die oft in Gebrauch
sind und am meisten beansprucht werden. Das liegt daran, dass man sich
oft draußen vor dem Camper aufhält und nur ungern zum Kochen
in den doch recht beengten Raum des Wohnmobils geht. Außerdem verursachen
auch die leckersten Kochrezepte auf die Dauer unangenehme Küchendünste,
die sich dann in Polstern und Bettzeug festsetzen. Zudem gehört das
Grillen auf Holzkohle zum Campen wie keine zweite Freizeitbeschäftigung.
Es ist einfach und unkompliziert und selbst auf einem Kohlegrill lassen
sich zauberhafte Gerichte zubereiten. In Ergänzung zum Steak auf dem
Kohlegrill kann man auf einem Gasgrill das Gemüse garen oder die Kartoffeln
kochen.
Auf Beides wollte ich auf einer Campingreise nicht mehr verzichten.
Beim Kohlegrill
sollte man darauf achten, dass er nicht zu groß ist, denn in den
USA hat alles, was das geliebte BBQ angeht, überdimensionale
Ausmaße. In Europa bekommt man schon mal einen kleinen Tischgrill,
den man nach Gebrauch in einen Koffer packen kann. Damit versaut man sich
nicht die ganze Einrichtung und hat alles an einem Griff in der Hand. Gasgrills
gibt es ebenfalls in den USA in Hülle und Fülle. Jetzt stellt
sich natürlich die Frage, ob man sich hier in Europa oder in Nordamerika
einen zulegen soll. Prinzipiell ist die Versorgung mit den in Europa üblichen
(blauen) Gasflaschen der Firma Campinggaz
in Nordamerika kaum gewährleistet. Man stolpert zwar immer mal wieder
über wenige Exemplare in den Verkaufregalen überteuerter Outdoorläden
oder in National Parks, doch wenn man sie dringend braucht, wird man wohl
weniger Glück haben. Dagegen gibt es die typisch grünen Flaschen,
mit denen man amerikanische Grills in der Regel betreibt, fast in jedem
Supermarkt. Grundsätzlich empfehle ich die Produkte der Firma Coleman,
solange sie nicht über eine starre Gaszuführung (Messingrohr)
verfügen, da diese durch die erhöhte Beanspruchung an empfindlichen
Punkten schon recht bald undicht werden. Schlauchzuführungen sind
dagegen wesentlich besser. Dies hat auch der Gasgrill der Firma Century
(siehe unten), den wir selbst gekauft haben und mit dem wir rundum zufrieden
sind (am billigsten bei Wal-Mart). Da man in Europa die amerikanischen
(grünen) Gasflaschen nicht bekommt, sollte man meinen, dass ein Gasgrill
aus Nordamerika in Deutschland keine Verwendung mehr findet. Jedoch gibt
es bei Wal-Mart für 4.95 US$ einen sogenannten Pol-Adapter
(siehe
Bild), der einerseits auf den Schlauchanschluss des Grills passt,
andererseits auf den Gasfülladapter (siehe oben), den man sowieso
besitzen sollte und der selbst wiederum auf das deutsche Flaschensystem
aufschraubbar ist. Damit kann man dann den Grill an handelsüblichen
5 kg Flaschen betreiben.
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Wasserschlauch
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Ein Wasserschlauch
zur Befüllung des Wassertanks ist eigentlich
obligatorisch. Doch die meisten Wasserschläuche nehmen viel Platz
weg und sind sehr unhandlich. Von der Firma Gardena
gibt es ein Flachschlauch-System im handlichen Kassettenfach, das auch
noch in die letzte Ritze passt. Entweder in 15 Meter oder 20 Meter Länge
gibt es den Kassettenschlauch, der mit den typischen Gardena -Anschlüssen
sehr einfach zu bedienen ist. Da auch die Wasserhahngewinde in Nordamerika
eine andere Norm aufweisen, fragt man sich natürlich, wie man den
Flachschlauch an einem amerikanischen Wasserhahn befestigen kann?!
Dazu nimmt man ein Schnellkupplungsgewindestück
mit Innengewinde in 3/4 Zoll bzw. 26,5mm (gibts in jedem Baumarkt) und
schraubt mit Hilfe seiner Wasserpumpenzange die Kupplung langsam doch bestimmt
auf einen amerikanischen Wasserhahn. Da das Schnellkupplungsgewindestück
aus Plastik ist, schneiden sie somit ein neues Innengewinde in die Kupplung
und sie werden feststellen, dass genau diese Kupplung später dann
per Hand auf jeden weiteren Wasserhahn leicht aufschraubbar ist.
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Reiseführer
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Für
die Individualreisen durch Nordamerika gibt es keinen besseren Reiseführer
als die Buchserie von Hans-R. Grundmann
aus dem Reise Know-How Verlag
. Sie deckt fast das ganze US-Gebiet und die wichtigsten Orte Kanadas ab.
Es gibt einen Gesamtführer für die USA und Kanada und noch diverse
Führer, die ein kleineres Gebiet behandeln (Westen der USA,
Canadas
großer Westen mit Alaska). Sehr empfehlenswert ist auch der Führer
USA
Südwesten Natur und Wandern aus dem gleichen Verlag, der ein absolut
genialer Begleiter für wanderlustige Reisende ist. Die Autoren bieten
in diesem Buch mehr als das gewöhnliche Anreißen eines Themas
und warten mit ganz ausgezeichneten Wanderrouten auf, denen sie ungeprüft
folgen können. Zusätzlich erfahren sie noch viel über die
Natur und die Tiere, die darin leben. Aber auch die anderen Nordamerikabücher
des Verlags glänzen mit ausgezeichneten Hintergrundinformationen und
haben sich für uns als unverzichtbare Nachschlagewerke erwiesen.
Die Reiseführer
aus dem Lonely Planet Verlag sind
ebenfalls ausgezeichnet, wobei sie sich eher auf lückenlose Information
spezialisiert haben. Das was hier nicht drin steht, werden sie auf der
Landkarte auch nicht finden. Doch bezüglich einer längeren Reise
mit dem Wohnmobil durch Nordamerika würde ich dennoch die Werke des
Reise
Know-How Verlags bevorzugen, zumal die Lonely Planet Bücher
nur in englischer Sprache zu haben sind.
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Solarzellen
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Eine Solaranlage
ist für den Campingbereich die ultimative Lösung. Wenn sie bedenken,
dass ihre Fahrzeugelektrik eh schon auf 12 V Gleichspannung ausgelegt ist,
dann ist der Einsatz einer Solaranlage das sogenannte i-Tüpfelchen
zu ihrem uneingeschränkten Nordamerikaerlebnis. Solange die Solarzellen
der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, produzieren sie Strom, der
über einen Laderegler direkt auf ihre
Batterie geleitet wird. Bei gutem Wetter können sie sich sogar unbegrenzte
Zeit irgendwo in der Wildnis aufhalten, ohne dass ihnen der Strom ausgeht.
Wahrscheinlich haben sie vorher kein Frischwasser mehr. Wir kauften vor
Reisebeginn eine Komplettanlage mit Solarmodul, Regler und entsprechenden
Kabeln. Die Installation ist verhältnismäßig einfach, solange
sie die Maße ihres Fahrzeugdachs im Auge behalten. Auch sollten sie
darauf achten, dass die Solarmodule über Installationsschienen verfügen.
Die Auswahl ist groß und prinzipiell gilt folgendes zu beachten:
In der Regel erzielt man bessere Ergebnisse, wenn man ein Modul mit ca.
50 Watt Leistung ständig dem optimalen Winkel zur Sonne aussetzt als
mit zwei Modulen (oder einem größeren von 100 Watt) im Schatten
zu stehen. Damit möchte ich nur darauf hinweisen, dass man sich nicht
von seinem Solarmodul auf dem Dach leiten lassen soll, wenn es um die Stellplätze
geht. Die südliche Ausrichtung eines Platzes oder der von Bäumen
nicht eingewachsene Stellplatz kann beim Einchecken auf einem Campground
jedoch fast immer berücksichtigt werden. Doch sie werden trotzdem
des öfteren im Schatten oder einfach nur in Nordrichtung stehen. Deshalb
entschieden wir uns für insgesamt 100 Watt Solarpower und hatten keine
echten Stromprobleme, auch wenn wir oft nicht im optimalen Winkel zur Sonne
standen. Die Anlage ist allerdings nur so gut wie das schwächste Glied
darin. Wenn die Batterien am Ende sind, wird
auch der größte Ladestrom keine Wunder bewirken. Also achten
sie darauf, dass alle Systeme in einwandfreiem Zustand sind. Ein sogenannter
Inverter oder auch Wechsler kann zusätzlich zu der Anlage gekauft
werden. Er macht aus 12 Volt Gleichstrom 230 Volt Wechselstrom. Damit können
sie dann auch ihre Kaffeemaschine oder den Fernseher betreiben. Doch achten
sie auf die Leistungsangabe. Ein Wechsler mit 150 Watt zieht noch nicht
mal die Wursthaut vom Teller, auch wenn 230 Volt rauskommen. Sie sollten
ihre Geräte schon vorher aufeinander abstimmen. Auch ein Fön
mit 150 Watt Leistung macht noch nicht mal warme Luft. Da können sie
ihre Haare auch gleich trockenblasen.
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Wasserpumpe
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Mit einer
extra Wasserpumpe (einer sogenannten Tauchpumpe),
können sie sich bei akutem Wasserbedarf auch mal aus einem Bach oder
einem See etwas Wasser besorgen. Voraussetzung ist, die Wasserqualität
ist gut genug. Doch es empfiehlt sich auf jeden Fall, das Wasser noch mal
mit Micropur oder ähnlichen Mitteln
zu behandeln. Die kleine (nicht gerade leistungsstarke) Wasserpumpe hat
einen entscheidenden Vorteil. Sie können das Wasser aus einem See
erst mühelos in einen Wasserkanister (der ebenfalls zu ihrer Ausrüstung
gehören sollte) pumpen und danach sollte die Wasserpumpe auch noch
durch den Einfüllstutzen des Wasserkanisters passen. Dann können
sie auch ganz entspannt das Wasser aus dem Kanister in ihren Wassertank
pumpen, ohne auch nur einen Tropfen vom kühlen Nass zu verschütten.
Aber auch die Körperhygiene im Freien ist mit einer kleinen Pumpe
wesentlich einfacher. Die Pumpe läuft natürlich nur mit 12 Volt,
die sie entweder von ihrer ausgebauten Batterie erhalten oder von ihrem
Generator, der zufällig auch noch einen 12 Volt Ausgang besitzt (der
Honda
EU 10i hat einen). In der Nähe des Wohnmobils empfiehlt es sich
sowieso, eine Möglichkeit einzurichten, 12 Volt außen am Fahrzeug
abzugreifen. Vergessen sie aber nicht, ein Stück Wasserschlauch mitzunehmen,
das auf die Pumpe passt. Falls ihre Wasserpumpe im Camper über die
Wupper
geht, haben sie auch gleich einen Ersatz zur Hand.
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Transformator
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In den USA
wie in Kanada liegt die Spannungsversorgung bei 125 Volt und alle Verbraucher,
sei es die Kaffeemaschine oder der Fernseher, brauchen auch nicht mehr
Spannung. Leider ist das etwas wenig für unsere europäischen
Geräte, die alle 230 Volt benötigen. Die meisten Camper und Wohnmobile
aus Europa werden ebenfalls mit 230 Volt versorgt. Für diesen Fall
gibt es sogenannte Spannungswandler,
die aus 125 Volt 230 Volt machen und umgekehrt. Eines dieser Geräte
sollten sie auf jeden Fall dabei haben und darauf achten, wieviel Leistung
der Transformator vorzuweisen hat. Ein Gerät mit einer Leistung von
400 Watt (oder auch VA = Volt Ampere) kann nur elektrische Geräte
mit höchstens dieser Leistungsentnahme betreiben. Schließen
sie trotzdem ein "stärkeres" Gerät daran an, fliegt unter Umständen
die Feinsicherung raus, von denen sie
auch genügend dabei haben sollten, denn in Nordamerika suchen sie
vergebens danach. Denken sie auch daran, dass sie einen Reisesteckeradapter-Set
dabei haben, womit sie ihre Geräte an das nordamerikanische Steckersystem
anschließen können.
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Kaffeebereiter
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Es mag zwar
etwas befremdend anmuten, wenn ich in diesem Kapitel explizit auf einen
Kaffeezubereiter zu sprechen komme, doch wer gerne morgens eine Tasse Kaffee
trinkt, der sollte auch dafür sorgen, dass er die Voraussetzungen
für einen guten Kaffee schafft. Im Gegensatz zu vielen anderen sind
wir nicht der Meinung, dass der Kaffee in Nordamerika grundsätzlich
schlecht ist. Schlecht sind nach unserer Meinung nur das Wasser aus dem
Hahn und die Kaffeemaschinen. Das Wasser aus dem Hahn ist oft übermäßig
gechlort und schmeckt deshalb im Kaffee ekelhaft. Die Kaffeemaschinen haben
den gleichen Mangel wie die europäischen: Sie kochen das Wasser nicht
heiß genug. Dem entgegenwirken kann man, in dem man immer stilles
Wasser aus der Flasche oder dem Kanister entnimmt und sich einen Kaffeebereiter
besorgt, der einen schmackhaften Kaffee brüht und gleichzeitig noch
als Isolierkanne dient. Wenn man nun noch mit den aromatisierten
Kaffeepulvern experimentiert und diese mit normalen Kaffeepulvern mischt,
kann man ganz ausgezeichnete Ergebnisse erzielen, die den Kaffeegenuss
um einiges steigern.
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Zusatzheizung
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Auch eine
Zusatzheizung gehört nicht prinzipiell zur Ausstattung eines Wohnmobils,
kann aber auf längeren Reisen durchaus ein wichtiges Gerät werden.
Diese Geräte werden generell mit 230 Volt betrieben und es gibt sie
in den unterschiedlichsten Bauformen und Qualitätsstufen. Es empfiehlt
sich auf jeden Fall, ein Gerät zu nehmen, das verschieden hohe Heizstufen
hat, denn einerseits wollen sie nicht immer zu 100% heizen, weil sie nur
etwas "anwärmen" möchten und andererseits müssen sie auf
den Stromverbrauch achten, da z.B. ein Generator als Stromlieferant dient
oder der Stromanschluss des Campgrounds zu niedrig abgesichert ist. Wir
hatten ein Gerät mit drei Heizstufen (450, 750 und 1500 Watt). Die
ersten beiden Stufen funktionierten auch noch mit unserem 1000 Watt Generator.
Zudem können sie eine ganze Menge Gas sparen, wenn sie auf einem Campground
sowieso den Stromanschluss nutzen. Wirklich zuverlässige Geräte
mit kleinsten Ausmaßen sind die Modelle Top, Exclusive oder
Ecomat der Firma G. Kündig AG
in
der Schweiz. Ihr Sicherheitsstandard ist sehr hoch und sie können
trotz Heizbetrieb nachts gut schlafen. Das geradezu winzige Gerät
erwärmt sich selbst kaum und wiegt gerade mal 2,2 kg. Wir rechneten
auch immer mit dem Schlimmsten, dass z.B. unsere Gasanlage komplett ausfällt
oder die Heizung einfach einen Defekt hat. Mit einer kleinen Zusatzheizung
sind sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
G. Kündig
AG
Postfach
273
CH 6030
Ebikon/Luzern
Schweiz
gebührenfrei
0130 819698
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Sonstiges
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Hier sollen
nur noch in kurzer Form die Artikel aufgelistet werden, die sie ebenfalls
nicht zu Hause vergessen sollten, aber keiner gesonderten Erklärung
bedürfen.
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Überbrückungskabel
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Abschleppseil
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diverse Seile
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Klappspaten
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Expander
(nicht zu wenig)
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Kabelbinder
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Taschenlampe
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Benzinkanister
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Sonnenschirm
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Adressliste
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Bücher
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Reiseapotheke
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Spiele
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Plastiklöffel
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Verbandskasten
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Campingkocher
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Fotoalbum
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Reisestecker-Set
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Ersatzregler
für Gasflaschen
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Kabeltrommel
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Fahrzeugkeil
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Zu den fahrzeugspezifischen
Gegenständen wie Abschleppseil oderÜberbrückungskabel
brauche ich wohl nichts mehr hinzuzufügen. Doch einfache Plastiklöffel
für den Frühstückseigenuss oder auch zum Schlemmen von Joghurt
werden sie in Nordamerika nur schwerlich finden. Außer mit Löffeln
aus dem Partybestecksortiment können die Amerikaner nicht dienen.
Von Expandern können sie nicht genug dabei haben. Damit befestigen
sie alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Bücher
in Heimatsprache werden auf Reisen als wertvollstes Gut unter deutschsprachigen
Campern gehandelt. Sie können nie genug davon mitnehmen. Mit dem Fotoalbum
ist eine kleine Bildkollektion ihrer Heimatstadt und ihrer Familie gemeint.
Denn wenn man mal mit Amerikanern oder Kanadiern zusammentrifft, sind diese
geradezu wissbegierig, etwas über die heimischen Verhältnisse
zu erfahren. Ein Sonnenschirm leistet oft
wesentlich besseren Sonnenschutz als die Markise
an dem eigenen Fahrzeug. Denn in Nordamerika sind die Plätze oft so
großzügig angelegt, dass sie nur selten direkt vor ihrem Camper
sitzen. Wahrscheinlich nutzen sie auch regelmäßig die Tischgarnitur,
die oft mit dem Boden verankert ist. Achten sie beim Reisestecker-Set darauf,
dass ein Modell für nordamerikanische Steckdosen dabei ist. Ein Euro-Set
hilft ihnen nur wenig. Kaufen sie auch kein Kombigerät, da es oft
nicht in die Steckdosenhalterung passt. Campingkocher
gibt es zwar auch in Nordamerika, sie sind aber relativ teuer. Falls sie
keine längeren Wandertouren unternehmen, können sie diesen getrost
zuhause lassen.
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